S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Spaß und Spiel...mehr oder weniger
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Spaß und Spiel...mehr oder weniger

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Donnerstag, 01. August 2013, 10:57
Ultimate Vault Hunter Mode, baby. Sick as hell.
Jede einzelne Begegnung mit einem Gegner ist Krieg … mal wieder. Die beste Ausrüstung des vorherigen Durchgangs ist erneut gerade gut genug. Ich will´s ohne meinem Hell Cat Class Mod mit +91% SMG-Schaden erst garnicht probieren. Bin gespannt wo das endet.
Ich habe gestern eine von Moxxi´s Waffen verloren. Manche davon haben ein kleines Bonusfeature. Zum Beispiel habe ich eine vibrierende Feuer-SMG, ihre Lieblingswaffe. Bekam bei der Drachenfestung in einer Quest eine gute Elektro-SMG, die etwas rutschig war. Sie fällt einem vor allem beim Waffenwechsel immerwieder´mal aus der Hand. Dürfte es einmal nicht bemerkt und sie nichtmehr aufgehoben haben.
Am Ende der Drachenfestung wird angedeutet, dass sie als nächstes zur Hyperion-Raumstation aufbrechen. Die nächste Erweiterung? Hatte mich ja schon seit Beginn des Hauptspiels darauf gefreut da hochzukommen. Finde aber nicht, dass sie zerstört werden sollte. Man könnte sie ja übernehmen und zur Verteidigung von Pandora benutzen. Nach Atlas und Hyperion ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Firma auftaucht. Durch den erhöhten Eridiumausstoß des Planeten seit der Öffnung der ersten Vault könnte ja auch Dahl plötzlich wieder Interesse an Pandora haben, um dort weiterzumachen wo Jack aufgehört hat. Gleichzeitig birgt der Erhalt der Raumstation auch gewisse Risiken, die wieder genug Stoff für weitere Stories bieten. Doch was das Betrifft haben sie bei Gearbox sicher keinen Engpass. Die Arbeiten an Borderlands 3 haben ja sicher schon längst begonnen. Ich frage mich, ob das nächste Duke-Spiel schon angekündigt wurde. Habe immerhin seit fast schon drei Monaten nichtsmehr aus dem Netzwerk mitbekommen. Ohne meine Besuche im GameStop würde ich nichtmal wissen, wie die kommende Konsolengeneration aussieht. Schlimm, schlimm.
Ach ja, weil´s mir gerade einfällt. Hin und wieder spielt man ja kurze Sequenzen in denen Lilith, Brick oder Roland mit einem mitkämpfen. Warum reviven die einen nicht, wenn man sich in Fight For Your Life fällt? Ich meine, wenigstens wenn man alleine spielt. Das Frage ich mich schon seit dem ersten Kampf in Firehawk´s zu Hause. Die sind doch schließlich auch Vault Hunter und wissen wie nervig sterben ist. Wäre eine nette kleine Idee gewesen das einzubauen. Immerhin sind sie sowieso nur in kurzen Sequenzen und auch nie bei wirklich wichtigen Gegnern dabei. Somit würde es das Spiel nicht weniger fordernd machen.
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22:33 Uhr. Probiere mich gerade durch die Badass-Runde in Murderlins Magic Slaughter. Im einfachen Schwierigkeitsgrad. Zum Glück, denn die macht ihrem Namen alle Ehre.
Orc Kamikazebomber (immer so 3 oder 4) + Badass Orc Warlords (2 Stück, ein paar Mal hintereinander) + tödliche Falltüren + Säure spuckende Wände + Säure spuckender Fußboden + Druckplatten im Boden, die spitze Pfähle auslösen, welche einen verletzen und verlangsamen + sich ständig verändernde Deckungsverhältnisse + … ich hab´ sicher was vergessen.
Ja, alles gleichzeitig. Ho. Ly. Shit. Weiß´ nicht, ob ich das auf schwer jemals durchmache. Sieht nach Stress pur aus. Noch mehr, als jede andere Arena-Herausforderung.
… den Todeskristall, den hab´ ich vergessen. Der schwebt über der Arena und muss gelegentlich zerstört werden, bevor er sich voll aufgeladen hat und ein flächendeckendes Säurebombardement auslöst, das man nur schwer überlebt. Wie gesagt, Stress.
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Montag, 05. August 2013, 23:53 Uhr
Level 61!
Max. Lv., BITCHES!!!
Was habe ich mir mit dem Spiel nur angetan?
Letztens fühlte ich mich etwas verarscht. Habe mit meiner Sirene, inzwischen schon Lv.61 (max.Lv.), zum ersten Mal Teramorphous niedergeschlagen (auf dem normalen Schwierigkeitsgrad) und bekomme eine Slayer of Teramorphous Class Mod für den Commando. Danke … nicht. Ok, selbst wenn ich das Item für die Sirene bekommen hätte, hätte ich es nicht benutzen können, da es wegen des geringen Schwierigkeitsgrades sowieso zu schwach gewesen wäre. Aber wieso für den Commando? Hallo?! Ich stehe da mit einer Sirene und mach das Vieh zum ersten Mal fertig. Wenn ich es für die Mechromancer oder den Psycho bekommen hätte, hätte ich es ja noch verstehen können. Habe immerhin mit den beiden ein Spiel begonnen und es auch noch immer gespeichert. Aber ich habe noch keine einzige Sekunde mit dem Commando gespielt und habe es auch nicht vor.
In solchen Spielen ist mir die normale Soldatenklasse einfach zu langweilig. In Mass Effect usw. ist es ähnlich. Bloßes Herumballern, wie in so vielen anderen Spielen auch, übt da keinen sonderlichen Reiz auf mich aus. Rein auf Magie will ich mich aber auch nicht verlassen. Außer die Zauber sind so mächtig, dass absolut nichts und niemand an einen rankommt (so wie bei meiner Über-Magierin, die ich mir in Disgaea - Hour of Darkness in stundenlanger Kleinarbeit zusammengebastelt habe, die ALLES kann). Oder das Herumballern wird zur Kunstform erklärt, weshalb ich den Gunzerker in Borderlands 2 wohl auch noch ausprobieren werde.
Habe heute früh die Mechromancer auf Lv.10 gebracht, da es verhältnismäßig einfach dahinging. Das wunderte mich. Bis ich mich daran erinnerte, was ich einmal in einem Ladebildschirm gelesen hatte. Der Badass-Rank und der damit verbundene Bonus auf Waffen- und Schildstärke etc. wirkt sich auf alle vom selben Gamertag erstellten Charaktere aus. Die 15k Badass-Punkte meiner Sirene, mit den sich dadurch ergebenden +8% auf dies und jenes, machen es also für jeden weiteren Charakter dementsprechend einfacher. Gleichzeitig werden bei neu erstellten Charakteren die Badass-Aufgaben, zum Erreichen der Punkte, zurückgesetzt. Man kann mit jeder Figur alle nochmal machen und bekommt so immer mehr Punkte zusammen, die sich wiederum positiv auf die Boni auswirken, die dann ebenfalls für die Sirene gelten. Sich in anderen Spielen zum Aufleveln mitziehen zu lassen vereinfacht einem also nur den Umgang mit einfacheren Gegnern. Um wirklich stärker zu werden und nicht nur Schildkapazität und Lebensenergie zu steigern muss man schon selbst was tun. Echt nette Idee. Gefällt mir. Wenn man jetzt die Zeit investiert und sich noch ein 1-2 weitere Figuren mit jeweils 10-15k Badass-Punkten bastelt, erreicht man einen geschätzen +15%igen Bonus auf sämtliche Attribute. In Einzelfällen sicher sogar noch etwas mehr.
Damit lässt sich dann auch erklären, warum manche Gegner im Ultimate Vault Hunter Modus so hart sind. Irgendwie müssen sie das ja auch ausbalancieren. Als ich gestern die Drachenfestung ausprobiert habe, stand ich plötzlich vor einem Lv.65 Orc Warlord, der sich nach kurzer Zeit mit seinem Kampfschrei auf Lv.66 und bald danach auf Lv.67 hochgebrüllt hat. Ich hielt mich besser als vorerst angenommen. Habe sogar seinen ersten Schlag mit der Streitaxt überlebt. Schilde down und ¾ der Health waren weg. Wie der zweite Schlag ausging muss ich wohl nicht weiter ausführen. Bei einem der nachsolgenden Versuche (ich war vom Ehrgeiz und der Neugier auf den Loot gepackt), war er glücklicherweise mit ein paar Trents beschäftigt und somit abgelenkt. Nach ca.5 Min. Daucherbeschuss mit der Sniper Rifle aus sicherer Entfernung legte er sich dann endlich hin. Hätte ich mir sparen können. Der Loot war nicht der Rede wert und Erfahrungspunkte bekomme ich ja sowieso keine mehr. Habe damit nur einen Haufen Munition und Geld für die Wiederbelebung verschwendet. Aber WIE HART IST DAS BITTE?! Orc Warlords sind zwar keine Standardgegner in dem Sinn, doch kommen sie schon des öfteren vor. Vor allem im Magic Slaughter. Und die stellen einem da schon bei der ersten Begegnung einen hin, der es mit Crawmerax (der härteste Gegner des ersten Teils, Lv.64) aufnehmen könnte. Das Spiel bekommt dadurch praktisch die dreifache Anzahl an Bosskämpfen. In den anderen Erweiterungen wird’s wohl nicht anders aussehen. Wie macht man das dann erst, wenn man zu zweit, zu dritt oder gar zu viert unterwegs ist und die Gegner von Grund auf schon stärker sind? Und wie stark sind dann erst die eigentlichen Endgegner?
Echt heftig.
Jackenstein will ich irgendwie erst garnicht sehen. Und wegen meiner anfänglichen Raunzerei über Constructor und Badass-Thrasher komme ich mir nun etwas albern vor. Jetzt hat man ganz andere Probleme.
Mache gerade mit dem Psycho etwas weiter.
RELEASE THE RAGE!
So schön krank. Besonders der Buzz Axe Kill Skill, ähnlich dem Berserker-Modus. Die Sicht wird leicht eingezoomt und verschwimmt nach außen hin. Tunnelblick. Der Nahkampfschaden wird um 500% erhöht. Außerdem hört man Stimmen, die einem leise etwas zuflüstern während man mit seiner Axt alles zermatscht. An den Perks und Skills bei Mechromancer und Psycho lässt sich schon erahnen, was sich Gearbox für den dritten Teil, der sicher kommt, bei den Charakteren einfallen lässt. Als hätten die Ideen des Hauptspiels im Vorfeld der Veröffentlichung des zweiten Teils nicht schon vielversprechend genug geklungen. Ich meine Wegwerfwaffen und „dual wield anything“ (Raketenwerfer und Maschinengewehr? Kein Problem.) und dergleichen. Jetzt hat man tödliche Robotertodesmaschinen als kurzzeitige Begleiter und feuerspuckende Psychos, die mutieren und sich selbst in Brand stecken während sie um sich schlagen die Gegner zerhacken.
Der Deathtrap der Mechromancer ist ein sehr nettes Feature. Man ist nicht alleine im Kampf und außerdem sind die Gegner durch ihn etwas abgelenkt.
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Und sonst? Nichts neues.
Meli´s Geburtstag rückt näher. Nichts worauf ich mich konzentrieren sollte, ich weiß. Trotzdem rotiert der Gedanke daran im Hinterkopf und mit ihm alles andere.
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Zwei Fliegen ficken in meiner Kaffeetasse. Enough said.
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Dienstag, 06. August 2013, 03:57 Uhr
Wollte mir gerade den Psycho auf deutsch anhören. Dass die Mechromancer nicht so das wahre ist habe ich ja letztens schon kurz mitbekommen. Gehe also zum ersten Mal in Sanctuary rein und statte Scooter den ersten Besuch ab und … FUCK, wie schlecht ist Scooter synchronisiert?!?!?! Alleine deshalb tut mir jeder leid, der´s auf deutsch spielt/spielen muss. Echt grausam. Woran liegt das? Das kann doch nicht nur an den Sprechern liegen. Wer macht denn da bitte die Dialogregie? Wer produziert und überwacht sowas? Wer gibt auf sowas seinen Daumen und setzt seine Unterschrift drunter? Kennen die überhaupt die Originalaufnahmen oder bekommen die nur die blanken Texte übermittelt? Liegt´s am Zeitdruck oder werden Videospiele noch immer so stiefmütterlich behandelt, dass sowas dabei rauskommt? Mir geht’s echt nicht ein. Auf die Arbeit brauchen sie nun wirklich nicht stolz sein. Eine Schande. Akzentfreies, energieloses, charakterloses, langsames und deutliches Hochdeutsch. Ein verdammtes Verbrechen am Charakter! So … schlecht. Einfach nur schlecht.
Gerade gehört, dass sie anscheinend die kleinen Inzestverweise von Scooter aus der deutschen Fassung genommen haben.
Aus „ … and seein´ you gettin´ rid of those bandits I´d say you and blood have a special relationship. Like cousins takin´a bath together.“ wird „ … und zu sehen wie du diese Banditen losgeworden bist würde ich sagen, du und Blut habt ein spezielles Verhältnis miteinander. Liegt dir quasi im Blut, Blut.“. Warum können die Scooter´s gestörtes Familienverhältnis nicht übernehmen? Das Spiel ist ohnehin ab 18. AUS GRÜNDEN, verdammt! Geht ja schließlich nicht um Blümchen und Regenbögen (Und selbst wenn, wäre das keine Garantie dafür, dass das Spiel jugendfrei ist. Siehe Lollipop Chainsaw.). Dass mir die deutsche Version von Handsome Jack auch nicht gefällt, habe ich ja letztens schonmal erwähnt. Die Erinnerung daran wird aber gerade wieder aufgefrischt. Furchtbar aufgesetzt. Klingt ganz und garnicht natürlich oder sonst irgendwie gut. Nicht wirklich glaubwürdig und herablassend genug. Außerdem haben sie am Ende einer Radiodurchsage von Jack „Hyperion rules.“ (engl. Original) mit „Hyperion forever.“ (dt. Fassung) ersetzt. WHAT? THE? FUCK? Warum?! Was soll das denn?
Ich will garnicht mehr hören. Eigentlich reicht mir das schon wieder für eine kleine Ewigkeit. Pfui.
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Ok, wurde wohl alles sexuelle aus Scooter´s Text gestrichen. Aus „See the fruit of your loins. This city´s gonna FLY!“ wurde gerade „Mach dich auf was gefasst. Diese Stadt hebt ab.“. Komischwerweise wurden aber sämtliche von Moxxi´s Andeutungen beibehalten. Woran das wohl liegt? Hatte Scooter´s Sprecher Probleme damit sowas zu sagen?
Sir Hammerlock wurde auf deutsch seiner Catchphrase beraubt. Erneute Enttäuschung, HO!
Marcus und Angel klingen ganz annehmbar. Crazy Earl geht auch in Ordnung, ist jedoch ebenfalls nicht perfekt.
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Habe mir die Intros zu den Erweiterungen angetan. Recht weit kommt man ja dort wegen dem Gegnerlevel nicht. Die sind darauf ausgelegt, dass man erst kurz vor bzw. erst nach dem Ende des Hauptspiels auf sie trifft.
Mr. Torgue ist ihnen gut gelungen. Könnte noch etwas rauer und aggressiver klingen und ein wenig lauter sein, aber trotzdem schon richtig gut. Tannis? Naja, kann man lassen.
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TINY TINA HAT DIE STIMME VON BUNNY (Sailor Moon)!!!
Riesen Pluspunkt! Sehr geil. Weiß leider nicht, wie die Sprecherin heißt, aber die Wahl ist perfekt. Bis auf das gehen aber leider sämtliche von Tina´s sprachlichen Charaktereigenschaften verloren. Kein Slang, keine falsch verwendeten oder selbst erfundenen Worte. Nichts. Schade. So ist sie in der deutschen Fassung also nicht mehr als eine aufgedrehte, Hochdeutsch sprechende, dreizehnjährige, psychotische weil traumatisierte Sprengstoffexpertin mit Quietschestimme. Gut, so viel geht bei ihr jetzt nicht verloren (Im Gegensatz zu Scooter. Bäh.), doch trotzdem … sehr, sehr schade. Würde mich gerne mal mit den Verantwortlichen unterhalten. Mich würde interessieren, woran das liegt, dass die deutsche Fassung so … lieblos und steril wirkt. Mir fallen im Moment keine besseren Worte ein, aber ich denke, die beschreiben ganz gut was ich meine. Charakterschwach. Detailarm. Eigenschaftslos. Teilweise doch sehr emotionslos. Einheitlich würde auch gut passen. Da fehlt einfach rundherum einiges. Brick haben sie gut hinbekommen. Auch wenn sie, glaube ich, den Sprecher geändert haben. Bin mir jetzt nicht sicher.
So nebenbei frage ich mich gerade, wie alt die Sprecherin von Bunny wohl ist. Die Stimme klingt noch immer nach maximal 25. Obwohl ich mir das nicht vorstellen kann. Sailor Moon ist immerhin schon 15 Jahre her.
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Bei Scooter wurde aus „ … faster than an athlete whos parents had unreasonably high expectations of him.“ gerade „ … schneller als ein Sportler, der sich drei Jahre lang mit Eridium gedopt hat.“. Langsam erhärtet sich mein Verdacht, dass der Sprecher was gegen Scooter´s Texte hatte und sie geändert werden mussten. Ich hätte da eine bessere Lösung gehabt: einen anderen Sprecher. Der jetzige macht seinen Job ohnehin nicht wirklich gut. Scooter klingt nichtmal ansatzweise nach Scooter. Aber WARUM? Im ersten Teil war´s bei weitem nicht so schlimm (anderer/besserer Sprecher und man hatte jetzt auch noch sooo viel mit Scooter zu tun, aber trotzdem). Außerdem gibt’s bei anderen Figuren auch keinerlei Probleme mit in diversen Hinsichten anstößigen Texten. Keine zwei Minuten vorher kam mir ein Badass-Psycho entgegen, der lauthals „SAAAAAMEN!“ schrie. Dann überfuhr ich einen Skag und mein Charakter meinte: „Ich benutz´ deine Leber als Kühlerfigur.“. Nur so als Beispiel.
Bin auf Lilith gespannt. Da kann man eigentlich nichts falsch machen. Und mich würde jetzt interessieren, was Inuendobot 5000 auf deutsch von sich gibt. Der hat ein paar Wortspiele auf Lager, die man nicht 1:1 übersetzen kann. Werde da mit der Sirene kurz vorbeischauen.
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Lilith klingt auch nicht sonderlich überzeugend. Etwas steif und spießig. Verkrampft. Seltsamerweise ist Incinerator Clayton dafür umso passender besetzt. Der ist jedoch nur eine kleine Nebenrolle. Ellie´s Stimme geht an sich auch total in Ordnung. Leider aber das selbe Problem wie bei Tina und Scooter. Kein Akzent oder sonstige besondere sprachliche Merkmale. Vielleicht ist es aber auch besser so. Denn wenn bei Lilith aus „Sup.“ im Englischen ein „Tagchen.“ im Deutschen wird, macht das nicht unbedingt Lust auf mehr.
Beim ausprobieren des ersten Teils vorhin (wegen Scooters Stimme) ist mir aufgefallen, dass mir der Sound der SMGs dort besser gefällt. Sie klingen satter und druckvoller.
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NEIN! Sie haben den „DROP!“ aus Claptraps Dubstep-Song gegen „STOPP!“ ersetzt. Da wissen die Synchronleute wohl nicht, was ein Drop ist. Dieser random Unsinn bei Synchronisationen sollte schnellstens aufhören. Außerdem wubbt der deutsche Claptrap nur planlos herum. Im englischen Original lässt sich wenigstens der Ansatz eines Tracks heraushören. Klar, man kann es auch als witzig erachten, dass er nichtmal davon Ahnung hat, aber das nimmt ihm das letzte Bisschen Würde. Ich meine, ein Roboter, der nichts von elektronischer Musik versteht? Wo gibt’s denn sowas?
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Mittwoch, 07. August 2013, 04:17 Uhr
Warum auch immer will ich mir die deutsche Synchro von Farcry 3 jetzt anhören, sofern es eine besitzt. Oh, es wird so schlecht sein. Ich kann mir nunmal nichts anderes vorstellen. Alleine Vaas. An das englische Original von dem kommt so schnell nichts ran. Aber mal sehen.
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Thank. God. Keine deutsche Fassung. Mit Sicherheit besser so. Werde wohl zumindest die erste Hälfte des Spiels wegen Vaas nochmal „schnell“ durchnehmen. Habe beim ersten Durchgang nicht alles 100%ig mitbekommen, da ich ja im Wohnzimmer saß und mit den Toneinstellungen zu kämpfen hatte. Weiß nicht, ob ich es schonmal erwähnt habe, aber seit Beginn von Borderlands 2 vor ein paar Wochen habe ich den Fernseher meiner Mom hier im Zimmer und höre den Ton über Kopfhörer.
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Donnerstag, 08. August 2013, 14:09 Uhr
So. Hab´ jetzt bis zu Vaas´ Tod gespielt (Ja, ich habe dazwischen auch´mal geschlafen.). Danach fällt das Spiel etwas ab. Wirklich interessant ist dann eigentlich nurnoch Sam, der deutsche Söldner. Farcry 3 ist um so vieles besser als der zweite Teil. Lange nicht so öde, alleine schon wegen einer Hand voll guter Charaktere. Außerdem fällt einem am Schluss nicht ausnahmslos jeder in den Rücken. Kann leider nicht nachsehen, aber kann es sein, dass am Soundtrack die selben Leute (Ubisoft Montreal) wie für Deuce Ex – Human Revolution gearbeitet haben? Klingt nämlich teilweise verdammt ähnlich, wenn sie nicht sogar Teile der Melodie recycled haben. Bin mir nicht sicher. Dass ich den Gegner-mit-Steinen-ablenken-Erfolg wegen der Konsoleneinstellung jetzt auf deutsch habe nervt mich etwas. „Stein gewinnt immer“ ergibt auf deutsch nur bedingt Sinn. „Rock Always Wins“ klingt gleich ganz anders und ist auch so schön zweideutig, da man´s ja auch auf die Musikrichtung beziehen kann. Erinnert mich an den Spruch, den ich´mal im Netz aufgeschnappt habe: „Rap is like scissors. Rock always wins.“.
Es ist wieder etwas Geld eingetrudelt. Samstag GameStop? Keine Ahnung. Mir macht die Hitze zu schaffen. Seit zwei Wochen oder so ist es wieder so verdammt heiß. Mit der 4. & 5. Staffel von Breaking Bad bin ich nun auch wieder durch.
„Did I ever tell you the definition of insanity?“
Muss noch das böse Ende von Farcry 3 ausprobieren. Mal sehen, ob sich das irgendwie unterscheidet. Das gute ist ja ziemlich plump. Danach werde ich wohl mit dem Psycho bei Borderlands 2 weitermachen. Gefällt mir irgendwie besser als die Mechromancer. Sehr selten, dass mir ein männlicher Charakter besser gefällt. Sonst spiele ich wo´s geht ja immer Frauen. Die Skills finde ich beim Psycho insgesamt aber einfach ansprechender. Er ist ein Charakter der Gegensätze. Was für andere schlecht ist, kann er zu seinem Vorteil nutzen. Der Verlust der Schilde oder wenn er sich Verbrennungen einfängt zum Beispiel. Durch seine Fertigkeiten macht ihn sowas nur stärker. Habe mich vorher immer gewundert, wozu es diese Schilde gibt, die zwar einen Bonus auf die Nahkampfstärke geben, aber eine extrem lange Aufladeverzögerung haben. Jetzt weiß ich es. Vlad (Ich habe ihn Vald getauft. Ich finde, das passt.) fühlt sich wohl damit. Muss den Charakter auf ein höheres Level bringen, weil ich ein paar Skills in Kombination arbeiten sehen will. In der Theorie hören sich manche ziemlich overpowered an. BATEMAN! Bateman wäre auch ein guter Name für ihn. Ich glaube ich muss ihn auf den American Psycho umtaufen. Immerhin hat er ja auch eine Axt.
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Freitag, 09. August 2013, 01:41 Uhr
Konnte gerademal drei Stunden schlafen, also Farcry 3 weitergespielt. Das böse Ende bietet nur eine zusätzliche Tittenszene und den Tod des Hauptcharakters. Komischerweise kann man nach dem Abspann trotzdem weiterspielen. Da hätte man echt mehr draus machen können. Ich meine insgesamt. Nicht, dass ich sonderlich enttäuscht bin. Trotzdem tolles Spiel, aber etwas fehlt mir. Die Geschichte um Vaas und Hoyt, Jason´s Werdegang vom verwöhnten neureichen Stadtjungen zum Dschungelkämpfer und die ganze Situation mit seinen Freunden hätte mehr Potential gehabt. Mir fehlt einfach noch ein Funken mehr Dramatik zum Beispiel durch einen fetten Plottwist, einen richtigen Knalleffekt. Alles was kam war ja ziemlich vorhersehbar. Zwar schon gut, aber eben nicht so gut wie es sein hätte können.
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Gerade entdeckt, dass wenn man nachher hinter dem Tempel den Hügel hochklettert steht Citra halbnackt beim Liebe-machen-Stein, die sich erst „materialisiert“, wenn man sich dem Stein auf ein paar Meter nähert. Aus der Entfernung ist sie nicht zu sehen. Ein Bug oder ist das als netter Bildschirmschoner gedacht?
Eine unsterbliche, halbnackte Citra. Wohl eher Bug. Machete, MG, Flammenwerfer und Granaten zeigen keinerlei Wirkung. Denke nicht, dass es vom Entwickler gewollt ist, dass der Spieler überhaupt da hinkommt.
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Draußen Regen und Donner und hier drin habe ich es beim insgesamt 4. Durchgang zum ersten Mal geschafft, dass ich W4R-D3N schon am Bloodshot Damm besiege und Roland befreie, ohne in den Friendship Gulag zu müssen. Habe schon daran gezweifelt ob das überhaupt möglich ist. Aus der Entfernung mit einer Elektro-Sniper das Schild weggemacht und etwas von der Panzerung abgezogen. Dann Action Skill aktiviert, hingelaufen und den Rest mit der Axt zerdroschen. Geht doch.
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Samstag, 10. August 2013, 15:39 Uhr 
Bullshit. Wie komme ich nur darauf, dass Ubisoft Montreal an Deus Ex beteiligt war. Das ist ja von Eidos und der Vertrieb von SquareEnix. Ändert trotzdem nichts daran, dass ein bis zwei Stücke aus dem Soundtrack von Farcry 3 verdammt ähnlich klingen.
Bin gerade vom GameStop zurück. Endlich Bioshock Infinite (Atmosphärisch habe ich ja jetzt keine Probleme mehr, weil ich den Fernseher hier für mich habe.), Deus Ex (Habe es eigentlich nicht sooo gut in Erinnerung, aber einige Erfolge sind noch offen, auch wenn sie zu 75% geheim sind. Außerdem will ich irgendwas wirklich science-fictiges in die Richtung Blade Runner/Ghost in the Shell spielen. Viel hochwertiges gibt’s dahingehend ja leider nicht.) und Child of Eden (Wollte ich auch ewig schon ausprobieren. Rez und Lumines sind Spitzenspiele, also kann Child of Eden nicht so verkehrt sein. Und für €5,- ist nichts verhaut … außer man kauft sich Resident Evil Degeneration darum … oder noch ein paar andere Sachen, die mir gerade nicht einfallen.). Halo 4 ist leider immernoch nicht billiger. Wird auch wohl noch dauern.
Leider keine Kerstin heute angetroffen. Schade. Dafür mit Denis über Doctor Who und Torchwood gequatscht.
Schon ziemlich müde. Kann aber sicher noch nicht schlafen. Vielleicht schaffen ein bis zwei Bier Abhilfe. Habe in den letzten Tagen wieder vermehrt Schwierigkeiten einzuschlafen und auch länger als nur ein paar Stunden zu pennen. Die Hitze trägt sicher auch dazu bei. Schlechte Träume bleiben glücklicherweise aus. Gestern hat´s praktisch den ganzen Tag geregnet und stundenlang vor sich hingeblitzt und -gedonnert. Einige Male ziemlich heftig. Schön. Richtig nice. Mir gefällt sowas. Ich finde es anregend und beruhigend zugleich.
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Gerade René´s 3-Stick mit einer dieser Spar-Internet-SIM-Karten probiert. 3 frisst natürlich keine Teleringkarte. Wäre auch zu schön gewesen. Hatte ich schon vermutet, aber einen Versuch war es wert. Gut, dann eben nicht. Ich vermisse das Netzwerk. Ich vermisse so vieles.
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17:23 Uhr. …
I … I really, really don´t know why I´m moved to tears right now. I mean I actually have no idea, not a single clue why I´m crying. But there´s something about the second level of Child of Eden that´s so … just ... beautiful. There simply is no other word for it. I freed some kind of space … whale … thingy from an infection inside the network. Then it transformed into a phoenix and … holy crap. It´s hard to describe.
Basically it´s Rez all over again. Same controlls, same gameplay, even a similar story. But if I´d say that it has the same flashy look it would be quite an understatement, because it´s even more … whatever. Way more. Maybe even a little too much. Anyway, feels like coming home. It´s kinda hard to see what you´re doing right now, though. What to shoot and what not. So … many … so … much … everything. A visual overkill. Picture the flashiest japanese side- or downscrolling spaceship shooters you can think of, if you´re familiar with such games. Not R-Type, more like Ikaruga, but times … I don´t know … a hundred or something and with more colors. Like, every blue-ish color at the same time, or green, or red, or all together. Disturbing? Irritating? Yeah, but amazing. Beautiful. I like it.
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Auch Deus Ex wieder kurz eingelegt. Rein deutsch lokalisierte PEGI-Version, die sich nicht auf Englisch umstellen lässt. Bäh. Da ich keinen Vergleich habe klingt die Synchro aber ganz in Ordnung. Lange nicht perfekt, aber es geht. Lässt sich aushalten.
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Sonntag, 11. August 2013, 04:37 Uhr
Endlich wiedermal etwas länger geschlafen. In der Box installiert gerade Bioshock Infinite. Na da bin ich gespannt. Vor ein paar Monaten waren auf Twitter ja alle hellauf begeistert, besonders vom Schluss. Für mich ist es das erste Bioshock seit Jahren. Habe damals den ersten Teil ausprobiert und auch bis kurz vor Ende gespielt. Grafik, Stimmung (netter Sickness-Faktor), Story, Soundtrack stimmten eigentlich, trotzdem wollte mich das Spiel nie so wirklich packen. Irgendwas fehlte. Den zweiten Teil habe ich dann komplett übersprungen. Bein Infinite reizt mich vor allem der Steampunk-Look, das typisch kranke Setting und dass es mehr oder weniger eine Vorgeschichte darstellt oder zumindest einige Jahre vor den Ereignissen des ersten Teils spielt. Es sind also keine Vorkenntnisse notwendig, um das Spiel voll genießen zu können. Ja, natürlich übt auch Elizabeth eine gewisse Anziehungskraft aus, geb´ ich zu. Aber wie könnte sie auch nicht? Ich meine, eine hübsche Frau mit irgendwelchen badass Raum-Zeitgefügeverschiebenden Fähigkeiten oder was auch immer. Wie kann man davon nach den Trailern nicht mehr sehen wollen?
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07:05 Uhr. Erster Eindruck von Bioshock Infinite ist richtig gut. Hatte mir nichts anderes erwartet. Allerdings auf Grund einiger typischer Flaws von Spielen aus der Egoperspektive nicht weltbewegend. Wir haben 2013 und man sieht in vielen Egospielen noch immer keine Beine, wenn man nach unten sieht. Manche Spiele regeln das „Problem“, indem sie den Kamerawinkel nach unten beschränken. Selbst wenn der Charakter Beine hätte, könnte man sie also nicht sehen. Doch sehr, sehr oft kann man gerade nach unten sehen und da ist dann einfach nichts. Bestenfalls ein Schattenpunkt. Man ist eine in der Luft schwebende bewaffnete Hand. Die Charaktere haben keinen Körper. Alles was davon existiert sieht man lediglich im Bildausschnitt während der Animationsphasen bestimmter Handlungen. Mehr gibt’s nicht. Dachte mir eigentlich, dass The Chronicles of Riddick und Mirror´s Edge dahingehend eine Wendung eingeläutet hätten. Falsch gedacht. Daran nimmt sich offensichtlich kein Entwickler ein Beispiel.
Das zweite kleine Detail, das mich etwas stört, hat ebenfalls damit zu tun, dass die Figuren nicht voll ausmodeliert in der Spielwelt herumlaufen. Die Spiegel in den Badezimmern oder sonstwo funktionieren nämlich nie. Wieder kann ich Riddick als Gegenbeispiel hernehmen und sogar Duke Nukem. So schwer, so viel Mehraufwand kann das doch nicht sein, oder? Mich stört sowas eben. Jetzt nicht wirklich arg, aber doch genug, um es zu erwähnen. Finde es eben schade. Da geben sich manche Spiele echt viel Mühe, um eine glaubaft wirkende Spielwelt zu erschaffen, und dann scheitert´s an solchen Kleinigkeiten. Es sind ja auch nicht wirklich Dinge, bei denen man sagen kann „Darauf schaut doch keiner.“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich sehr viele Spieler denken: „Oh, Badezimmer. Hey, Spiegel. Och, nix Spiegel.“. Hauptsache die Wasserhähne und Toilettenspülungen kann man benutzen … wofür auch immer. Darauf wird jedenfalls geachtet. Dem wird komischerweise irgendein Wert beigemessen. Versteh´ ich nicht.
Ein weiterer Punkt in der „kein Körper“-Sache fällt einem auf, wenn man in Infinite nach oben sieht, während man an einem Skyhook hängt. Trotz der vorangehenden Animation hängt man nämlich nicht am Skyhook. Nicht physisch. Da ist keine mit einem magnetischen Hakenhandschuh ausgestattete Hand, die sich daran festklammert. Der Haken schwebt einfach nur leer über einem, als würde man nur unter ihm stehen, obwohl man sich mit seinen nicht vorhandenen Beinen mehrere Meter über dem Boden befindet.
Details, Details. Ich weiß. Doch solche Dinge fallen mir nunmal auf, da sie einfach nicht gut aussehen. Es passt einfach nicht. Für mich trübt es den Gesamteindruck ziemlich, je mehr sich sowas in einem Spiel summiert. Das sind dann eben Punkte, die das Spiel an anderer Stelle wieder gutmachen muss.
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09:19 Uhr. … und das macht das Spiel bis jetzt hervorragend. Habe gerade Elizabeth befreit. Am Strand spielt eine Drehorgel „Girls Just Wanna Have Fun“ und kurz danach wohl einer der wichtigsten Sätze des ganzen Spiels: „You don´t have to protect Elizabeth in combat. She can take care of herself.“.
NICE! Riiiieeeesen Pluspunkt. Wenn ich etwas in Spielen ähnlich hasse wie Quick Time Events, dann sind es Beschützermissionen. Und da geht es bestimmt nicht nur mir so.
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14:01 Uhr. Elizabeth ist wohl eine, wenn nicht sogar die angenehmste Begleiterin in einem Spiel überhaupt. Sie versorgt einem mit Medikits, Salzen (Mana) und Geld. Sie weist einen auf versteckte Gegenstände hin und steht nicht in der Schusslinie rum, sondern geht zügig aus dem Weg sobald man in ihre Richtung zielt.
Das holt die schlechten Erinnerungen an Resident Evil 5 wieder hervor. Munition und Heilkräuter klauende, aber trotzdem ständig Hilfe brauchende Sheva. Niemand wird dich vermissen. Warum Capcom RE5 so verbockt hat wissen sie wohl selbst nichta ganz. Teil 4 wirkte wie ein Vorgeschmack auf eine äußerst vielversprechende Zukunft der Serie. Er weckte Hoffnung, dass Capcom es schafft der Serie frischen Wind einzuhauchen, ohne auf die alten Werte zu vergessen. Hoffnung die Teil 5 im Keim erstickt hat und die mit Teil 6 endgültig begraben wurden. Ich habe von RE5 zwar nur die erste halbe Stunde selbst gespielt, aber was ich aus Erzählungen und Reviews so weiß, habe ich die größten Negativpunkte des Spiels in der Zeit schon mitbekommen. Mehr brauche ich nicht zu wissen. RE6 soll ja an sich ein ganz ordentliches Spiel sein, wenn nicht Resident Evil draufstehen würde (So wie Final Fantasy – The Spirits Within auch ein passabler CGI-Film wäre, wenn nicht Final Fantasy im Titel stünde.). Mich hat es nichtmehr interessiert. Habe mir dazu nichtmal einen Trailer angesehen. Die Serie hat mich als Fan verloren. Das Bisschen, das ich von anderen RE-Fans von Teil 6 gehört habe, reicht mir um zu wissen, dass ich nichts verpasst habe.
Doch zurück zu den Begleiterinnen. Ich versuchte mich daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal keine allzu großen Probleme mit ihnen hatte. Da fiel mir eben RE4 ein und so kam ich auf das Resi-Thema. In RE4 war die Sache auch ganz gut gelöst. Man konnte … keine Ahnung wie sie hieß … die Präsidententochter … Heather? … [insert name here] einfach Kommandos geben. In Stresssituationen konnte man sie sogar in Verstecken in Sicherheit bringen und sich in Ruhe um die Gegner kümmern. Sie duckte sich ebenfalls angenehm schnell aus der Schusslinie und brachte sich auch sonst nicht unnötig in Schwierigkeiten. Die paar Rettungsaktionen, die man storytechnisch schlussendlich doch durchführen musste, hielten sich zahlenmäßig sehr in Grenzen und hatten nichts sonderlich nerviges an sich, wodurch man sie ständig wiederholen hätte müssen oder sonstwas. Was mir an Elizabeth jedoch definitiv um einiges besser gefällt ist, dass sie nicht einfach nur ein zu beschützendes Anhängsel darstellt. Sie kommuniziert immerwieder mit Booker und hat ab und zu auch einfach so´mal etwas interessantes zu erzählen. Generell wurden ihr einige nette kleine Details spendiert, die sie sehr lebendig gestalten. Ist sie angepisst, verfinstert sich ihr Gesichtsausdruck und sie wendet ihren Blick ab. Manche Räume betritt sie mit einem kindlichen Staunen. Sie läuft auch nicht ständig nur hinterher, sondern setzt sich etwas abseits auf eine Bank, lehnt sich wartend an eine Wand oder begutachtet interessiert diverse Gegenstände in der Umgebung. Zwischendurch richtet sie ihre Haare oder die Kleidung, holt sich eine Zuckerwatte vom Händler, entfernt sich einen Fussel vom Ärmel oder fängt an in Gedanken zu Musik zu wippen. Sie ist auch nicht auf den Mund gefallen. Sie bietet Booker verbalen Konter und beweist, dass durchaus ihren eigenen Kopf hat und nicht dumm ist. Oh, ja, dann wären da noch ihre Fähigkeiten. Die Risse im Raum-Zeitgefüge bzw. Dimensionsrisse, die sie aufspüren und öffnen kann. Bin gespannt, was dabei noch rauskommt. Gerade einen entdeckt durch den Fortunate Son von CCR zu hören war (weiteres großes Plus für die Musikwahl. Ich liebe CCR.). Das Spiel handelt in 1912. Zwischen dem Song und dem Zeitpunkt der Handlung liegen also mehr als 50 Jahre. Ja, ich mag Elizabeth. Sehr. Soviel steht fest.
Aus grafischer Sicht wirkt das Spiel auf mich … jetzt nicht unbedingt veraltet oder sowas. Trotzdem lässt es ein wenig an Details vermissen. Vor allem größere Schauplätze wirken etwas leblos und detailarm. Glaube aber auch, dass ich von Borderlands 2 dahingehend in letzter Zeit etwas zu sehr verwöhnt wurde. Außerdem waren die bisherigen Bioshock spiele ja immer sehr finster, darum ist das nicht so aufgefallen. Vom Schwierigkeitsgrad her muss ich sagen, dass „normal“ ziemlich einfach gehalten ist. Sofern man halbwegs weiß was man tut und sich mit der Steuerung erstmal vertraut gemacht hat, werden einem keine großartigen Probleme in den Weg gestellt.
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17:27 Uhr. Oh shit. Der tiefblaue Rock und die Weste in Kombination mit der weissen Corsage und den kürzeren dunklen Haaren. Ich könnte das Mädchen stundenlang ansehen. Sie war vorher auch schon supercute mit einem kleinen Schuss Hotness, doch jetzt ist hat sie den Overdrive drin.
Irgendjemand scheint die Risse zu nutzen, um sich Musik aus der Zukunft zu holen und damit jetzt schon ein Vermögen zu machen. In einer der Parallelwelten von 1912 saß während einer Revolte eine der Bürgerinnen bei einem Pranger und sang eine etwas langsamere acapella-Version von Fortunate Son. Überhaupt scheint man sich mit dem Spiel ein wenig in Richtung Doctor Who zu bewegen (Ja, ich bin ein wenig geschädigt von der Serie.). Befinde mich gerade in der dritten Parallelwelt, in der die Vox Populi an die Macht kommen. Sämtliche Welten scheinen sich im Geist der Bewohner miteinander zu verbinden, so als würden sie nicht wirklich nebeneinander existieren, sondern jeweils immer nur eine einzige Geltung haben, die sich mit den bisherigen Geschehnissen aus den anderen Welte zu vermischen scheint. Gegner, die ich vorher in einer anderen Realität getötet habe, können sich teilweise in der jetzigen Welt daran erinnern. Auch Booker hat so seine Probleme damit, da er in dieser Version der Realität offiziell bereits gestorben ist. Heißt weiter aber auch, dass es darauf hinaus laufen könnte, dass sich früher oder später zwei Version des selben Charakters gegenüberstehen. Mal sehen, was da noch kommt.
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23:55 Uhr. Holy. Fucking Shit.
Ok, einige Sachen vom Bioshock Infinite´s Schluss kann man so oder so ähnlich kommen sehen. Aber, dass mehr oder weniger alles auf einmal eintritt, was ich mir denken hätte können, habe ich nun wirklich nicht erwartet. Und dabei wirkt es nichteinmal übertrieben viel, sondern einfach nur … woah! ... Fuck! … Wait. What? … Shit. Heftig. Echt heftig. Ich hoffe, es ist klar, dass ich das äußerst positiv meine. Infinite ist jedenfalls ein sehr passender Titel. Wenn man mit Doctor Who nicht vertraut ist und sich auch sonst gedanklich nicht viel mit Raum/Zeit-WirrWarr auseinandersetzt bekommt man am Ende sicher einen Mindfuck vom feinsten.
Oh, im Abspann ist ein Video der Proben zur Aufnahme von Will the Circle Be Unbroken, dem kurzen Lied, bei dem Booker Elizabeth auf der Gitarre begleitet. Nice. Finde ich um Längen besser, als beispielsweise nur irgendwelche belanglosen und zusammenhangslosen Bilder von random Teammitgliedern des Entwicklerstudios, die nichts weiter bewirken, als einen im Abspann so richtig schön aus der Stimmung zu schmeißen. Gear of War 1-3 und Deus Ex – Human Revolution wären dafür nennenswerte Beispiele. Grauenvoll. So hat man aber einerseits die echten Gesichter zu wichtigen Leuten (Die Synchronsprecher. Wichtig meine ich im für-den-Spieler-wichtig-bzw.-interessant-Sinn. Immerhin sind das ja die einzigen „echten“ Leute, mit denen man im Spiel zu tun hat, und man fragt sich ja immerwieder´mal, wie die wohl aussehen.) und andererseits wird man wieder in einen - wie ich finde - bemerkenswerten, wenngleich auch nur sehr kurzen Moment im Spiel zurückgeholt. Es passt also. Und ich habe in der Tracklist im Abspann eben entdeckt, dass sie irgendwo Tainted Love und Shiny Happy People eingebaut haben. Habe ich garnicht mitbekommen.
Komme gerade drauf, dass ich seit Modern Warfare 2 kein Spiel mehr in einem Rutsch durchgespielt habe. Und bei CoD ist das nun wirklich keine Kunst (21:30 Uhr bis 01:30 Uhr). Bei einem Bioshock ist das schon etwas anderes. Neunzehn (19) Stunden. Auch wenn man gut zwei Stunden Umsehen und Herumprobieren wegrechnen kann, bleibt noch immer eine mehr als annehmbare Spielzeit übrig. Ist, soweit ich mich jetzt erinnern kann, das erste so langandauernde Spiel, das ich in einer Sitzung beendet habe. Konnte, warum auch immer, einfach nicht aufhören. Gut gemacht, Irrational. Ist aber auch nicht so, als hätte ich anderweitig zu tun. Trotzem, Hut ab.
Insgesamt kommt mir das Setting und die Präsentation nicht ganz sooo krank vor, wie in den Vorgängern. Bin wohl schon etwas abgehärtet, was das betrifft. Es liegt auch an der serienuntypischen Helligkeit. Bioshock ist im Normalfall dunkel, feucht und eng (Hand hoch. Wer musste noch leicht grinsen bei der Wortwahl? … Kommt schon. Ich kann doch nicht das einzige Kind hier sein.). Infinite ist größtenteils das Gegenteil. Dadurch merkt man der Grafikengine das Alter dann doch an manchen Stellen an. Ich müsste nachsehen (was ich ja leider nicht kann), aber wenn ich mich nicht täusche läuft die ganze Serie bisher mit einer extrem (!!!) aufpolierten Unreal 2 Engine. Die finsteren Schauplätze in Rapture haben da viele Kleinigkeiten leicht verschluckt. Wenn wie in Columbia alles von Licht durchflutet wird, sieht das anders aus. Außerdem fehlt mir ein gewisses Maß an Hintergrundinfo zu bestimmten Dingen, um deren Dramatik vielleicht noch ein wenig zu vertiefen. Die Handymen zum Beispiel. Aus deren Entstehung hätte man noch ein wenig mehr herausholen können. Eventuell ein kleiner Abstecher in ihre „Produktionsstätte“, wenn man doch sowieso schon in Fink´s Fabriken herumläuft. Von den Motorized Patriots bekommt man doch schließlich auch genug zu sehen. Dabei sind die vergleichsweise nicht annähernd so interessant, sondern „nur“ eine nette kleine Idee a´la Fallout. Hinzu kommt noch, dass alle Standardgegner im Prinzip nur ganz normale Leute der Exekutive Columbias sind. Kein Vergleich also zum Freakfaktor der durchgeknallten Splicer aus den Vorgängern. In manchen Szenen hätte ich mir etwas mehr Entscheidungsfreiheit gewünscht. Mass Effect, Fallout und dergleichen haben ihre Spuren bei mir hinterlassen. Habe mich manchmal selbst dabei erwischt, wie ich am Controller versucht habe diverse Knöpfe zu drücken, um die derzeitige Aktion von Booker abzubrechen, oder in der Umgebung nach einem anderen Ausweg als den mir vorgegebenen zu suchen. Bin anscheinend strikt gescriptete Spiele nichtmehr gewohnt. Bei Farcry 3 war´s mir dagegen wieder weitestgehend egal, außer bei Vaas. Das sind aber dann auch schon wirklich alle nennenswerten Mankos, die mir an Bioshock Infinite aufgefallen sind. Dass die Szene mit Ellizabeth und dem Pferd aus dem Trailer nicht dabei ist, kann man sehr gut verschmerzen. Trotzdem irgendwie schade. Wenigstens kann ich jetzt halbwegs verstehen, warum bei der Collector´s Edition eine Figur von Songbird dabei ist. Die Frage „Warum nicht Elizabeth?!“ bleibt jedoch. Oder wenigstens Elizabeth gemeinsam mit Songbird. Aber nur Songbird? Naja, was soll´s?
„Time rotts everything … even hope.“
Da fällt mir ein, dass der Soundtrack zwar nur relativ selten merklich in den Vordergrund tritt, dann aber umso intensiver. Zum Beispiel Mozarts Requiem, besonders in der verstörend verzerrten Version, wirkt als Thema für einen bestimmten Bossgegner atmosphärisch wahre Wunder. Gefällt mir richtig gut. Schöne Gänsehautstimmung.
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Montag, 12. August 2013, 02:03 Uhr
Gehe gerade den Schluss noch einmal durch. Auf deutsch. Hatte durch Erfahrung begründeten Schiss davor, aber ich muss schon sagen, dass mir die deutsche Synchronisation richtig gut gefällt. Respekt. Gut gemacht.
Fuck. Die Szene mit dem Finger kriegt mich beinahe.
Echt heftig das Ganze.
Im Prinzip geht Bioshock hier sogar den gewissen Schritt weiter, den sie sich in Doctor Who selbst verbieten: die Auslöschung eines bestimmten Zeitstranges und/oder einer bestimmten Person, um gewisse Ereignisse zu verhindern, und die Zerstörung sämtlicher damit in Verbindung stehender Parallelwelten. So wie wenn man zurückreist und Hitler tötet, um den zweiten Weltkrieg zu verhindern. Sie ändern also, was nicht geändert werden darf, was passieren muss. Immer. Überall. Weil praktisch alles was danach folgt darauf aufbaut. Aber das sind ja nur die Rege … Richtlinien des Doctors. In einer Fernsehserie muss man mit sowas natürlich mehr aufpassen, wenn man vorhat, es über Jahre und viele Staffeln hinweg spannend zu halten. Als Spiel hat man dagegen die Freiheit, den „schnellen und einfachen Weg“ zu gehen, da man sich über Kontinuität keine großen Gedanken machen muss. Bis zum Beginn der Arbeiten an der Fortsetzung in ein paar Monaten wird einem schon eine Gegenmaßnahme für den Universalausweg einfallen. Und selbst wenn nicht, dann macht man eben etwas ganz anderes.
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Ich mag das nicht. Die reale Welt meine ich. Besonders wenn meine Mom ab und zu reinkuckt und meint, mich während des Spiels unbedingt mit irgendeinem Schrott über das neue Auto meines Bruders oder das Motoröl in ihrem Moped zuschwafeln zu müssen. So wie es im Laufe des Tages ein paar Mal der Fall war.
WEN INTERESSIERT DER SCHEISS!?!?!?
Warum rotze ich ihr das nicht´mal genau so, lautstark ins Gesicht? Was hält mich ab? Ich weiß es nicht.
Was denkt sie, dass an dem Dreck so verdammt wichtig ist, um mir das unbedingt mitteilen zu müssen und mich damit aus meiner Wahlheimat zu reißen?! Sie checkt nichteinmal ansatzweise, dass ich ihr im Prinzip nicht zuhöre; dass ich nur genervt darauf warte, bis sie endlich wieder verschwindet und ich in Ruhe weiterspielen kann. Ich hasse es.
Manchmal mag ich es nicht´mal aufzustehen und pinkeln zu gehen. Sogar das ist mir hin und wieder schon zuviel Realität.
Böse/unangenehme Gedanken machen sich wieder breit. Schon wieder fast 24 Std. wach. Ich sollte schlafen gehen.
… wenn ich kann.
Schlaf. Du Hure. Erlöser und Vollstrecker. Mein liebster Feind. Man kann oft nicht mit ihm, aber auch nicht ohne ihn. Frage mich, wozu sich das Gehirn überhaupt dagegen wehrt. Am Ende gewinnt er ja doch.
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Montag, 12. August 2013, 13:11 Uhr
SONGBIRD! Wieso wird nicht näher erklärt wo Songbird herkommt, wie er entwickelt und gebaut wurde bzw. was er überhaupt ist?
Das war so ziemlich der erste Gedanke heute nach dem Aufwachen. Ich stehe eben auf optionale Hintergrundinfos. Details, Details.
Gerade erst die Demo gesehen, die beginnt, wenn man den Titelbildschirm eine Zeit lang laufen lässt. Sehr geil gemacht. Zwar um einiges mehr badass (habe das Wort wohl jetzt definitiv in meinen alltäglichen Sprachgebrauch übernommen), als das eigentliche Spiel im Endeffekt rüberkommt, aber schon sehr fein. Die Musik ist awesome. Ich steh auf BluesRock. Langsamer, aber fester Rhythmus und eine catchy Melodie, die im Prinzip auch ziemlich ruhig ist, nur wir sie von einer lauten verzerrten Gitarre gespielt. Dann noch eine gute, Frauenstimme. Was will man mehr?
Werd´s wohl auf dem einfachen Schwierigkeitsgrad auf gemütlich nochmal durchspielen. Auch, um noch ein paar Erfolge zu machen.
Denke mir gerade, wie langweilig den beiden Lutece-„Geschwistern“ gewesen sein muss, da sie bereits 123 verschiedene Versionen von Booker in diversen Parallelwelten beim Fest in Columbia nach Kopf oder Zahl gefragt haben.
Was mir die ganze Zeit etwas gefehlt hat, aber mir erst jetzt wieder einfällt: bis auf die Folter, die ständige Isolierung und ihre selbstständige Weiterbildung durch Bücher wird nicht wirklich auf Elizabeth´s Vergangenheit und ihren Bezug dazu eingegangen. Vor allem wird nicht im geringsten Erklärt, wo sie ihre Fähigkeiten herhat.
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Die kurzen Kinetoscope-Filmchen sind in der deutschen Fassung seltsamerweise nicht mit Musik unterlegt. Was soll das denn? Dabei sind die Bildschirmtexte nichteinmal eingedeutscht, sondern nur untertitelt. Der Rattern eines Filmprojektors ist allerding weiterhin zu hören. Find´ ich komisch.
Da fällt mir wieder ein, in Borderlands 2 fehlt in der deutschen Fassung bei den Nachrichtenaufzeichnungen von Hunter Helquist („This Just In“ auf engl. bzw. „Achtung, Eilmeldung“ auf deutsch), die man in Sanctuary findet, auch der kurze Jingle am Anfang der Meldung. Da kann ich es ja sogar noch irgendwie verstehen. Hat wohl das Synchronstudio etwas geschlampt oder die Audiodatei dazu erst garnicht bekommen. Aber die kurzen Stummfilme in Bioshock? Check ich nicht. Ist jetzt nicht sonderlich schlimm, aber sollte trotzdem nicht vorkommen.
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Die kleinen Details, die man erst wirklich bemerkt, wenn man es schonmal durchgespielt hat und jetzt genau weiß, um was es geht und was damit gemeint/angedeutet wird. Die Statue von Lutece, an der man auf dem Weg zur 20-Jahr-Feier vorbeikommt, glitcht kurz herum. Schon zu einem frühen Zeitpunkt eine Anspielung darauf, dass die beiden eigentlich ein und die selbe Person sind.
Außerdem gerade gemerkt, dass Elizabeth bei der ersten Begegnung mit einem Buch über Quantenmechanik auf Booker losgeht.
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Oh, Tainted Love, da ist es ja. In der Graveyard Shift Bar in Shantytown spielt´s die auf 1912 getrimmte Version. Nice.
Wie gesagt gefällt mir die deutsche Synchronisation ziemlich gut. Die Stimmen sind gut gewählt und auch die Sprecher, zumindest die der Hauptrollen, machen ihre Sache prima. Nur die Übersetzung hinkt etwas. Habe Elisabeth gerade „Hey, da ist ein Lockpick.“ sagen hören. Wenn man dann hingeht, steht bei den Dietrichen dann auch wirklich „Lockpick nehmen“. Warum macht man sowas? Wer entscheidet sowas? Kommt das wirklich keinem, der daran arbeitet irgendwie komisch vor? Oder wird das von einer vertrottelten höheren Stelle entschieden und sonst hat da keiner ein Mitspracherecht, um das eventuell zu ändern?
Bei Will the Circle Be Unbroken wurde mächtig geschlampt. In der deutschen Fassung des Spiels wurde beim Lied Elizabeth´s englische Originalstimme beibehalten, doch die Sprachtonspur ist vorverschoben und läuft somit asynchron zur instrumentalen Begleitung und den Animationen. Warum auch immer. Sie beginnt einige Sekunden zu früh, schon beim Beginn der Gitarreneinleitung, zu singen, wodurch die gespielten Töne des Instruments natürlich nicht mit den gesungenen Tönen und den Bewegungen von Elizabeth zusammenpassen, was dementsprechend scheiße aussieht und sich scheiße anhört. What? The? Fuck?! Ein außergewöhnlicher und außerdem einer der seltenen wirklich schönen Momente im Spiel absolut vernichtet. Gibt es überhaupt jemanden, der die Arbeit nochmal gegencheckt, bevor das fertige Produkt rausgeht? Ich zweifle ernsthaft daran. Und wenn, dann ist es egal, was er bezahlt bekommt, es ist auf jeden Fall zu viel.
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19:53 Uhr.
Holy crap. Der 1999 Mode ist eine echte Perversion. Harter Schwierigkeitsgrad + wenn man sich die Wiederbelebung nicht leisten kann, bleibt man tot. Anders ausgedrückt: es wird beinhart der Spielstand gelöscht und man muss von vorne anfangen. Äh, ja. Soviel dazu. Gesehen hab´ ich´s zumindest jetzt´mal. Danke, aber nein danke. Kein Interesse. Für den Abschluss des Spielmodus gibt es natürlich einen eigenen Erfolg und noch einen extra, wenn man darin kein einziges Mal bei einem Automaten Gesundheit, Salze oder Munition nachkauft. Ich glaube ich hätte ein wenig Angst vor Leuten, die den haben.
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Dienstag, 13. August 2013, 10:43 Uhr
Musste beim Aufwachen an meine zahlreichen Animes und Manga denken, die ich in Tulln zurückgelassen habe. Rückblickend ist es schon etwas schade drum, natürlich. Allerdings muss ich schon sehr weit zurückblicken. Immerhin habe ich mich schon Jahre nichtmehr wirklich mit dem Thema beschäftigt. Durch die immer weiter voranschreitenden Kommerzialisierung von Anime und Manga im deutschen Bereich, gegen Anfang der 2000er Jahre, ist mein Interesse daran nach und nach abgeklungen. Weniger wegen eines gewissen Nischendenkens und dem Gedanken, dass es besser eine kleine Nische hätte bleiben sollen, oder weil ich daraus herausgewachsen bin. Vielmehr wegen dem Schrott, den diverse Verläge und Vertriebe verzapft haben, die mehr und mehr aus dem Boden schossen. Anstatt sich auf eine eher überschaubare Anzahl wirklich guter Serien zu konzentrieren, wurde plötzlich damit angefangen, den Markt mit allem möglichen zu überschwemmen, da man merkte, dass sich Geld damit machen lässt. Zu viel, zu schnell und noch dazu relativ planlos. Zu allem Überfluss war die Umstellung von VHS auf DVD noch im vollen Gange. Durch die zur Verfügung gestellte Masse an Produkten wurden diese aber nicht billiger. Alles blieb vergleichsweise gleich teuer, um den Aufwand der Produktion für einen eben immernoch verhältnismäßig kleinen Markt auszugleichen. Die Verkaufszahlen hielten sich also so oder so in Grenzen. Dies führte wiederrum zu Stornierung bereits angekündigter Serien, etlichen Terminverschiebungen kommender Veröffentlichungen oder gar zur Einstellung ganzer bestehender Serien (ich erinnere mich zum Beispiel noch an Van Helsing). Das alles wirkte relativ willkürlich, da die Anbieter offenbar selbst keinen wirklichen Überblick über ihr Sortiment und die Nachfrage nach bestimmten Produkten hatten. Chaos. Sammlern muss ich wohl nicht erzählen wie frustrierend es ist, eine Serie nicht komplett zu bekommen, weil sie eingestellt wurde oder auf unbestimmte Zeit nichtmehr lieferbar ist, da die Produktion zu Gunsten anderer Serien ausgesetzt wurde. Wenn´s dann doch wieder auf den Markt kommt ist meistens das Layout abgeändert und passt nichtmehr zu den anderen.
Dadurch habe ich mit der Zeit immer weiter das Interesse verloren. Die Motivation, sein Hobby konsequent zu verfolgen, sinkt eben, wenn es einem so unnötig schwer gemacht wird. Deswegen und wegen des sich immer mehr instensivierenden finanziellen Aufwandes habe ich mich schlussendlich meinem anderen Lieblingszeitverteib vermehrt zugewandt. Videospiele. Die Leute in der Branche bauen auch genug Scheiße, doch um einiges übersichtlicher. Im Mangabereich habe ich eigentlich dann nurnoch Battle Angel Alita – New Order weiterverfolgt (gemeinsam Gun Smith Cats und Neon Genesis Evangelion und Ghost in the Shell meine absolute Lieblingsmangaserie). Bei Animes wurde ich nurnoch bei größeren Filmen von Studio Ghibli oder Production I.G. hellhörig. Keine Ahnung, wie es derzeit auf dem Markt aussieht. Habe schon ewig kein Mangaregal mehr gesehen. Hat sich sicher einiges geändert und läuft jetzt hoffentlich strukturierter, ruhiger und besser als damals.
Um meine Sammlung ist mir eigentlich nur deswegen etwas schade, weswegen einem Sammler typischerweise das Herz blutet. Die Zeit und das Geld, die da reingeflossen sind, und der Aufwand, so manches seltene Schmankerl aufzutreiben, der einem aber oftmals egal war. Der gewisse Freakstatus, den man sich und anderen stolz mit einem übervollen Regal beweist. Alles weg. Die vielen Erinnerungen sind alles was bleibt. Und bald gibt’s auch die nichtmehr. Welchen Wert kann es also schon großartig gehabt haben? Noch dazu, wenn es mir selbst nichtmehr annähernd so viel bedeutet wie früher. So wenig, dass ich es sogar zurücklasse, in den Händen fremder Menschen, die rein garnichts damit anfangen können; die vielleicht nichteinmal wissen, was das ist. So wenig, das es mir sogar egal wäre, es brennen zu sehen. Das war einmal anders. Nichtmehr. Sogar meine Spiele sind nun nichts weiter für mich als ein Zeitvertreib. Nicht, dass sie mir nichtsmehr bedeuten. Sie stellen schließlich meine letzte Fluchtmöglichkeit dar. Irgendwo muss man ja hin. Irgendwas muss man ja tun. Warum also nicht wohin, wo man sich wohl fühlt? Warum also nicht etwas tun, was wirklich etwas bedeutet? Selbst wenn es die Leute, denen es etwas bedeutet, garnicht wirklich gibt. Aber sie lassen einen immerhin etwas tun. Man kann etwas tun. Man soll etwas tun. Dafür ist man da. Es ist eben nur nicht echt. Darum fühlt es sich oft leer und wertlos an. Trotzdem ist es immernoch besser als … keine Ahnung, wie ich den Satz beenden soll. Man versucht einfach wenigstens in irgendeiner Welt irgendwas zu bewirken, einen Zweck zu erfüllen; irgendjemandem irgendwas zu bedeutenm, der einem selbst auch am Herzen liegt; irgendwas zu tun, worin sich irgendwie ein Sinn erkennen lässt.
Pretty twisted, huh? Pff … manchmal kommt mir meine eigene Wahrnehmung so verdammt verdreht vor. Muss das sein? Ich meine, ich habe meine Gründe. Das kommt schließlich nicht einfach so von irgendwo her. Doch trotzdem, musste das sein?
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13:23 Uhr. Was mache ich heute noch? Wiedermal keinen Bock zu garnichts. Überlegte kurz nach StP zu fahren und mir Halo 4 zu holen. Nein. Noch immer zu teuer. Und das wohl nur wegen des Multiplayers. Mich interessieren aber eben nur die paar Stunden Kampagne. Außerdem müsste ich mit Zug und Bus hin und retour, da mir das Moped gerade nicht zur Verfügung steht. Bin absolut nicht in der Stimmung dazu. Das Wetter wäre mit leichtem Regen zwar angenehm, aber trotzdem. Ist mir den Aufwand nicht wert. Noch dazu kostet das ja auch wieder Geld.
Deus Ex? Mal sehen.
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Mittwoch 14. August 2013, 01:39 Uhr
Zwei Dinge, die mich an Deus Ex – Human Revolution etwas stören:
1.) Die Überstrapazierung einiger Synchsonstimmen. Besonders bei Nebenrollen, Standardgegnern und Zivilisten wirkt es so, als hätte jeder zweite Mann und jede zweite Frau die gleichen Sprecher. Zugegeben ist das weniger schlimm. Das wird bei sehr vielen Spielen so gemacht. Man kann schließlich nicht für jede Zeile einer jeden kleinen Rolle andere Leute engagieren. Bin wohl bezüglich dem Thema auch etwas übersensibilisiert in letzter Zeit. Außerdem haben in Deus Ex die Stimmen von Doug und Carry aus King of Queens einige nicht gerade kleine Parts übernommen. Die kennt man eben und dadurch fallen sie umso deutlicher auf. Auch, dass sie ihre Arbeit wirklich gut machen.
2.) … das zweite habe ich jetzt vergessen. Mist. Bin wohl schon ein wenig zu müde. Fällt mir sicher „morgen“ wieder ein, sobald ich weiterspiele. … Ah, Passwörter! Das ist mir noch ungut aufgefallen. In diversen Memos und Mails finden sich Passwörter für den Zugang zu Computern und bestimmten Bereichen. Auch wenn man das Passwort gefunden hat, muss man es später trotzdem per Hand eingeben. Das ist bei vierstelligen Zahlencodes jetzt nicht sonderlich anstrengend, bei Wörtern wird’s dann etwas nervig. Besonders wenn das Passwort des Sicherheitssystems einer gesamten Anlage immer das selbe ist und man es an jedem Terminal erneut eingeben muss, um Zugriff auf die Türen, Kameras und Geschütze zu haben. Wäre nett gewesen, wenn die Entwickler da dem Spieler noch ein klein wenig mehr entgegengekommen wären und Adam das Passwort automatisch eingeben gelassen hätten, wenn man schon den Aufwand betrieben hat, es sich zu besorgen.
Ansonsten gefällt´s mir bis jetzt ganz gut. Jedoch nichts weltbewegendes. Auf jeden Fall nicht der erwartete Überhammer in Sachen Präsentation und Atmosphäre. Emotional packt es einen einfach nicht. Irgendwas fehlt. Und seien es „nur“ ein paar Charaktere, die einem in Erinnerung bleiben. Geringfügig interessant finde ich im Prinzip nur Faridah, die Pilotin von Sarif Industries (Irgendwas gefällt mir einfach an ihrer Art und ihrer Loyalität Jensen gegenüber.), und Fedorova, die russische Söldnerin (Alleine schon wegen des Looks. Auf der einen Seite schluterlange dunkle Haare, auf der anderen Seite kahlgeschoren, finsterer Blick, böses Grinsen, schlanke Figur, optische Tarnung und zwei Maschinenpistolen. Badass.). Doch über beide erfährt man praktisch nichts und fast genauso wenig hat man mit ihnen zu tun. So plätschert alles ziemlich 08/15 vor sich hin. Aber das weiß ich ja schon vom letzten Mal. Dafür gefällt mir die Thematik an sich umso mehr. Die Story kann sich eigentlich auch sehen lassen und Entscheidungsfreiheit hat man ebenfalls weitestgehend genug.
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Mittwoch, 14. August 2013, 13:37 Uhr
Enttäuschung. Schmerzen. Habe mich heute Nacht wiedermal in den Schlaf geheult.
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Wenn es etwas gibt, das ich an Deus Ex- Human Revolution wirklich liebe, dann ist es der Soundtrack. Und es ist doch nicht so unwahrscheinlich, dass ähnliche Leute wie in Farcry 3 am Soundtrack mitgearbeitet haben. Das für Deus Ex verantwortliche Studio von Eidos ist ebenfalls in Montreal und es ist nicht ungewöhnlich, dass Teile des Soundtracks geoutsourced werden, also nicht firmenintern, sondern bei unabhängigen Künstlern entstehen. Habe aber leider jetzt nicht die Möglichkeit, bei beiden Spielen in den Credits nachzusehen. Farcry 3 habe ich letztens zurückgegeben und mir die Namen der Soundleute leider auch nicht notiert. Was soll´s? Vielleicht täusche ich mich ja auch nur gewaltig. Doch es beschäftigt mich eben. Es nagt an mir, wenn ich schon auf so kleine unbedeutende Fragen keine definitive Antwort bekomme.
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Donnerstag, 15. August 2013, 14:01 Uhr
Deus Ex – Human Revolution fesselt dann doch mehr als erwartet und dauert auch um einiges länger als ich es in Erinnerung habe. Bin seit gestern ca. … keine Ahnung mehr ... seit irgendwann Abends am Zocken.
Warum musste ausgerechnet Faridah sterben? Das habe ich mich vor einem Jahr beim ersten Durchgang schon gefragt. Der einzige Charakter, mit dem man regelmäßig Kontakt hat und der nicht wirkt, als würde er einem bei der nächsten Gelegenheit irgendwie bescheißen. Naja, nicht der einzige. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernt man mit der Zeit Pritchard ebenfalls zu schätzen. Wusste zwar noch, dass Faridah stirbt, aber nichtmehr wo und wann und dass man ihre Leiche später auch noch auf einem Operationstisch wiederfindet. Nimmt mich zwar emotional nicht sonderlich mit (wie gesagt hat das Spiel damit so irgendwie seine Probleme), aber es ist eben immer schade um Charaktere, die man mag. Wusste auch nichtmehr, dass Yelena Fedorova (Ich steh´ auf den Namen. Yelena. Das klingt nach was und sieht auch noch gut aus.) die ganze Zeit kein einziges Wort spricht. Nichteinmal vor, während oder nach dem Kampf gegen sie. Gut, was hätte die Söldnerin Jensen auch großartig zu sagen? Aber trotzdem. Ja, man kann es auch als Charaktereigenschaft ansehen oder vielleicht wurde ihr auch die Zunge rausgenommen. Nur man erfährt genau nichts über sie. Genauso wie über die anderen beiden Söldner, Barret und Jaron. Die Truppe stellt den Großteil der echten Bossgegner des Spiels dar, es sind einige Gedanken in ihr Design (Stealth-Punk mit zwei Mps; mit Muskeln und Sehnen lackierte Kampfpanzerung), die Art ihres Auftrittes (Yelena´s Konter der Nahkampfangriffe sehen aus als würde sie mit Adam tanzen) und das Ambiente, in dem der Kampf mit ihnen stattfindet (Serverraum einer K.I., die einem beim Kampf beobachtet und kommentiert; Ausstellungsraum voll mit kybernetischen Körpern), geflossen und dann bekommen sie keinerlei Hintergrundstory spendiert. Man erfährt ja nichteinmal wie sie heißen, wenn man sich nicht alle möglichen Mails auf diversen Computerterminals durchliest oder nach dem Kampf die Leichen nicht durchsucht. Finde ich schon ziemlich schwach. Vor allem, da das Spiel ja sonst so viel Wert auf Story und Atmosphäre zu legen versucht.
Sehr stark dagegen ist meine Shotgun. Der haben sie allesamt nichts entgegenzusetzen. Habe das Ding nur für die Bosskämpfe. Will das Spiel durchspielen, ohne einen Gegner zu töten (Taser und Fäuste, ho!). Bei den Bossen geht’s nicht anders und da braucht man etwas mit Druck dahinter. Eine mit sämtlichen auffindbaren und käuflichen Erweiterungen vollgepackte Shotgun ist da die beste Mischung aus Mobilität, Feuerrate, Munitionsfassungsvermögen, Nachladegeschwindigkeit und Durchschlagskraft, ohne sonderlich viel Platz im Inventar einzunehmen. Aus nächster Nähe maximal 24 Schuss pro Endgegner. Das sind gerademal zwei Magazine, bei denen es jeweils nur sechs Mal rummst, da mit einer speziellen Erweiterung zwei Patronen auf einmal abgefeuert werden. Doppelter Schaden in der halben Zeit also. Oh boy, ist das Ding mächtig. Eine nette Abwechslung zum ewigen Schleichen, Hacken, K.O.-Schlagen und mittels Elektroschock Schlafenlegen.
Habe sicher schon erwähnt, das ich den Soundtrack mag. Im Prinzip besteht er fast nur aus verschiedenen Variationen des Hauptthemas, oft nur mit subtilen Änderungen. Er passt sich der Umgebung und Situation an, in der man sich gerade befindet. Jeder größere Bereich hat sein eigenes Subthema, das sich zunehmend intensiviert, wenn man sich einem Gegner nähert, und wieder ruhiger wird, sobald er sich wieder entfernt. Wirklich gut gemacht. Neben dem Hauptthema ist das Stück in der Kanalisation von Lower Hengsha eines meiner Lieblinge. Manches erinnert mich teilweise auch etwas an Mirror´s Edge. Assoziationen zu Blade Runner, etwas Mass Effect und Ghost in the Shell sind ohnehin ständig im Hinterkopf präsent. Eine der Biotech-Firmen im Spiel heißt sogar Kusanagi. Ist mir auch heute erst aufgefallen. Scheine wohl dem Spiel beim ersten Mal nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Wollte es, glaube ich, nur eben´mal schnell durchspielen.
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17:31 Uhr. Kurz vor Ende glaube ich mich an einen relativ haarigen Endkampf im Kern von Panchaia zu erinnern. Wie soll das gehen, ohne einen der Freaks zu töten? Mal sehen. Aber jetzt nichtmehr. Zu müde.
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19:01 Uhr. Fuck it. Hab´s doch noch gemacht. Sobald man wieder weiß was zu tun ist, ist der letzte Boss schließlich kein Problem. Die Shotgun trägt ihren nicht zu unterschätzenden Teil dazu bei.
Schon sehr geiles Spiel.
Man muss eben bei den kleineren Ungereimtheiten ein Auge zudrücken. So schlimm sind sie ja nicht. Viel wichtiger sind doch die Fragen, die das Spiel stellt, und die Aussagen, die es tätigt. Ich liebe sowas. Diese sich mit tiefgreifenden, bereits uralten, jedoch neu interpretierten Themen befassende, melancholische Science Fiction.
Die Sache von wegen „niemanden töten“ hat leider nicht funktioniert. Irgendwo muss ich wohl doch jemanden erwischt haben. Dafür habe ich unerwarteterweise den Erfolg dafür bekommen, dass ich keinen einzigen Alarm ausgelöst habe. Zahlreicher Resets sei dank. Es war nur als Schleich-und-Hack-Durchgang gedacht. Adam´s Augmentierungen waren bis kurz vor Ende nicht auf einen offenen Kampf ausgelegt. Dementsprechend habe ich lieber den Spielstand neu geladen, anstatt mich den Gegnern zu stellen und mich mit zwei kurzen Salven zerschrotten zu lassen. Ich weiß nicht, wieviele der 29 Bücher ich gesammelt habe. Man kann leider den Fortschritt dahingehend nirgends einsehen. Vielleicht auch besser so. Meistens sehe ich bei solchen Sammelaufgaben am Schluss doch nur, dass mir ein einziger Gegenstand fehlt. Hate when that happens. And it happens a lot.
Bäh, ich geh´ jetzt pennen, bevor ich hier auf der Tastatur einschlafe.
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Samstag, 17. August 2013, 09:45 Uhr
Gehe Deus Ex – Human Relvolution nochmal durch. Wieder schleichend, aber diesmal im harten Schwierigkeitsgrad und darauf bedacht, niemanden zu töten. Außer in den Bosskämpfen muss man das ja nicht tun. Funktioniert nunmal nicht so, wie in Metal Gear Solid, wo man die Bossgegner auch betäuben kann. Den Schwierigkeitsgrad traue ich mir zu. Man kann ja sämtlichen Auseinandersetzungen aus dem weg gehen und die Bosse sind mit der Schrotflinte nur eine Sache von Sekunden. Außerdem weiß ich durch den vorherigen Durchgang jetzt auch, welche Augmentationen wirklich praktisch sind und welche ich vorerst nicht zu aktivieren brauche.
Ich bin also gerade in den Luftschächten des Polizeireviers unterwegs und höre folgenden Dialog zwischen zwei Cops mit:
„ … das ist dieser Film aus den 80ern, über den Cop, der abgeknallt wird und dann als Cyborg zurückkommt.“
„Der mit Van Damme?“
„Nein, das war was anderes. Krass, dass du den nicht kennst.“
Wenn man dann zu dem unwissenden Polizisten hingeht, erscheint sein Name im Interaktionssymbol über ihm: Det. Alex Murphy. Welch passende Anspielung. Sehr nice. Besonders da man ja schließlich in enem Revier des Detroit Police Departments herumläuft und sich das Spiel den Anfang des Films teilweise ausgeliehen hat. Daran habe ich noch garnicht gedacht. Ist aber auch schon wieder eine Weile her, seit ich Robocop das letzte Mal gesehen hab.
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Noch ein kleiner Detail-„Fehler“, der mir schon vor ein paar Tagen aufgefallen ist, den ich aber bisher immerwieder vergessen hatte festzuhalten (Wenn man nicht alles gleich aufschreibt, … .). Im Haupt- und den Optionsmenüs wird mit der A-Taste bestätigt. Das gesamte Spiel über jedoch mit der X-Taste. Ist etwas verwirrend, besonders wenn man öfter´mal den Spielstand abspeichert oder neu lädt. Warum macht man sowas? Ist für mich eine vollkommen unnachvollziehbare Designentscheidung.
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12:09 Uhr. Find´s in diversen Spielen immerwieder erheiternd und äußerst praktisch, Händler hinterrücks auszurauben und ihnen dann den eigenen Lagerbestand zurückzuverkaufen, ohne dass sie etwas merken. Nur so am Rande.
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17:37 Uhr. Bin jetzt gespannt, wie die Entwickler „Leben“ definieren. Musste am Ende einer Mission zwei schwere vierbeinige Wachroboter ausschalten, da ich mich doch ein wenig verskillt hatte und sie, mangels der Fähigkeit dazu, nicht über ein Sicherheitsterminal deaktivieren konnte. Dabei habe ich jedoch nur EMP-Granaten benutzt (Nur eine pro Bot. Frage mich, wieviele Spieler die Dinger wohl in einen offenen Kampf verwickelt und eine halbe Ewigkeit aus allen Rohren auf die Teile geschossen haben, bevor sie den Geist aufgaben.), die normalerweise nicht „tödlich“ wirken … naja, außer eben bei Robotern. Doch die wurden lediglich schwer beschädigt und haben die Selbstzerstörung schlussendlich selbst eingeleitet. Jetzt interessiert mich eben, ob mich das eventuell den „niemanden töten“-Erfolg gekostet hat. Es waren ja keine K.I.s oder so, sondern nur einfache, nach strikter Vorgabe einer fixen Programmierung agierende Maschinen. Also kein Leben in dem Sinn. Außerdem kann man die doch als Bossgegner zählen, die von dem Erfolg ohnehin ausgenommen sind, oder? ODER?!
Mal sehen. Werd´s erst am Schluss erfahren, in ein paar Stunden.
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23:37 Uhr. YEAH, BITCH!!!
Die Roboter zählen NICHT! Deus Ex – Human Revolution auf schwer und ohne jemanden zu töten abgeschlossen, Bitch. Wie gesagt, ist es nicht wirklich schwer, wenn man weiß, was man zu tun hat. Im Schleichmodus sind einem die Standardgegner egal und die eine Salve aus der Schrotflinte, die die Endgegner mehr aushalten, bringt einen auch nicht ins Schwitzen. Nichts desto trotz war die Aktion 200 Gamerscore wert.
Fuck, ich hasse den Abspann. Die unnötig zusammenhangslosen Bilder des Entwicklerteams (beim Saufen, auf diversen Presse-Events und Messen, beim Spielen mit ihren ferngesteuerten Autos etc.) nehmen ihm jegliche Epicness. Ja, das Spiel dreht sich um Menschen, ihre technischen Errungenschaften und den Umgang damit, aber trotzdem … . Bilder schmeißen einen so dermaßen aus dem Spiel raus, das ist echt nicht angenehm. Wenn die Entwickler sie auf ihrer Webseite veröffentlichen oder sie als Bonusmaterial mit auf die Spiel-DVD packen, hab´ ich ja nichts dagegen, aber so … . Das geht meiner Meinung nach garnicht. Warum keine Artworks oder Animationsstudien, Aufzeichnungen zu den Synchronisationsarbeiten oder dem Motion Capturing? Warum nicht zeigen wie der Soundtrack eingespielt wurde? Warum nicht irgendwas, das auch tatsächlich irgendwie mit dem Spiel zu tun hat?! Aufgabe des Abspanns ist es doch auch, einen wieder sanft zurück in die Realität zu entlassen und nicht *BÄM!* GRINSENDEDAUMENHOCHMENSCHENINYOURFACE!!! Echt grausam. Glücklicherweise kann man die Kacke überspringen.
Während ich das jetzt geschrieben habe ist zum ersten Mal der Abspann komplett durchgelaufen und dafür gibt’s noch einen kleinen geheimen 15G-Erfolg. Ihr Pisser! Außerdem wird mittels eines kryptischen, Metal Gear Solid-typischen Dialogs nach dem Abspann eine Weiterführung der Geschichte angedeutet, in der es um Megan – diese elende ... – geht, die sich den Illuminaten anschließt und ihre Forschung weiter vorantreibt. Ich mag sie absolut nicht. Nur darauf konzentriert, wie weit sie ihre Forschung bringen kann. Stellt sich während des Hauptspiels sogar gut mit den Leuten, die Adam vor ihren Augen ermordet haben. Man wünscht ihr eine tausendjährige Harnöhreninfektion of Doom. Vielleicht gibt’s dafür ja einen Skill in der Erweiterung. Scheine vor einem Jahr mit einem Onlineupdate des Spiels schon die Erfolge für´s Add On übernommen zu haben. Es werden mir 905 von 1250 möglichen Gamerscore angezeigt.
Nach dem Dialog kommt jedenfalls noch ein Musikstück, das wohl aus einem der ersten beiden Deus Ex-Teile stammt. Hört sich zumindest ganz stark nach typischem Ego Shooter-Soundtrack von Ende der 90er/Anfang 2000 an.
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Sonntag, 18. August, 2013, 14:09 Uhr
Die CIA hat also die Existenz der Area 51 bestätigt. Gerade im Radio mitbekommen, den meine Mom im Wohnzimmer laufen hat.
Warum jetzt? Warum gerade das Jahr 2013? Mehr, alsdass es eine - jetzt ja nun nichtmehr so - geheime Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungsanlage für Militärtechnologie ist, haben sie ja nicht gesagt. Das wussten die Leute doch schon seit Jahrzehnten. In der Radiomeldung meinten sie, dass Verschwörungstheoretiker durch den Bericht der CIA wohl enttäuscht wurden, da dieser logischerweise keine Aliens oder sowas in der Art enthält. Falsch gedacht. Wie gesagt wusste man um den „offiziellen“ Zweck der Area 51 schon lange. Doch das interessiert Verschwörungstheoretiker ziemlich wenig. Ihnen geht’s um das, was hinter der Fassade, unter der Oberfläche des Wüstensandes in Nevada passiert. Denn wäre es offensichtlich und für jeden erkennbar, wäre es ja keine Verschwörung. Die Offenlegung der Existenz der Anlage hat nichts geändert. Das ist gerade´mal Öl ins Feuer und ein neuer Weg zu neuen mal mehr, mal weniger abwegigen Theorien von Leuten mit zuviel Freizeit. Mir fällt dazu natürlich auch etwas ein. Einer meiner ersten Gedanken war eben: „Warum jetzt?“. Wenn doch schließlich absolut nichts besonderes dran ist, warum hat man dann so lange damit gewartet, „die Wahrheit“ auszuspucken?
Mein Tip: es existiert bereits eine neue, noch abolut unbekannte Anlage, an der schon seit längerem gebaut wurde und die wohl irgendwann in der letzten Zeit in Betrieb gegangen ist. Dorthin wird nun das ganze wirklich geheime Zeug verlagert, dessen Existenz sie weiterhin leugnen, während sie in der Area 51 sagen können: „Kuckt doch! Da is´ nix!“.
Gäbe es für die geheime Forschung und Entwicklung von nicht allzu viel Platz einforderndem chemischen oder biologischen Zeug eigentlich etwas besseres als die ISS? Es hätten vergleichsweise wenig Leute direkt damit zu tun, was der Geheimhaltung dienlich ist. Sie ist nicht auf oder unter der Planetenoberfläche, also auch nicht „einfach so“ zugänglich. Praktisch alles wird rund um die Uhr überwacht und/oder ferngesteuert, vom Luftdruck, über Flügbahn, bis hin zum Funkverkehr. Und sollte tatsächlich mal Schrott passieren, dann kann man den betroffenen Teil einfach absprengen und in den Weltraum hinaussegeln oder in der Atmosphäre verglühen lassen und niemand außerhalb des Projektes wird jemals erfahren, was wirklich geschehen ist. Die Entsorgungsproblematik wäre damit ebenfalls gelöst. Perfekt. Umständlich und teuer? Wohl kaum mehr als eine x-Meter tief gelegene Bunkeranlage. Noch dazu ist die ISS ein internationales Projekt, was die Finanzierung vereinfacht und zu weiten Teilen die Sicherheit der Station gewährleistet.
Nicht, dass ich mich wirklich diversen Verschwörungstheoretikern anschließen möchte und wirklich an sowas glaube. Fakt ist aber, dass es durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Ganz ausschließen lässt es sich also nicht. Grund genug für mich, es nicht als kompletten Unfug zu verteufeln. Es ist vorstellbar, also ist es auch machbar. Sollte soetwas in der Art also tatsächlich einmal an die Öffentlichkeit geraten, würde es mich dementsprechend wenig überraschen.
Gibt es im Kontrollraum für die ISS auf der Erde einen Knopf um auf der Station im Weltraum die Klospülung zu betätigen? Wenn ja, dann würde ich den gerne´mal drücken. Der Gedanke kam mir gerade. So unsinnig und doch so epic. Warum sollte es einen solchen Knopf auch nicht geben? Ich meine, kann doch sein, dass einer da oben vergisst zu spülen und die anderen Herrn Astronauten sich zu fein dafür sind, den Mist des Kollegen wegzumachen. Dann muss eben die Zentrale ran und Ordnung in den Kindergarten bringen.
Hihi. Fantasie, du bist noch da. Schön.
Ich hoffe, es traut mir niemand zu wirklich zu glauben, dass es auf der ISS Porzelan mit Wasserspülung gibt. Finde die Vorstellung aber witziger als mit diesem Unterdruckdingsi oder was auch immer die da oben haben.
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Bioshock Infinite oder Borderlands 2?
Habe auch kurz überlegt, nach den 29 E-Books in Deus Ex – Human Revolution zu suchen. Das ist mir aber zu aufwändig und langwierig. Dazu muss man in jedes Büro und Lagerabteil, jede Wohnung, jeden Safe und Lüftungsschacht, um wirklich überall alle Geheimverstecke zu finden. Keinen Bock drauf.
Bekomme warum auch immer plötzlich wieder Lust auf Red Dead Redemption. Sozusagen als Kontrastprogramm zu der in letzter Zeit stark vorherrschenden Science Fiction. In Sachen Melancholie steht es Biohshock und Deus Ex jedoch um nichts nach. Red Dead Redemption ist kein schönes, aufbauendes Spiel. Es ist hart, ohne dabei jedoch Erzählung und Darstellung übermäßig zu übertreiben bzw. verzweifelt von einem Höhepunkt zum nächsten zu hetzen, wie in fiktiven Machwerken oft üblich. Was es so hart macht ist, dass es teilweise so erschreckend nahe an der Realität ist. Fairness, Moral und Anstand haben da oft keinen Platz. Ich weiß noch, als ich mich zum ersten Mal ein Mann mitten in der Wüste anhielt und mich um Hilfe bat, da ein paar Banditen seine Frau hängen wollen. Ich ritt sofort hin und sah ein Bande jubelnder Männer unter einem Baum, an dem am Ende eines Strickes ein zappelnder Körper hing. Bis ich mich der Banditen entledigt hatte, zappelte der Körper nichtmehr. Ich fand das echt heftig. Dieses Bild. Der Baum, in der abendlichen Wüstensonne mitten in der Prärie, der leblose Körper, der schlaff an einem Seil baumelte, darunter der schluchzende Ehemann und eine Hand voll toter Typen. War für so ein kurzer „Holy shit. Das Spiel meint´s ernst.“-Moment. Dabei handelt es sich zwar nur um Zufallsbegegnungen, die keinerlei Auswirkung auf die Handlung haben, egal wie es ausgeht, aber trotzdem.
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Ok, geiles Kommentar im Radio gerade:
„78 Jahre wäre Elvis heute geworden. Aber wir wissen es ja, Elvis lebt. Nach Hubschrauberpilot auf Hawaii in den 80ern ist er jetzt pensionierter Bademeister im Strandbad Alte Donau.“ Hihi.
Schon seltsam, wie ein einfacher Name, der an sich nichts besonderes ist, beeinflussen kann, woran man denkt.
Adolf, Al, Albert, Alice, Alexander, Amy, Bonnie, Carrie, Charles, Christoph, Curt, Elvis, Eddie, Emmet, James, Jesus, John, Julius, Karl, Kirk, Lara, Marie, Marilyn, Max, Peter, Quentin, Randy, Siegfried, Siegmund, Stephen, Ted, Thomas, … Liste beliebig erweiterbar.
Es sind nur Namen, bis sie zu einer Gedankenbrücke zu etwas anderem werden, das damit in Verbindung steht, wenn nicht sogar zu einer Art Bezeichnung dafür.
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18:35 Uhr. Ne, Red Dead Redemption beißt mich gerade nicht wirklich.
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Montag, 19. August 2013, 00:15 Uhr
… dachte ich zuerst. Nachdem man sich wieder etwas eingespielt und die Tutorials hinter sich gebracht hat, kann man doch nichtmehr so leicht aufhören. Grafik, Animationen, Story, Sound, Soundtrack, Atmosphäre, Charaktere, Synchronisation (englisch), Steuerung. Bis auf ein paar kleinere verzeihliche Bugs stimmt qualitativ einfach alles. Erinnert mich wieder daran, wie scharf ich auf GTA V bin. Nächstes Monat um die Zeit ist es ja schon draußen. Mal sehen, ob sich das leisten lässt.
Happy Birthday, Meli.
Wherever you are and whatever you do, have fun and be safe … bitch.
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17:11 Uhr.
Gepennt und weiter mit Red Dead Redemption. Bin inzwischen in Mexiko angekommen. Dazwischen war mein Bruder kurz da, damit ich den „Kaufvertrag“ für mein altes, zerlegtes Moped unterschreibe, das er sich aus Tulln geholt hat und worauf er so scharf war. Nach einem kurzen Blick auf das Cover von Red Dead Redemption, das neben dem Fernseher liegt, fragte er mich, ob das ein kommunistisches Spiel ist ... so, von wegen „Red Dead“. Ja, er meinte das ernst. Keine Ahnung, ob er was gegen Kommunisten hat. Ist mir auch egal. Frage mich eher, was ich von den geringen Englischkenntnissen und der Assoziation von „Red Dead“ mit Kommunisten halten soll.
Meine Mom fängt schon wieder an Druck zu machen. Ich soll endlich entweder zum Arzt oder zum AMS nach Tulln, um irgendwie den nächsten Schritt zu machen und irgendwann mit meinem Zeug wieder klarzukommen. Absolut kein Interesse daran. Solange sich finanziell um alles gekümmert wird scheint ihr der Rest scheiß egal zu sein. Alles andere geht an ihr vorbei. Die hat doch keine Ahnung. Das Geld ist das geringste meiner Probleme. Doch von allem anderen will keiner was wissen. Nicht zurücksehen. Drauf geschissen was war. Einfach weitermachen. Einfach? Die Wichser wissen überhaupt nicht wovon sie reden. Die kapieren nicht worum es mir geht. Es interssiert sie auch nicht. Sie wollen oder können es nicht sehen. Für sie bin bloß „deppat im Schä´l“.
FUCK. THEM. ALL.
Ich werde mir jetzt eine Dose Chili aufwärmen und neben dem Essen eine Serie kucken, anstatt mich hier wiedermal über beschissene, ignorante Drecksmenschen auszulassen, in einen innerlichen Tobsuchtsanfall hineinschreibe und im Endeffekt doch nur wieder weinend im Bett herumwälze, weil ich mich frage was der ganze Scheiß soll und ich unfähig bin etwas zu unternehmen.
Ich hasse das alles.
Muss das sein?
Warum?
Warum ich?
Wozu?
Für wen?
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19:57 Uhr. Bryan Cranston ist doch ein heißer Anwärter auf den Titel „Seriendarsteller mit den meisten Nacktszenen 2007-2013“, oder? Hätte damals zur „Malcolm Mittendrin“-Zeit auch keiner gedacht.
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Dienstag, 20. August 2013, 16:43 Uhr
Komme gerade vom Biernachschub Holen. Meiner Mom schmeckt wohl das Budvar nicht. Heißt, das bleibt für mich. Tschechisches Edelbräu, ho! (Bin auf dem besten Weg, mir Sir Hammerlock´s Catchphrase dauerhaft anzugewöhnen. Mehr oder weniger unabsichtlich, aber wenn´s passt dann passt´s eben.)
Setze mich jetzt zu ein paar gemütlichen Pokerrunden in Red Dead Redemption. Jahre nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Spiel und etlichen halbherzigen Versuchen über die Zeit, scheine ich nun endlich zu beginnen, es zu verstehen und sogar zu mögen.
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Habe mich gestern vielleicht etwas falsch ausgerückt, als ich schrieb, dass sich RDR erschreckend nahe an die Realität hält. Ist ungefähr so, wie wenn man sagen würde, dass Breaking Bad das genauso tut. Was ich eher versuchte zu beschreiben war, dass es eben keinen Aufwand betreibt, gewisse Dinge zu beschönigen und den Spieler mit einem guten Gefühl zurückzulassen. Im Sinne von „shit happens“ und der shit geht eben nicht immer gut aus. Sogar vieles, was man selbst im Spiel tut, ist verwerflich sonder gleichen. Man tötet nicht nur „die Bösen“. Marston geht es einzig und allein darum, Bill Williamson zu finden, um zu seiner Familie zurückkehren zu können. Im Zuge dessen braucht er die Hilfe von diversen grausamen Leuten, die als Gegenleistung wiederum ein paar Gefallen von John einfordern. Dabei geht es oft genug darum, rechtschaffene Leute oder gar unschuldige Zivilisten unter die Erde zu bringen. Marston gefällt das selbst nicht, doch er muss es tun, um seiner eigenen Interessen willen.
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Donnerstag, 22. August 2013, 09:01 Uhr
Ich kann das Kapitel in Mexico wohl nicht abschließen, ohne mindestens ein Pferd zu opfern, indem ich es unabsichtlich über eine Felsenkante reiten und in den Abgrund stürzen lasse. Dabei war ich doch schon auf dem Weg nach Blackwater. Schade um das ungarische Halbblut. Wenigstens bin ich bisher von Pumas und Luxen verschont geblieben. Als ich es zum ersten Mal gespielt habe, haben die mir ein Pferd nach dem anderen gerissen.
Fuck, waren die letzten beiden Tage anstrengend. Hab dann von gestern Mittag bis heute früh, ca. 4:00 Uhr mehr oder weniger durchgepennt.
Bräuchte noch ein kleines Onlineupdate, um die Lizenz von Undead Nightmare, dem Zombie-Add On von Red Dead Redemption, auf die Konsole zu übertragen und es spielen zu können. Hab´s damals nicht sonderlich weit gespielt, da man ständig von Zombies umringt und praktisch keinen Moment der Ruhe hat. Nichteinmal irgendwo im Nirgendwo der Prärie, weit draußen in der Wüste. Auf den ständigen „Stress“ hatte ich keine Lust.
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14:29 Uhr. Red Dead Redemption´s einziger großer Fehler ist es wohl, dass die Pferde im Spiel nicht schwimmen können. Aber irgendwie mussten sie ja die Spielwelt begrenzen.
Spätestens heute Abend bin ich mit dem Spiel auch wieder durch. Und dann? GTA V dauert noch eine Weile. Bin draufgekommen, dass ich Halo 3 wegen der Story nochmal spielen sollte. Kann mich nichtmehr wirklich erinnern, worum es da genau ging und was wie wo wann passiert ist. Leider liegt das (oder eben nichtmehr) in der Wohnung in Tulln. Alan Wake könnte ich nochmal beginnen. Hab´s beim ersten Mal nicht ganz bis zur Hälfte gespielt, glaube ich. Hat mir schon sehr gut gefallen, aber dann kam wohl was anderes dazwischen.
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18:19 Uhr. Wunderbares Spiel, aber wie gesagt kein schönes Spiel, das einen mit einem guten Gefühl zurücklässt, trotz Jack´s Rache. Eher so ein mittelprächtiges „ … and now what?“-Ende. Doch gerade das macht es auch so besonders. Hat man nicht in vielen Spielen. Und wer hat schon wirklich gedacht, dass es anders enden könnte?
Hätte gerne noch ein paar Missionen mit Abigail, John´s Frau, gemacht. Ich mag die Frau und auch die Darstellung der Beziehung der beiden im Allgemeinen. Nettes Pärchen. Die beiden gehören zusammen.
Mir gefällt das Piano-Stück aus dem Abspann. Ist das selbe wie im Intro, wird aber seltsamerweise das ganze Spiel über sonst nicht verwendet. Fängt die Melancholie um John Marston, den letzten seiner Art, ein Held wider Willen, ein Held des wilden Westens, einer immer schneller verblassenden Ära, und die Tragik seiner Geschichte schön ein.
Damn, alleine für John´s Animationen haben vier Leute vor der Motion Capturing-Kamera gestanden.
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Diese Lizenzübertragungen nerven echt. Ich hoffe für die One hat sich Microsoft etwas anderes einfallen lassen. Es reicht doch, die Add Ons und sonstigen Downloadcontent auf den Gamertag zu registrieren und deren Nutzung nur auf den zu beschränken, oder? Wozu noch extra die Seriennummer der Konsole miteinbeziehen? Habe ich nie wirklich verstanden.
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21:17 Uhr. Gerade sämtliche Pokerspieler in Blackwater nacheinander fertiggemacht … auf der Straße neben dem Saloon … in einem Revolverduell … weil sie mich nacheinander beim Schummeln erwischt haben.
Versuche bei meinem alten Spielstand die drei Outfits freizuspielen, die mir noch fehlen. Teilvoraussetzung für eines ist das Gewinnen eines Pokerspiels in Blackwater. Ohne den Cheatanzug habe ich gegen die Leute dort keine Chance und mit Cheatanzug … habe ich jetzt keine Mitspieler mehr.
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20:17 Uhr.
POKER! Endlich. Fast vier Stunden, drei Bier und einige Zeilen später. Keine Ahnung, warum ich immer den selben Fuck von mir geben muss. Ich halte es eben für notwendig und kann nichts anderes tun, solange ich ihn mir nicht von der Seele geschrieben habe.
Egal jetzt. POKER! … und Bier … und Pizza. Mom war den ganzen Tag in StP bei diversen Ärzten und hat mir auf dem nach-Hause-Weg eine Salami mit extra Käse mitgebracht. Pizza geht IMMER! Vor allem eine Salami mit extra Käse. Wenigstens eine Information über mich, die sie zeitweilig bei sich behalten kann.
Videogames were invented to keep me from ruling the world.
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21:27 Uhr. „Gewinne 2.000 Chips mit einer einzigen Hand beim Pokern“. Dachte nie, dass ich den Erfolg´mal haben werde. Jetzt hab´ ich ihn, dank Salvador Vegas von den Federales, der mexikanischen Exekutive, in Casa Madrugada und einem Full House aus 3 Zweien und 2 Buben. Hihi. FU, Salvador … und danke.
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Die Unwetter sind in dem Spiel so verdammt schön gemacht. Fasziniert mich immerwieder. Die Animationen und die „Steuerung“, wenn John angetrunken ist, sind auch spitze. Seltsamerweise wurde die verwaschene Sicht und die schwankende Kamera aus GTA IV nicht eingebaut. Naja, würde man auch nicht brauchen. So lange hält der Effekt des Alkohols nicht an und währenddessen schafft man es ohnehin nichteinmal zur Tür. Man kann nichts tun, außer zuzusehen und so lange wie möglich zu versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Die Sicht zu verschlechtern würde also spielerisch nicht viel Sinn machen. In GTA musste man in dem Zustand immerhin noch eine Schießerei überstehen und den Fluchtwagen fahren. Trotzdem frage ich mich, warum sie das geändert haben.
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Freitag, 23. August 2013, 00:23 Uhr
Was man nach drei Jahren noch neues bei Spielen rausfindet. Mit der US-Marshall-Uniform kann man auf offener Straße Leute abknallen, ohne dass sich jemand darum kümmert. Niemand schreit oder läuft davon. Nichteinmal der Pianospieler im Saloon hört auf zu spielen. Habe mich so eines nervigen Pokerspielers in Blackwater entledigt. Nach ein paar Spielen hatte mich der schon mehrere hundert Dollar gekostet. Weiß nicht, ob ich wirklich so schlecht oder er so gut war. Wahrscheinlich beides ein wenig. Eher ersteres. Jedenfalls hat er zum Geld noch eine Ladung Schrot aus der 12 Gauge Pump-action Shotgun gratis dazubekommen. Naja, nicht ganz. Seine Leiche hatte neun Dollar in den Hostentaschen. Die habe ich mir geholt. Munition kostet schließlich auch Geld.
Ohne ihn habe ich jetzt wenigstens das eine Spiel, das ich brauche, gewonnen. Sogar ganz ohne zu schummeln. Noch eine Nachtwache in Blackwater absolvieren und dann habe ich alle Outfits, bis auf das „Spiele das Spiel zu 100% durch“-Teil. Stehe momentan bei 95,8% und habe keine Ahnung, was ich noch tun muss, um auf 100 zu kommen. Die an sich sehr ausführlichen Statistiken geben leider auch keienerlei Aufschluss darüber.
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Seit drei Jahren fehlt mir der Erfolg dafür, von jeder Tierspezies im Spiel ein Exemplar getötet zu haben. Anscheinend habe ich bisher nur domestizierte Pferde erwischt (Die meisten davon unabsichtlich. Es wird eben viel Geschossen. Und wenn viel Geschossen wird, kann auch viel in die Schusslinie kommen. Hin und wieder auch das eigene Pferd, auf dem man gerade sitzt. Ja, das habe ich auch schon zusammenbekommen. Bei Verfolgern ist es allerdings manchmal effektiver auf die Pferde zu schießen, als auf die Reiter. Die wurden absichtlich geopfert. Waren ja schließlich auch … „feindliche“ Pferde? Nein?).
Zurück zum Punkt: den Erfolg habe ich jetzt auch. Zwischen domestizierten und Wildpferden wird nämlich ein Unterschied gemacht. Pferd ist also nicht gleich Pferd. Da soll man mal absichtlich draufkommen. Wie´s der „Zufall“ einer kurzen „alles wegmachen“-Rampage aber so will, ist mir gerade ein Wildpferd vor den Lauf des Büffeltöters gesprungen. ES KAM DIREKT AUF MICH ZU, ich schwör´s. … und plötzlich *Blip* „Achievement Unlocked“.
Komme mir gerade etwas bescheuert vor. … Ist ja nicht so, als wären Wildpferde welche der ersten Tiere, die man in dem Spiel überhaupt zu sehen bekommt. ... Nö, auf keinen Fall. … 3 Jahre, pff.
Wieder ein gutes Beispiel für mein „Glück“ bei „Sammel x-viele Stück von y“-Missionen. An den offensichtlichsten Dingen laufe ich am öftesten blind vorbei.
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Mücken.
Ende August. Habt wohl verschlafen, wie? Jetzt braucht ihr euch auch nichtmehr blicken lassen. Verpisste euch wieder.
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14:01 Uhr. Seltsamerweise heute verdammt gut geschlafen. Dafür aber wohl etwas verdeht gelegen oder so. Rückenschmerzen.
RDR eingeschaltet. Stehe bei 96,8%. Mache eine Bounty Hunter-Mission. Fange die Zielperson lebend. 96,9%. Reite nach Escalera. Finde beim Waffenhändler einen Revolver, den ich bisher wohl übersehen hatte. 97,4%. 0,5% für einen Revolver?! Und eine Kopfgeldmission bringt gerademal 0,1?! An verschiedenen Orten Spiele (Poker, Würfeln, etc.) zu gewinnen zählt nicht dazu. Der Online-Mulitplayer scheinbar auch nicht. Das ist schonmal gut. Auch wenn es meiner Meinung nach zu viele Online-Erfolge in RDR gibt. Bis auf Undead Nightmare bekam das Spiel ja auch nur kleinere Add Ons für den Multiplayer. Jetzt habe ich 33 von 95 Erfolgen und ca.50 davon lassen sich nur online erspielen. Ja, es sorgt für zusätzliche Langzeitmotivation und bla. Trotzdem sieht es dann oft so aus, als hätte man das eigentliche Spiel nicht richtig oder nicht wirklich lange gespielt, nur weil einen der Mehrspielermodus nicht sonderlich interessiert hat und man darum nicht viele Erfolge hat, da die meisten eben nur über´s Netzwerk zu holen sind. Finde ich etwas schade. Wenn man online spielt ist es dagegen wieder etwas anderes. Da freut man sich, wenn es viel zu holen gibt. Bei Spielen, die vornehmlich auf den Multiplayer aufbauen (CoD zum Beispiel und bei Gears Of War kann ich es auch verstehen) habe ich ja nichts dagegen. Aber bei Spielen mit einer umfangreichen Offlinekampagne und einer riesigen offenen Spielwelt, bei denen der Multiplayer mehr oder weniger nur eine nette Dreingabe darstellt, stört es mich etwas.
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Samstag, 24. August 2013, 14:29 Uhr

„Ascention … 5.000 … 10.000 … 15.000 … Halleluja!“
Das Spiel macht schon in den ersten zwei Minuten alles richtig. Gänsehaut schon zum Beginn.
Bin also wieder in 1912 auf Columbia unterwegs (Bioshock Infinite). Im einfachen Schwierigkeitsgrad, auf gemütlich noch ein paar Erfolge machen.
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Jetzt weiß ich endlich, woran mich die kurze Harmonikamelodie erinnert, immer wenn die beiden Lutece auftauchen: 12 Monkeys.
Ob´s die Songbird-Plüschfigur wirklich gibt? Die hätte ich schon gerne.
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22:07 Uhr. Ich hoffe die neue Konsolengeneration besitzt endlich genug Hardwareleistung, um sich die Uhrzeit auch zu merken, wenn man nicht online ist. Das hat mich an der Xbox 360 schon immer gestört. Das Ding ist zu blöd eine Uhr am Laufen zu halten. Ohne Netzwerkanschluss wird die interne Uhr der Konsole nach ein paar Tagen immer auf den 22. November 2005, 12:00 Uhr mittags zurückgesetzt, sobald man die Konsole ausschaltet. Was sich Microsoft wohl dabei gedacht hat? Nicht viel wahrscheinlich. Jedenfalls habe ich laut den Zeitangaben der Spielstände jetzt Farcry 3, Borderlands 2, Biohock Infinite, Deus Ex – Human Revolution und Red Dead Redemption praktisch zeitgleich gespielt. Noch dazu interferiert die nicht funktionierende Uhr mit den Autosave-Dateien. In RDR und BI wird immer der nach Datum und Uhrzeit aktuellste Spielstand automatisch geladen. Wähle ich also „Spiel fortsetzen“ lädt mir die Konsole bei RDR meinen manuell abgespeicherten Spielstand aus 2010 und bei Bioshock den letzten Autosave meiner 19-Stunden-Session letztens. Bei Bioshock macht es das Spiel sogar, wenn ich im Pausemenü meines jetzigen Spiels auf „Restart Checkpoint“ gehe. Der Autosave-Spielstand wird also nicht mit meinem jetzigen Spielfortschritt überschrieben, sondern merkt sich nur den zeitlich aktuellsten. In RDR war das nicht. Da wurde der Autosave immer brav und wie vorgesehen mit dem aktuellen Spielfortschritt an den vom Spiel vorgegebenen Stellen überschrieben. Glücklicherweise. Denn es ist nämlich ganz leicht für´n Arsch, wenn man für einen bestimmten Erfolg (einem Handyman nur ins Herz schießen) immerwieder raus ins Haupmenü in die Kapitelauswahl und bis zu dem gewissen Punkt alles nochmal spielen muss, sofern man versagt hat, da man ja nicht auf den Checkpoint direkt vor dem Kampf zurückgreifen kann. So wie nun in Bioshock.
DETAILS, Leute! Achtet den niemand auf solche Details?! Andererseits kommt man auf sowas auch nicht so schnell. Die Entwickler und viele der Spieler sind ja online und haben das Problem nicht. Doch das mit der Uhrzeiteinstellung der Konsole ist im Prinzip schon von Beginn an bekannt. Ist es so schwierig, einen kleinen Akku einzubauen, der die Uhr am Laufen hält, wenn die Konsole abgeschaltet ist, oder einen Teil des Stroms des Netzteils abzuzapfen? Ein Hardwareproblem kann´s nicht sein. Eigentlich sollte sich die Sache mittels eines kleinen Software-Updates beheben lassen. Die Konsole läuft doch ohnehin auf Standby, sonst könnte man sie mit dem Wireless Controller ja auch erst garnicht einschalten, wie mit einer Fernbedienung. Die erste Xbox hatte das Problem nicht. Da fiel die Uhr erst aus, sobald man das Netzteil abgesteckt hat. Sehr seltsam, dieser „technische Fortschritt“.
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„Dead … is … dead. I see heads.“
„And I see tails. It´s all a matter of perspective.“
„What do you see, from that angle. Dead.“
„And I see alive.“
„The same coin, a different perspective. Heads.“
„Tails.“
„Dead.“
„Alive.“
Ich mag das Zusammenspiel der Lutece. Es wird eingentlich alles geklärt und doch bleiben sie zwei mysteriöse Figuren, auch wenn man bereits weiß, dass sie ein und die selbe Person, nur eben aus verschiedenen Parallelwelten/Dimensionen sind. Irgendwie erinnern sie mich gerade an den G-Man aus Half Life. Der kann aber meiner Meinung nach nicht mit den beiden mithalten. Den Hype um Half Life habe ich generell nie wirklich verstanden. Gutes Spiel, aber nicht mehr. Ohne Gravity Gun wär´s auch nur halb so witzig. Außerdem keinerlei Aufbau irgendeiner emotionalen Bindung zu irgendwem. Und Gordon Freeman kann nun wirklich nicht als einen guten, geschweigen denn überhaupt als Charakter bezeichnen. Er hat ja nichteinmal sowas wie Charakterzüge. Der ist einfach nur ein stummer Physiker, der von einem Moment auf den nächsten seinen Laborkittel gegen einen Schutzanzug austauscht, militärische Spezialeinheiten und Außerirdische bekämpft und so irgendwie zur letzten Hoffnung der Menschen wird. Das war´s. Sogar über den Duke könnte man mehr schreiben. Eine Szene aus Half Life 2, die mir wohl ewig als Negativbeispiel in Erinnerung bleiben wird, ist, als eine versprengte Militäreinheit Gordon damit beauftragt, einen feindlichen Hubschrauber abzuschießen, der für sie ein Weiterkommen verhindert. Von denen kommt nämlich keiner auf die Idee, den herumliegenden Raketenwerfer selbst in die Hand zu nehmen oder sich sonst im Kampf gegen das Ding irgendwie nützlich zu machen. Die sitzen nur da, verbarrikadieren sich und hoffen, dass Gordon, der stumme Physiker, der plötzlich alles kann und widerstandslos alles macht, irgendwann´mal vorbeikommt und die Sache erledigt. Hirnloser Schwachsinn. Der einzige coole „Charakter“ im ganzen Spiel ist Dog, der übergroße Roboterhund von Alyx. Die halbe Spielerwelt wartet auf Half Life - Episode 3 oder überhaupt Half Life 3. Mich interessiert´s nur deswegen, weil dort die beiden Franchises Half Life und Portal mehr oder weniger zusammengeführt werden, da man zu einem, vielleicht sogar DEM Labor von Aperture Science vordringt.
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Sonntag, 25. August 2013, 02:55 Uhr
Shiny Happy People, die 1912er Charleston-Version. Zu hören, wenn man vom Eingang zur Emporia mit der Gondel Richtung Downtown Emporia und Comstock House hinauffährt. Jetzt weiß ich das auch.
… und ich frage mich die ganze Zeit schon, wie es Elizabeth ohne Hilfe in das Korsett hinein geschafft hat.
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13:05 Uhr. Ein verregneter Sonntag und Videospiele. Was will man mehr? Nicht, dass mir sonst nichts einfallen würde.
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„Why do you always ask 'what' … “
„ … when the dellcious question is 'when'?“
„The only difference between past and presence … “
„ … is semantics.“
„Lives, lived, will live.“
„Dies, died, will die.“
„If we could percieve time as what it really was, … “
„ … what reason would grammar professors have to get out of bed?“
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Armer Songbird. Bin jetzt wieder am Ende angekommen. Booker´s Kommentar zu Rapture: „A city at the bottom of the sea? Ridiculous.“. Sagt ein Mann, der gerade einen ganzen Tag in einer fliegenden Stadt, 15.000 Fuß hoch oben in den Wolken verbracht hat.
Habe es geschafft alle ürbigen Voxophone-Aufzeichnungen zu finden. Leider habe ich wohl wieder irgendwo eine oder zwei Health/Shield/Salts-Infusions übersehen und auch für den Sightseeing-Erfolg fehlen mir noch irgendwo zwei bis drei Kinetoscope-Maschinen bzw. Teleskope. Schade. Dachte eigentlich, ich hätte mich ausreichend umgesehen. Keine Ahnung, wo die Dinger sein sollen.
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20:11 Uhr.
Holy crap. Der Schluss ist so scheiß heftig. Ich liebe es. Auch, wenn ich noch immer nicht ganz verstehe. Aber das macht einen Teil der Faszination aus.
Uh, gerade im Abspann gesehen, dass Rosalind Lutece von Jennifer Hale gesprochen wird, eine Göttin was Videospiel- und Trickfilmsynchronisationen angeht. Sie hat wohl schon mehr weiblichen Rollen ihre Stimme geliehen, als die meisten anderen in der Branche zusammen. Will unbedingt nachsehen, woran Courtnee Draper (Elizabeth) und Troy Baker (Booker) noch mitgewirkt haben. Die Namen kommen mir so seltsam bekannt vor.
Coda Entertainment GmbH hat die dt. Lokalisierung übernommen. Sagt mir garnichts. Würde mich auch interessieren, was die noch gemacht haben.
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Woah. Die Uhrzeiteinstellung der Konsole fuckt mit ALLEN Speicherständen in Bioshock Infinite herum! Laut Konsole/Spiel war mein letzter Spielstand, bevor ich vor dem Schlafengehen abgeschaltet habe, am 23. Nov. 2005, um 3:05 Uhr nachts abgeschaltet. Beim erneuten Einschalten heute war ja die Uhr wieder auf 22. Nov. 2005, 12:00 Uhr mittags zurückgesetzt. Heißt, alles was ich jetzt vom Spielstand von heute Nacht an weitergespielt habe, ist laut Auffassung des Spiels zu einem füheren Zeitpunkt passiert und wurde beinhart NICHT (!!!) abgespeichert. Noch dazu wurde mein alter Spielstand vom ersten Durchgang komplett gelöscht/überschrieben (heute Nacht war er noch da). Laut Kapitelauswahl ist seit heute Nacht nichts passiert. Komischerweise wird, wenn ich auf „Continue“ klicke, der Checkpoint beim Leuchtturm, ganz am Ende des Spiels, abgerufen. Und zwar der jetzige, nicht der des ersten Spieldurchgangs, der „später“ stattgefunden hat. Jetzt blicke ich nichtmehr ganz durch, was denn nun letztendlich Vorrang beim Speichern hat.
Yup, sogar das ist bei dem Spiel für einen Mindfuck der Sonderklasse gut.
Jetzt hab´ ich Hunger und muss mich mit etwas „normalem“ beschäftigen, was einen geistig nicht so hart rannimmt. Doctor Who?
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Ich will mich besaufen. So richtig. Eigentlich will ich nur meinen Verstand über seinen Horizont hinausblasen, wie ein Tontaube vom Firmament fegen und an nichtsmehr denken müssen, mich an nichtsmehr erinnern müssen, nichtsmehr fühlen müssen.
Meine Mom hat das Kartoffelpüree heute aus echten Kartoffeln selbst gemacht (zum ersten Mal seit gefühlten 20.000 Jahren) und muss mir das natürlich auch sagen.
Meli hat´s aus Prinzip selbst gemacht. Plötzlich sitze ich wieder bei ihr, in ihrer kleinen Küche in Wien, sehe ihr beim Kartoffelstampfen/-pressen zu, helfe ihr beim Umrühren und lausche ihrem Gefluche, wenn sie etwas zuviel Milch erwischt hat.
Jetzt will ich das Püree nichtmehr essen. Ich habe Angst vor dem Geschmack, dem Gefühl im Mund, den Erinnerungen. Glaube, dass ich keinen Bissen davon runterbekomme. Nur beim Gedanken daran, schnürt sich mir die Kehle zu.
Nach Kakao bringt mich nun also auch Kartoffelpüree zum Weinen. Meine kleine Welt wird immer kleiner.
Werden Lobotomien eigentlich noch durchgeführt? Obwohl, als Gemüse will ich auch nicht enden. Dann lieber gleich ganz weg.
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Meli´s Püree war „glücklicherweise“ 10mal besser. Hab das jetzt mit der restlichen Erbsensuppe von vorgestern vermischt, damit´s Geschmack bekommt.
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22:17 Uhr. Doctor Who, The Doctor´s Wife … mal wieder. Habe sicher schon´mal erwähnt, dass das eine meiner Lieblingsfolgen und, meiner Meinung nach, auch insgesamt eine der besten Episoden ist.
„There aren´t any old control rooms. They were all deleted or re-modeled.“
„I archived them. I´ve got about thirty know.“
„But I´ve only changed the desktop a dozend times.“
„So far, yeah.“
„You can´t archive something that hasn´t happened yet.“
„YOU can´t.“
Schöne Folge mit einem schönen Schluss.
Doctor Who Confidential wäre sicher auch öfter sehr interessant. Habe in der Bay schonmal nachgesehen, ob die jemand zum Download anbietet. Wenige, aber doch. Nur leider nehmen die Files nochmal so viel Platz ein, wie die eigentliche Serie. Immerhin gibt es ja zu praktisch zu jeder Episode auch eine Confidential-Folge.
„How can we be outside the universe? The universe is everything.“
„Imagine a great big soap bubble with one of that tiny little bubbles on the outside. … But it´s nothing like that.“
„So we´re in a tiny bubble universe sticking to the side of the bigger bubble universe?“
„Yes. … NO! … But if it helps, yes. 
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Montag, 27. August 2013, 14:57 Uhr
15:11 Uhr. 18:39 Uhr. 19:57 Uhr. 20:33 Uhr. Gehe gerade die Spiele und deren Erfolge meines Xbox-Profils durch (Der Bildschirm läuft nebenher schon seit Stunden, aber irgendwie kam ich dann wieder auf Fußball, Spiele, Internet und das Bla drumherum. Ein Thema ergab das nächste.). Nur so, um mir die Zeit zu verteiben. Werde dann wohl mit Alan Wake nochmal anfangen, damit ich das auch´mal durch habe. Liegt ja schon beinahe zwei Jahre fast ungespielt herum.
Wieder spielt die Uhrzeiteinstellung Streiche. Bei manchen Spielen wird angezeigt, dass ich sie am 18. Juli 2013 das letzte Mal gespiel habe. Das war der Zeitpunkt des Online-Updates, das ich im GameStop gemacht habe. Zum Beispiel Dead Island hat sich aber seit einem Jahr nichtmehr im Laufwerk gedreht, seit ich wegen der vielen kleinen, äußerst unsinnigen und dementsprechend nervigen Bugs aufgehört habe.
/ Muss endlich Fallout 3 updaten, um die Mothership Zeta-Erweiterung wieder spielen zu können, damit ich den einen verdammten Erfolg endlich habe, der mir noch fehlt. Scheiß Sammelmission, wie immer.
Kingdoms of Amalur sollte ich auch endlich´mal weiterspielen. Bin bis jetzt nicht über den Anfang hinausgekommen. Ich glaube, weil mir dann das Internet abgestellt wurde und der Spielstand wegen kleinerer DLCs nichtmehr geladen werden konnte.
/ Oh, Mass Effect 3. Ohne Claudia hätte ich es wohl nicht zum Release, wenn überhaupt spielen können. Und ich bin meiner Königin noch immer dankbar dafür. Das Bild, das ich von ihr als Queen in meinem Kopf habe, werde ich trotz allem nicht los. Ich kann ihr nicht böse sein. Warum auch? Ich kann sie ja verstehen, so wie ich in gewisser Weise auch alle anderen verstehen kann. Sie wollte mir helfen und wäre dahingehend wohl auch weiter gegangen als alle anderen. Immerhin hat sie mir sogar Namen und Telefonnummern von diversen Zahnärzten und professionellen Hilfestellen zusammengesucht, um meine psychischen Probleme in den Griff zu bekommen. Sie hat mir sogar angeboten, mit mir mitzukommen, wenn ich da hingehe … nur … ich … Ich vermisse sie manchmal am meisten. … Nicht nur eine Freundin wie sie, sondern … sie … meine Königin. Scheiße, klingt das etwas creepy? Ich finde das klingt etwas creepy. Wie ein perverser Stalker oder in die Richtung One Hour Photo. Dabei ist es nicht so gemeint. Ich meine es eher in einem, auf viele sicher irrsinnigst überromantisiert wirkenden, Mittelalterfantasy-Sinn. Ich sehe sie als Königin und ich würde jeder Zeit mein Knie für sie beugen … nur nicht in dieser einen Sache. Einerseits mag man nun behaupten, dass ich meine, man nenne es von mir aus ruhig, Unterwürfigkeit nicht wirklich ernst meine, wenn ich mich so schnell disobediant zeige. Andererseits ist es ein gutes Zeichen für mich, da ich so immerhin nachweisen kann, dass ich nicht absolut und um jeden Preis hörig bin. … Mist, es lässt sich einfach nicht ohne einen leicht verdreht/gestört/krank wirkenden Beigeschmack rüberbringen. Muss selber dabei etwas grinsen. Ich meine das echt nicht irgendwie … ach, egal. Ich fühlte mich ihr eben schon immer sehr verbunden und zu ihr hingezogen. Mehr sage ich jetzt nicht. Ich hör´ jetzt auf damit. Claudia, solltest du das alles jemals lesen, hoffe ich, dass du schon irgendwie, vielleicht, eventuell, möglicherweise ein wenig verstehen kannst, was und wie ich es meine. Schluss jetzt. … Right! Achievements. That´s where we left off. Sehe gerade, dass mir in Mass Effect 3 nur drei Erfolge fehlen. Wirkt machbar, nur habe ich das Spiel nichtmehr. Ich glaube das wurde dann von Lollipop Chainsaw abgelöst.
/ Echt schade, dass es keine Red Faction-Spiele mehr geben wird. Bis auf den zweiten Teil haben die mir immer gut gefallen. Doch THQ gibt’s ja nun nichtmehr und ich weiß nicht, was aus Volition, dem Entwicklerstudio, geworden ist. Auch keine Ahnung, was mit der Lizenz passiert ist. Glaube mich daran erinnern zu können, dass die von SEGA oder einem anderen Publisher/Studio übernommen wurde, der/das ebenfalls nicht damit umzugehen weiß. Für die Darksiders-Serie waren die letzten Meldungen, die ich mitbekommen habe, ja eigentlich ziemlich gut. Wäre interessant, ob´s diesbezüglich schon etwas Neues gibt.
/ Alice – Madness Returns. Leider auch nie durchgespielt. Sollte ich auch nachholen. Sehr geil krankes Spiel. Genauso wie Shadows of the Damned. Oh ja. Das hat auch Spaß gemacht. Warum habe ich Perfect Dark (der Klassiker vom N64, den ich mir über XBLA runtergeladen habe) noch nicht durch? Was hat mich denn davon abgehalten? Oh, „Last played 23/08/2011“. Wenn das stimmt, kann ich´s mir schon denken. Battlefield 3, Skyrim, Mass Effect 3 und mein geistiger Zustand waren wohl ein paar der Gründe.
/ Need for Speed – Hot Pursuit hat mir auch sehr gut gefallen. Schönes NfS im „alten Stil“, mit ein paar unnötigen, aber nicht minder unterhaltsamen Details, wie das manuelle Abstellen/Anstarten des Motors, Ein-/Ausschalten des Lichtes und der Sirene bei Polizeiwagen und eine Hupe. Warum haben die Fahrzeuge in Farcry 3 keine Hupe? Fällt mir erst jetzt wieder ein. Keine Ahnung warum genau, aber das ist neben Gas und Bremse einer der ersten Knöpfe die man sucht. Den für die Hupe. Im Multiplayer von Battlefield - Bad Company 2 wurde sie sie sogar per Update nachträglich noch in ein Fahrzeug eingebaut, bei dem sie sie vorher vergessen hatten. (Nein, keine Sorge. Nicht der Hubschrauber oder der Panzer, Ich glaube, es war das Quad oder der Jeep.) Das hat ein paar Spieler, mich eingeschlossen, etwas gestört. DIE IST WICHTIG, VERDAMMT!!! Und sei es auch nur zur eigenen Belustigung bzw. zur Ablenkung, wenn man wie wildgeworden hupend über Stock und Stein brettert, damit die Sniper auf einen Schießen und man sieht, wo die Wichser sitzen.
/ Dead Space 2. Pfui. Eigentlich enough said. Was mich daran stört, habe ich glaube ich woanders schonmal näher erläutert.
/ Crysis 2. Pfui. Wurde dem Hype, meiner Meinung nach, in keiner Weise gerecht. Hat mich von Anfang an absolut nich fasziniert. Weder aus technischer, noch aus spielerischer Sicht.
/ Dafür war Saboteur umso genialer. GTA mit einem kleinen Schuss Assassin´s Creed im nazibesetzten Paris Anfang der 1940er. Ich liebe es. Leider hat es sich nicht gut verkauft, was wiedereinmal zur vorzeitigen Schließung eines Studios geführt hat, da es den unrealistisch hohen Erwartungen eines riesigen Publishers nicht gerecht werden konnte. R.I.P. Pandemic.
/ Left 4 Dead. Da habe ich nur drei Erfolge. Zu der Zeit habe ich noch nicht online gespielt und offline, noch dazu alleine, macht das Spiel so ziemlich garkeinen Sinn. Danach habe ich es nichtmehr aufgenommen, da mir das Spiel insgesamt wohl etwas zu stressig war. Außerdem hatte ich mit BFBC2 ja genug zu tun.
/ Kane & Lynch 2. Spielerisch absolut nicht weltbewegend. Ein technisch durchschnittlicher, jedoch grundsolider, typischer Third Person Action Shooter wie es ihn inzwischen zu tausenden gibt (Gears of War ist schuld). Aber die Charaktere, deren Geschichte, deren Präsentation und der Präsentationsstil des Spiels im Allgemeinen (griesliges, flimmerndes, dreckig wirkendes Bild, manchmal mit absichtlich ausgepixelten Stellen, von denen manche glaubten, dass sie durch diverse Behörden zensiert werden mussten) machen es zu einem wunderbaren kurzweiligen Pulpfest. Ich hatte viel Spaß damit. Kane und Lynch haben einen ganz besonderen kleinen Fleck in meinem Herzen.
/ Plants vs Zombies. Erneuter Dank an Claudia für den Tip.
/ Lara Croft and the Guardian of Light. Eines DER Coop-Spiele der letzten Jahre überhaupt. Danke, Crystal Dynamics. Die haben nicht nur gezeigt, dass Tomb Raider auch als Top Down-Action Adventure wirklich gut funktioniert, sondern auch gleich ein Spitzenbeispiel abgeliefert, wie gemeinsame Problemlösung in einem Coop-Spiel auszusehen hat. Wenn man zu zweit spielt, ist nämlich wirklich die Kooperation beider Spieler miteinander gefragt. Wenn man nicht zusammenarbeitet, lässt sich praktisch keines der Rätsel lösen und keines der Hindernisse überwinden. Sehr nice.
/ Band Hero. Fuck. Activision wusste echt nicht, wann sie mir ihrem XY Hero-Scheiß aufhören sollen. Hätten sie es nicht so dermaßen übertrieben, hätte Red Octane weiter damit machen können, gute Spiele zu machen und auch der Name Neversoft wäre nicht so in Dreck gezogen worden. R.I.P. Red Octane, Mitbegründer der Guitar Hero-Serie und Opfer #387-5/9.m-Apfel,Sessel.Giraffe eines wahnsinnig gewordenen, geldgeilen Publishers.
/ Two Worlds II habe ich ja auch hier noch praktisch ungespielt herumliegen. Also wenn ich wirklich wollte, wäre ich wieder über Wochen beschäftigt. Nur hat man eben nicht immer Bock auf sich vom Setting her ähnelnde Fantasy-RPGs. Trotzdem, gemeinsam mit Amalur habe ich jetzt schon zwei gute Alternativen zu meinem in letzter Zeit neu entflammten Gusto auf Dragon Age und Skyrim.
/ Fallout - New Vegas. Pfui. Bäh. Ekelhaft. Das hätten sie sich sparen können. Ich liebe Fallout 3 und Skyrim. Mit New Vegas und Oblivion kann ich dagegen garnichts anfangen. Man merkt die Unterschiede bei den Entwicklern. Es wurde alles von Bethesda vertrieben, aber von verschiedenen Studios programmiert. Die einen schaffen es, eine Welt mit Leben zu füllen, sie durch viele kleine Details interessant zu halten und bekommen es auch hin, dass die Haupt- und Nebenstories mitreißend und abwechslungsreich gestaltet sind. Außerdem sehen sie zu, dass die enzelnen Zahnräder der Spielmechanik weitestgehend einwandfrei ineinander greifen und gut funktionieren. Die anderen schaffen es eben nicht. Oblivion und New Vegas waren einfach nur öde. In New Vegas gab es nichteinmal Zufallsbegegnungen im Ödland. Sogar niedergemetzelte Händlerkarawanen hatten ihren fixen Punkt auf der Landkarte. Mit dem unausgereiften Respektsystem, durch das man sich ganz schnell unabsichtlich viele, viiieeele Missionen bei diversen Fraktionen verbockt hat, will ich erst garnicht anfangen. Nicht gut. Einfach nicht gut.
/ Castlevania – Lords of Shadows. Da ging mir der unrockbare Hauptcharakter gegen den Strich. Nichteinmal die Begegnung mit einem sagenumwobenen, altehrwürdigen Pan entlockt ihm die geringste emotionale Reaktion. Der Duke ist für heutige charakterliche Maßstäbe auch zu cool, aber der darf das. Der ist ein Veteran aus Anfang der 90er, einer anderen Zeit. Der Typ aus Castlevania wirkt aber nur … bäh.
/ Enslaved sollte ich mir eventuell auch nochmal besorgen und endlich durchspielen. Gefiel mir ebenfalls sehr gut. Nur zu der Zeit waren auch Dead Space, Mirror´s Edge, Fable II (fuck, war das enttäuschend) und sicher noch ein paar andere größere Titel aktuell.
/ Fable III ging wieder voll in Ordnung, kommt aber trotzdem nicht an den ersten Teil heran. Ich LIEBE Fable auf der alten Xbox. Wohl auch nur deswegen, weil ich dem Spiel im Vorfeld zum Release nicht allzu viel Beachtung geschenkt habe. Ich wusste nichts von Peter Molyneux´s Versprechungen, dass er gerade (wieder´mal) an DEM Überspiel arbeitet, das die Branche für immer verändern wird. Ich kannte den Mann und sein Dampfgeplauder bis dahin nicht. Wohl zu meinem Glück. Ich hab´ prinzipiell nichts gegen ihn. Er hat durchaus viele gute Ideen und interessante Visionen und I appreciate (fällt mir doch beinhart kein deutscher Ausdruck dafür ein) sein deutlich erkennbares Engagement und seinen Enthusiasmus für seinen Job. Nur sollte er sich bei der Ankündigungen diverser Features mit Superlativen etwas zurückhalten. Er sollte sich bei Präsentationen eher darauf konzentrieren, wie das funktioniert, was er auch tatsächlich herzeigen kann und nicht wie er es sich in seinen Gedanken ausmalt, wie es einmal sein könnte. Dann müsste er sich nach dem Release seiner Spiele auch nicht so oft entschuldigen, wenn es eben doch nicht so toll geworden ist, wie er es im Vorfeld immerwieder auf´s Neue versichert hat. Wenn man sich schon länger mit Videospielen befasst und nur „Peter Moly...“ hört, wendet sich der Verstand schon desinteressiert ab. Sofern man versucht objektiv und aufgeschlossen zu bleiben, behält man bestenfalls den Namen des Projektes im Hinterkopf und urteilt darüber erst, wenn es fertiggestellt ist. Ansonsten basht man (eben nicht ganz unberechtigt) einfach drauf los was das Zeug hält und will kein Wort mehr davon hören (Denis ist so einer.). Dessen ungeachtet sind und bleiben Fable und Fable III wunderbare Spiele.
/ Mafia II. Sehr geil gemacht. Ähnlich wie in L.A. Noire gibt es neben der Hauptstory praktisch nichts in der Open World-Stadt zu tun. Das macht das Spiel aber durch Story, Design, Soundtrack und die dadurch entstehende Atmosphäre wieder mehr als gut. Anders als L.A. Noire. Denn da fehlt wiederum etwas. Das ist schon etwas zu leer, zu wenig. Irgendwie schafft es das Spiel nicht, die anfängliche Begeisterung des Spielers über Animationen und Setting usw. mittels anderer Qualitäten bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
/ Hm, Midnight Club L.A.. Nur kurz aus Langeweile im Store ausprobiert.
/ Dante´s Inferno. Extrem geiles Setting. Was mir das Spiel verdorben hat, war die Steuerung. Ich hatte kurz davor Bayonetta gespielt, was ein Spitzenbeispiel die Kampfsteuerung betreffend darstellt. Jede Aktion lässt sich zu jeder Zeit und überall abbrechen, umformen und wieder neu aufnehmen. Man kann sich auf eine wundervoll intuitive Weise immer und überall gegen alles wehren, sobald man sich einmal mit der Steuerung vertraut gemacht hat. Dante´s Inferno ist dagegen sehr hölzern, weswegen einem schon eine kleine Gruppe von Standardgegnern sehr schnell sehr gefährlich wird. Ich hatte mit Ansammlungen von Minibiestern mehr Probleme als mit den Bossgegnern. Die fix vorgegebenen, oftmals unvorteilhaften Kamerapositionen trugen ebenfalls dazu bei. Ne, mag ich nicht wirklich. Werd´s wohl nie zu Ende spielen.
/ Banjo Tooie habe ich mir erst vor ein paar Jahren von der XBLA runtergeladen und es hat mich lange nicht so mitgerissen, wie der erste Teil damals auf dem N64. Zeiten und Geschmäcker ändern sich. Aber mir hat es schon vor über zehn Jahren nicht gefallen, was Rare aus dem Donkey Kong-Franchise gemacht hat. Das letzte große Donkey Kong Jump´n´Run auf dem N64 hat mich zu der Zeit auch nichtmehr wirklich vom Hocker gehauen. Weiß nicht genau, woran es lag.
/ Just Cause 2. Langweilig nach zwei bis drei Stunden. Das Spiel fackelt schon im Intro sämtliches Feuerwerk ab, das es zu bieten hat. Danach fühlt es sich so an, als hätte man es schon einmal durchgespielt, alles freigeschaltet und kuckt sich nurnoch um, was es sonst noch zu tun gibt.
/ Dead to Rights – Retribution. Erneut einer der vielen Shooter, die im Siedewasser von Gears of War dahergeschwommen kamen. Solide Technik und durch die Missionen mit Shadow, dem Wolfshund, auch durchaus abwechslungsreich gemacht. Könnte ich ruhig auch´mal fertigspielen … hm, 17/06/2010 … die Sache mit Siggi, Meli und nicht zuletzt Fallout – New Vegas haben das zu der Zeit wohl verhindert.
/ Bulletwitch. Ein absolutes Trash-Spiel, das ich mir´mal antun wollte. Ich steh´ auf die Artworks der Witch. Ja, ich bin durch sowas durchaus beeinflussbar.
/ Singularity. Netter Ego Shooter, für ein paar Stunden.
/ Blur. Fun Racer. Mario Kart mit echten Autos. Awesome hoch 10 zum Quadrat. Leider konnte es auf dem Markt neben dem praktisch zeitgleich veröffentlichten Split Second nicht bestehen, verkaufte sich ziemlich schwach und war im Endeffekt Auslöser für die Schließung von Bizarre Creations, durch einen sehr großen, bekannten und eben wegen solchen Sachen ziemlich unbeliebten Publisher. Schade, schade. Wirklich sehr schade drum. Eines der wenigen Spiele, das ich sogar im harten Schwierigkeitsgrad durchgespielt habe, da es so wunderbar ausbalanciert war. Bizarre´s Erfahrung mit Rennspielen, durch die Entwicklung der Metropolis Street Racer-Reihe für dem Dreamcast und der Project Gotham Racing-Serie für die Xbox, machte sich detulich bemerkbar. Es wirkte machbar. Schwer, ja. So wie es sein soll. Aber machbar. Es trickste nicht unfair herum, beispielsweise mit einem übertrieben starken Gummibandeffekt (wenn die Gegner vom Spiel künstlich immer direkt hinter einem gehalten werden, obwohl man eigentlich viel schneller unterwegs ist als sie) oder Gegnern, die absolut jede Abkürzung fehlerfrei erwischen und sie sich dadurch einen dementsprechenden Vorsprung herausfahren, was man selbst auf Grund des Gummibandeffekts ja nicht tun kann. Nein, Blur hatte solche unfairen Tricks nicht notwendig. Ganz im Gegensatz zu ...
/ … Split Second. Keine Ahnung, warum sich das im Endeffekt durchgesetzt hat. Kommt mir ein wenig vor, wie der Kampf zwischen Battlefield und Call of Duty. Das in purem Adrenalin frittierte Effektgewitter-Fast Food, von dem man mehr als die Hälfte nur mit den Augen essen kann und nur ein kläglicher Rest wirklich im Magen landet, verkauft sich eben schlussendlich immer besser, als das besser durchdachte und sorgsam langsam dahingeköchelte Festmahl, das sich allerdings oft erst auf den zweiten Blick präsentiert, dafür aber den Hunger umso länger fernhält. Pfui, Split Second. Ekelhaft. Widerlich.
/ Star Wars – The Force Unleashed. Gerademal zwei Missionen gespielt. Zu mehr wird’s nicht kommen. Das Spiel war schon nach den ersten paar Sekunden bei mir unten durch. Man befindet sich in der Einführungsmission auf dem Heimatplaneten der Wookies (Bin nicht Star Wars-Fan genug, um den Namen zu wissen. Sorry.) und spielt als Darth Vader. DARTH fucking VADER, ja?! … und eine der ersten Mitteilungen, die man im Tutorial auf den Bildschirm bekommt lautet „Drücke A um zu springen“. *Facepalm des Todes* DARTH fucking VADER SPRINGT NICHT! Schon garnicht so bescheuert animiert wie in dem Spiel! Nach Hayden Christensen (oder wie auch immer man den schreibt) war das der zweite kleine Tod des Mythos Darth Vader in mir. Dafür bin ich dann doch Star Wars-Fan genug. Am Ende der ersten Mission mit dem Schüler befindet man sich auf der Brücke einer Raumstation, die gerade auf einen Planeten stürzt, im Kampf mit einem anderen Jedi (?) oder eben irgendeinem Typen. Jedenfalls tritt die Raumstation gerade in die Atmosphäre des Planeten ein, Schutzschilde down, sämtliche Fenster der Brücke zerbersten, jedoch kein Anzeichen von Atemnot, eines rausgesaugt- oder gegen-eine-Wand-gedrückt-Werdens, geschweige denn von, nennen wir es mal, erhöhter Temperatur des Innenraumes. Die beiden kämpfen einfach unbeeindruckt weiter, als würde sonst gerade nichts passieren. Äh, ja. Danke, nein. Mehr brauche ich nicht wissen.
/ Darksiders. Oh. Mein. Gott. Darksiders. Zelda für Erwachsene. Das Art Design, die Steuerung, das Gameplay, die Charaktere, die Story. Da stimmt einfach alles. Aus der Geheimtip-Nische ist es wohl leider nie wirklich herausgekommen. Eventuell, dass die Serie durch den zweiten Teil einen kleinen Schub bekommen hat. Teil eins wurde ja ähnlich wie Borderlands damals nicht groß beworben, sondern nur weitergesagt. Geiles Teil. Die Fortsetzung ist ja schon seit der Ankündigung auf meiner Wunschliste. Ich hoffe wirklich, dass die Serie nicht gemeinsam mit THQ zu Grabe getragen wurde.
/ Ghostbusters. Nettes kleines Spiel. Die Charaktere der Filme wurden gut eingefangen. Hat ja auch Dan Akroyd (den habe ich 100%ig falsch geschrieben. Sorry, Dan.) daran mitgearbeitet. Insgesamt konnte es mich aber nicht lange fesseln. War mir wohl etwas zu … simpel? Technisch und spielerisch konnte es mich eben einfach nicht überzeugen. Schon gut, aber auf längere Sicht fehlte doch einiges.
/ Batman – Arkham Asylum. Gemeinsam mit dem Nachfolger, Batman – Arkham City, von Anfang an und wohl noch für lange Zeit die besten Spielumsetzungen einer Comiclizenz. Asylum habe ich genau dafür geliebt. Doch auch ohne Batman-Lizenz würde ein tolles Spiel übrig bleiben, wie sich´s gehört. Bei City wusste ich schon, was ich zu erwarten hatte, wurde auch keines Wegs enttäuscht, nur im Endeffekt konnte es mich vielleicht auch gerade deswegen nicht so mitreißen. Und das trotz Harley Quinn und Catwoman. 27/02/2012 … jap, da hatte wahrscheinlich andere Sachen im Kopf und das beste von denen war wohl der baldige Mass Effect 3-Release. Anonsten nur der übliche Schrott.
/ Beautiful Katamari. Wunderbarer Trash. Man muss es nicht mögen, aber wer dem absolut nichts abgewinnen kann, mit dem läuft definitiv etwas falsch.
/ Bayonetta, da ist es ja. Über jeden Zweifel erhaben. Der Soundtrack ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Kamerapositionen sind nicht immer optimal, aber sonst gibt es nichts daran auszusetzen. Hübsch, schnell, perfekt kontrollierbar, ausgefreaktes/total abgefahrenes Setting, abwechslungsreich, motivierend, cool, sexy. Was will man mehr? Wie ich finde, das bessere Devil May Cry. Ja, natürlich auch wegen Bayonetta selbst. Hot.
/ Brütal Legend. Die perfekte Persiflage auf alles, was irgendwie mit dem Thema Metal zu tun hat, mit niemand geringerem als Eddie Riggs aka Jack Black in der Hauptrolle und Leuten wie Lemmy Kilmister und Ozzy Osbourne in Nebenrollen. Leider trüben die durchwachsenen Echtzeitstragie-Einlagen den Gesamteindruck ein wenig. Dessen ungeachtet: Dank an einen nun bartlosen (Ich hab´ die Rasur ja live im Internet mitverfolgt. Wenn das kein Nerd-Achievement wert ist, was dann?!) Tim Schäfer und seinem Double Fine Studio für dieses Spiel. … hm … könnte ich eigentlich auch wieder´mal zocken. Habe verdächtig wenige Erfolge.
/ Shadow Complex. Andere Story, anderes Setting und anderer Hauptcharakter. Ansonsten ist alles praktisch 1:1 von Metroid kopiert. In einer ähnlich guten Qualität, also spricht nichts dagegen.
/ Braid. Immernoch eines der Vorzeigespiele, wenn es um unabhängige Entwicklerstudios und deren Projekte geht. Mir war es damals, vor ein paar Jahren ehrlichgesagt zu hoch. Spielerisch so wie auch storytechnisch. Es war mir irgendwie too much. Einfach nur „Wow. Whoa. Wait, what?“. Im positiven Sinn. Trotzdem habe ich es nie zu Ende gespielt. Will deswegen dazu auch sonst garnichts sagen. Maybe I should give it another go.
/ Overlord. So schön fies. Auch nie beendet. Glaube so dunkel in Erinnerung zu haben, dass sich das Spiel ziemlich schnell abnutzt und oft auch nicht wirklich einwandfrei funktioniert. Trotzdem, das blutverschmierte, böse, soon-to-be-roasted Einhorn auf der wunderschönen Waldlichtung und das Babyrobben-Kloppen (im zweiten Teil) bleiben mir ewig in Erinnerung. Hey, immerhin ist man der fiese Overlord auf dem Weg zur alleinigen Herrschaft über die Welt. Keine Zeit für Rücksicht auf Babyrobben.
/ Prototype. Interessante Story. Das Spiel selbst ist brutal und sonst nicht viel. Konnte mich nicht lange begeistern.
/ Chronicles of Riddick – Escape from Butcher Bay und Assault on Dark Athena. Wow, verdammt viele Online-Erfolge … die wohls so schnell niemand hat. Ich meine, „Gewinne 1.000 Spiele“? Ernsthaft? Das ist unnötig hochgegriffen, liebe Leute von Starbreeze. Bloß meine Meinung. … Habe gerade nachgesehen. Eintausend gewonnene Runden sind nur etwas weniger als die Hälfte, was ich nach fast 1.300 Stunden BFBC2 erreicht habe. Und dabei war ich wirklich nicht schlecht unterwegs. Selbst wenn die Spielrunden im Multiplayer von Riddick nur die Hälfte der Zeit einer Battlefield-Runde beanspruchen, geht es hier immernoch um über 300 Stunden Spielzeit. Hat Riddick überhaupt jemand so lange im Online-Multiplayer gespielt? Hat den Erfolg jemand, ich meine, außerhalb des Entwicklerteams? Anyone? Würde mich jetzt interessieren. Anyway, Butcher Bay ist jedenfalls ein Kultklassiker seit den Tagen der ersten Xbox und wie so ziemlich alles, was mit Richard B. Riddick zu tun hat. Ich steh´ auf den Charakter. Aber auch für sich allein gibt es ein prima Spiel mit einer herrlich dreckigen und schaurigen Atmosphäre ab. Dark Athena war leider nur ein spielerisch ziemlich durchschnittlicher FPS. Doch ich liebe Cpt. … Gale? … Gail? … Revas? … Roivas? … die böse Frau. War von Anfang an verliebt. Ihre Stimme, ihre skrupellose Art, ihr freakiges Aussehen, ihre Hintergrundgeschichte. Gibt leider so wenige gut gemachte böse Frauen in Spielen. Ihr Ausraster am Ende war auch eine der Kleinigkeiten, die mich wieder mehr auf die Synchronisation von Spielen aufmerksam gemacht haben und mich im Nachhinein auch bei anderen Titeln wieder des öfteren auf die englische Synchro umschalten ließen. Gefiel mir richtig, richtig gut.
"It took years to create this! YEARS, you asshole! Then you step up and ruin everything! I´m used to live it hard, Riddick, but this ends RIGHT HERE, RIGHT NOW!"
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Dienstag, 27. August 2013, 01:45 Uhr
Sitze nun bald schon 12 Stunden hier und bringe mein Bla zu allem möglichen zu Pap...Netbook. Habe mir gerade frischen Kaffee gemacht. Im Wohnzimmer hat meine Mom den Hunden den Radio laufen lassen, wie ein kleines Nachtlicht für Kinder. Die sind die letzten Tage wieder ziemlich unruhig und so wenigstens nicht ganz so allein bzw. fangen nicht wegen dem kleinsten Geräusch von draußen an, eine halbe Ewigkeit grundlos vor sich hin zu bellen. Ö3, Boston, More Than A Feeling.
Werde mir hier wohl auch etwas Musik machen. Habe die Playlist seit Beginn von Farcry 3 und Borderlands 2 kaum noch laufen, da ich im Vergleich zu vorher nurnoch selten wirklich lange hier sitze und schreibe. Hatte auch nicht vor, dass es heute so viel wird. Wollte wie gesagt Alan Wake nochmal anfangen. Inzwischen überlege ich, ob ich nicht doch lieber Kingdoms of Amalur, Two Worlds II oder Perfect Dark spielen soll. Hätte auf alles ziemlich gleich viel Bock … gleichzeitig. Aber ich bin ja mit etwas anderem noch nicht ganz durch.
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/ Condemned. Zwei Erfolge. Das gute und das schlechte Ending. Das Warum habe ich bei der Sache mit den Borderlands 2-DLCs schon erklärt. Gutes Spiel. Technisch war es schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung leicht veraltet. Darüber muss man hinwegsehen können. Packende Thriller-Story mit guter Gruselatmosphäre, die zum Ende hin immer intensiver wurde. Gute Präsentation im Allgemeinen, trotz angestaubter Technik. Es wusste wirklich zu gefallen. War das nicht auch von den Monolith Studios, die F.E.A.R und Clive Barker´s Jericho gemacht haben? Den mit denen konnte nicht wirklich was anfangen. F.E.A.R war mir zu wenig Gruseln und zuviel 08/15-FPS. Wenn zwischen den Horrorelementen ein paar Stunden vergehen, in denen man nur verhältnismäßig belanglos herumballert, ist das nicht so meines ([Edit: Dienstag, 03. September 2013, 02:51 Uhr] Mir ist allerdings gerade die hervorragende Gegner-K.I. von F.E.A.R. wieder eingefallen.). Jericho hatte ein schön sickes Setting, war aber spielerisch sehr … billig. Eine lieblos dahingespuckt wirkende, endlose Aneinanderreihung von Gegnerwellen mit immer etwas Story dazwischen. Fand ich etwas schade, da mich, ähnlich wie bei F.E.A.R., die Geschichte an sich eigentlich schon interessiert hätte.
/ Dead Space. Über jeden Zweifel erhaben. Ein besonderes kleines Detail, ein Aufwand, den sie sich nicht für jedes Spiel antun, war, dass sogar Lauftexte auf den Displays und sonstige fix ins Spiel implementierte Bildschirmanzeigen eingedeutscht waren. Soweit ich mich erinnere war es auch ziemlich gut synchronisiert. Wofür ich das Spiel aber bis heute liebe ist, dass es, nach anfänglicher Skepsis dem Projekt gegenüber, letztendlich geschafft hat, was Resident Evil und Silent Hill über die Jahre „verlernt“ hatten: den Spieler das Fürchten zu lehren. Holy Shit, war das scheiß heftig. Eine meiner Lieblingsszenen ist noch immer der Maschinenraum und … ich habe schon wieder das Gefühl, das in nicht allzu weit zurückliegender Vergangenheit schonmal festgehalten zu haben. … Bin mir aber nicht wirklich sicher. … Egal. Über eine Surroundanlage macht das Spiel das Wohnzimmer zum Maschinenraum der Ishimura. Man hört nichts, außer das Dröhnen, Brummen, Surren und Rattern der Maschinen, während man einen schmalen Gang entlang … geht … Ja, ich habe das definitiv so oder so ähnlich vor kurzer Zeit schon einmal geschrieben. Gut, wäre das auch erledigt. Next up is …
/ … Halo Wars. Für Echtzeitstragie bin ich zu „dumm“. Ich check solche Spiele nicht, komme nicht mit ihnen klar. Mir fehlt es an Über- und Weitsicht oder was auch immer. Dabei ist Halo Wars wie ein frühes Command & Conquer. Baut man eine große Masse der billigsten Standardeinheiten, sind die meisten Kämpfe schon so gut wie gewonnen. Ich weiß aber noch, dass es mich besonders bei einer fucking Beschützermission aufgeschmissen hat, in der man drei Shuttles vor der Zerstörung bewahren muss, während diese Zivilisten aus dem Kriegsgebiet aufnehmen und ausfliegen. Prinzipiell spiele ich gerne Echtzeitstragie- und Aufbauspiele, aber wirklich behirnen tue ich sie nicht. Darum lasse ich es meistens. Außer es ist einfach zu verlockend, so wie …
/ … Tropico 3. Wer ist denn nicht gerne El Presidente einer karibischen Insel? War sehr unterhaltsam. Aber, wie bei solchen Spielen üblich, habe ich nicht sonderlich viel erreicht. Meistens nur ein paar Runden zur Entspannung zwischendurch gespielt, wenn mich gerade nichts anderes gefreut hat. Meli ist da anders. Ich glaube, wenn sie könnte, würde sie hauptberuflich Tropico spielen … oder in Skyrim am Alchemietisch stehen und whatever zusammenbrauen.
/ Street Fighter IV. Nach Ewigkeiten wieder ein wirklich anständiges Street Fighter. Naja, bis auf Zangiefs nervige Greiferei und seine Tornado-Drehangriffe und einen overpowerten, supernervigen Endgegner, bei dem sämtliche fortgeschrittenen Taktiken versagen, wodurch man dazu gezwungen ist, auf Kindergartentechniken zurückzugreifen, um ihn zu besiegen. Dadurch hasst man ihn nachher beinahe mehr als vorher. Fehler, die Capcom beschlossen hat nicht mit einem Update zu bereinigen, sondern mit einem „neuen“ Spiel: Super Street Fighter IV, nichteinmal ein Jahr später. Wenigstens nur zum halben Preis, aber trotzdem. Seriously? Fuck you, Capcom. Mir ist es echt schleierhaft, warum das einige Hersteller von Beat´em Ups für eine sinnvolle Strategie halten. Bei Guilty Gear, Blaz Blue und King of Fighters usw. verhält es sich genauso. Andererseits, die Verkaufszahlen oder irgendwelche anderen Erfolge müssen ihnen recht geben, sonst würden sie es nicht schon seit Jahren machen. Egal. Mit Chun Li´s Oberschenkeln habe ich in SFIV jedenfalls alles mir bekannte weggetreten, solange ich nicht online gegangen bin und mich der internationalen Competition gestellt habe. Die Leute dort sind krank! K-R-A-N-K! GET A LIFE, PEOPLE! (Ja, ich mir der Selbstironie bewusst. Aber gut aufgepasst. Weitermachen.) Neben Blur, „House Ball“ (ein Münzspiel, das House und Wilson mal in einer Episode spielten) haben René und ich Street Figher dazu benutzt, um an besonders langweiligen Tagen im GameStop zu erroieren, wer denn nun jetzt früher nach Hause gehen darf. „Yatta!“ Enough said. Mit Super Street Fighter IV habe ich mich gerade lange genug beschäftigt, um mich in Yuri zu „verlieben“. Starke hübsche Frauen üben eine starke Anziehungskraft auf mich aus. Dürfte schon aufgefallen sein. Just wanted to point that out again. Und natürlich habe ich auch einige Zeit mit Cammy verbracht. Mit ihr bin ich aber nie so wirklich warm geworden. Dafür gefallen mir die Cosplays umso mehr. Holy …
/ The Darkness. Auch eines der guten Spiele, mit denen ich mich nicht wirklich anfreunden konnte. Wie so oft fehlte mir irgendwas. Kann aber nicht wirklich mit dem Finger drauf zeigen.
/ X-Blades. Wie schonmal erwähnt, eine meiner Guilty Pleasures. Das Spiel hatte was, aber fragt mich nicht was. Ich hatte meinen Spaß damit.
/ Tomb Raider – Underworld. Habe ich wohl aus ähnlichen Gründen nicht durchgespielt wie Arkham City. Ich wusste, was ich zu erwarten hatte, die Erwartungen wurden erfüllt, der Wow-Effekt des Vorgängers war weg.
/ Assassin´s Creed. So damn öde. Auf die Aussichtspunkte klettern, Aufträge abholen, Aufträge erfüllen, Aufträge abgegeben, nächste Stadt, repeat. Kein Spiel funktioniert wirklich anders, doch AC´s Fehler war, dass es zugelassen hat, dass mir das extrem aufgefällt. Seitdem und seit einer kurzen Anspielsession von AC II, in der ich, nachdem ich einem Test bei 4Players gelesen hatte, einfach selbst ausprobieren musste, wie besch...eiden die K.I. der Gegner und der Zivilisten im Spiel ist, lasse ich die Finger von der AC-Reihe. Ich habe mich auf einem Marktplatz zuerst der zwei bis drei nächstgelegenen Stadtwachen entledigt und dann angefangen einen Zivilisten zu verprügeln. Zuerst fangen ein paar Leute an zu schreien, manche laufen davon und ein paar Schaulustige stellen sich rundherum im Kreis auf und sehen zu. Man hört „Wache! Zu Hilfe!“ und ähnliches. Die Wachen waren weg und neue kamen seltsamerweise nicht nach. Nach nicht ganz einer Minute Prügelei war die Verhaltensvorgabe der Leute, ihr Skript anscheinend erschöpft oder schlicht und einfach ausgelaufen, denn sie gingen wieder ihren normalen Tätigkeiten nach. Ich schlug zwar immernoch auf den Zivlisten ein, doch es schien niemanden mehr zu interessieren. Danke, genug gesehen. Verschwende nicht weiter meine Zeit. Raus aus meinem Laufwerk! Mach Platz für besser durchdachte, ausgereiftere oder sonstwie unterhaltsamere Spiele. Das Piraten-Setting vom kommenden Assassin´s Creed Black Flag hat mich allerdings wieder neugierig genug gemacht, um dem Spiel eventuell einer Chance zu geben. Man weiß es nicht. Habe dazu noch nicht´mal einen Trailer gesehen.
/ Dead or Alive 4. Durch den Endgegner und der hirnrissigen Entscheidung der Entwickler, beim Konter des mittleren Kicks zum Gegner hin anstatt, wie bei allen anderen Schlägen und Tritten, vom Gegner weg drücken zu müssen, habe ich der Serie abgeschworen. Was haben die sich nur dabei gedacht. Viel kann´s nicht gewesen sein.
Es klingt nach einer nur kleinen, unscheinbaren Änderung, ändert jedoch alles. Besonders wenn man seit über zehn Jahren, seit Dead or Alive 2 auf Dreamcast und PlayStation 2 die alte Steuerung gewohnt ist und plötzlich: WHAT THE FUCK?! Wieso ist der Kick durchgegangen?! Ich hab´ doch … in die falsche Richtung gedrückt. Ffffff Uuuuu!!! *Nerd Rage: ON* Die Spielbarkeit wurde also runtergeschraubt, aber dafür die Software, die das Wippen der Brüste steuert, auf Anschlag hochgedreht. Nein danke, Tecmo und Team Ninja. So nicht.
Dabei erinnere ich mich aber an die DoA2-Battles unter uns Stammkunden, damals im Games Only St. Pölten, und die Turniere gegen das Games Only Amstetten. Es war eigentlich immer nur eine Frage wer Dritter wird, hinter Denis mit Helena und Lengersdorff mit Mei Lin. Mir hallt auch noch immer Hayabusa´s „HOOOOOOOOOO!“ in den Ohren, wenn Patrik mal wieder den Move mit der Abwärtsschraube im Kampf angebracht hat. Am besten kam ich mit Kasumi zurecht. Helena gefiel mir auch immer ziemlich gut. Nur ihre Feinheiten habe ich im Kampf nie wirklich zu nutzen gewusst. Sie konnte in praktisch allen Positionen greifen und kontern und hatte starke Kombos. Einzelne Schläge waren dafür relativ schwach. Ähnlich wie Kasumi. Die war sogar noch schwächer, jedoch flinker. In DoA3 habe ich mich auch etwas mit Christie und Hitomi auseinandergesetzt. Einzig mit Hitomi habe ich einen ähnlichen Skill-Level erreicht, wie mit Kasumi. Sie war langsamer als Helena und hatte weniger effektive Kombos, dafür etwas stärkere Einzelschläge und Griffe. Später kam dann Virtua Fighter 4. Das wurde aber dann lange nicht so exzessiv gespielt wie DoA2. Etwas schade. Denn mit Vanessa Lewis, der Thai Boxerin (Ich finde Frauen mit Muskeln sexy, solange es ein gewisses Maß nicht übersteigt. Ich erinnere mich gerade daran, als ich, vor dem „Kampf“ von Stefan Raab gegen Regina Halmich, beim Halleneinzug von Regina einen Ständer bekam. Verdammt nochmal, das hatte was. Rrrroarrr.), hatte ich sogar gegen Denis und Lengersdorff eine echte Chance, nur leider nicht viel Zeit das auszukosten. Wurde wie gesagt nicht oft und nicht lange gespielt. Das Spiel erforderte um einiges mehr Einarbeitungszeit. Keine Ahnung, wieviele Stunden ich im Sparringsmodus und mit sonstigem Training verbracht habe. Ich mochte das Geräusch von berstendem Bambus, das sie als Soundeffekt für angedeutete Knochenbrüche hergenommen haben. Whoa, ich bin gerade wiedermal sowas von abgedriftet. Trotzdem gut, dass ich auf Virtua Fighter gekommen bin, denn …
/ … Virtua Fighter 5 ist ja auch in der Liste. Online kann man sich, wie vorher schon erwähnt, ja nicht trauen, sofern man auch´mal gewinnen will. Ansonsten hat keiner in meinem Bekanntenkreis das Spiel gespielt und alleine wird’s dementsprechend schnell langweilig. Fuck, nach dem ganzen Gequatsche über Prügelspiele wünsche ich mir gerade wieder ein neues Killer Instinct. Das letzte war immerhin auf dem N64. Und bevor einer fragt: nein, Tekken mochte ich nie so wirklich. Das letzte Tekken, das ich gerne gespielt habe, war Tekken 3 auf der PSone. Und auch nur, bis ich mit DoA2 entdeckt habe, dass es solche Spiele auch mit Geschwindigkeit, Dynamik und Tiefgang gibt, in denen man mit bloßem Button Mashing gegen einen Könner nicht sehr weit kommt. Uh, Button Mashing. Führt mich zu Mortal Kombat. Aus der Serie habe ich nur zwei Teile wirklich gern, NICHT GUT, nur gern gespielt. MK II auf dem SNES und das Umfangmonster MK Armageddon auf der PS2, mit allen Kämpfern aus der MK-Serie bis dahin, Unmengen an freispielbarem Stuff, einem Mario Kart-Klon mit MK-Charakteren und einem „kleinen“ storygetriebenen Adventure-Spiel als Bonus. Das Ding war echt genial. Mehr als bei dem Spiel hat man bei einem Beat´em Up wohl nie für sein Geld bekommen. Noch dazu stimmte die Qualität, was ja in der Seriengeschichte von MK, milde ausgedrückt, nicht unbedingt immer gegeben war. Grausige Erinnerungen an die ersten 3D-Auflüge der Reihe oder das unsägliche MK Trilogy auf dem N64 fallen mir da ein. Eines der sehr seltenen Franchises, denen der Untergang des ursprünglichen Entwicklers (in dem Fall Midway) gut getan hat. Dass die Markenrechte für Mortal Kombat nach Midway´s Schließung für gerademal zwei Millionen (ja, nur 2 Mio.) Dollar den Besitzer wechselten, sagt glaube ich schon sehr viel über den damaligen maroden Zustand der Marke aus. Inzwischen hat sie sich wieder gefangen und erfreut sich erneut großer Beliebtheit. Da fällt mir ein, dass ich den neuesten Teil nur kurz gemeinsam mit René ausprobiert habe, es Freddy Krueger als downloadbaren Charakter gibt und ich den noch immer nicht gespielt habe. Shit. Seit Ewigkeiten warte ich darauf, irgendwo irgendwann irgendwie als Freddy spielen zu können, dann wird er sogar in ein Mortal Kombat eingebaut (Was würde besser passen? Ist als würden einige über zehn Jahre alte Nerdfantasien endlich Wahrheit werden.) und ich spiele es nicht?! BLASPHEMIE!
/ Halo 3 habe ich sicher schon an anderer Stelle ausreichend durchgenommen.
/ Burnout Paradise. Bis dahin war ich Fan der Burnout-Reihe seit dem ersten Teil. Der erste Teil war simpel gestrickt. Ein Arcade Racer mit Turbofunktion, nicht sonderlich vielen Strecken und nur einer Hand voll Fahrzeuge. Absolut nichts besonderes also, bis auf ein kleines, jedoch wichtiges Detail: Gegenverkehr und Kreuzungen. Permanenter Gegenverkehr und gelegentlich auch von der Seite. Denn nur Autos von vorne war nichts sonderlich neues. Das gab es schon vorher in anderen Spielen. GTI Club in der Spielhalle oder Crazy Taxi auf dem Dreamcast bzw. später dann auf der PS2 (Wobei die analogen Buttons der PS2 die Steuerung versaut haben. Der Turbostart und der Powerslide ließen sich nur schwer aktivieren. Man musste unnötig fest draufdrücken, um etwas zu bewirken. Da hat SEGA bei der Umsetzung geschlampt. Sony hätte die Buttons aber auch digital belassen können. In Sachen gefühlvolle Steuerung von Gas und Bremse waren sie gegenüber den Triggern von Dreamcast, GameCube und Xbox nicht´mal ansatzweise konkurenzfähig. Eine absolute Schnappsidee. Grässlich schlechtes Konzept. Dementsprechend viele Spiele haben das „Feature“ unterstützt. Praktisch keines. Auf die Schnelle fällt mir nur Gran Turismo ein, das ja wohl kaum zählen kann, da es seit jeher von Sony selbst produziert wird.). Verdammt, sogar Test Drive auf dem Amiga 500 hatte Ende der 80er schon Gegenverkehr. Doch die Kreuzungen waren an Burnout erfrischend neu oder zumindest ungewohnt, eben anders genug, um dem Spiel einen Achtungserfolg einzubringen. Wir fuhren voll drauf ab (Schlechter Pun, oder?). Immerhin konnten die spielentscheidend sein. In anderen Rennspielen bis dahin fühlte man sich ziemlich selbstsicher, sobald man sich erstmal auf den ersten Platz vorgearbeitet hatte und die Strecke schon kannte. Nicht in Burnout. Der Respekt vor der nächsten Kreuzung fuhr immer mit, gemeinsam mit der Frage: „Leicht bremsen und kucken oder Augen zu und durch?“. Sie stellten eine unberechenbare Variable dar, die selbst die wenigen im Spiel vorhandenen Strecken nicht so schnell langeweilig werden ließen. Letzte Runde, man ist auf dem ersten Platz, alle Gegner relativ weit hinter einem, man befindet sich sicherheitshalber auf der eigenen Fahrspur, Vollgas voraus, bis zum Ziel sind es nurnoch ein paar hundert Meter kerzengerader Asphalt und trotzdem kann man ohne eigenes Zutun noch einen Unfall bauen und einige Plätze zurückfallen, weil einem plötzlich ein LKW von der Seite reinwächst. Well, fuck. Try again? Spätestens mit Burnout 2 – Point of Impact und dem darin enthaltenen Crash Mode, in dem man in vielbefahrene Kreuzungen oder in Staus hineinbrettern musste, um den größtmöglichen Schaden zu verursachen, hatte ich den Namen Criterion in mein Herz geschlossen. Schneller, schöner, umfangreicher, lauter. Kurz: in jeder Hinsicht besser. Ein mehr als würdiger Nachfolger. Burnout 3 – Takedown hat sich bei mir nicht wirklich festgesetzt. Machte trotz der Einführung der Takedowns, dem Abdrängen der Gegner in ein Hindernis wie z.B. Brückpfeiler oder Leitplanken, lediglich den Eindruck eines „Burnout 2.5“. Doch dann, OMG, Burnout Revenge. Noch immer der beste, weil ausgereifteste Teil der Serie. Da stimmte alles. Auch eines der wenigen Rennspiele, die ich auf 100% gebracht habe. Noch heute kann ich bestimmte Songs (z.B. Red Flag von Billy Talent oder Helicopter von Bloc Party) nicht hören, ohne sofort an das Spiel zu denken. Kann mich noch gut an diverse Nächte mit Siggi erinnern, in denen wir versuchten, gegenseitig unsere Highscores an den Crash-Kreuzungen der Burnout-Serie zu schlagen. Burnout Paradise dagegen … nein, einfach nein. Ok, riesige, frei befahrbare Spielwelt und alles, doch die war so unfassbar leer, lieb- und ereignislos. Kein Vergleich zu dem dicht gepackten und eng verschnürten „Holy fucking shit!“-Erlebnispaket, das man mit den Vorgängern geliefert bekam. Konnte dem Spiel fast garnichts positives abgewinnen, außer dem Intro-Song von Guns´n´Roses, Paradise City. Dachte schon Criterion hat nach dem damaligen Shooter-Überhammer Black das Rennspielemachen verlernt. Nun, Jahre nach dem Ausrutscher ins Paradies, beweisen sie aber mit den neuen Need for Speed-Spielen (Nein, nicht The Run! Fuck The Run! Ok? Wusste man doch schon ab der Ankündigung, dass das nichts wird. Bullshit.), dass sie es immernoch drauf haben. Glaube ich zumindest. Habe seit dem „Reboot“ von Hot Pursuit kein NfS mehr gespielt und das war ja nicht von ihnen, oder? Kann mich nichtmehr erinnern.
Da gerade Killing in the Name of von RATM in der Playlist läuft und ich eben bei dem Thema war: das Lied bringt mich immer zurück zu GTA – San Andreas. Generell sind sehr viele Songs mit Spielen verbunden. Red Hot Chilli Peppers´ Higher Ground wird für mich, gemeinsam mit einigen anderen Tracks, immer nach SSX 3 und It´s Tricky von Run DMC immer nach SSX Tricky klingen. Genauso wie ich seit Jahren GTA – Vice City vor Augen habe, immer wenn ich zum Beispiel Billy Jean von Michael Jackson höre. Es geht nicht nur mir so. Ich meine, wer kann nach Fight Club schon The Pixies´ Where Is My Mind hören, ohne an den Film zu denken? Musik kann so eine wunderbar schöne Gedankenbrücke zu so vielem sein, positiv sowie negativ. Gut so … und auch wieder nicht. Glücklicherweise. Leider.
Ich will wieder ein gutes SSX. Vom aktuellsten Teil habe ich bisher die Finger gelassen. Die Demo konnte mich nicht wirklich überzeugen und beim Vorgänger, SSX On Tour, wurde schon damit begonnen, auf billige, unfaire Tricks, wie übertriebenenen Gummibandeffekt und überskillte, schon sehr früh im Spiel sämtliche Abkürzungen (und das sind viele) fahrende Gegner, zurückgegriffen. Dabei waren gerade die SSX-Spiele vom Schwierigkeitsgrad her immer so schön ausgeglichen. Komischerweise haben sie das früher nur dort zusammengebracht. Andere Spiele des EA Big-Franchises, Sled Storm und Freakstyle, waren dahingehend teilweise furchtbar unausgewogen und schummelten mit ähnlich fiesen Mechaniken wie später auch SSX On Tour oder das vorher erwähnte Split Second. Das sind Sachen aus der Rennspiel-Steinzeit, verdammt. Warum macht man sowas noch immer? Fällt das vor der Fertigstellung des Spiels den niemandem auf? Gute Quality Assurance-Abteilung? Fähige Testspieler? Anyone? Niemand? Bueler? (Ob den Insider jemand checkt?)
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04:57 Uhr. Es wird schon hell draußen. Alan Wake oder was auch immer wird jetzt nichtsmehr. Keinen Kopf mehr dafür. Sollte mal etwas essen. Habe die ganze Zeit, während ich hier schreibe, nur eine Hand voll Chips (Mild Cheese), eine Rippe Noisette-Schokolade und ca. vier Tassen Kaffee zu mir genommen und eine nach der anderen geraucht.

"Over and over and over and over and over
Like a monkey with a miniature cymbal
The joy of repitition really is in you"
- Hot Chip, Over and Over

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06:23 Uhr
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Mittwoch, 28. August 2013, 00:13 Uhr 
„I take it from your pathological compulsion to surrender that you´re from DeVoley.“
„Yes, the most invaded planet in the galaxy. Our anthem is called 'Glory to [insert name here]'.“
Doctor Who, S06E11, The God Complex. Bisher erst einmal gesehen. Gute Folge.
„This is bad. I don´t know how bad, but certainly we´re three buses, a long walk an 8 quid in a taxi from good.“
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„You´re leaving. Aren´t you?“
„You haven´t seen the last of me. 'Bad Penny' is my middle name. … Seriously, the looks I get when I fill in a form is … .“
Gute Folge, nur, eine wunderhübsche, cleverere, potentielle Begleiterin stirbt weg, dafür hat Amy wieder mehr Glück als Verstand.
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Ich liebe die kranken Dialoge.
„It wasn´t my fault.“
„It was totally your fault.“
„Someone was talking and I just said 'Yes.'.“
„It was a wedding vow. You just married Henry VIII, on OUR anniversary.“
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22:21 Uhr. Endlich. Also, jetzt Alan Wake, Two Worlds II oder Amalur?
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23:19 Uhr. Amalur installiert und begonnen.
Mag das, wenn mich ein Spiel schon in den ersten paar Minuten mit dem Soundtrack einfängt. Leider habe ich nur die deutsche USK-Version, dementsprechend ist auch nur die dt. Synchro verfügbar. Schade. Naja, wenigstens hat meine rothaarige „Dunkelelfe“ einen netten Hüftschwung beim langsamen Gehen.
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Donnerstag, 29. August 2013, 01:49 Uhr
Kingdoms of Amalur – Reckoning ist ein echt nett gemachtes Spiel. Nicht perfekt, viele kleine „Fehlerchen“, aber mindestens auch genauso viele liebevolle kleine Details. Mir gefällt besonders das Design der Kreaturen und eben der Soundtrack, der leider aber etwas wenig zum Einsatz kommt, was ich als eines der Fehlerchen bezeichne. Das Spiel ist oft sehr ruhig. Man hört manchmal nichts, außer die Soundeffekte. Hätte gerne die engl. Synchro. Die deutsche geht zwar bis jetzt ganz in Ordnung, doch … meh.
Habe jetzt nur leider keinen Kopf für eine riesige zu erforschende Spiewelt, mit 20.000 Charakteren und ihren Geschichten, unzähligen Ausrüstungs- und sonstigen Gegenständen in jeder Menge Menüs und Untermenüs, Schmiedetutorials, Alchemietutorials und noch einiges mehr. Brauche gerade etwas einfacheres, übersichtlicheres. Also nun doch Alan Wake.
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03:39 Uhr. Habe schon wieder ganz vergessen, wie schön sick Alan Wake ist. Grade wieder die erste Folge der nächtlichen Mysteryserie Night Springs auf einem der Fernsehegeräte im Spiel gesehen, Quantum Suicide.
„Perhaps the professor should have left this crate unopened. Curiosity always kills the cat, in Night Springs.“
Die Erzählform des Spiels, mit Alan´s Stimme aus dem Off, der immer wieder erläutert, was gerade vor sich geht, als würde er aus einem Buch vorlesen, hat mir schon immer gut gefallen. Zuvor kannte ich sowas nur aus Prince of Persia, dem dem Reboot der Serie von vor zehn Jahren, und später aus Bastion. Das kommt immer gut. Die Aufmachung wie eine Fernsehserie zwischen den Kapiteln ist ja auch eine sehr geniale Idee. Das Spiel ist wie eine gute Verfilmung einer Stephen King-Geschichte (bin, wie schonmal erwähnt, kein Leser und kenne daher nur die Filme) zum Selberspielen. Man weiß vielleicht schon, was passiert, doch die Spannung und Atmosphäre nimmt einen sofort wieder mit.
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Ob sich schonmal jemand gefragt hat, warum ich ausschließlich ungerade Zahlen als Uhrzeit angebe?
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Donnerstag, 29. August 2013, 19:47 Uhr
Weiter mit Amalur. Mr. Wake muss bis in die Nacht warten, sofern ich dazu komme. Spiele wie Amalur fressen einem ja die Zeit schneller weg, als man es mitbekommt. Ist ja auch gut so. Wenn es nur nicht so überladen wirken und einem mit dementsprechend vielen Möglichkeiten von Anfang an beinahe erschlagen würde. Waffen einfach nur kaufen oder selber schmieden? Tränke kaufen oder selber brauen? Schrott verkaufen oder auseinandernehmen, um was eigenes draus zu machen? Spiele wie Skyrim bieten ähnlich viel, schaffen es aber, den Spieler verhältnismäßig langsam in das alles einzuführen. Wird wohl noch eine Zeit dauern, bis ich mir da einen Überblick und einen Weg dazwischen durch gefunden habe. Außerdem stehe ich ja noch ganz am Anfang und kann noch garnicht alles können/wissen. Was erwarte ich mir also? Hach ja, meine Ungeduld, mein Wissensdrang und meine Angst, etwas zu verpassen. Schlechte Kombination.
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21:53 Uhr. Amalur ist sooo scheiß groß … und so verdammt unübersichtlich. Finde ich zumindest. Ohne die Minimap wäre ich aufgeschmissen. Aber die Geräusche, die manche Viecher von sich geben sind zu ulkig. Das unverständliche Gebrabbel der Boggarts, der kleinen Waldkobolde zum Beispiel. Oder das angepisste Gestammel kleiner Krabben, wenn sie sich auf die Hinterbeine stellen, mir drohend ihre Scheren entgegenstrecken und so signalisieren, dass ich mich verpissen soll. Das Spiel selbst nimmt einen aber nicht wirklich an der Hand und führt einen durch ein Abenteuer. Es erklärt dir mehr oder weniger nur das nötigste und überlässt dich dann dir selbst. Das macht beispielsweise Fallout 3 oder Skyrim auch nicht anders, doch fehlt mir bei Amalur irgendwas, sodass ich mich nicht wirklich zu Hause fühle. Es packt mich nicht wirklich. Schade. Außerdem fühlt es sich irgendwie komisch an, wiedermal ein Spiel in der Verfolgerperspektive zu spielen. Geht mir bei Alan Wake ähnlich. Habe in jüngster Vergangenheit wohl zu viel Zeit in der Egoperspektive verbracht.
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Freitag, 30, August 2013, 00:49 Uhr
Ich mag den lizenzierten Soundtrack von Alan Wake. Ähnelt teilweise dem von Silent Hill 3. Seine Ruhe macht ihn so creepy. Nick Cave and the Bad Seeds macht sich ebenfalls gut in dem Spiel.
Die Songs sind aber nicht das einzige, was mich gedanklich nach Silent Hill bringt. Der Soundeffekt, wenn Alan an einer verschlossenen Tür rüttelt, ist auch praktisch der selbe.
Grafisch merkt man dem Spiel das „Alter“ an manchen Stellen etwas an, was sicher auch mit der langen, fast fünfjährigen Entwicklung zu tun hat. Oder war es nicht sogar noch länger in Arbeit? Es sollte ja schon sehr früh nach dem Release der Xbox360 auf den Markt kommen und wurde letztendlich erst 2010 veröffentlicht.
Ein Stick steuert Wake, der andere die Taschenlampe. Gestern ist mir erst wieder eingefallen, wo ich sowas ähnliches schonmal gespielt habe. Alone in the Dark IV, damals auf der PSone. Gutes Spiel. Heftiges Spiel mit toller Atmosphäre und einigen guten „Woah!Shit!GEH´WEG!GEH´WEG!GEH´WEG!“-Schockmomenten, in denen ich grundlos meine Munition verballert habe. Die „Umsetzung“ für die PS2 war eine Frechheit. 1:1 das selbe Spiel, sogar mit fast der selben Grafik (die verpixelten Psone-Texturen wurden lediglich etwas verwischt) und trotzdem haben sie sich getraut, den Vollpreis einer PS2-Neuentwicklung zu verlangen, obwohl´s für die Vorgängerkonsole ab Release schon nur die Hälfte gekostet hat.
Wäre ich eine Frau, würde ich wahrscheinlich auf Alan Wake abfahren. Schon sehr ansehnlicher Typ, zumindest auf den Fotos im Spiel.
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05:07 Uhr. Sollte ich mich mal mit Alan Wake durch eine gefährliche Situation kämpfen müssen, nehme ich ihm jedes Mal die Waffe wieder ab, sobald die Luft rein ist. Er verliert sie sonst nur wieder. Ehrlich. In jedem Kapitel muss man sich das Equipment neu zusammensuchen. Taschenlampe, Waffen, Munition. Alles weg. In seiner Situation sollte man meinen, dass man die Angewohntheit, den Tick, wenn nicht sogar eine ernsthafte Zwangsneurose dahingehend entwickelt, die Sachen immer bei sich haben zu müssen. Das ist das einzige, das mich am Spiel bis jetzt etwas stört.
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06:45 Uhr. Finde die Erzählung der Vorgeschichte mit dem Song The Poet and the Muse (Lady of the Light) grade ziemlich genial. Liegt wohl auch daran, dass ich Rocksongs mag, die eine Geschichte erzählen. Ist aber auch ein schön geschriebener Song. Ein Beigeschmack von Stephen King´s Pet Cemetary (Friedhof der Kuscheltiere) bleibt aber. Ich meine, ein See in den Bergen, mit mystischen Kräften, der es vermag, eine dunkle, verdrehte, falsch wirkende Version der Toten wieder umher wandeln zu lassen? Sound familiar? Ja, ok, nicht allzu ähnlich, ich weiß. Zum Glück, wenn man sich schon des Schriftsteller-im-Ferienhaus-in-den-Bergen-Klischees bedient.
Aber wer tut sich das Spiel auf den härteren Schwierigkeitsgraden an? Ich nicht. Ist mir jetzt teilweise schon zu stressig.
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17:47 Uhr. Habe so gegen 07:00 Uhr aufgehört zu spielen. War schon zu müde, um bestimmte Situationen noch wegstecken zu können. Im Spiel vernimmt man innerhalb von Gebäuden ofter gedämpfte, stampfende Schritte im Stockwerk über einem. Rein atmosphärischer Soundeffekt, ohne echte Bedrohung in der Nähe. Spätestens seit Silent Hill 3 ist man das ja schon „gewohnt“. Sofern man das so sagen kann. Denn es ist ja nicht so, als würde der Effekt nichtmehr wirken. Er wirkt, ziemlich gut sogar, immernoch. Heute Morgen höre ich als wieder diese Schritte und weiß noch, dass ich mich mit „Das war aber etwas lauter als sonst.“ im Hinterkopf sicherheitshalber umdrehe und plötzlich STEHT DA WIRKLICH SO EIN ARSCHLOCH MIT ERHOBENER AXT HINTER MIR!!!WEGWEGWEGMITDIR!!!VERSCHWINDE!!!ISTMIRSCHEISSEGALDASSMEINEHERUMBALLEREINICHTSBEWIRKTSOLANGEDUNOCHVONDERDUNKELHEITUMGEBENBISTICHWILLNURDASSDUZWEIMETERZURÜCKGEHST!!! Zu meiner Verteidigung: ich stand in einer Ecke, mit der Wand im Rücken. Der Typ versperrte mir also den Fluchtweg. Don´t you hate when that happens? Jedenfalls, das war mir in meinem Zustand dann doch etwas zu viel.
Erinnerungen an das erste Silent Hill auf der PSone kommen hoch. Nach der Szene im Krankenhaus, in der sich Schwester Lisa Garland in „eine von denen“ verwandelt und Harry rausgeht, sie danach noch wimmernd kurz von drinnen an die Tür klopft, man aber gleich darauf wieder zurück in den Raum MUSS, habe ich das Spiel zwei Wochen nicht angefasst und selbst danach nur bei Tageslicht gespielt. Gut, zu der Zeit war ich auch erst 16 oder 17 und das heftigste Spiel, das ich bis dahin gespielt hatte, war der erste Teil von Resident Evil. War also absolut nichts gewohnt.
Hach, Silent Hill 1-3 waren schon sehr geile Spiele. Danach kam laaange nichts, bestenfalls Resident Evil 4, und dann Dead Space. Ich rede hier von gut gemachter, intensiver Gruselatmosphäre und ausgewachsenem, oft nur subtilem Psychohorror und nicht einfach nur IN-YOUR-FACE-Splatter, wie er durch Filme wie Saw und Hostile etc. vom Freddy/Jason/Mike/Chucky-Nischendasein zum Mainstream getrieben und bald darauf auch in Spielen immer mehr zur Mode wurde. Nicht, dass ich was gegen Splatter hätte. Doch wenn es beginnt, die alten, äußerst spitzenmäßigen Werte einer von mir geliebten Spielserie zu sehr zu beeinflussen und teilweise sogar zu ersetzen, wodurch ich mich gezwungen fühle, mich davon abzuwenden, kann ich nicht dafür sein. [Ich habe noch immer nicht die geringste Ahnung von Beistrichsetzung. Oder? Fuck it.] Gemetzel, mit jeder Menge Blut und abgetrennten, durchbohrten oder sonst irgendwie in extreme Mitleidenschaft gezogenen Körperteilen, ist mir dann einfach ein zu billiges Mittel, um irgendwie eine Verstörung des Zusehers/Spielers bewirken zu wollen, und wirkt auf mich eher wie ein verzweifelter Versuch als eine ernstzunehmende Absicht, da ihnen sonst anscheinend nichts besseres eingefallen ist. Sowas wirkt immerhin immer auf viele Leute und dazu braucht es nicht viel, nur eine möglichst detailierte Darstellung der Dinge. Die Fantasie der Menschen anzuregen und sie tief im Inneren zu bewegen, um ihnen mehr zu entlocken als ein einfaches „Igitt. Grauslich.“, benötigt um ein Vielfaches mehr an, nicht unbedingt Aufwand, aber Feingefühl. Die Sorte Horror, die mir am meisten zusagt, die am längsten anhält, ist die, bei der man bedenkenlos weiter zusehen kann, denn auf dem Bildschirm passiert ja nichts schlimmes in dem Sinn. Entscheidend ist, was man NICHT sieht. Dadurch spielt sich dann der wirklich kranke Scheiß im eigenen Kopf ab.
Aber absolut nichts gegen Splatter, Blut und Gedärme, wie gesagt. Das finde ich dann aber oft eher erheiternd als wirklich abstoßend grausam. Krank, ja, aber auf eine andere, leichter zu ertragende Art und Weise. Kommt auch immer darauf an, wie es aufgebaut ist. Das „Wurmlevel“ in Gears of War 2 zum Beispiel (wer´s gespiel hat weiß, was ich meine). Alleine das hat den Teil der Serie instantly zu meinem Lieblingsteil gemacht (Ähnlich wie bei Mario Kart läuft aber der erste Teil außer Konkurenz natürlich als zeitloser Klassiker ständig mit. Trotzdem, Mario Kart 64 war insgesamt der beste Teil der Serie.). Man weicht säurespuckenden Drüsen und anderen Verdauungswerkzeugen aus, zersägt Arterien und watet durch brusthohe Seen von Blut, während man sich durch die schleimig glitzernden und pulsierenden Innereien eines riesigen Wurmes schnetzelt. Wie verdammt awesome ist DAS, bitte?!
„That´s not good. I´m coughin´ up blood, and it ain´t mine.“ - Baird -
Sowas ist eben derart Überzeichnet, dass ich es eben nicht anders auffassen kann als belustigend. Schonmal Tom & Jerry geshen? So in die Richtung. Aber wohl eher Itchy & Scratchy.
Als Gegenbeispiel könnte ich Game of Thrones anführen. Da geht es ja auch nicht gerade harmlos zu. Der Kontext der Gewaltdarstellung ist allerdings ein ganz anderer, wodurch sie auch ganz anders und durchaus grausam und/oder abstoßend wirkt.
Gewalt, Blut und Gemetzel sind eben nicht gleich Gewalt, Blut und Gemetzel. Diverse Jugendschützer übersehen gerne die Zusammenhänge, den Kontext der Darstellung und stellen alles auf eine Stufe. Das ist grundlegend falsch.
Bäh, das Thema schon wieder.
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Anomie Bell, How Can I Be Sure. Sehr schöne Nummer aus dem Soundtrack zu Alan Wake. Find´s toll, dass man im Menü die Songs in voller Länge hören kann. So eine Option, den Soundtrack und die Videosequenzen durchzugehen, könnten definitiv viel mehr Spiele vertragen. Würde einem auch die Sucherei auf YouTube usw. um einiges erleichtern, wenn einem eine bestimmte Stelle im Spiel besonders gefallen hat. Fuck, ich bekomm´ bei Roy Orbison´s In Dreams Gänsehaut, weil ich´s als Abschluss für ein Kapitel in so einem Spiel so gut finde.
Dabei fällt mir MGS3 – Snake Eater wieder ein. Das Spiel hat wohl die most elaborate Custscene Player-Option, die ich je in einem Spiel gesehen habe. Soweit ich noch weiß, lässt sich sogar die Reihenfolge der Filmsequenzen, in der man sie sich ansehen will, frei bestimmen and stuff like that.
Poe, Haunted. Die Nummer, die mich wohl am meisten an Silent Hill 3 erinnert, obwohl davon ja ein paar dabei sind. Gefällt mir auch.
Black Angels, Young Dead Men. Ebenfalls sehr netter Sound.
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19:05 Uhr. Sitze hier, schreibe und lass nebenbei den Alan Wake-Soundtrack laufen. Eigentlich warte ich nur, dass es endlich dunkel wird, damit ich weiterspielen kann. Schätze, dass ich sowieso nurnoch ein oder zwei Kapitel vor mir habe. Amalur beißt mich nicht. Gerade keine Lust drauf.
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21:11 Uhr. Habe schon seit gestern keinen wirklich Bock was zu essen, weil ich auch keine Ahnung habe, was ich mir nebenbei anschauen soll. Das Gefühl, alles schon tausend Mal gesehen zu haben. Und einfach nur so essen macht keinen Spaß. So knabber ich neben den Spielen eben nur Chips, Gummizeug und Schokolade vor mich hin.
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… und wenn Alan das Zeug mal nicht verliert, dann sorgen andere schlechte Stellen im Skript dafür, dass er praktisch mit heruntergelassenen Hosen dasteht. Zum Beispiel Kontinuitätsfehler. Ich hasse so unlogischen Schrott. In der einen Szene hatte ich noch ein angenehmes Waffenarsenal AM KÖRPER. Leuchtpistole, Revolver, Jagdgewehr, Blendgranaten und eine „Taschenlampe“, die dem Suchscheinwerfer nahekommt, der das Batsignal an den Nachthimmel wirft. In der nächsten Szene alles weg. Naja, nicht alles. Ich habe immerhin noch eine minderwertigere Taschenlampe … von wo auch immer. Und das, obwohl sich dazwischen außer der Location nichts geändert hat. Ok, er ist aus einem Helicopter gefallen. Doch nochmal: er hatte die Austüstung am Körper. Vorher schon und, bevor er unfreiwillig abgesprungen ist, hatte er ohnehin vor gleich ausszusteigen. Kein Grund also, das Zeug nicht mitzuschleppen. Warum stehe ich jetzt trotzdem wieder nur mit einer verhältnismäßig grindigen StaSchlaTaLa (Stabschlagtaschenlampe) da?! Ich hasse es, wenn es sich Drehbuch- und Storyschreiber so einfach machen. Außer, es passt zum Stil der Geschichte oder der Charaktere. Zum Beispiel Indiana Jones erschießt den Typen lieber, anstatt sich auf einen Zweikampf mit ihm einzulassen. Ist logisch. Ergibt Sinn. Immerhin hat er einen Revolver und der andere nur ein Schwert („Das kann nur ein Spaghettifresser sein. Kommt mit´nem Messer zu´ner Schießerei.“ Ist aus Untouchables, ich weiß, aber es passte grade so schön.). Also warum nicht? Aber das ist ja was anderes. Hier, in Alan Wake, passt es definitiv nicht. Meine Meinung. Punkt. Ich meine, er sollte sich inzwischen ja schon wissen und sich langsam daran gewöhnt haben, dass er des öfteren irgendwo raus- oder runterfällt und sich dementsprechend mehr an sein Equipment klammern. Aber nein … . Hinzu kommt noch eine anschließende Konfrontation mit Gegnern, die mich mein Selbstverteidigungssortiment umso mehr vermissen lassen, da sich die Auseinandersetzung unnötig schwierig gestaltet. Ich habe nichts gegen fordernd und/oder schwierig. Ich etwas dagegen unfreiwillig in unnötig schwere Situationen gestoßen zu werden. Es nervt einfach. Es zehrt an den Nerven. Nur eben nicht im positiven Sinn, so wie der Rest des Spiels.
Stört mich einfach. So dahingekünstelte Probleme, die keine sein müssten. Das meine ich mit „stressig“ bei dem Spiel. Nö, die härteren Schwierigkeitsgrade interessieren mich absolut nichtmehr.
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23:09 Uhr. Definitiv zu viele von diesen „Oh nein. Irgendwas geht so langsam, dass ich mich unbedingt näher damit beschäftigen muss und dir leider nicht dabei helfen kann, eine Horde von diesen Gestalten zu erledigen, die gerade über uns herfällt, während du mir den Rücken freihältst und dabei beinahe draufgehst.“-Missionen. Das Spiel nähert sich langsam einer Grenze, ab der ich über alles mögliche nurnoch nörgeln kann. Bringt mich gerade zum leidlichen Thema Dead Space 2 zurück. Das ewige und immer gleiche „Tür zu - Licht aus - Luftschacht auf - Gegnerwelle an“ hat mich dort schon nach wenigen Stunden auch nichtmehr interessiert. So aufegesetzt und billig. Pfui. Ganz und gar nichtmehr wie der erste Teil.
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Samstag, 31. August 2013, 00:49 Uhr
Ich check´s nicht ganz. Schon ziemlich guter Schluss, aber ich check ihn nicht ganz. Verstehe schon, warum Alan in der Darkness bleiben muss usw.. Aber what the fuck hat´s mit Mr. Scratch auf sich? Was ist mit Barry, der alten Cynthia und Sheriff Breaker? Und was zum Teufel macht Agent Nightingale in der Dunkelheit hinter Rose? Ist Zane weiterhin für das Licht zuständig? Viele, viele Fragen. Definitiv auf eine Fortsetzung ausgelegt, die wohl, bis auf die paar kleinen DLCs, nicht kommen wird. Und sofern ich das mitbekommen habe, haben die DLCs jetzt nicht unbedingt viel mit dem Hauptspiel zu tun. Wären aber sicher einen Blick wert. Remedy, die Entwickler, arbeiten schon an seit zwei Jahren oder so an einem neuen nicht-Alan-Wake-Projekt. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder so lange dauert und dann nicht wieder so durchwachsen ist. „Druchwachsen“ klingt jetzt sehr negativ. So ist es nicht gemeint. Das Spiel unterhält einen hervorragend, aber es hätte an einigen Ecken und Enden noch etwas Feinschliff vertragen. Weiß auch jetzt nicht so recht, was ich insgesamt von dem Spiel halten soll. Würde einen die Story nicht so bei der Stange halten, hätte ich es glaube ich nicht fertiggespielt. Dafür ist es besonders zum Schluss hin spielerisch zu … unausgereift. Irgendwie zuviele hingespuckte Umwege der Marke „Natürlich schafft er Bla nicht rechtzeitig und muss nun rundherum gehen.“ und „War ja klar, dass jetzt überall die Lichter ausgehen.“ und die damit verbundene stressige Herumhertzerei, was auf die Dauer auf Kosten der Atmosphäre geht. Irgendwann nervt´s wie gesagt nurnoch. Gut, dass sie den Schluss jetzt nicht noch weiter hinausgezögert haben. Sie haben den Wagen, der das Interesse tranportiert, noch kurz vor der „Ok, jetzt reicht´s.“-Klippe abgefangen, an der´s direkt in den „Fuck it.“-Abgrund runtergeht. Denke mir schon ein paar Stunden, dass sich das als Film oder Serie zwar bestimmt gut machen würde. Beim Selberspielen kommt das dann irgendwie nichtmehr sooo gut rüber. Trotzdem einige sehr geile Momente noch dabei. Wenn im Wald plötzlich Güterzugwaggons durch die Bäume fegen und Schiffe vom Himmel fallen. Hat schon was.
Oh, gerade im Abspann gesehen, dass der Orchestersoundtrack, oder zumindest Teile davon, in Deutschland eingespielt wurde.
Ein Thema, das ich noch gerne angesprochen hätte, wäre das Product Placement der Sponsoren (Microsoft, Ford, Energizer usw.) im gesamten Spiel. Generell bin ich kein großer Freund davon. Aber bei Spielen, die in der „realen Welt“ handeln, habe ich oft nichts dagegen. Es passt. Es fällt da nicht sonderlich störend auf. Meistens zumindest. Der fabrikneue glänzende Ford in einem heruntergekommenen Trailerpark, am Anfang des dritten Kapitels, war zwar schon an der Grenze von too much, aber darüber kann man gerade noch hinwegsehen. Doch das ist eben der wichtige Punkt. Es kann von mir aus im Spiel enthalten sein, doch nur in einem bestimmten Rahmen. Es sollte dem Spieler nicht ständig penetrant unter die Nase gehalten werden, sodass man das Spiel genießen kann, ohne dem Beachtung schenken zu müssen. Auffallen tut´s sowieso, da will ich nicht auch noch unnötig darauf hingewiesen werden, wie im echten Leben auch. Außer es handelt sich um humorvolle Persiflagen von Marken, Produkten und deren Bewerbung, wie z.B. in den GTA-Spielen üblich. Als positive Beispiele fallen mir auch noch die Werbespots aus den Robocop-Filmen oder Tropic Thunder ein.
… hätte jetzt echt Bock auf eine Dose Booty Sweat.
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Hunger.
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Zuviel gemacht. Dafür brauche ich eine Doppelfolge. The Impossible Astronaut und Day of the Moon also (Doctor Who, S06E01 & 02).
„Richard Milhouse Nixon. Vietnam, Watergate … there´s some good stuff too.“
„Not enough.“
„Hippie.“
„Archeologist.“
Wiederhole mich immerwieder gerne, wenn´s darum geht, wie sehr ich River mag.
„Doctor Song, you´ve got that face on again.“
„What face?“
„The he´s-hot-when-he´s-clever face.“
„This is my normal face.“
„Yes it is.“
„Aw, shut up.“
„Not a chance.“
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„Life signs?“
„Nothing that´s showing up.“
„Those are the worst kind. Shout if you get in trouble.“
„Don´t worry. I´m quite a screamer. Now there´s a spoiler for you.“
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„Oh, and this is my friend River - nice hair, clever, has her own gun and, unlike me, she really doesn´t mind shooting people. I shouldn´t like that, kinda do a bit.“
„Aww, thank you, Sweetie.“
„I know you´re team players and everything, but she´ll definitely kill at least the first three of you.“
„Oh, seven easily.“
„Seven? Really?“
„Eight for you, honey.“
„Stop it.“
„Make me.“
„Ouh, maybe I will.“
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07:31 Uhr. Fällt mir jetzt erst auf, dass der Doctor in Utah in einem Edsel zum Lake Silencio gefahren ist. Die Autos sind hier nur wenig bekannt, besitzen aber einen gewissen Kultstatus, der vor allem auf ihr Design und ihre kurzlebige Firmengeschichte zurückzuführen ist, was unter anderem ebenfalls mit dem Design zutun hat. Soweit ich weiß, war Edsel einer der größten Flops der US-Automobilindustrie. Ich glaube, irgendwas von wegen „gewagt designte Familienwagen + Pony Car bzw. beginnende Muscle Car-Ära + zu optimistische Absatzerwartungen = nicht gut“.
Was spiel ich heute Abend? Two Worlds II?
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Montag, 02. September 2013, 04:47 Uhr
Two Worlds II.
Es lässt sich kein weiblicher Charakter erstellen. Schonmal ein fetter Minuspunkt für das Spiel. Noch dazu spielt man in der Verfolgerperspektive. Jetzt habe ich also die ganze Zeit den etwas seltsam animierten Arsch eines Typen vor mir. Wenigstens hat er eine angenehme Synchronstimme. Ein bisschen wie eine Mischung aus einer light-Version von Riddick und Liam Neeson. Mein Charakter sieht sogar ein klein wenig aus wie Qui Gon.
Technisch siehts ziemlich gut aus, vor allem grafisch. Nur der Soundtrack hat Macken, so als wären die Musikstücke zu kurz und die Loops nicht richtig aufeinander abgestimmt. Beim Öffnen/Schließen eines Menüs bzw. wenn man zu lange darin herumstöbert hackt die Musik oft mittendrin ab und setzt am Anfang wieder ein. Beim Eintritt in Dialogsequenzen springt sie hin und wieder ebenfalls zurück auf Anfang. Klingt wie eine hängengebliebene CD. (Hm. Ob man in einigen Jahren überhaupt noch wissen wird, wie das klingt.). Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Für Rollenspiele gibt es eben anscheinend noch immer keinen halbwegs durchgehenden „Standard“, so wie in Ego Shootern (Battlefield- oder CoD-Steuerung z.B.), doch daran gewöhnt man sich ja schnell. Frage mich auch, warum Schriftrollen und Bücher, die Hintergrundinformationen zur Spielwelt und Tutorials bieten, Platz im Inventar wegnehmen. Gut, sie haben kein Gewicht, aber trotzdem. Ein eigener Tab im Menü, der sämtliche gesammelten Schriftstücke zusammenfasst, wäre mir lieber.
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Die Licht- und Schatteneffekte gefallen mir ziemlich gut. Durch von Charakteren und Gegnern herumgetragene Lichtquellen wird nicht nur die Umgebung aufgehellt, sondern werden auch die Schatten der Leute korrekt an die Wand geworfen. Ist mir eine Erwähnung wert, weil man sowas immernoch ziemlich selten sieht, vor allem in Rollenspielen.
Glücklicherweise lässt sich die herumbuggende Musik in den Optionen abschalten. Finde ich etwas schade, dass man sich durch die Fehler fast schon dazu gedrängt fühlt die Option auch zu benutzen.
Das System, mit dem man sich die Zauber selbst gestalten kann, gefällt mir auch. Zwar hängt die grundlegende Stärke des Zaubers noch immer vom Skill und dem derzeit ausgerüstetem Stab ab, das Element, die Art und der Effekt des Zaubers lassen sich jedoch im Menü beliebig austauschen und miteinander kombinieren. So kann man selbst bestimmen, ob man nun beispielsweise lieber einen Flächenangriff, einzelne Projektile oder einen durchgehenden Schwall aus Eis, Wind, Feuer oder Erde von sich gibt. Nettes Detail.
Ein weniger nettes Detail ist, dass im Menü das Steuerkreuz „nicht“ funktioniert und man nur mit dem Stick navigieren kann. Das geht nunmal nicht so schnell und präzise, wie man es gerne hätte bzw. gewohnt ist. Mit dem D-Pad wechselt man stattdessen die Waffensets. Nicht nur im Spiel, wogegen ja nichts spricht, sondern auch im Menü, was ich etwas unsinnig finde. Hätte ich persönlich anders gelöst. (Ich hoffe ernsthaft, dass digitale Steuerkreuze so schnell nicht von den Controllern zukünftiger Konsolen verschwinden.)
Die Rüstungen der Orc-Frauen sind ziemlich freizügig. Gut desinged, ja, nett anzusehen, ja, aber trotzdem kommt mir sowas immer etwas unpassend vor. Bei Magierinnen ist´s weniger schlimm, da sich diese sowieso auf keinen Nahkampf einlassen. Bei Kämpferinnen und Assassinen dagegen find´ ich´s etwas unpraktisch/unlogisch. Was liebe ich mir da eine Frau vom Kaliber einer Brienne of Tarth.
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Dar Pha hat einen Spiegel in ihrem Quartier … und der funktioniert. Sogar in polierterm Steinboden spiegelt sich alles mögliche. Sehr nice. Außerdem ist es das erste Spiel, in dem mir auffällt, dass der Charakter schon beim Gehen bergab merklich schneller ist als bergauf.
Hmpf, der rote Akku verliert wohl schon an Power. Er hält nurnoch ein paar Stunden, bestenfalls halb so lange wie normalerweise.
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Darth Vader. Das Pferd springt wie Darth Vader in The Force Unleashed. Generell sieht das Reiten im Spiel … witzig aus. Im Sinne von unfreiwillig komisch. Die hölzernen Animationen des Pferdes, besonders eben das abrupte, stocksteife Springen, haben was von Epona aus Ocarina of Time (Das war aber nur mein zweiter Gedanke. Der erste war Darth Vader.). Damals, 1998, hat das für ein Spiel noch gut aussgesehen, seitdem hat sich aber einiges getan. Ok, es kann nicht jeder soviel Detailarbeit reinstecken, wie Rockstar in Red Dead Redemption, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen.
Mit der Kampfsteuerung komme ich nicht ganz zurecht. Ziemlich zäh. Der Mann reagiert mir irgendwie zu langsam. Besonders der Wechsel vom Angriff zur Verteidigung dauert etwas. So als müsste er erst warten, bis sämtliche Angriffsanimationsphasen abgeschlossen sind, bevor er etwas anderes machen kann. Dadurch wirkt es so, als würde er den Tastendruck zum Blocken nicht registriert haben. Irgendwas stimmt da jedenfalls nicht. Besonders im Kampf gegen mehrere Gegner habe ich dadurch so meine Probleme.
Eine Levelanzeige für die Gegner oder wenigstens ein kleiner Hinweis in der Questbeschreibung (wie zum Beispiel in Borderlands) wäre nett gewesen. Wenigstens irgendwas, wonach man sich richten kann. Man bekommt schon am Anfang ein paar Quests, deren Durchführung momentan noch nicht möglich ist, weil die Gegner noch zu stark sind. Das merkt man allerdings erst, wenn man dort ist und ihnen praktisch null Lebensenergie abzieht, sie einen aber mit maximal zwei Schlägen zu Boden schicken.
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13:13 Uhr.
„You fought her off, with a waterpistol. I bloody love you.“
Doctor Who, S04E02, The Fires of Pompei.
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„I´m not scared.“
„Course you´re not. You´re not scared o´anything. Box falls outta the sky, man falls outta the box, man eats fish-custard … and look at you, just sittin´ there.“
Doctor Who, S05E01, The Eleventh Hour.
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„Earth, Britain, 1:02am. No, pm. No, A.D..“
Doctor Who, S05E12, The Pandorica Opens.
Ja, gibt wahrscheinlich nur sehr wenig, das ich nicht für quotable halte. So what?
Je mehr Folgen ich mir nur vereinzelt und nicht kontinuierlich ansehe, umso mehr mag ich Rory. Ich meine, hallo?! Er ist der Last Centurion, verdammt. Mit Amy werde ich allerdings nicht warm. Nichts gegen Karen Gillan als Schauspielerin. Außerdem superhübsch. Aber der Charakter den sie spielt, ich weiß nicht.
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20:31 Uhr. Habe über zwei Stunden versucht zu schlafen. Fühlte mich nicht wohl und schon etwas müde. Dachte es geht. Aus dem Nebenraum, nicht gerade auf Zimmerlautstärke, der Radio meiner Mom. Schlagermusik gehört verdammt nochmal aus der Welt gebrannt. Haben die alle wirklich nur ein einziges Thema, einen einzigen elektrischen Drumloop, mit einer einzigen unabänderbaren BPM-Anzahl?!?!?! Werden die alle von dem selben Typen mit seinem kaputten CASIO-Keyboard aus den 80ern produziert?!?!?! Heute habe ich ein Saxophon-Solo vernommen!!! Das sagt doch schon alles, oder?! Ist das nicht schon seit zwanzig Jahren verboten?!?!?! Die restlichen Instrumente sind meistens aus der Konserve und klingen ebenfalls IMMER exakt gleich. Die selben Gitarren, mit immer der gleichen Stimmung, die selben Glockenspiele, der selbe Bass. Sogar die Sänger/-innen unterscheiden sie sich stimmlich kaum. Außerdem haben von tausend gerademal eine/-r – und das ist noch optimistisch hoch geschätzt - etwas, was man eine auch nur ansatzweise so ähnlich wie eine angenehme bzw. überhaupt eine Gesangsstimme nennen könnte. Kennt man ein Lied, kennt man alle. Unglaublich, diese Scheiße. Ich hab´ den Schrott nie gemocht. Unmöglich daneben ein Auge zuzubekommen. Ein einziges, in Schallwellen umgewandeltes Kindheits- und Jugendtrauma. The perfect soundtrack to my own personal hell.
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Dienstag, 03. September 2013, 03:59 Uhr
Hab´ mir nun bis jetzt wieder ältere Einträge durchgelesen. Ab und zu kann ich es doch nicht lassen und ergänze eine Kleinigkeit, aber wirklich nicht mehr als einen Satz oder zwei. Fehler auszubessern lasse ich bleiben. Damit werde ich nicht fertig. Außerdem wirken dann die, die drinnen bleiben, umso drastischer, da sie mir ja dann offiziell nicht aufgefallen sind.
And now what?
Die ziemlich misslungende Darstellung des Reitens in Two World II hat mir etwas den Spaß am Spiel verdorben. Hat mich dann den restlichen Tag nichtmehr gefreut und tut´s jetzt auch nicht.
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Mittwoch, 04. September 2013, 01:51 Uhr
… es is´ erst Mittwoch? Egal.
Wieder ein paar Stunden in Minecraft verbracht. Versuche den letzten noch ausstehenden Erfolg (mit der Lore 500m weit vom Startpunkt wegfahren) zusammenzubekommen. Das ist dann neben dem The Walking Dead-Adventure das einzige Spiel, das mir als vollständig angezeigt wird. Zumindest bis ich dann´mal das eine Achievement in Fallout 3 nachhole, das mir noch fehlt. TWD zählt nicht wirklich, da man dazu ja nur die Kapitel durchspielen muss.
Bin auch über den Mass Effekt 2 Cinematic Trailer gestoßen, den ich noch auf der Festplatte habe. Gänsehaut, noch immer. Ich liebe Mass Effect. Die anderen Trailer lassen sich komischerweise nichtmehr abspielen. Seltsam, dass sogar die Lizenzen mancher Trailer an die Seriennummer der Konsole gekoppelt sind bzw. die Trailer, die ja gratis zum Download bereitstehen, überhaupt Nutzungslizenzen besitzen.
Habe, glaube ich, noch nicht erwähnt, dass mir René vor zwei Jahren ja eine Austauschkonsole besorgt hat, da meine alte Box vom RoD (Ring of Death oder RRoD, Red Ring of Death, wenn der normalerweise grün leuchtende LED-Kreis vorne an der Konsole nun rot leuchtet. Heißt im Normalfall, dass eine Überhitzung der GPU, des Grafkprozessors, stattgefunden hat und sich ein paar Lötstellen gelöst haben bzw. ein anderer schwerwiegender Hardwarefehler vorliegt. Das Aus der Konsole, sofern man kein Herzchirurg für Computer ist. Für manchmal auch zu Missverständnissen, da der RoD ebenfalls angezeigt wird, wenn an keinem der Videoausgänge der Konsole ein Kabel angeschlossen ist.) dahingerafft wurde. Hatte es wohl versäumt, die Lizenzen von allem, was ich zuvor runtergeladen hatte, auf die „neue“ Konsole zu übertragen und die Inhalte nochmal downzuloaden.
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Wenn man manche Songs von CCR um ein Viertel langsamer abspielt, bekommen sie so einen fast schon sexuellen Chill. Run Through the Jungle erinnert mich dabei sogar ein wenig an After Dark von Tito and Tarantula, dem Song, zu dem Salma Hayek in From Dusk Till Dawn ihren Lapdance hinlegt. Mmmhh, lecker, Salma Hayek.
Wupps … im VLC-Player wird die Nummer verlangsamt, indem sie lediglich gestreckt wird, also ohne mit den Frequenzen/der Tonhöhe herumzusauen. Dafür leidet aber die Qualität. Audacity macht das nicht. Es verlangsamt die Nummer wie ein Plattenspieler, bei dem man die Umdrehungsanzahl runterdreht. Dadurch wird der Sound dumpfer und John Fogerty´s Stimme tiefer, dunkler. Es hat was, wirklich. Solange man´s nicht übertreibt.
Bei Green River bin ich geistig gleich wieder auf einer Landstraße in San Andreas unterwegs.
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Dazwischen wieder etwas Doctor Who.
„Am I crrrraazy, Doctor?“
„Well, you did once plum your brain into the core of an entire planet just to hold its orbit and win a bet.“
Doctor Who, S06E06, The Almost People.
„If you have a better plan, I´m all ears. In fact, if you have a better plan, I´ll take you to a planet where everyone is all ears.“
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S06E07, A Good Man Goes To War.
Ich liebe Vastra und Jenny.
„Clever. Isn´t he?“
„And rather attractive.“
„You do realize he´s a man, don´t you Mom.“
„Mammels, they all look alike.“
„Pff, thank you.“
„Was I being insensitive again, dear? I don´t know why you put up with me.“
*Peitschenschlag mit einer 3m langen Zunge*
*verstohlenes Grinsen von Jenny*
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S06E08, Let´s Kill Hitler.
Schon wieder, ich weiß, ja. River´s Erscheinen ist einfach zu gut.
Regenerierende, schreiende Mel – Lichtblitz *VOOSH* - Haare und River. Die Frau ist einfach hammer.
Eigentlich total für´n Arsch, dass das alles genau dort passiert, wo es eben passiert. Aber witzig für´n Arsch. So, als hätte ihnen nach der Zusammenstellung der Story noch eine Location gefehlt, die das ganze noch etwas mehr auf die Spitze treibt. Irgendjemand dürfte dann „Führerhauptquartier!“ dazwischengerufen haben.
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S05E04, Time of the Angels.
„A Weeping Angel, Amy, is the deadliest, most powerful, most malevolent lifeform the evolution has ever produced and right now one is trapped inside that wreckage and I´m supposed to climb in after it with a screwdriver and a torch and, assuming I survive the radiation long enough and assuming the whole ship doesn´t blow up in my face, do something incredibly clever which I haven´t actually thought of yet. That´s my day. That´s what I´m up to. Any questions?“
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Oh, stimmt ja. Amy versucht den Doctor zu vernaschen und Vincent Van Gogh wäre sie auch nicht abgeneigt gewesen. Jetzt weiß ich wieder, was ich gegen sie hab´.
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Donnerstag, 05. September 2013, 04:49 Uhr
Wäre der Erfolg in Minecraft auch erledigt. Mit Abstand das anstrengendste daran ist das Eisen für die Schienen zusammenzubekommen. Ich glaube ich bau´ mir als nächstes ein Piratenschiff. Inzwischen habe ich ja schon ein Haus in einem Berg, direkt unter einem Lavastrom, mit einer mehrere Meter hohen Skulptur eines brennenden Stinkefingers im „Vorgarten“; ein nettes großes Strandhaus aus Holz, mit Aussichtsplattform am Dach und einem Folterkeller inkl. Opferaltar und Nether-Portal; einen awesome Unterwasserglastunnel; einen kleinen, halb zerfallenen mittelalterlichen Turm; eine kleine, bis ganz nach unten ausgehöhlte Insel; Jesse´s Wohnung aus der zweiten Staffel von Breaking Bad; und eine absichtlich nicht fertiggestellte Glaspyramide. Alles fast fertig mit einem Schienensystem miteinander verbunden. ZEPPELIN! Ich bau mir ein Piraten-Luftschiff! Noch besser.
Nervt mich schon, dass ich den Spielstand von Fallout 3 nicht laden kann. Vielleicht komme ich ja am Wochenende nach StP, um das zu richten. Muss außerdem sowieso noch in Erfahrung bringen, wann GTA V jetzt deifinitv rauskommt. Habe den 17. im Hinterkopf, aber keine Ahnung ob das stimmt.
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The Master ist so schön erfrischend irre.
Doctor Who, S03E12 & 13, Sound of Drums & Last of the Time Lords
„Citizens rejoice! Your Lord and Master stands on high, playing track 3.
I can´t decide whether you should live or die
Or you´ll probably go to heaven
Please don´t hang your head and cry
I wonder why my heart feels dead inside
It´s cold and hard and petrified“
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Freitag, 06. September 2013, 11:15 Uhr
Werde wohl heute noch zum GameStop aufbrechen. Mal sehen, ob Halo 4 schon mit dem Preis runter ist. Ansonsten ist Tomb Raider ziemlich verlockend. Vorwiegend geht’s mir aber um GTA V und einem Update der Add Ons von Red Dead Redemption (Undead Nightmare) und Fallout 3, um die endlich wieder spielen zu können, bis GTA rauskommt.
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17:01 Uhr. Hurray! Fallout 3 und Undead Nightmare funktionieren wieder! Nun ab mit mir, den Erfolg machen.
Für Borderlands 2 gibt’s schon wieder eine kleine Expansion. Dachte mir schon, dass sie es nicht einfach dabei belassen können, dass man gegen etwas stärkere Standardgegner keine Chance hat. Levelerweiterung um 11 (Max. Lv. Nun 72. Das sollte auch gegen Orc Warlords und Drachen reichen.) und eine kleine Mission um 400 MS-Points/€5,-. Irgendwas von wegen „Attack on DigiStruct Peak“ oder so. Ob das was mit der Hyperion-Station im Orbit zu tun hat?
Konnte nicht anders und habe mir auch Tomb Raider geholt. Jetzt ist eben keine Kohle mehr für GTA V übrig (17. Sept. stimmt als Termin.). Aber eine kleine Notreserve an Spielen zum Umtauschen liegt hier ja herum und vielleicht gefällt mir ja TR sowieso nicht … was ich nicht glaube.
Außerdem hab´ ich Erfahrung gebracht, dass Kerstin anscheinend jetzt Assisstant im Tullner GameStop ist. HA! … wia mir z´fleiß. Alle Wege führen nach Tulln. Die Ortschaft ist meine Nemesis. Warum Tulln? Als wäre alles, was mir gefällt, irgendwie an den Ort gebunden und damit beschäftigt, meine Seele dort hinzuziehen, auseinander- und in sich aufzunehmen.
Egal. Jetzt Fallout 3.
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18:01 Uhr. … tja. Darf die ganze Erweiterung nochmal spielen, um den Erfolg zu bekommen. Wenn man einmal durch ist, lassen sich große Teile des Raumschiffes nichtmehr betreten. Noch dazu weiß ich auch nichtmehr, wonach ich überhaupt suche. Ich meine, keine Ahnung mehr, wie die Geräte mit den Log-Einträgen aussehen. Wenn in den noch begehbaren Bereichen welche existiert haben sollten, sind die nach der Benutzung anscheinend deaktiviert worden.
And now what?
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Tomb Raider. USK-Version. Eigentlich schon enough said. Was anderes hatten sie leider nicht. Hm, deutsche/-r oder der doch lieber französische/-r Text bzw. Sprachausgabe? FUCK, ICH HASSE FRANZÖSISCH!!! Warum kann man nicht auch noch die englische Fassung mit auf die DVD packen?!?!?! Warum die deutsch/französich-Kombination?! Und warum sind alle so verdammt geil drauf, dass Nora Tschirner, whoever that is, die dt. Synchro von Lara übernommen hat?! Die klingt mir zu mädchenhaft. Ich hasse französisch, aber jetzt muss ich schon fast sagen, dass es mir leid tut, dass ich kein französisch kann. Die fr. Synchro klingt nämlich um einiges erwachsener, weiblicher, härter, glaubwürdiger. Kann mir also vorstellen, wie´s in englisch klingt. Jedenfalls sicher nicht so aufgesetzt gefühlsbetont, wenn nicht sogar schon mitleidserregend wie auf deutsch. Soweit zum ersten Eindruck. … mag das Spiel jetzt schon nicht …
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21:55 Uhr. Grafisch ist Tomb Raider sehr fein gemacht. Viel Detailarbeit und schöne Licht-/Schatteneffekte (auch wenn Lara selbst komischerweise keinen Schatten wirft, wenn sie eine Fackel trägt). Besonders Flammen sehen richtig gut aus. Punkto Animationen hat das Spiel auch einiges zu bieten. Sieht alles sehr natürlich aus und geht sehr flüssig ineinander über. Die Steuerung ist eingängig und geht leicht von der Hand. Wünsche mir die ganze Zeit schon wieder einen neuen Legacy of Kain-Titel, wenn ich mir das so ansehe (oder wenigstens ein Remake eines alten Teils, mit neuer Technik). Gameplaytechnisch ist´s mir hin und wieder etwas zu gescriptet und nicht wirklich selbst zu kontrollieren. Lara duckt sich automatisch, wenn Gegner in der Nähe sind, um z.B. hinter Gegenständen in Deckung zu gehen. Ansonsten existiert praktisch kein Deckungssystem. Nach Jahren Metal Gear Solid, GTA, Splinter Cell, Gears of War, Mass Effect und unzähligen anderen fühlt es sich seltsam an, keine Kontrolle darüber zu haben. Seltsamerweise machen mir die Quicktime Events relativ wenig aus.
Die Inszenierung ist ziemlich heftig, im Sinne von „sogar nur zusehen ist schmerzhaft“. Lara macht bereits in der ersten halben Stunde so einiges mit. Eisenstange durch den Bauch, als Opfer dargebrachte Menschen herumhängen sehen, Flucht aus einer einstürzenden Höhle, zusehen wie Leute von Geröll erschlagen und zerquetscht werden, Bärenfalle am Knöchel, aus nächster Nähe einem Typen das Gesicht wegschießen usw.. Aber besonders die Eisenstange und die Bärenfalle lassen etwas Konsequenz vermissen. Man muss es nichteinmal notdürftig verarzten und bis auf das, dass sie sich die Hand an den Bauch hält, läuft und springt Lara ganz normal herum. Doch FUCK (!) haben die der Frau grausame Tode spendiert. Ein paar der Sterbesequenzen kannte ich ja schon, z.B. von Conan O´Brien, aber eben noch lange nicht alles und da kommt sicher noch einiges.
Habe ich schon erwähnt, dass mir die deutsche Synchronisation nicht gefällt. Ja? Egal. Die deutsche Synchronisation gefällt mir jedenfalls nicht. Ja, ok, es könnte um ein Vielfaches schlimmer sein (Borderlands 2). Sie ist zwar nicht komplett zum Kotzen, aber trotzdem. Ist mir einfach irgendwie zu … deutsch. Oder vermisse ich bloß Lara´s britischen Akzent?
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Samstag, 07. September 2013, 08:35 Uhr
Grausame Nacht. Unruhig geschlafen. Fühle mich gerädert.
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Nach zwei bis drei Stunden Tomb Raider gestern gerade´mal einen einzigen Erfolg erreicht. Interesting.
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12:19 Uhr. Undead Nightmare ist schon sehr geil. 70er-Jahre Zombieklischee im wilden Westen, mit einem Touch 28 Days Later bzw. Left 4 Dead. Etwas stressig teilweise, ja, aber die wunderbare Spielmechanik in Verbindung mit der Grafik und dem Setting sind einfach zu gut. Und The Voice, verdammt. Die Stimme des Sprechers im Intro.
Habe gerade einen Bigfoot erledigt. Just sayin´. Die untoten Pferde hatte ich schon fast wieder vergessen. Weiß leider nichtmehr, was zu tun ist, um das schwarze Flammenpferd zu erhalten. Ich glaube, das lässt sich irgendwo einfangen. Erinnere mich gerade wieder an Ruin in Darksiders und das schwarze Rauchpferd mit den roten Augen, das man in Skyrim von der schwarzen Hand bekommt.
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14:25 Uhr. Ach ja, stimmt ja. Ging ja wirklich um die vier Pferde der Apokalypse. Gerade Pestilenz gefunden. Abgemagertes, von grünen Gaswolken umgebenes, blutverschmiertes weisses Pferd mit blutunterlaufenen hervorquellenden Augen. Hässliches Vieh. So wie´s sein soll. Schön.
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15:01 Uhr. Zünde die Särge am Friedhof an und pfeife nach dem Pferd, um bei der Bekämpfung der restlichen Untoten etwas mobiler zu sein – Wehre mich gegen ein paar heranstürmende Zombies – Pferd läuft in die Schusslinie – Drei von fünf Zombies laufen weiter auf mich zu, dafür fällt das Pferd tot um … oder eben „toter“ als sonst … oder so … schon genauso tot wie vorher, nur eben ohne sich zu bewegen. Soviel jedenfalls zum Thema: „Pestilence is almost impossible to kill.“. Ein Schuss aus der Winchester hat gereicht.
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17:27 Uhr. Glücklicherweise bald darauf War gefunden. Schwarzes Pferd, rote Augen, brennende Mähne und kann im Vorbeireiten Gegner in Brand stecken. Nice!
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19:51 Uhr. Holy crap, man kann nach der Hauptstory noch als Zombie-Marston weiterspielen und die Nebenmissionen erledigen. Sehr nice. Find´s auch gut, dass es doch eine Heilung für die Zombies gibt und man so seine Familie retten kann. Wenigstens hat die Erweiterung ein Happy End, damit nicht das ganze Spiel so finster ist.
Famine ist als Pferd leider nichts besonderes. Es hat lediglich unendlich Ausdauer, so wie die anderen auch, und wird von Fliegen umschwirrt. Death sieht, bis auf die bleichen Augen und den geisterhaften Schimmer, leider ebenfalls nicht sonderlich außergewöhnlich aus. Dafür macht es seinem Namen aber alle Ehre und lässt im Vorbeireiten die Köpfe der Gegner platzen.
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21:51 Uhr. Eben die Erfolge von Tomb Raider durchgesehen. Fuckt mich jetzt schon an, dass ich manche davon auf deutsch haben werde. Einer heißt z.B. „Get Over Here!“ als Anspielung auf Mortal Kombat, da man 5 Gegner mit einem Seil von einer Kante ziehen muss. Ist auf deutsch dann eben nur halb so zweideutig („halb zweideutig“, get it?), da Scorpion in MK nie eingedeutscht wurde.
… und wozu ein Spiel wie Tomb Raider einen Multiplayer braucht, frage ich mich auch gerade. War mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen, dass es überhaupt einen hat. Total unsinnig.
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Sonntag, 08. September 2013, 21:21 Uhr
Tomb Raider ist schon sehr geil gemacht. Gefällt mir richtig gut. Aber kann der Frau endlich´mal jemand etwas zum Anziehen besorgen? Sogar die Gegner laufen beim Funkturm, oben am schneebedeckten Gipfel mit Winterjacken rum. Ok, sind ohnehin alles Luschen und Lara ist auch unvorbereitet da hoch, aber trotzdem. Ein enges, dünnes graues Tanktop? Ehrlich? Ich kenne Frauen, die bekämen da schon nur vom Zuschauen zwei Wochen Schnupfen.
Die Gewaltdarstellung ist echt heftig für ein Tomb Raider. Gerade wieder gemerkt, da die Kletteraxt gerne in den Köpfen der Feinde stecken bleibt und sich erst nach einem kräftigen Ruck wieder löst. Dafür haben sich die Entwickler bei der Schrotflinte zurückgehalten. Keine explodierenden Schädel oder so. Man muss es ja auch nicht übertreiben. Dafür gibt’s andere Spiele.
Mit der Synchro werde ich aber nicht warm.
Zombie-Samurais. Muss dabei an Onimusha denken. Die in den Berg gebauten japanischen Ruinen und Tempel erinnern mich schon die ganze Zeit auch an Farcry 3.
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Montag, 09. September 2013, 03:15 Uhr
Fuck, ist Tomb Raider geil gemacht. Da könnten sich so manche ähnliche Spiele ein Beispiel nehmen. Es sind im Prinzip nur Kleinigkeiten, die es besser macht, aber die entscheiden in vielen Situationen zwischen Lust und Frust. Ich mag besonders, wie direkt die Steuerung funktioniert. Dazu noch die nahezu perfekte Kameraarbeit. Die ist mir jetzt erst richtig aufgefallen, als mir die Solarii-Festung um die Ohren geflogen ist. Stress, laufen, raus, schnell. In Verbindung mit diversen haarigen Sprüngen und akrobatischen Klettereinlagen, bei denen sich manchmal auch das eine oder andere Quicktime Event dazwischen schummelt, kann das alleine schon wegen mangelnder Übersicht schnell mal zu einer „Die scheiß Passage mach´ ich nun schon zum fünften Mal! Hab´ langsam echt keinen Bock mehr!“-Hassorgie ausarten. Nicht in Tomb Raider. Da zentriert sich die Kamera in solchen Situationen immer automatisch hinter Lara, mit einem leichten Schwenk in Richtung des nächsten Hindernisses. Dabei wird das Hindernis jedoch nicht starr anvisiert, sondern lediglich eine Richtung vorgegeben. Man behält trotzdem die volle Kontrolle über die Kamera, wodurch keine unvorhergesehenen Perspektivenwechsel entstehen und man mit der Bewegungssteuerung auch nicht durcheinander kommt. Die Kamerabewegung ist dabei auch noch wunderbar an Lara´s Laufgeschwindigkeit angepasst, sodass man nicht durch zu frühe oder zu späte Schwenks verwirrt wird und/oder vom Weg abkommt. Die Hindernisse selbst und den sich durch sie ergebenden Ausweg erkennt man außerdem sehr früh. Ihre Kennzeichnung ist zwar relativ subtil in die Umgebungsgrafik eingearbeitet, dabei aber stets deutlich genug, um sie auch unter Zeitdruck nicht übersehen zu können, z.B. wenn gerade eine ganze Festung brennend und explodierend unter einem wegbricht. Habe selten eine solche Fluchtszene so schön flüssig in einem Rutsch durchspielen können. Respekt.
Laut, habe ich vergessen. Scheiße, ist das Spiel laut. Ich steh´ total drauf. Besonders wenn der Sound passt. Egal, ob Waffen, Wind und Wetter, Querschläger oder anderes herumfliegendes Zeug. Alles klingt so, wie es soll. Und dabei sogar noch, ohne dass man die typischen Sounds aus der Konserve vorgesetzt bekommt, die man schon tausende Male irgendwo gehört hat. Sehr feine Arbeit von den Effektleuten.
Die dt. Synchro. Naja, sie wächst an einem. Die Leute machen ja einen durchwegs anständigen Job. Trotzdem will´s mir nicht so recht zu gefallen wissen. Ich weiß nicht.
Die Sprachausgabe hat allerdings keinen wirklichen Einfluss auf die allgemein äußerst hochwertige und mitreißende Inszenierung des Spiels. Komme mir bei Lara´s von-einer-Kacke-in-die-nächste-Stolperei in manchen Szenen oft vor wie Jeff „Joker“ Moreau, wenn er in Mass Effect 2 durch die Normandy humpelt, die gerade von den Kollektoren angegriffen wird. Zumindest teilen wir uns einen Gedanken: „Shit. … Shit, shit, shit. WOAH! SHITSHITSHITSHITHSIT!“. Nicht nur Adrenalin, auch Schmerz wird ziemlich gut transportiert. Es sieht absolut nicht angenehm aus. Bin nicht nur einmal kurz zusammen gezuckt, da die Darstellung oft sehr herb ist. Ist eben ein komplett anderer Kontext, in dem die Gewalt steht. Nicht zu vergleichen mit beispielsweise einem erheiternden Kettensägengemetzel in Gears of War.
Das unbeeinflussbare Deckungssystem … mag aus spieldynamischer Sicht durchaus seine Vorteile haben. Außerdem werden so die angezeigten Bildschirmsymbole auf ein Minimum beschränkt, was auch kein Nachteil ist. Ich finde es aber weiterhin suboptimal. Es fühlt sich immer noch seltsam an. Habe allerdings keine wirkliche Ahnung, was man daran noch wirklich verbessern hätte können, ohne die Steuerung zu überladen.
„Sie hat Nikolai getötet! Sie hat den Granatwerfer! LAUFT!“
Warum wohl wieder die Russen die Bösen sind? Die Insel befindet sich im Meer südlich von Japan. Trotzdem laufen da, bis auf eine asiatische Amerikanerin in der Crew, nur Russen und Briten rum. Alles andere asiatische ist entweder mumifiziert und seit dem zweiten Weltkrieg tot oder in Gebäude- bzw. Statuenform. Komisch, oder?
Ach ja, Lara hat noch immer „nichts“ an.
Mich würden jetzt echt die Tomb Raider-Testberichte von GamePro und 4Players zu interessieren. Ich glaube, eine Wertung jenseits der 85% müsste sich bei beiden locker ausgegangen sein.
… und ich werde immer heißer auf ein neues Legacy of Kain-Spiel. MAKE IT HAPPEN, Crystal Dynamics! Und SquareEnix soll da gefälligst nichts mitzureden haben.
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Nehme gerade die Making Of-Videos in den Extras durch. Im Zuge dessen auch zum ersten Mal Lara´s englische Stimme vernommen. Nichtsmehr mit britischem Akzent und genauso mädchenhaft, wie auf deutsch. Einerseits schade. Ich meine, nichts gegen eine junge Lara, aber etwas erwachsener dürfte sie ruhig klingen und wenn auch nur von der Art her, wie sie spricht. Andererseits haben die Deutschen dann doch richtig hervorragende Arbeit geleistet. Mich stört´s trotzdem noch. Es klingt teilweise einfach zu deutsch. So redet niemand. Ist es seltsam zu sagen, dass ich Lara hübscher finde, als die Schauspielerin, die ihre Motion Capturing-Aufnahmen gemacht und sie auch synchronisiert hat? Ja? Egal, ist eben so. Die Frau ist nicht unhübsch, aber uninteressant. Vor allem während sie im schärfsten Motion Capturing Studio steht, das ich bisher gesehen habe. Digital Domain in L.A., California. Geile Scheiße.
Schade, dass sie im Sound-Video nicht näher auf die Effekte eingegangen sind. Andererseits vielleicht auch besser so. Bei Mass Effect muss ich seit so einem Video, beim Soundeffekt wenn das Logo eingeblendet wird, immer an den Deckel eines Müllcontainers denken. Daher stammt der Effekt nämlich. Die Soundleute hielten ein Mikrophon in einen rostigen Müllcontainer und machten den Deckel auf und zu. Im Studio haben sie das dann etwas langsamer und eine Oktave tiefer abgespielt und schon hatte das Mass Effect-Logo eine Sounduntermalung. Ich glaube, sie ließen sogar den natürlichen Hall des Containers unverändert. Bei Tomb Raider erfährt man aber immerhin von der Existenz von „The Instrument“, einem eigens für das Spiel geschaffenen Instrumenten … Skulpturen … Kunst-Dingsi, mit dem ein Großteil der Ambience eingespielt wurde.
Merkt man, dass ich das neue Tomb Raider richtig gut finde? Soviel zum Thema „Mag ich jetzt schon nicht.“.
Gibt´s in der Branche nicht irgendeinen Job für einen Freak wie mich?
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07:19 Uhr. Holy shit. Immer wenn man denkt, es geht nicht noch extremer, legt das Spiel noch eine Kleinigkeit drauf. Zum Beispiel mittels eines Frachtschiffskeletts, das an einer Transportseilbahn 70m über dem Boden hängt, dessen Halterungen von einer Cal.50-MG beschossen werden, bis es seitwärts hängt … und dann senkrecht hängt und Lara natürlich dranhängt, bevor´s ziemlich schnell ziemlich weit vergab geht.
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Who the fuck is Fiffi die Krabbe und warum bekommt man einen geheimen Erfolg dafür („Krabbenkrieg“), wenn man sie tötet? Voll fies irgendwie.
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Dienstag. 17. September 2013, 19:31 Uhr
G. T. MOTHERFUCKING A!!! FIVE, bitches!!!
Bin gerade vom GameStop zurück, inkl. was zum Rauchen und drei Bier. Mir geht’s wieder gut.
FuckFuckFuckFuckFUUUUUCKShitShitShit...2 Discs mit pure fine ass Rockstar awesomness. Ich steh´ sogar schon auf den Soundtrack, während nur das Spiel installiert. Hat was schön 80er-mäßiges an sich.
Denis musste mir natürlich reindrehen, dass sie auf der diesjährigen GameStop Manager Conference die Xbox One von Microsoft geschenkt bekamen. Jeder Store Manager bekommt zum Release eine gratis.
Is´ mir scheiß egal LALALALALA ich hab´ GTA V! Ich bin so fucking excited … dabei ist das Spiel schon seit 15 Min. am Installieren. Irgendwie will ich´s gar nichtmehr sehen … NEIN, ich will´s spielen!
GleichgleichgleichgleichgleichMMMMMHHHHHHHHAAAAAAARRRRRGH!!!!!
Excitement Lv.: Mass Effect 2 & 3, Borderlands 2.
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19:49 Uhr. SCHNEE!!! Es schneit in GTA! Holy shit. Gut, gab´s in Red Dead Redemption auch schon, aber … holy shit!
20:09 Uhr. ICH KANN BEIM CABRIO DAS VERDECK AUF- UND ZUMACHEN!!! Das ging bis jetzt nur in PC-Mods. Nettes Detail + ENDLICH, verdammt!
Ansonsten verläuft der Einstieg ins Spiel bis jetzt eher „ruhig“, trotz Schießereien und allem. Auf jeden Fall nicht nippelerhärtend, so wie Borderlands 2. GTA IV machte einen sehr viel böseren Eindruck. Außerdem sieht´s jetzt auch nicht sooo gut aus, wie vielleicht erwartet. Dafür soll´s laut Hörensagen aber RIIIIEEESIG sein. Besides, rein optisch machten auch die älteren Teile gegenüber den Fortsetzungen jetzt nicht DEN Riesensprung.
20:11 Uhr. Erste Pause. Installiere sicherheitshalber auch noch die zweite DVD, um Pop Ups und Ladezeiten noch etwas zu minimieren. Die Welt um mich herum existiert nichtmehr, nurnoch dieses Spiel. Brace yourselfs, hier wird’s in den nächsten Tagen zu 99% nurnoch darum gehen. Muss mich echt zusammenreißen, nicht jedes auch noch so kleine Detail hier festzuhalten.
… andererseits, SUCK IT!
Habe mich schon bei den Radiosendern „gespoilert“. Es gibt einen Channel X. Ich liebe ihn jetzt schon.
20:49 Uhr. Geht schon los mit dem GTA-typischen … „Charme“ will ich´s nicht nennen, „wunderbarer Bullshit“ wohl eher. Hab´ im Radio gerade einen Werbespot für eine Darmspülungsklinik gehört. Sie bieten Einläufe in verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Von Kokosnuss über Hamburger bis hin zu Knoblauch ist alles dabei. Die Spitze des Eisberges. Fühle mich erstmal erschlagen, alleine nur vom Ringmenü mit den sechzehn Radiosendern.
21:07 Uhr. PRINCESS ROBOT BUBBLEGUM!!! Fuck, wie geil, dass der Scheiß wieder dabei ist. Klicke mich gerade durchs Ingame-Internet, während aus irgendeinem Radio in der Nähe Radio Gaga von Queen läuft. Ich liebe es. Shit, ich fucking liebe es. Natürlich geht’s auch nicht ohne die Republican Space Rangers. Kung Fu Rainbow Lazer Force ist neu.
Shit, mir wird das Spiel jetzt schon zuviel. HAHA!
Scheiße, ist das Straßensystem gewachsen! 1.000 Highways, low ways und some-way-around-ways. Bin echt überfordert. Ich will aber ALLES wissen, JETZT!
… I really need to get my shit together.
21:35 Uhr. … so does Franklin. Man kann sich ABSICHTLICH neben dem Fernsehen gemütlich einen Ofen durchziehen. Fuck, und die Scheiße, die der Mann dann redet. By the way, es gibt einen eigenen Button, um den Leuten im Straßenverkehr den Finger zu zeigen und natürlich reagieren die dann auch dementsprechend darauf. Mind = Blown! Ich werde heute sowas von NICHT SCHLAFEN!
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Mittwoch, 18. September 2013, 09:09 Uhr
Musste dann doch schlafen, ging nicht anders.
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Hihi, man kann Chop, Franklins Hund, im Auto mitnehmen.
10:13 Uhr. Die Spiegel funktionieren. Nicht die am Auto, sondern generell. Nice. Und, seit GTA IV wohl eines der wichtigsten Features, man kann das Handy in Sleep Mode stellen und bekommt dann keine Anrufe. Sehr nice.
12:25 Uhr. Die Lethal Weapon 2-Aktion (die Stützen eines auf einen Hügel gebauten Hauses mit einem Pick Up Truck einreißen) mit Michael war schon sehr geil. Generell gefällt mir Michael als Charakter ziemlich gut. Er hatte seine Blütezeit als Gangster in den 80ern und musste schlussendlich seinen eigenen Tod vortäuschen, um aus der ganzen Sache rauszukommen. Jetzt kommt er mit den modernen Zeiten nicht ganz mit, versinkt in alkoholunterstützten Tagträumen und Erinnerungen, seine Frau betrügt ihn mit dem Tenniscoach, sein Sohn sitzt den ganzen Tag nur vor der Konsole und seine Tochter träumt von einer Karriere als Schauspielerin und Model und beißt bei jedem „Angebot“ von zwielichtigen „Agenten“ und „Produzenten“ an. Nun hat er also ein normales ruhiges Leben, in dem er versucht seine Familie zusammen zu halten, vermisst aber die straight forward Action der alten Tage, in denen Probleme noch sehr direkt gelöst wurden.
Kann mich nicht wirklich für einen Radiosender entscheiden. Die Auswahl ist wieder gut und schön abwechslungsreich gelungen. Wechsle die ganze Zeit zwischen Alternative, Classic Rock, 80s und Classic Hip Hop. Der Soundtrack bietet eine nette Mischung aller Stimmungen aus den vorangegangenen GTAs. Ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen, die andere Spiele der selben Machart (z.B. Mafia II) „besser“ machen. So lassen sich in GTA V etwa die Nummernschilder der Autos nicht personalisieren/selbst beschriften. Eine Spritanzeige für die Fahrzeuge fehlt auch. Ist nicht dramatisch, aber fällt im Vergleich eben auf. Aber scheiße, ist das Spiel jetzt schon riesig … und dabei bin ich noch immer in Los Santos unterwegs. Doch alleine wie sie die Vinewood Hills ausgebaut haben ist krankhaft. Im Vergleich dazu wirkt das alte San Andreas von vor zehn Jahren, vielleicht nicht klein in dem Sinn, aber doch ziemlich überschaubar. Ob man CJs Haus in der Grove Street finden kann?
Einige Charaktere der älteren Teile haben ihren Weg in V gefunden. Lester, der Über-Nerd aus San Andreas, der sich mit seinen „Todfeinden“ gerne mittels Modellpanzern und -flugzeugen bekämpft, ist in Michaels Kampagne dabei. Lamar hat von PG geredet. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das der mäßig begabte Rapper-Freund von CJ.
Aus technischer Sicht gibt’s bis jetzt nur kleinere Mängel. Ein Spiel der Größe hat natürlich mit sichtbarem Grafikaufbau zu kämpfen. Die Weitsicht ist an sich sehr gut, aber die Grafikdetails werden oft erst ziemlich spät geladen. Vor allem eben, wenn man mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist, was in einem GTA ja nicht unbedingt selten vorkommt. Gelegentlich ploppen auch vereinzelte Bäume oder Hydranten usw. relativ nahe vor einem ins Bild. Abstriche, die man bereit sein muss hinzunehmen. Einzig das Kantenflimmern stört mich teilweise wirklich ein wenig.
14:27 Uhr. In einem GTA kann man sich sogar Britney Spears problemlos anhören. Auch gerade einen Song entdeckt, den ich aus einem Intro einer Folge der dritten Staffel von Breaking Bad kenne (Bin im Moment auf dem latino/mexican/hispanic Radiosender East Los FM unterwegs.).
15:57 Uhr. Ein nettes kleines Detail ist, dass man die Missionen nichtmehr nur zu bestimmten Tages- oder Nachtzeiten beginnen kann. Wenn man an der jeweiligen Location auftaucht, fast forwarded die Zeit, bis zum eigentlichen Zeitpunkt, der für den Beginn der Mission vorgesehen ist.
Lester beschäftigt sich nun mit deutlich mehr als nur der Modellvariante seiner Nerdkriegsführung. Took me by surprise. Andererseits ist die Geschichte mit CJ im Spiel auch schon fast 20 Jahre her.
18:07 Uhr. Trevor ist der eigentliche Psycho in der Runde. Mag ich jetzt schon. Mochte ich im Trailer schon. Erledigt der in seiner Introduction einfach mal kurz Johnny Kibutz vom The Lost MC. The Lost scheint im Endeffekt doch von den Drogen unterwandert worden und dementsprechend ziemlich heruntergekommen zu sein.
WÜSTENBUGGIES!!! Hell yeah! …
18:47 Uhr. … Scheiß auf Wüstenbuggies! BULLDOZER!!!
Ich liebe Trevor. Er geht also in den Ammu-Nation Store: You´re about to make a donation. A sniper rifle, ammo and a silencer. Darauf der Besitzer nur: Take whatever you want, Trevor. I can´t afford another fire. Hammer.
21:30 Uhr. Trevors Wüste gefällt mir bis jetzt am besten. Ist gemütlich dort, mit jeder Menge Freiheiten, die die Stadt nicht bietet. Da hat man weitestgehend Narrenfreiheit und seine Ruhe. Bisher die interessanteste Gegend. Und fuck, sind die Wettereffekte wieder gut gemacht.
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Donnerstag, 19. September 2013, 00:21 Uhr
Here´s the problem. I don´t know what I want. It´s a bit like pornography or the perfect turd. I can´t quite describe it, but I´ll know it when I see it.
Trevor ist … ein Tier. Anders kann man es wohl schwer beschreiben. Wer zieht sonst einem Teddybären Reizwäsche an und skull-fucked ihn danach?
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Hat keinen Zweck, einen neuen Eintrag zu beginnen. Geht ja ohnehin wieder nur um GTA. Also nach dem Schlafen gleich weiter ...
12:43 Uhr. Seltsamerweise scheint der Grafikaufbau flüssiger und mit weniger Pop Ups zu verlaufen, wenn man die zweite CD nicht installiert hat.
Das Fernsehprogramm in GTA ist wieder herrlich. Von Werbung für Bier und 9G-Handies, über alle möglichen Abarten von Reality TV, bis hin zu Castingshows. Ok, klar wird es extrem überspitzt dargeste … nein, eigentlich wird es nur auf das Wesentliche reduziert. Wäre schließlich nicht so witzig, wenn´s nicht stimmen würde. Der einzige Unterschied ist im Prinzip nur, dass es in GTA richtig schön in-your-face ehrlich ist, ohne dieses scheinheilig seriöse Getue.
14:43 Uhr. Ein nettes Detail ist auch, dass manche Leute, die man in Zufallsbegegnungen antrifft, nicht einfach nur irgendwelche Stranger bleiben. Ein paar favon melden sich dann nochmal per E-Mail oder LifeInvader und lassen einem einen kleinen Bonus zukommen, weil man ihnen ihr gestohlenes Mountainbike, Auto oder die Brieftasche wieder beschafft hat. Wenn man gestohlene Fahrzeuge zurückbringt oder sein eigenes Fahrzeug aus einem anderen Grund irgendwo stehenlassen muss, wird es abgeschleppt und man kann es sich jeder Zeit wieder holen. Nice.
Sehe gerade, dass Worldwide FM wirklich DAS Worldwide mit Gilles Peterson ist, dass es bei uns auch auf FM4 spielt. Finde ich gerade irrsinnig cool. Früher stand ich während der Sendung hinter der Tankstellenkasse. Jetzt stehe ich während der Sendung mit einer Waffe vor der Tankstellenkasse.
19:37 Uhr. U-Boot. Enough said.
19:59 Uhr. Über einem nebligen Los Santos dämmert der Morgen und im Radio singt Robyn “ … and it hurts with every heartbeat.“. Yes, it does.
Also wieder ab zu etwas Wohlfühlzeit in der Wüste. Hatte mir für Trevor einen badass Pick Up Truck gebastelt. Das Ding ist zu groß für seine Garage. Eine andere habe ich nicht und momentan habe ich auch kein Geld mehr (wegen dem Truck). Well, fuck.
22:21 Uhr. Sex, Drogen, Gewalt. Nach dem ewigen nur-dabei-Zusehen war´s ja nur eine Frage der Zeit, bis man in die Sachen wirklich interaktiv mit eingebunden wird. Der gemütliche Ofen und der eine oder andere Zug von der Bong neben dem Fernsehen war, wie erwartet, nur der Anfang. Die Stripperinnen lassen sich nun betatschen, bei Nutten kann man sich die Preisklasse des gebotenen Services aussuchen und gerade eben kam eine nicht unheftige Folterszene. Trevor hatte seinen Spaß. Mit einer überdimensionierten Rohrzange lassen sich die Beine bearbeiten, mit einer kleinen Zange werden Zähne gezogen und eine Autobatterie samt Starterkabel lässt Spannung aufkommen (HAHA! … Spannung … Get it?). Und wem ich erklären muss, was man mit einem Lappen und einem Kanister voll mit Wasser macht, der hat in Sachen „klassische Foltermethoden“ noch viel zu lernen. Um das alles ein klein wenig kreativer zu machen, war aber denke ich kein Wasser, sondern ganz normaler Sprit im Kanister. Rockstar hat die Dinger sogar auf deutsch mit „Kraftstoff 20L“ beschriftet. Jedefalls, gibt der Körper des Informanten zwischendurch auf, kann man ihn mit einer Adreanalinspritze wieder ins Leben zurückholen und weiter geht’s. Sick. Ich find´s sehr unterhaltsam und noch dazu konsequent von Rockstar, bei der Darstellung und der Einbindung des Spielers keine Abstriche zu machen, sondern auch immer weiter auszubauen. Das Spiel war schon immer „Ab 18“ (AUS GRÜNDEN!) und wird’s auch immer bleiben. Sehe keinen Grund dazu, warum sowas geschnitten oder generell nicht enthalten sein sollte. Der Abschnitt zählt nun definitiv auch zu denen, die ich gerne diversen Müttern und anderen Erziehungsberechtigten bzw. Sorgepflichtigen zeigen würde, die ihren Nachwuchs solche Spiele spielen lassen.
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Freitag, 20. September 2013, 12:43 Uhr
Ob wohl Michael seine Familie wieder irgendwie richten kann? Scheiß´ auf die Frau (die nun mit dem Yogi durchgebrannt ist), aber wenigstens die Kinder. Er arbeitet ja jetzt für einen klassischen Filmproduzenten. Da könnte er doch wenigstens seiner Tochter eine Rolle verschaffen.
Meanwhile terrorisiert Trevor wieder alle um sich herum. Floyd träumt schon schlecht von ihm. Das liegt offensichtlich nicht nur an der Debras (Floyds Freundin, die beruflich unterwegs ist) Wohnung, die inzwischen aussieht, wie Trevors Trailerbaracke in der Wüste. Löcher in den Wänden, überall Takeout Food Schachteln, Bier- und Whiskeyflaschen, siebenundzwanzig Aschenbecher und Feuerzeuge, eine Axt in der Tür zu Floyds Zimmer (Noch eine Jack Nicholson-Anspielung?), Pornos, Dildos, Mr. Raspberry Jam (der Teddybär), vereinzelte Blutflecken und … Scheiße (Wade hatte beim Scheißhaus-Auspumpen am Hafen einen kleinen Unfall und hat am Körper einiges in die Wohnung mitgeschleppt.). Nein, liegt nicht nur daran. Floyd schläft in einem rosa Pyjama mit babyblauen Sternchen. In einer der kurzen Sequenzen nach einem Charakterwechsel verlässt Trevor die Löffelchenstellung, gibt Floyd einen Klapps auf den Arsch und erhebt sich mit den Worten „Hush now.“ aus dem Bett. Man kann sich´s denken. In einer anderen Wechselsequenz kommt man gerade dazu, wie er sich mit den Bodybuildern am Strand anlegt.
I´VE GOT TO SHAVE MY BACK JUST TO JOIN THE CLUB?! FUCK YOU!, und dann geht schon die Schlägerei los. An wieder anderer Stelle hängt er mit dem Türsteher eines Clubs:
I´m a hipster. It´s ironic! Let me in.
Man kann die Leute aber auch außerhalb der Sequenzen auf Knopfdruck verbal anstänkern. Mit Trevor im Vorbeigehen die Polizei oder fette Weiber anmotzen macht Laune. Dabei habe ich gerade eben erst gemerkt, dass die Einzeiler miteinander verknüpft sind, wenn man mehrmals hintereinander die selbe Person provoziert. Die Sätze stehen oft in direktem Zusammenhang, sind also nicht nur randomly aneinandergereiht. Polizei und einige Fußgänger entgegnen einem aggressiv. Manche aber gehen einfach nur weg. Macht man weiter, fangen sie an zu laufen. Bleibt man mit abwertenden Kommentaren hinter ihnen, werden sie schneller.
15:19 Uhr. Die alten britischen Celebrity Stalker sind herrlich krank. Gerade Trevor betitelt sie ironischerweise als Nutjobs usw., hilft ihnen aber ohne weiteres dabei, ihre Kuriositätensammlung, bestehend aus seltenem Ex-Eigentum diverser Stars, zu erweitern. Mit Nachdruck, wenn´s sein muss.
A gold tooth, courtesy of Love Fist, complete with complementary DNA.
Hab´ ich schon erwähnt, dass Trevor echt gestört ist? Er weiß, dass es nicht ganz in Ordnung ist, was er macht. Zumindest vorher und nachher. Währenddessen ist er aber immer mit vollem Elan dabei. Und irgendwie scheint er irgendwo doch noch sowas wie ein Herz vergraben zu haben (Ist bei ihm zur Abwechslung mal jetzt nicht wörtlich zu nehmen, aber zutrauen würde man´s ihm.). Immerhin hilft er dem Informanten, der die Folterszene gestern überlebt hat, am Ende ja sogar noch zu entkommen.
18:29 Uhr. Michael versucht Trevor mit seinem Way of Life aufzuziehen:
WHY are you living here?
It´s off the grid. We´re away from everything. It´s somewhere real an authentic. THIS is America, and real people ain´t been priced out yet.
What about the way you dress?
I don´t give a shit about the way I dress. Whatever´s in the shop, is what I get.
No. If you don´t give a shit, you wear clean clothes that fit. Yours are all a little out there. A little wacky. And then there´s the tattoos, the hair, the weird music, the funny toys, the niche drugs, the EVERYTHING.
What the fuck are we talking about?
You … are a hipster.
I hate hipsters.
Classic hipster denial.
Was sich neckt, das liebt sich. Ich mag die beiden und ihre Hassliebe zueinander.
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Samstag, 21. September 2013, 03:17 Uhr
Trevor erinnerte mich schon seit dem ersten Trailer an Jack Nicholson in seinen besten Jahren (Einer flog übers Kuckuksnest, Shining, Batman). Bei seiner Persönlichkeit kommt auch noch The Hulk dazu. Eigentlich dürfte mich bei dem nichtsmehr wundern, aber …
Debra kommt nach Hause und will, wie abzusehen war, immediately Trevor loswerden und Floyd gleich mit. Sich fuchtelt sogar mit einer Waffe herum.
Trevor: You people … are not … very … nice!
*Schnitt auf schwarz*
Danach sieht man Trevor blutverschmiert aus der Wohnung kommen. Wade kommt dazu und stellt Fragen, denen Trevor nur mit der Bitte ausweicht, nicht in die Wohnung zu gehen. Gleich darauf nistet er sich im Strip Club ein, den er prompt für sich beansprucht. Er geht, natürlich immernoch in blutigen Klamotten, direkt ins Büro des Managers und meint: “Amigo, prepare to meet your new partner.“, bevor er die Tür schließt. Seine erster Satz, als kurz darauf Michael reinkommt: “Before you ask, the fridge is broken.“. (Ein ca.2m großer Kühlschrank.)
Ich glaube, Vaas Montenegro aus Farcry 3 ist jetzt schon von seinem Posten, als bester Psycho in einem Spiel, abgelöst. Sephiroth muss ich nicht erwähnen. Der läuft sowieso außer Konkurenz nebenher immer mit.
Finde es allerdings insgesamt etwas seltsam, dass diverse Features des Spiels – welche in vorherigen Teilen bereits enthalten waren - zwar angedeutet, aber nicht enthalten sind. Zum Beispiel gibt es bei den Felgen eine extra Untergruppe für Lowrider, doch lässt sich in keinem Fahrzeug eine Hydraulik verbauen, so wie in San Andreas. Krankenwagen- und Polizeimissionen sind seit GTA IV auch nichtmehr dabei. Die Videospielautomaten stehen zwar noch vereinzelt herum, lassen sich jedoch ebenfalls nichtmehr benutzen. Doch das ist meckern auf hohem Niveau. Das Spiel ist auch so schon umfangreich genug. Warum allerdings so Kleinigkeiten, wie das Herunterrutschen von Leitern (wie in Red Dead Redemption), herausgenommen wurde, verstehe ich nicht.
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Sonntag, 22. September 2013, 00:11 Uhr
Die Homepage der Altruisten im Spiel ist komplett in Morse-Code (Kann ich leider nicht.). So wehrt man sich also gegen den technischen Fortschritt.
Mit Michaels Familie ist wieder alles in Ordnung, dafür zerstreitet sich die Crew untereinander immer mehr. Mal sehen, wo das noch hinführt.
Trevor hat sein Perfect Match gefunden. Marie Ann, die Athletin. Die ist ähnlich drauf wie er, nur hat sie es bisher geschafft, niemanden zu töten. Ob das mit den beiden noch irgendwie weitergeht?
Leider gibt’s keine neuen Folgen von Princess Robot Bubblegum. Aber Moorehead Rides Again, Impotent Rage und Kung Fu Rainbow Lazer Force sind mindestens genauso unterhaltsam. Und die Episode von Fame or Shame mit dem Song This is a Power Ballad ist auch Hammer.
Eine meiner Lieblingssendungen ist aber Jack Howitzer is Jack Howitzer in Jack Howitzer. Eine Reality TV-Serie über einen Actionfilmstar aus den 80ern, der nach einer Amokfahrt ein paar Jahre im Gefängnis landet. Nach seiner Entlassung erleidet er einen mentalen Zusammenbruch, denn die 80er sind vorbei und seine Karriere somit Vergangenheit. Er verfällt dem Wahn, dass seine Filme Realität waren und er das wirklich alles mitgemacht hat. Also verbarrikadiert er sich mit einem Sturmgewehr bewaffnet in einem Motelzimmer, stapelt Einmachgläser mit seiner Pisse im Bad und im Sessel neben dem Bett sitzt schon seit (?) eine tote Nutte. Außerdem projiziert er sein zerstörtes inneres Selbst auf seinen einzigen Freund, eine Sockenhandpuppe. Gemeinsam mit seinem neuen, ihm vom Reality TV zugeteilten Agenten versucht Jack nun sein Comeback.
The 80s are never over. YOU DON´T JUST TURN OFF THE 80s!
Nehme mir schon seit Tagen vor, endlich zu erwähnen, dass ich nur Trevors Pump Action Shotgun mit einem Schalldämpfer ausgestattet habe. Anton Chigur-Style, bitches! Sie haben sogar den selben Soundeffekt wie in No Country for Old Men verwendet. Sehr fein. Find´ ich extrem scharf. Hehe.
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Wann ist man mit der Genforschung endlich soweit, um das Gen zu isolieren, das alle Mütter zu haben scheinen, welches sie veranlasst, IMMER in den unpassendsten Momente ins Zimmer zu kommen und einen mit belanglosem Schrott vollzuquatschen?! Dann könnte man den Scheiß über ein paar Generationen hinweg endlich wegzüchten.
Nein, sie hat mich nicht beim Wichsen erwischt. Aber in GTA gibt es praktisch unendliche Möglichkeiten, mich zu unterbrechen, wenn´s mir relativ egal ist (Ist es mir bei der Frau sowieso nie, aber sei´s drum.). Sie schafft es aber NUR, und damit meine ich wirklich AUSSCHLIESSLICH in Dialogsequenzen, wenn gerade der Ablauf einer Mission erläutert wird oder eben sonstwas passiert, was wichtig hätte sein können. Ob es das wirklich war, erfahre ich dann erst, wenn´s soweit ist. Bei Filmen und Serien ist es oft das Selbe. Da kann man jedoch wenigstens zurückspulen und sich die Stelle nochmal ansehen. Trotzdem ist es so unsagbar nervig.
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02:31 Uhr. GTA V durch.
Verdammt geile Scheiße. Nicht perfekt, aber nahe dran. Verdammt schade, dass es schon vorbei ist, aber mir bleiben ja noch ein paar kleine Nebenmissionen.
Schätze mal, online kann man sich im Multiplayer weiter Geld erspielen, um sich die restlichen Immobilien kaufen zu können. Im Spiel selbst kommt man sonst nicht an soviel Geld.
Krankhaft langer Abspann. War zu erwarten.
Fuck, sehe gerade, dass es ja doch eine Episode von Princess Robot Bubblegum gibt. Im Fernsehen habe ich die nie mitbekommen und auf der Webseite im Spiel funktioniert die Folge nie.
Von den Kinofilmen habe ich auch noch keinen gesehen.
03:05 Uhr. Abspann aus. 30 Min.. Respekt.
Hihi. Am Ende bekommt man noch ein psychiatrisches Gutachten von Dr. Friedlander. Scheine ja ziemlich durchschnittlich zu sein.
Oh shit … Trevors Mom. Und welch Wunder, nicht viel älter als er. Weisser redneck Trailer Trash eben. Der Grundgedanke bei ihrem Design war wohl „Peggy Bundy mit 65“, zumindest aber war das mein erster Gedanke.
Find´s etwas schade, dass es mit vielen Teammitgliedern, die man ansonsten nur bei Überfällen dabei hat, nichteinmal kleine Nebenmissionen gibt. Packie McReary zum Beispiel. Der war schon in GTA IV dabei und hat gemeinsam mit seiner Familie eine tragende Rolle gespielt. Jetzt ist er nur ein kleiner Handlanger, ohne Handlung. Über Paige, die Hackerin, erfährt man sonst auch nichts, außer, dass sie verdammt fähig ist, dadurch zu Recht einen relativ großen Anteil verlangt und eine richtig sexy Stimme hat. Chef, Trevors Meth-Koch, der ein wenig aussieht wie ein sehr junger Walter White, hätte man ebenfalls ruhig einen größeren Part geben können. Insgesamt gibt es überhaupt nur sehr wenige Heists, bei denen man ein Team zusammenstellen muss.
Viel Blabla meinerseits. Wie gesagt ist das Spiel auch so schon groß und umfangreich und krank genug. Wünschte mir eben nur, dass es ewig und ewig so weitergeht.
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17:57 Uhr. Noch ein paar Nebenmissionen machen und sehen, was sich noch ergibt.
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Montag, 23. September 2013, 01:53 Uhr
Trevor hat anscheinend echt was dagegen, wenn man ihn Motherfucker nennt.
It´s not legally fucking if you don´t penetrate.
Seine Amokläufe gegen diverse Gangs sind schon witzig. Ansonsten habe ich bis auf die Fallschirmsprünge, diverse Rennen und Sammelaktionen nichtsmehr zu tun. Die Erfolge in dem Spiel sind ziemlich heftig. Bis auf die von ein paar Hauptmissionen, bekommt man die meisten nur, wenn man alles einsammelt und die Missionen mit Gold abschließt – wobei man selbst dann nur 15G oder so bekommt - bzw. eben im online Multiplayer.
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22:05 Uhr. Trevors Rampages gehen also auch einmal gegen eine Gruppe Hipster, nur weil einer ein T-Shirt anhat, auf dem steht „Yes, You Are A Motherfucker“. Außerdem mischt er die Army auf, weil ihn einer wegen seines leichten kanadischen Akzents aufzieht.
Righteous Slaughter 7 ist ein krankes Spiel. Wäre sicher ein Erfolg, wenn es sowas wirklich … no, wait, gibt’s ja. Hehe. Sieht aus wie eine scharfe Mischung aus Bulletstorm und Duke Nukem mit der Aufmachung und der Releasepolitik von Call of Duty. Anstatt ge-teabagged zu werden wird man in den Arsch gefickt, “MOLESTED!“. Nette Idee. Der Shit Stick 3000 ist auch eine Erwähnung wert. Das ist eine „Waffe“ in Righteous Slaughter 7. Ein Stock an dem Kacke aufgespießt ist, mit dem man die Gegner antupft.
Chakra Attack im West Coast Talk Radio mit Gangster-Yogi Dr. Ray DiAngelo-Harris gefällt mir auch gerade sehr. Was für ein Freak. So ein schöner Scheiß.
Don´chu go disrespect the coconut wa´er. I´m hydrated. I´m wetter than you. Oommm like a mofo. I oommm-d until my momma threw me outta tha damn house.
Bei der Produktion des Spiels bei den Synchronisationsarbeiten und den Motion Capturing-Aufnahmen dabei zu sein ist sicher auch ein Erlebnis für sich. Und was rauchen die Leute, die die Dialoge und sonstige Texte schreiben?! So sick. Absolutely loving it.
Und es ist wohl das Spiel, in dem man mit Abstand am seltensten für erbrachte Leistungen bezahlt wird. Bis auf in einer Hand voll Siedequests und zwei oder drei Überfälle in der Hauptstory bekommt man praktisch nie etwas bezahlt. Alle sind einen nur am Bescheißen. Zum Beispiel, nachdem man 30 U-Boot-Teile eingesammelt hat, die über die gesamte Karte verstreut waren, bekommt man von der Auftraggeberin gerademal $10.- und ein Autogrammm. An anderer Stelle setzt der Auftraggeber die Polizei auf einen an.
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Dienstag, 24. September 2013, 02:47 Uhr
Don´t dial 911. Dial .357!
Vorhin unabsichtlich eine Gruppe Republican Spacer Ranger-Cosplayer auf dem Strip überfahren. Da läuft auch als Zombie verkleideter Typ rum. So viele Kleinigkeiten, die das Spiel schön lebendig machen. Sie haben sogar Mondphasen eingebaut. Der ewige Kampf zwischen Audi und BMW wurde auch ins Spiel übernommen. Audi nachempfundene Autos heißen im Spiel Obey, BMW heißt Ubermacht. Man findet immerwieder Werplakate für die neuen Modelle von Obey. An einer Stelle hängt direkt gegenüber ein Plakat mit einem Modell von Ubermacht und dem Slogan “Disobey“. Der Untergang von MySpace (im Spiel MyRoom) wegen Facebook (LifeInvader) wird auch durch den Schlauch gezogen, genauso wie iPhone (iFruit Phone) vs Galaxy (Drone).
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19:57 Uhr. So, nach der Mission für´s Epsilon Program, auf die man nur über die Ingame-Webseite stößt, ist es dann wirklich nurnoch Einsammeln, Fallschirmspringen, Golf & Co.. Ob man von Epsilon das Alientechnik-Aufspürdingsi bekommt? Würde beim Einsammeln der Raumschiffwrackteile helfen, sofern es dann mal funktioniert. Die 50 Geständnisbriefseiten bekomme ich sicher auch nicht ohne Hilfe zusammen.
Hm, bei einem 5G-Erfolg steht in der Beschreibung “You´re gonna need a bigger boat … “. Kann es sein, dass … ?
Ok, wieviel Zeit haben die wirklich mit Ideenfindung, Textschreiben, Synchronisation und Motion Capturing verbracht? Bin gerade mit Michael eher zufällig in der Wüste beim Alamo Sea. Trevor steht in seinem Garten, mit der Whiskeyflasche in der Hand und wirft zu Spaß mit ein paar Granaten herum. In einer Charakterwechselsequenz habe ich ihn sogar mal beim Wichsen erwischt. In einer anderen sitzt er besoffen, halbnackt und im Halbschlaf auf den Schienen, während im Hintergrund schon der Güterzug anrollt.
21:11 Uhr. Ja, “You´re gonna need a bigger boat … “ war tatsächlich eine Anspielung auf Der Weisse Hai. 5G dafür, dass man sich von einem Hai angreifen lässt. Eigentlich wäre auch ein Kompensationserfolg angebracht, wenn man einem Puma-Angriff erliegt. Anders als in Red Dead Redemption töten die in GTA V nämlich instantly. Der RDR-typische „Shit. Fuck. Bloß weg hier. Wegwegweg!“-Gedanke, sobald man das Pfauchen hört, wird dadurch etwas verstärkt. Wenigstens nehmen sie einem nicht das Auto auseinander.
Wie scheiße sind die Epsilon-Missionen bitte? Tausende Dollar spenden, insgesamt 10 Tage die hässlichen Roben tragen, in den Roben 5 Meilen (!) am Stück (!!!) durch die Wüste laufen usw.. Und ich wette, am Ende bekommt man wieder nichts dafür, außer eben den einen Erfolg.
Die haben sogar ein paar Zeilen nur für den Fall aufgenommen, dass man in der Wüste zum Alien-Begrüßungspark/Monumentdings hingeht und die Hippies begrüßt, die da rumhängen, inkl. passender Response der Hippies. Ich liebe solche Detailarbeit.
23:53 Uhr. Den nuklearen Müll mit dem U-Boot einsammeln ist anstrengend. Zwar hat man ein Trackingsystem, doch das funktioniert nur im U-Boot und hat leider keine Entfernungsangabe. Noch dazu ist das Boot schweinelangsam und hat keinen Radio (sogar Renn- und Geländemotorräder haben im Spiel einen Radio eingebaut). Außerdem bin ich damit jetzt schon zwei Mal in strandnähe auf Grund gelaufen, da sich nunmal kein genauer Standpunkt vom Müll bestimmen lässt und man so immerwieder gefährlich nahe an Landzungen kommt, da man schließlich nicht weiß, dass das Zielobjekt eigentlich weit dahinter liegt. Dafür ist die Unterwasserwelt ähnlich kiebevoll designed, wie das Festland. Jede Menge Fische, bunte Korallen, versenkte Frachtschiffe, absgestürzte Flugzeuge und sogar ein UFO.
Ach ja, von Epsilon bekommt man entweder 2Mio. Dollar oder einen alten Traktor aus 1910.
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