S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): RageFest3000
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

RageFest3000

Samstag, 15. Juni 2013, 19:01 Uhr 
Arbeit. Eigene Wohnung.
Das ist alles, was für sie zählt. Bin gerade von einer Landesmeisterschaft im Bankdrücken zurück. War mit meinem Bruder und meiner Schwägerin dort. Konnte mir die ganze Zeit anhören, was ich nicht alles machen könnte, wo es nicht überall Wohnungen und Arbeitsplätze und bla gäbe. Druck machen. Mein Bruder natürlich in seinem typisch schroffen Baustellenton. Ja und Amen ist das einzige, das man sagen kann, um die Situation schnellstmöglich hinter sich zu bringen. Dagegenhalten ist sinnlos. Sie verstehen es nicht. Sie haben die Probleme nicht. Sie müssen nicht ständg daran denken. Es beschäftigt sie nicht andauernd. Es interessiert sie nicht. Sie haben andere Dinge zu tun, um die sie sich kümmern müssen. Sie hatten das Glück, dass ihre hohle Welt (bis jetzt noch) nicht einfach so ausgehebelt wurde. Für sie ist alles noch schön einfach und übersichtlich. Sie haben keinen Grund sich Gedanken zu machen.
Da wo ich bin, werden sie vermutlich nie sein.
Ich falle. Seit fast zwei Jahren. Und immer wenn ich glaube, einen Boden zu sehen, auf den ich endlich aufschlagen könnte, bricht er weg und ich falle weiter. In die Stille. In die Dunkelheit. Alleine. Während immer mehr Stücke von mir wegbrechen. Kein fester Stand. Kein Boden, auf dem sich etwas aufbauen ließe. Und wenn, dann ist er vergiftet. Nicht mein Boden. Ich sehe keinen Sinn darin, hier etwas wachsen zu lassen. Lieber falle ich weiter.
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Habe René gerade eine Geburtstags-SMS geschickt. Erwarte mir keine Antwort oder sowas. Er wird sich wahrscheinlich denken: „Whatever. Fuck it.“.
Keine Ahung, was sich die Leute über mich denken. Vielleicht, was für ein undankbarer, gestörter Mistkerl ich bin. Einfach ignorieren ist wahrscheinlich der empfohlene Umgang mit mir.
Das hab ich nun davon.
Ist es wirklich so schwer zu verstehen, was die Geschichte für mich bedeutet? Ist es wirklich allen so scheiß egal? Lässt es sich wirklich so schwer nachvollziehen, warum ich mich von den Leuten fernhalte und mich immer weiter zurückziehe? Wie geht sowas? So schwierig kann´s ja offensichtlich nicht sein. Ich verstehe es trotzdem nicht.
Wie lebt es sich mit dieser Art der Gleichgültikeit und Wertlosigkeit? Sie sehen es wohl einfach nicht. Sie denken nicht darüber nach. Zu beschäftigt, zu abgelenkt mit … was auch immer sie glauben tun zu müssen. Für sie bedeutet es etwas und solange damit nichts passiert interessiert sie alles andere wenig bis garnicht. Selbst wenn etwas passieren sollte, ziehen sie lieber früher als später einfach weiter. Welchen Wert kann es also schon großartig gehabt haben?
Außerdem können sie in 99,9% der Fälle damit abschließen, weil es ihnen leicht gemacht wird. Entweder es gibt einen Verantwortlichen oder diverse Umstände machten den Ausgang der Sache absehbar. Damit lässt sich arbeiten. Sowas lässt sich dementsprechend leicht akzeptieren. Sowas habe ich aber nicht. Wie soll ich also damit abschließen können? Ich soll so damit umgehen, als wäre nichts passiert? Mir soll es egal sein, nur weil nichts greifbares da ist, auf das ich meine Gedanken und meine Gefühle richten könnte? Wie soll ich ein Ende zu etwas finden, das zwar begonnen wurde, aber bei dem der komplette Mittelteil fehlt? Offiziell ist ja schließlich nichts da, womit ich umzugehen hätte. Da ist nichts, was ich tun könnte und es wird auch höchstwahrscheinlich nie etwas da sein. Also fuck it? So einfach? Es will mir einfach nicht in den Kopf.
Und ich soll der seltsame sein, nur weil ich das nicht einfach so hinnehmen will/kann? Ich bin gestört? Ich bin krank? Nur weil mich alles andere nicht interessiert, keinen Wert für mich besitzt, weil es im Gegensatz zu Vergewaltigung für mich nur unnötiger, unbedeutender Kleinscheiß ist? Nur weil es mit nicht eingeht, wie man nicht den geringsten Scheiß darum geben kann? Weil mir nicht eingeht, wie sowas auch nur annähernd genauso egal sein kann, wie alles andere auch?
Wenn das krank ist, dann hätte ich gerne meine Medizin. 9mm Blei, oral, direkt ins Stammhirn injizieren bitte. Entweder das, oder lachend dazu beitragen und grinsend dabei zusehen, wie diese scheiß Welt von den Flammen zu Kohlenstoff umgewandelt wird. Zählt doch immerhin genauso viel, wie alles andere auch. Ist genauso gut/schlecht/egal wie alles andere auch.
„Some people just want to watch the world burn.“
Kann ich gut verstehen. Mir gefällt sie so auch nicht, wie sie jetzt ist. Ich bin aber, zumindest in meinem Umfeld, der einzige, der ein Problem damit hat. Alles, sogar ein Haufen Asche wäre besser als das.
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Ich hasse.
Keine Ahnung wen. Also hasse ich alle. Sie sagen mir schließlich alle das selbe. Dass es keinen Grund gibt, dass es keinen Sinn macht, sich so daran festzubeißen. Damit schade ich nur mir selbst. Dass ich jemanden bestimmten damit zerstöre, wollen sie ja nicht. Selbst wenn ich es könnte, hätte ich niemanden hinter mir, niemanden auf meiner Seite. Wow … just wow.
Nichtmal bei sowas. Aber im hohle Phrasen Dreschen und substanzlosen, bedeutungslosen Dahinleben sind sich alle einig.
Wo sind die Leute, wenn man sie wirklich braucht, wenn´s wirklich darauf ankommt, wenn´s mal wirklich um was geht?
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22:09 Uhr. Gerade wieder etwas in Audacity herumgespielt. Wollte mit der Gitarre etwas aufnehmen und sehen, was sich daraus machen lässt. Sobald ich mal einen brauchbaren Durchgang zusammengebracht hatte, hängte sich das verschissene Programm auf.
„Audacity funktioniert nichtmehr. Online nach Lösungen suchen oder Programm schließen?“
F FUCKING U!!!
Temporäre Dateien können natürlich auch nichtmehr hergestellt werden. Wie ich es liebe, wenn selbst grundlegende Funktionen ihrem Namen nicht gerecht werden, weil sie eben nicht funktionieren. Als würde ich die Scheiße aus dem Programm nutzen und es mit Dingen ans Limit treiben, für die es eigentlich garnicht gemacht ist. Wenn dem so wäre, hätte es wenigstens einen Grund nicht zu funktionieren. So aber ist es, als würden sich zwei gleiche Legosteine nicht zusammenstecken lassen. Wie ich diese Softwarescheiße hasse, mit all ihren Inkompatibilitäten und sonstigem verfickten Schwachsinn, der einem Probleme bereitet, von denen man nur die Wirkung mitbekommt. Deren Ursache bleibt im Verborgenen und ist meistens nicht auf den ersten, oft auch nicht beim dritten und manchmal nichteinmal beim zehnten Hinsehen nachvollziehbar. Funktioniert eben nicht und aus. Das war´s. Mehr Information gibt’s nicht.
Kommt mir von irgendwo bekannt vor.
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I don´t know what I am. I don´t know what I want to be. I don´t know what I can be. I don´t know what I´m supposed to be. I don´t know at which point I am. Am I still losing my mind? Have I already lost it? What the fuck is wrong with me? Is there something wrong?
Why can´t anybody see?
Why can´t anybody understand?
Why is it all supposed to be my fault?
Now I just do what I´m told, as good as I can.
Nothing.
At least I try.
And yet it´s all wrong.
No matter what I do, I just can´t make it right.
I try not to care about anything or anyone anymore. Not even myself. Because, why bother? That´s what they want. At least that´s how I understand it. You´re not supposed to care, just in case that it all turns to shit and you´ve got to move on again.
What if you do care anyway?
You´ll go down. You´ll be left behind and they´ll watch you in the rear view mirror as they somehow manage to not give a shit and move on without you, living their hollow lifes where apparently nothing really matters.
Fucking bastards.
I just don´t get it into my head. My mind refuses to accept this shitload of fucking retarded bullshit that they all keep telling me. How do they suppose that anyone should care about the shit that happens to them?
They don´t.
They don´t have to think about it. Because it works just fine for them how it is right now. They are not alone. They have a whole bunch of equally mindless hypocrites behind them who all have got each others back. So why waste even a single thought about the rest?
Worthless.
Pointless.
Meaningless.
Everything.
At the very most myself.
I´m not supposed to do nothing.
I´m not supposed to do what I want.
I´m afraid of doing what I can. People I care about get hurt. It´s wrong to care – or so I´m told - and it´s wrong to hurt people. But how is it even possible to hurt someone if nobody cares about anything? Why give a shit about hurting people when you´re not supposed to care? Anyway, I keep to myself. Because I care. Because the others don´t and because I don´t want to hurt people I like. But that´s wrong too. I just don´t understand. I don´t know what to do.
So I do nothing.
And guess what.
I´m wrong again.
I´m supposed to do as I´m told as long as I obey and obide, don´t give a fuck and keep my mouth shut. Or something like that.
I can´t and I won´t.
I´m unable and unwilling to submit myself to such a doctrin, which tells you that even letting a rapist get away with it is an alright thing to do. It´s simply not acceptable. Definitely nothing that I would consider desireable at any time. Except if I´d be a rapist. But that´s just my opinion. Everyone else seems to say: „Sure. Right on. Go ahead. I don´t just encourage you to do so, but I also put children into this world to share and spread this wisdom and to let it live on for evermore. Just because we can. And damn you, if you oppose us. We know we are right, because it´s easy, because we are we. Plural, bitch! You stand alone. So, please, just go away. No, honestly, fuck off. Oh and if it would be possible by any chance if you don´t kill yourself, that would be nice. Because, you know, we don´t want that either. We´d rather have you with us, living through your nightmares, than letting you get away that easy. Because, well, it makes us feel better. We won´t let you get what you want. That privilege is for rapits only.“
I really wonder if they would think the same way, if it would happen to them. I think then they´d see it drastically different. Maybe then they´d start to see what I see. Maybe then they´d start to understand. Maybe.
I doubt it.
There is … that one thought out of many, but it is there. So why pretend that it doesn´t exist? It´s fucked up, I know. Terrible. But I can´t help it. It´s just that I have to admit that a little part of me wishes that it would happen to them or someone they love. All of them. In the exact same way. By the exact same guy, in an ideal case.
(I mean, he´s still available, right? Nothing happened to him, right? So why shouldn´t he help me making my point?)
Then no one should listen to them either. Everyone they know should keep talking shit they don´t want to hear, they can´t believe, they can´t accept. They should be left alone too, as soon as everyone sees that they don´t achieve anything with their poor and thoughtless attempts of „helping“. Strip them off everything they used to love or even just like. Turn it into a pointless, meaningless, worthless waste of time. Let´em experience the hate and the desperation, the sadness and the loneliness. Don´t provide them with any kind of appropriate release. Destroy their trust, their motivations, their hopes and their believes. Make them question everything they thought they know. Let them feel the pain. Let it grow. Let it dig deep. Let it burn. Let it pulsate. It will make them want to crack open their skull and rip out their brain with their bare hands, because everything it does is hurt and it won´t stop thinking, despite its uselessness. It will make them want to tear the skin and flesh off their chest with their bare hands and rip out their heart, because everything it does is hurt and it won´t stop feeling, despite its uselessness. Let them drown in their tears. Day by day. Night after night. Don´t let them get any sleep. Let their dreams be tainted, haunted. Let them rot from the inside. Don´t leave them any ground to stand on. Let them fall. Let them have their fill of alcohol and other drugs they enjoy, because they usually provide a temporary escape from this hell. Let´em have it until their relieving effects fade away more and more, to a point where they´re gone for good. Let them suffer. Let them crawl naked on the floor of their apartment. Let them kneel in front of a toilet, puking out their guts until there´s nothing left but a sore throat. Let them curl up in their bed, hugging their pillow, surrounded by darkness and silence. Crying. Screaming. Asking why. Give insanity the time it needs to crawl up on them, to wrap around them, to swallow them, to devour them. Let them get their soul ripped apart, but let it do it themselves. Don´t even watch as they lose their mind. Just turn your back on them and walk away.
And I wish I could be there to laugh´em right in the face for not taking me seriously, for making me feel like it´s all my fault, for making me feel like I´m the one sick bastard, back when I had a similar story to tell. I wish I could tell them that I told them so and then just turn my back on them and walk away myself.
Maybe then they would ...
Maybe then even I´d start to believe that things like Karma or fairness really exist.
Do I really want this to happen? Would I enjoy it? That little part of me says yes. It´s like shoving a dog´s nose into his own shit to teach him not to crap on the carpet. But the rest of me doesn´t want it at all. I´ve been there. I´ve gone through this shit over and over again and there is still no end in sight. It´s just cruel and wouldn´t change anything. Also, what would that make me? It wouldn´t make me the slightest bit better than that motherfucking rapist piece of shit who started this whole thing. On the other hand, it just wouldn´t matter at all. It´s not like anyone considers me any better than a rapist. I´m just another mindfucked sack of human garbage who some prefer to forget. Additionally, what´s already happening is far from anything near good either and that´s exactly what they want. Nobody wants anything to change. They´re happy as is. There would only be a short period of „Oh no! What the … ?! How could he … ?! What a … !“. Perhaps even a „Maybe we … .“ or „If we just … .“ and lot of coulda/woulda/shoulda, but then it would soon be back to good old „Oh, look! New iPhone´s coming out.“ again and the world will still be turning, like nothing ever happened. So, that´s that.
Stupid bullshit.
But who cares what I think? How do I even suppose that it would change anything, regardless what I do? I know it wouldn´t. Why even try? Why even think of trying? Why bother? Why care?
I just doesn´t make any sense.
All of it.
I don´t understand.
I don´t know what to do.
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Sonntag, 16. Juni 2013, 01:43 Uhr
Habe mich da oben wieder in einen ordentlichen rage rant reingeschrieben. Aber was soll ich tun? So sieht´s nunmal in mir aus. Ja, da staut sich über die Dauer so einiges auf. Und ich habe nunmal keine andere Möglichkeit, es loszuwerden, als es hier niederzuschreiben. Immerwieder. Immer im Kreis.
„Sad but true“ indeed.
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Dienstag, 20. August 2013, 12:27 Uhr
Heute Nacht, zum Abschluss eines unnötigen Tages, nochmal so richtigen Crap geträumt. Ging um Meli und ihren Hass auf mich. Details weiß ich jetzt nichtmehr. Glücklicherweise. Dementsprechend geht’s mir auch heute.
… also weiter mit Red Dead Redemption.
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Bin noch immer etwas mindfucked von meinem Traum. Der gestrige Tag ließ es nicht verhindern, dass ich wieder vermehrt über die ganze Sache nachgedacht habe. Vor allem daran, was ich zurückgelassen habe, was es mich gekostet hat.
Was dachte Meli, dass passieren würde, wenn sie mir erzählt, was sie mir erzählt hat? Dass ich es einfach so hinnehme? Dass ich ähnlich „einfach“ darüber hinwegsehe, wie sie? Warum hat sie es mir überhaupt erzählt, wenn´s doch ihrer Meinung nach nicht weiter tragisch ist? Warum nimmt sie dieses Arschloch in Schutz? Warum werde ich vergleichsweise schlimmer behandelt, als diese Missgeburt? Nicht nur von ihr, sondern auch von allen anderen. Claudia, ich mag sie. Sehr. Sie meinte, meine Gefühle und Gedanken wären absolut verständlich und nachvollziehbar. Trotzdem unternahm sie nichts, um mich dahingehend zu unterstützen. Sie meinte, dass ich zu akzeptieren hätte, wie Meli damit umgeht (Hab´ ich das?). Immerhin ist es ihr passiert (Ist es das?). Darum ist sie es, die die Unterstützung benötigt (Ist sie das?). Solange nicht darüber geredet wurde, kam sie bereits nach kurzer Zeit (Zu kurze Zeit?) sehr gut damit zurecht. Sie machte mir mehr oder weniger sogar Vorwürfe, dass wir in der einen Urlaubswoche im November, die wir uns extra ausgemacht hatten, praktisch keinen Sex hatten. Sie sagte, dass sie sich aus Rücksicht mir gegenüber selbst auch zurückhielt, da sie wusste, dass ich Probleme mit der Sache hatte. Ich dachte das selbe und machte das selbe. Nicht die Vorwürfe, sondern die Zurückhaltung. Doch das musste ich nicht und sollte ich auch nicht. Ich sollte einfach weitermachen, als sei nichts gewesen. Sexuell und auch sonst. Laut der Meinung aller, denen ich bisher davon erzählt habe. Da ich das nicht kann und mir dahingehend auch nicht „helfen“ (Ich hasse das Wort Hilfe in dem Zusammenhang.) lassen will, werde ich ausgegrenzt. Zumindest fühle ich mich so. Es fühlt sich an, als wollten sie mich alle nur auf ihre Seite ziehen. Eine Seite, auf der man nur vorgibt, dass einem etwas was bedeutet, aber man jederzeit dazu bereit ist, sich umzudrehen und wegzugehen. Ein Seite, auf der verächtlich über Vergewaltiger geredet wird, aber es absolut in Ordnung und akzeptabel ist, nicht dagegen zu unternehmen/unternehmen zu können.
Schlussendlich … Meli, warum konnten wir nicht einfach miteinander reden? Warum waren wir uns gegenseitig nie so ehrlich gegenüber, wie wir die ganze Zeit über dachten, dass wir waren.
Ich weiß, das hier ist der selbe Scheiß, den ich in den vergangenen zwei Jahren schon so oft niedergeschrieben habe. Doch es dreht sich immernoch in meinem Kopf. Das und so vieles anderes, aus so vielen verschiedenen Sichtweisen. Dabei haben alle ihre positiven und neagtiven Seiten. Dadurch erscheint nichts wirklich besser, als das andere. Ich habe keine Ahnung, was „das Richtige“ ist, was mehr Sinn ergibt. Ich weiß nichtsmehr. Ich habe keine Ahnung mehr, von richtig oder falsch. Ich will meine eigenen Werte nicht verraten, aber fühle mich auch nicht wohl dabei, den Leuten die ich mag so fern zu bleiben und sie manchmal auf´s übelste zu beschimpfen. Es tut mir so verdammt leid und doch auch wieder nicht. Einerseits vermisse ich Claudia und die Jungs, René, Andy, Meli, … . Sie stellen ein Welt und einen Menschenschlag für mich dar, die ich bis dahin noch nicht kannte (Ob Chrisi & Erik überhaupt von der Sache wissen und wissen, was mit mir los ist?). So schön weit weg davon, wo ich herkomme. Geisitg, wie auch geographisch. Es war schön, dazu zu gehören. Es war schön, sich willkommen zu fühlen. Es war schön, sich mit anderen Nerds zu unterhalten und mit Leuten, deren Welt aus mehr besteht, als nur Arbeit, Haus, Garten und Familie. Ich vermisse das, wirklich. Andererseits will ich nichts von ihnen wissen, da ich weiß, dass sie wie so viele andere auch nicht hinter mir stehen würden. Nichteinmal bei einer Sache, bei der es „darauf ankommt“, wie man so schön sagt. Eine Sache, bei der man herausfindet, woraus man gemacht ist. Sie halten Abstand, wollen nichtsmehr von mir wissen, nichtsmehr mit mir zu tun haben. Ich halte Abstand. Aus Rücksicht, weil ich ihnen mit meinem Schrott nicht zur Last fallen will und weil ich mich auf eine andere, aber ähnlich tiefgehende Art wie in meiner Famile, miss- bzw. unverstanden und abgelehnt/ausgestoßen fühle. Ich weiß bis zu einem gewissen Maß, dass es sie nicht interessiert. Und ich frage mich: „Warum?“. Warum das alles? Wozu? Für wen? Was mache ich falsch? Was ist überhaupt richtig? Gibt es sowas überhaupt?
Ich weiß es nicht.
Ich komme nicht voran?
Will ich das überhaupt? In so einer Welt? Voll mit solchen Menschen? Voll mit Leuten, die einen verstoßen, sobald man nur „das Falsche“ denkt oder sagt; sobald man dazu bereit ist, zum äußersten zu gehen, wobei es einem nur darum geht, für andere einzutreten und sie zu schützen? Leute, denen im Endeffekt nichts etwas zu bedeuten scheint; die dazu bereit sind, wortwörtlich ALLES einfach hinter sich zu lassen, mit gerade´mal einem „Tja, schade drum. Fuck it. Let´s move on.“? Wie macht man sowas? Was für ein abgebrühter, heuchlerischer Bastard muss man sein, um sowas über´s Herz zu bringen? Wie kann man freiwillig dazu bereit sein sich so derartig vom Leben (wortwörtlich) IN DEN MUND FICKEN zu lassen und es auch noch gutzheißen und nichts dagegen zu unternehmen?
Wie kann man freiwillig dazu bereit sein, sich so derartig von sowas beherrschen zu lassen, dass es einen schlussendlich selbst zersört? Wie kann man dazu bereit sein, lieber daran unterzugehen, anstatt zu sagen: „Tja, schade drum. Fuck it. Let´s move on.“?
Es hat alles seine Gründe. Einzig eine Frage, wie man damit umgeht. Ich verstehe beides nicht wirklich, obwohl ich meine Seite unweigerlich besser nachvollziehen kann.
Ich …
Ich stecke fest. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll und ob es überhaupt weitergehen soll. Solange man nichts unternimmt, geht es auf jeden Fall irgendwie weiter … das Leben … mit seinem Chaos und seinen ewigen Kreisläufen.
Meine Mom ist an der Tankstelle auf ein paar Bier mit … don´t know how to call them … Bekannten? Egal. Spiele jedenfalls mit dem Gedanken, auch hinzugehen und zu sehen, was sich ergib. Vielleicht ist ja auch Alfred, der Ex-Nachbar und Universitätsprofessor wieder dort (Würde mich wundern, wenn nicht.). Dann hätte ich wenigstens jemanden, mit dem man über etwas gehobeneres, als den alltäglichen Tratsch alter Weiber und der üblichen Dorfbevölkerung, reden kann.
Meine Beistrichsetzung hat sich ein kleines Bisschen verbessert, oder? Ganz werde ich da wohl nie durchblicken. Drauf geschissen.
Wer auch immer das alles außer mir lesen mag, ich hoffe, …
Ich weiß nicht, was ich hoffe. Ich weiß nicht, was für eine Mensch ich in deinen Augen bin. Ich weiß nicht, ob du mich verstehen kannst oder nicht. Ich weiß nicht, ob du meine Ansichten teilst oder ganz anderer Meinung bist. Ich weiß nicht, ob du mich verabscheust oder dich in mich verlieben könntest (Grüße an die Wölfin an dieser Stelle. :p ;) ). I just hope you know that I did what I thought was best. I tried. Even if it might not seem to be very much, but I did. I truly did. And I failed. Now I´m broken, desperate. I don´t have the strength do go any further. I´m hiding, waiting. Waiting for … I don´t even know it myself … for whatever may come next. Emphasis on “whatever“. It´s not like I don´t care anymore. I want to care, but I´ve lost every kind of motivation. I don´t know what to care about. I feel like I always manage to focus on the wrong things. But what is right, if not even to put a rapist justice? Nothing appears to be strong enough to keep me going. Not even my beloved videogames. Nothing appears to be worth it, since everybody keeps telling me to just move on from things. I feel powerless. I´m feeling stranded. I´m feeling alone. And all the time there are those questions, spinning in my head.
Why?
What for?
What does it all mean?
I don´t feel like I have the strength anymore to just say „Well, let´s see!“. I don´t want to see any more. Not if everything I see keeps getting worse. I don´t think I have to see any more. My opinion was cut out for me through the things that have happened. This world is a rotten place. People are cruel and I don´t want to have any part in their business. Even if I would, they wouldn´t let me. They like it that way, how bad things are, even though they often say otherwise. They don´t want things to change. Me neither. But, in opposition to them, I don´t want good things to change. They … they are happy enough if they just manage to be able to deal with the shit that´s going on, without doing anything about it. So I do as I´m commanded. Partially. I may not stay as quiet as they want me to, but at least I´m doing nothing. Nothing at all. I´m just sitting here, playing my games. I can´t do anything else. They won´t let me. And the things they want me to do, I won´t do. I won´t just look away. I won´t just move on. I won´t pretend that nothing ever happened and that it didn´t mean anything to me. BECAUSE IT MEANT THE WORLD TO ME! Melanie. Claudia. Tulln. … and everything connected to it. Chrisi & Eric. René.
Who am I … WHAT am I, if I simply turn my back an walk away from this?!
Is it so difficult to understand?
Yeah, in some way I did just that. I just turned around and left. And I´m sorry. But I didn´t do it on my own free will. I didn´t do it on purpose. I was forced.
Is it so difficult to understand?!
Maybe I´am just one fucked up individual you happen to know somehow. Maybe you wish you could´ve prevented me from all this. Maybe you feel sorry for my poor little soul or maybe you despise me. I can´t say I don´t care. Not now at least. I do. But it´s not in my right to tell you what to think about me. I only hope that this helps you to understand my way of seeing things, so you don´t have to judge prematurely or hold any allegedly unjustified grudge against me. What you do with all this information from now on is up to you.
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Mittwoch, 21. August 2013, 04:43 Uhr
Habe mir in den vergangenen Stunden mit RDR den Alkohol aus der Birne gewürfelt und gepokert und gerade versucht, ein wenig zu schlafen. Dachte mir schon, dass das nichts wird, aber versuchen kann man´s ja.
Warum musstest du diese Missgeburt in Schutz nehmen, Meli? Kennst du ihn? Ist die Situation damals wirklich außer Kontrolle geraten oder wolltest du´s sogar? Hat er dir wirklich etwas angetan oder hast du bei dem Thema immer nur deswegen angefangen zu heulen, weil ich keinen Strich drunter setzen konnte und du es einfach nichtmehr hören wolltest, da es ja nicht so war, wie du es mir erzählt hast? Wieviele der Tränen waren wirklich echt. Wolltest du nicht, dass es rauskommt, aus den Gründen, die du mir genannt hast (deine Mom würde es dir nicht glauben und es würde dem Image deines Vaters schaden, etc.) oder um deinen Schein zu wahren und weiterhin niemanden etwas von Dark Meli wissen zu lassen? Wolltest du damit wirklich auch mich vor mir selbst schützen, indem du ihn „vor mir versteckst“? Soviel kann ich dir doch garnicht bedeutet haben. Du beendest die Geschichte mit mir und fickst ohnehin die ganze Zeit schon mit (mindestens) einem anderen. Dabei schiebst du mir auch noch die Schuld mit Sprüchen wie „Bist ja selber schuld. Hättest ja mit mir zusammengehen können.“ zu, auf die nicht allzu lange danach aber ein „Ich kann nicht treu sein. Selbst in einer fixen Beziehung hätte ich es getan.“ folgt. Oder hast du mir das nur erzählt, um mich loszuwerden; um mir einen Grund zu geben, dich zu verabscheuen, damit ich loslassen kann? Ich würde dir immernoch so gerne glauben, Meli. Nur weiß ich nicht, was ich glauben kann. Bei allem, was du mir erzählt hast, widerspricht sich mindestens genau so viel, wie zusammenpasst. Ich hätte genug Gründe, dich ebenfalls zu hassen, doch das kann ich nicht. Ich weiß, dass ich selbst viel bei uns verbockt habe. In bester Absicht, so bescheuert das auch klingen mag. Doch ich wusste es wirklich nicht besser. Woher auch?
Egal, was wirklich passiert ist und was nicht.
Egal, was du mir erzählt hast und was nicht.
Egal, was davon stimmt und was nicht.
Warum, Meli?
War es das wert?
War das wirklich notwendig?
Habe ich das deiner Meinung nach verdient?
Bin ich in deinen Augen wirklich so ein schlechter Mensch?
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In meinem Verstand verschwimmt alles zunehmend. Die Zeit fordert ihren Tribut. Details beginnen immer mehr zu verblassen. Ein paar Fixpunkte bleiben jedoch unverändert klar erhalten. Zum Beispiel die Nacht, in der sie zu mir an die Tankstelle kam. Alleine das Bild, das ich von ihr in dieser Nacht noch mit mir in meinem Kopf herumtrage, kann kein Fake sein.
Kreidebleich, hängende Schultern, schlurfender Gang, keine Worte, nichts als Tränen.
Das war nicht gespielt.
Ihr Handeln war echt.
… aber vielleicht war der Grund ein anderer?
Ich bringe mich mit dieser alles-Mögliche-in-Betracht-Zieherei mehr und mehr selbst durcheinander.
Den Wichser in die Finger zu bekommen würde schon seit längerem nichtsmehr ändern. Ich will es zwar immernoch, um mir selbst zu zeigen, dass wenigstens ich bereit bin, etwas zu tun, und dadurch immerhin ein kleines Bisschen Seelenfrieden zu finden. Doch ich fühle mich innerlich zu zerstört, alsdass mich das wirklich noch irgendwie wieder aufbauen, neu motivieren und neue Hoffnung schöpfen lassen könnte. Von Vertrauen ganz zu schweigen. Zu viel Zeit ist verstrichen. Es hat mich zu viel gekostet. Ich wurde zu oft, zu effektiv abgewiesen.
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Thema Masturbation usw. hatten wir schon lange nichtmehr.
Ich bin in letzter Zeit wieder ungewöhnlich oft ziemlich spitz. Ungewöhnlich im Sinne von „ähnlich wie früher“, also vor der ganzen Geschichte. Keine Ahnung genau, woran das liegt. Die mit der Zeit verblassenden Bilder? Nur für mich selbst funktioniert es noch immer nicht. Irgendwie bin ich auf eine seltsame Art und Weise sogar froh darüber. Ich brauche noch immer die Gewissheit, dass ich dem Mädchen auch etwas gutes tue; dass es ihr gefällt; dass sie es will. So stelle ich mir seit einiger Zeit vor, sie nur zu lecken oder dass sie genussvoll auf mir reitet, während ich mir einen runterhole. Die Vorstellung, dass ich auf/über ihr bin, sie mir einen bläst oder etwas anderes, bei dem ich definitv die dominantere Rolle einnehme, funktioniert nicht. Die Hand um den Hals zu legen vermeide ich seit nun über zwei Jahren schon. Mit einfachem Händchenhalten habe ich inzwischen auch Probleme bekommen, seit wir zum letzten Mal auseinandergegangen sind. Ich halte eine andere Handfläche in meiner und ineinander greifende Finger nichtmehr aus. Nicht´mal, wenn es meine eigenen sind. Es ist, als würde ich immernoch ihre Hand in meiner spüren. Ich stelle mir nicht vor, mit ihr zu schlafen oder wie es mit ihr war. Daran werde ich schon oft genug unabsichtlich erinnert. Das versuche ich zu vermeiden. In letzter Zeit ist „sie“ meistens blass, zierlich und rothaarig. Gelegentlich schummelt sich meine Fixierung auf Asiatinnen noch durch, jedoch ohne das typische, ziemlich ablehnend und nach Schmerzen klingende „Gewinsel“ beim Sex. Früher fand ich das irgendwie süß, inzwischen … . Die Orgasmen sind ebenfalls noch immer pretty messed up. Erst heute bekam ich währenddessen wieder einen kleinen Heulkrampf. Schlimmer noch. „Sie“ saß auf mir und ich bat „sie“, nein, eher flehte „sie“ kurz vorm Höhepunkt verzweifelt an, sie soll aufhören. Alles in meinem Kopf natürlich bzw. sehr leise flüsternd. Ich sehe in meiner Fantasie diese perfekte, verständnisvolle, rücksichtsvolle, mitfühlende, alles einnehmende Schönheit auf mir und wenn das höchste der Gefühle nahe ist, bricht eine Welle aus Verlustangst über mir ein. So stark, dass ich mich nur schwer dagegen wehren und in 90% der Fälle nichts anderes tun kann, als „sie“ so fest zu halten, wie ich nur kann, und minutenlang meine gebrochene Seele in die Kissen zu heulen. Manchmal, sehr selten, findet „sie“ die richtigen Worte, um mich gerade noch so aufzufangen. Dabei ist mir bewusst, dass ich alleine bin, mit mir selbst spreche und hier nur eine Masturbationsfantasie mit mir durchgeht. Als würde ich mich selbst dabei beobachten. Dabei komme ich mir oft so erbärmlich vor, aber ich kann nicht anders.
Wer auch immer irgendwann eventuell vielleicht „ihren“ Platz einnehmen mag: Ich will nicht, dass es wieder vorbei ist. Ich will dich nicht wieder gehen lassen. Ich will dich mir nicht wieder nehmen lassen. Ich will es nicht wieder verbocken.
Manchmal bitte ich „sie“ sogar in meiner Fantasie, es mich nicht wieder verbocken zu lassen. Ich nehme „ihr“ das Versprechen ab, es nicht zuzulassen. Ich flehe „sie“ unter Tränen an, es nicht wieder zuzulassen.
Ich versuche beim Einschlafen Abstand von der Wand und dem hölzernen Kopf des Bettes zu halten, um sie nicht zu berühren. Ich lag in Meli´s Bett immer ziemlich nahe dran. Die Berührung bringt mich instantly wieder dahin zurück. Ich bin dann geistig sofort wieder neben ihr im Bett, wenngleich auch nur kurz, aber es reicht.
Damn, I´m fucked up! Wäre der Ausdruck nicht schon erfunden, hätte sich das hiermit auch erledigt. Keine Ahnung, was sich jemand anderes denkt, der das liest. Sollte man sich dafür schämen? Ist es abartig, widerwärtig, krank? Gestört auf alle Fälle, der Überzeugung bin ich auch. Verdreht. Wie das Negativ eines Bildes. Spiegelverkehrt mit Farbumkehrung. Es ist schon noch alles da, aber falsch´rum und nichtmehr da, wo es hingehört. Absolut nichtmehr so, wie es einmal war.
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09:35 Uhr. Woah, da hab´ ich ja wieder was von mir gegeben. Fühle mich erleichtert, jetzt, wo ich das losgeworden bin. Glaube, dass ich das irgendwie seltsam finden sollte. Bin mir nicht sicher.
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12:37 Uhr. Habe mir zum Zeitvertreib meine Einträge der letzten beiden Wochen durchgelesen. Langsam bin ich echt fertig. Hirn läuft praktisch schon auf Standby. Werd´s nach 24 Std. doch noch´mal mit Schlafen probieren.
Im Wohnzimmer telefoniert meine Mom gerade mit sonstwem und redet über mich und was ich alles nicht mache. Sie denkt wohl, dass ich schlafe oder, wie in den vergangenen Wochen üblich, meine Kopfhörer aufhabe. Bin glücklicherweise schon zu müde, um mich jetzt damit zu befassen.
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