S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): ... for a taste of things to come
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

... for a taste of things to come

… for a taste
of things
to come





by
Insert Subject Name Here
(call me whatever you want)





digital copy



starting June 2012
ending July 2012





WHY?

Something absolutely terrible happened.
I'm not supposed to talk about it.
They say that “life goes on” and that I have to “find a way to deal with it”.
I can't.
It's all over my mind.
It's everything I can think about.
I've been like this since months.
So I try to run away instead of killing myself.

Day X – Made a decision …
Habe beschlossen heute nicht arbeiten zu gehen. Damit verliere ich zwar wieder einige Sympathiepunkte, aber was soll´s?!
Ich muss weg von hier.
Habe den Tag damit verbracht Vorbereitungen zu treffen. Ich habe die Küche und das Bad geputzt, den gröbsten Müll aufgeräumt. Eigentlich könnte es mir egal sein, welchen Saustall (der zwar noch weit unter Messy-Niveau liegt, aber jedoch auch stark über typisch männlichen Singlehaushalt hinausgeht) ich der Welt hinterlasse, doch das ist es nicht.
Habe mir einige Kleinigkeiten zusammengesucht, die sich als nützlich herausstellen könnten (Messer, Feuerzeugbenzin, Tabak, Kompass, Schreibzeug, etc.). War sogar extra noch beim Pagro, um mir diese Notizbücher zu kaufen.
Naiver Crap, ich weiß. Andererseits … wen interessierts?
Habe Dinge zusammengesucht, die nicht mir gehören, damit ich sie meinen Freunden zurückgeben kann. Sitze jetzt hier bei ein paar Belohnungsbier und höre ChroniXradio.com. Geile Scheiße!
Habe morgen einiges vor. Mal sehen …
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Irgendein scheiß heißer Tag, Juni 2012
Habe das Wochenende bei René verbracht. Wir haben gemeinsam mit ein paar anderen seiner Best Buddies seinen Geburtstag gefeiert. Angenehme Leute.
Es hat gut getan, sich wiedermal so richtig vollzusaufen und die halbe Nacht nur mit einem Handtuch bekleidet (wenn überhaupt) herumzulaufen. Das Essen war spitze. Kompliment an seine Mama. Die Freundin seines Bruders scheint auch nett zu sein. Wahnsinns Körper. Gesicht und Haare sogar noch hübscher am Morgen danach, praktisch ungeschminkt, bei der ersten Tschick unten im Garten. Jedenfalls keine dieser „üblichen Bitches“. Trotzdem, keine Chance, dass ich mich an ihren Namen erinnern würde. Egal.
René hat mich nach Hause gebracht und sich dann noch einen ganzen Arsch voll Konsolen, Spiele und Filme mitgenommen. Ich habe ihm gesagt, was ich vorhabe. Ich hätte in seiner Situation das selbe gemacht. Habe ihm natürlich auch sämtlichen Stoff mitgegeben, den ich mir geborgt hatte (Laptop etc.). Die Verabschiedung war kind of awkward, aber ich bin sowieso nicht gut in solchen Dingen. Habe mich dann erstmal ordentlich ausgepennt. Hatte noch a g'scheite Restfett'n von der Feier.
Der heutige Tag wurde genutzt, um noch ein wenig zu Essen einzukaufen. Außerdem habe ich danach J.D. Salingers „Catcher in the Rye“ in einem durchgelesen. Hat mich den ganzen Tag gekostet. Das Buch ist nicht sonderlich kompliziert, aber ich bin eben nicht der geborene Leser. Noch dazu habe ich mich mehr oder weniger dazu gezwungen. Ich habe mir das Buch nur ausgeborgt und wollte es wenigstens gelesen haben, bevor ich es zurückgebe.
Ein 17-jähriger Junge schreibt über seine ständige Depression, die Dummheit und Sinnlosigkeit anderer Menschen Handlungen und Worte. Er hat keine Ahnung wohin mit sich selbst oder was tun mit seinem Leben. Klingt mir oft sehr ähnlich. Aus heutiger Sicht fällt es mir allerdings schwer zu verstehen, warum das Buch so viel Anerkennung findet. Das kann doch nicht das erste Mal gewesen sein, dass jemand darüber schreibt.
PS: Der Autor des Buches verfügt über ein erbärmliches Vokabular. Aber darum geht es ja auch nicht und er gibt es ja auch selbst zu.
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Leere
Sitze immer noch zu Hause rum.
Faulheit, schlafen, essen, Filme, Videospiele, Kaffee, Energy Drinks, Bier, Chips und Schokolade, … denken … und doch wieder nicht.
Habe das Handy an die Steroanlage angeschlossen (Adapterkabel FTW!) und sitze jetzt hier und höre Ö1.
Zuviele Nachrichten Politik ist für'n Arsch. Für Sport habe ich mich sowieso nie wirklich interessiert. Wenigstens ist die Musik gut, because it doesn't remind me on anything.
Sitzen, liegen, rauchen, denken, schreiben. Draußen sehe ich das „Leben“ einfach weitergehen. Ein einziger Algorythmus. Es mag kompliziert aussehen und doch bewegt sich alles nur im Kreis.
Und ich …
… ich bin einfach nur da.
Nichts weiter.
Standby-Modus
-
I just let myself go.
Fuck it all.
Nothing seems to matter anymore.
Ständige Stimmungswechsel.
Keine Ahnung, was ich tun soll.
Keine Ahnung, was ich tun will.
Keine Ahnung, was ich denken soll.
Leere.
Bedeutungslosigkeit.
Wertlosigkeit.
Sinnlosigkeit.
Wohin ich auch sehe.
Werde ich verrückt?
Bin ich es schon?
Faul, gleichgültig, nervös, zuversichtlich, traurig, verwirrt, nachdenklich, motiviert, abweisend, interessiert, faul, …
Ich fühle mich verarscht.
Als wäre ich der einzige, dessen Handlungen negative Konsequenzen nach sich ziehen.
Was andere tun ist mir scheiß egal.
Alles, was ich tue, ist entweder negativ für mich und/oder für andere oder einfach nur … wurscht.
Wenn man sich Mühe gibt mag mein Handeln vielleicht nichtmehr ganz so unlogisch, unnachvollziehbar, gestört, egoistisch oder sonstwas klingen.
Doch laut gängiger Meinung ist und bleibt es falsch.
Das mag zwar auch auf Handlungen anderer zutrefen, doch bei denen wird es dann einfach heruntergespielt, es wird darüber hinweggesehen.
Ist doch egal. Wichtig ist das hier und jetzt und wie's später weitergeht.
Wenn's genauso weitergeht? Fuck it. Es wurde schonmal durchgestanden, also geht’s auch nochmal. Und nochmal. Und nochmal, wenn's sein muss.
Ich wiederhole mich. Immer wieder.
Ich drehe mich im Kreis.
Ich komme nicht vom Fleck, weil ich nichts habe worauf ich Fuß fassen könnte.
Ich habe keinen Untergrund auf dem ich aufbauen könnte.
Es ergibt alles keinen Sinn.
Es fällt schwer überhaupt noch einen klaren Gedanken zu fassen.
-
Inzwischen ist es Abend.
War heute kurz draußen, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Allem voran Zugaretten, Zucker für den Kaffee und Bier. Bin dann nur dagesessen, habe Bier getrunken und dem Radio gelauscht. Musste aufhören, weil es mich zu sehr an meinen Vater erinnert hat.
In seinen letzten Jahren ist er auch oft einfach nur dagesessen. Nur er, der weisse Doppler und das Radio. Einsam, verlassen, an nichts denkend und doch in Gedanken versunken. Eigentlich ein erbärmlicher, trauriger Anblick. Damals empfand ich es als normal, nichts besonderes. Ich wusste nichts damit anzufangen.
Inzwischen weiß ich, wie es dazu kommen kann.
Ich wollte nie so werden wie meine Eltern. Vor allem wollte ich nicht anfangen zu trinken.
Inzwischen weiß ich wie es dazu kommen kann.
Trinken um den Verstand zu betäuben. Aber es funktioniert leider nur teilweise. Der Alkohol hebt den Gemütsszustand etwas. Man wird unfokusierter, lässt sich leichter ablenken. Das war's dann aber auch schon.
Eigentlich trinkt man nur weiter, um möglichst schnell müde zu werden und man zum Einschlafen nurnoch umfallen muss, ohne sich vorher noch stundenlang umherzuwälzen und weiter zu denken. Der Gewöhnungseffekt ist eine verdammte Hure.
Sitzen, saufen, rauchen, schreiben, denken.
The White Stripes.
Draußen Blitz, Donner und Regen …
… wenigstens etwas positives.
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Bad Weather
HELL YEAH! Das Wetter ist das beste, was mir seit einiger Zeit passiert ist.
Komme gerade zurück von einem nächtlichen Schlechtwetterspaziergang. Jede Menge bad ass Blitze, lauter Donner und monsunartiger (aber warmer) Regen, Ich konnte nicht zusehen, ich musste einfach raus.
Ich war binnen Sekunden vollkommen durchnässt, aber das hielt mich nicht davon ab eine Ehrenrunde durch die Ortschaft zu drehen.
Geiles Gefühl. Bei so einem Wetter ist man der einzige Mensch da draußen. Zumindest der einzige, der zu Fuß unterwegs ist. Bestenfalls sieht man ein paar Leute LAUFEN, die fünf Meter vom Hauseingang zum Auto. Alles was ich mir dabei denke ist nur: „Ihr Vollidiotan habt Angst vor ein wenig Wasser?!“.
Blitze ohne Ende, grollender Donnerhall, strömender Regen … WELTUNTERGANG!
… und ich allein mittendrin.
Nass ab dem ersten Meter. Scheiß egal.
Mein Weg führte mich vorbei an Claudias Haus. Auf dem Weg dorthin schien ein Blitz gerademal ein paar Meter von mir entfernt um die Ecke einzuschlagen. Respekteinflößend. Ich hielt kurz inne.
Didn't fuckin' know what to do.
Dann erinnerte ich mich an einen Spruch meines Vaters: „Vor'm Dunna brauchst de ned fiacht'n, weu der duad da nix. Vor'm Blitz brauchst de ned fiacht'n, weu der kumt eh z'schnö.“.
Also ging ich weiter.
Um die Ecke war ein Zerstörter Zaun, in dessen Nähe es seltsam verbrannt roch. Gut möglich, dass … aber ich bin mir nicht sicher.
Wie gesagt, vorbei an Claudia's place, also Chrisi & Erik's. Bei allen brannte noch Licht. Hätte gerne gewusst, was sie gerade machen.
Entschloss mich über den Hauptplatz nach Hause zu gehen.
Vorbei am Winzig. Mimi hatte Dienst. Ich mag sie. Steht auf Metal und Videospiele und kann sich irrsinnig geil energisch über diverse Dinge aufregen.
Genoss auf dem restlichen Weg nach Hausenoch den ausklingenden Regen. Auch wenn's zugegeben doch schon etwas kühl wurde und es ohne Blitz und Donner nurnoch halb so lustig ist.
Habe mir überlegt was trockenes anzuziehen und noch kurz ins Winzig zu schauen. Bin aber schon zu müde, um nochmal in die Stadt zu gehen. Schade irgendwie. Noch ein letztes Bier (Nr.6 seit mittag) und dann ab ins Bett/auf die Couch.
Wieder ein Tag verschissen.
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Gut geschlafen
Kaum hingelegt und schon war ich weggetreten.
Erst nach etlichen Stunden zum ersten Mal kurz aufgewacht, weil es wieder heiß wurde. Ich schätze, es war gegen mittag, aber wer weiß das schon so genau?
Geschwitzt wie sonstwas. Konnte trotzdem nochmal einschlafen.
Erotischer Traum. Naturrote, hochgesteckte Haare, äußerst blasse Haut, wundervolle Augen (grün oder blau), toller Körper. Etwas kleiner als ich. Schätze, Anfang bis Mitte Zwanzig. Meli kam auch drin vor. Wow, wie immer. Die langen Haare stehen ihr irrsinnig gut, genauso wie ein vorne offener, weisser Frottebademantel. Mit beiden ist nichts passiert. Finde das nicht unbedingt bedauerlich. Alleiner der Anblick war schon schön genug.
Bin am späten Nachmittag aufgewacht. Draußen alles trocken, Hitze und Sonne. Als ob in der Nacht nichts gewesen wäre.
Im Radio kam die Story eines syrischen Kampfpiloten, der mitsamt Flugzeug nach Jordanien desertiert ist. Finde ich cool.
Brejvik muss wohl in die Psychiatrie. Anscheinend nicht wirklich geisteskrank, aber auch nicht „gesund“ genug für ein normales Gefängnis.
War jetzt in der Nacht „kurz“ bei Mela an der Tankstelle drüben. Mela, auch eine der wenigen guten Seelen dieser Welt. Wollte vorranging nur das Leergut endlich mal zurückbringen und Biernachschub holen. Bin aber dann geblieben und wir haben ein wenig gequatscht. Nichts weltbewegendes, aber schön zu wissen, dass sie mir nicht(-mehr) böse ist und sie mich irgendwie verstehen kann.
Habe das „alte“ Handy aufgedreht, um zu sehen ob ich irgendwelche SMS bekommen habe. Meli meinte, sie braucht mich am Samstag, wahrscheinlich wegen ihres Umzugs. Muss ihr morgen/heute unbedingt antworten.
Trotz allem gilt für mich immer noch:
„Jeder Zeit, Meli. … Jeder Zeit. Egal warum, wieso, weshalb, wozu! Jeder Zeit.“.
PS: Answere Meli's message: DONE! ü
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Heftiger Tag
Aber vorerst: Gunkl!
Ich liebe ihn. Ö1 hat eine Liveübertragung aus dem Kulturzelt vom Donauinselfest. Leider zu spät eingeschaltet. Scheiß egal. :)
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Das Erzherzogspiel:
2 Spieler
Spieler 1: Erzherzog. Hat immer Recht, egal was er sagt.
Spieler 2: Hauslehrer
Runde 1: Der Hauslehrer stellt eine Frage, die man NICHT falsch beantworten KANN.
Runde 2: Der Erzherzog MUSS es zu Stande bringen, die Frage falsch zu beantworten.
Runde 3: Der Hauslehrer muss logisch nachvollziehbar begründen, warum die Antwort des Erzherzogs richtig ist.
Leider geil!
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Habe vorher mit Meli telefoniert. Ging nicht um ihren Umzug. Kein schönes Gefühl, doch nicht gebraucht zu werden. Doch das ist jetzt egal. Wir redeten stattdessen wiedermal über das verdammte Problem, das ich mit der ganzen Geschichte habe, die vorgefallen ist. Diese Frau ist einfach nur unpockboa! Sie erwähnte in einem Anflug von Ehrlichkeit, dass sie mir und anderen eigentlich immer nur die halbe Wahrheit erzählt hat.
Sie ist verdorben (ihre eigenen Worte).
Sie ist ein Miststück (meine Worte, aber nicht unbedingt böse gemeint).
Sie holte sich selbst von diesem Podest, auf das ich sie zu stellen pflegte. Und das äußerst direkt unf wirksam.
Und es war gut so.
Hätte sie das etwas früher gemacht, wäre der ganze Scheiß wahrscheinlich nicht nötig gewesen. Aber ich möchte ihr hiermit keine Schuld zuweisen. Im Endeffekt fällt alles zurück auf mich.
Wäre ich mir selbst und meinen Gefühlen ehrlicher gegenüber gewesen und hätte ich nicht immer alles zerdacht, wäre das alles nicht nötig gewesen.
ICH BIN SO BLÖD !!!
Wie kann man nur so blöd sein?!
Ich weiß noch, als ich ihr ziemlicham Anfang unserer „Beziehung“ gesagt habe, dass es mir eigentlich egal wäre, ob sie auch mit anderen Typen schläft. Am Anfang war das auch so. Schließlich waren wir ja nicht wirklich zusammen und jeder sollte seine Freiheiten behalten.
Für mich hat sich das aber mit der Zeit geändert. Ich begann sie wirklich zu lieben. Nur habe ich es versäumt ihr das zu sagen oder sonst irgendwie mitzuteilen.
Soweit ich weiß war es für sie ähnlich.
Wir haben uns immer schwer getan einfach nur miteinander zu reden. Es bestanden immer gewisse Blockaden, da keiner von uns beiden wusste, was der ander erwartet.
Im Nachhinein betrachtet waren wir einfach nicht wirklich ehrlich miteinander.
GEFÜHLE!!!
Verdammt nochmal, lasst euren Gefühlen freien Lauf! Denkt nicht darüber nach!
TUT ES EINFACH !!!
Meistens wenn es an der Zeit war zu reden, antwortete ich auf ihre Fragen immer mit Dingen, die ich GEDACHT habe.
GEDACHT, nicht GEFÜHLT!
Fehler!
Gefühlt: Ich wollte eine Beziehung mit ihr. Eine wirkliche Beziehung. Mit ihr zusammen sein. Sie in- und auswendig kennenlernen. Ihr beistehen. Sie unterstützen, Sie beschützen (auch wenn sie das nicht will). Ihr Rückhalt geben. Ihr (in gewissem Maße) ihre Freiheiten lassen. Mit ihr alt werden.
Ich liebte sie (und tue es irgendwie immer noch).
Gedacht: Eine Beziehung würde nicht funktionien. Zu viele Differenzen. Das einzige, was was wir wirklich voll und ganz gemeinsam hatten, war der Sex (sofern sie wenigstens dahingehend ehrlich zu mir war).
Worauf wollt ich eigentlich hinaus?
Wäre ich ehrlicher zu mir gewesen, hätte ich zu meinen Gefühlen gestanden und nicht alles zerdacht …
Es hätte funktionieren können, wenngleich auch nur eine gewisse Zeit lang.
Vielleicht auch für immer.
Es hätte funktionieren können und nichts wäre passiert.
Nichts von dem ganzen Martyrium, das ich in den letzten Monaten durchgemacht habe, wäre jetzt von irgendeiner Bedeutung, weil es vielleicht nie existiert hätte.
Ich hätte es wenigstens versuchen sollen.
Eine Hand voll ehrlicher Worte und etwas Überwindung.
Das wäre alles, was es mich gekostet hätte.
ICH BIN SO BLÖD!
Es hat mir wirklich etwas bedeutet.
Und alles was ich getan habe war es zu zerdenken; Chancen abzuwägen; Wahrscheinlichkeiten zu berechnen; alle verschiedenen Möglichkeiten schon vorher theoretisch durchzuspielen; zu versuchen, es in ein logisches Muster zu pressen und dementsprechend einfach zu halten; den Schaden so gering wie möglich zu halten … für uns beide.
Ein Ding der Unmöglichkeit.
Faul, naiv, feige, dumm.
Zumindest ist das meine derzeitige Auffassung der Dinge.
Nur ein paar ehrliche Wörter hätten alles geändert.
-
Ich war inzwischen unterwegs.
Ich habe Claudia einen Entschuldigungsbrief geschrieben und ihr in den Briefkasten geschoben, gemeinsam mit etwas Geld, das ich ihr noch geschuldet habe.
Leider fuhr kein Zug mehr nach Wien, also machte ich ich auf den Weg in die Stadt. Eventuell auf ein Bier ins Winzig. Traf unterwegs einige Leute, die ich von der Tankstelle kenne. Nicht unbedingt die feinste Gesellschaft. War aber trotzdem irgendwie angenehm zumindest halbwegs freundliche und bekannte Gesichter zu sehen und den Weg ins Zentrum nicht ganz alleine bestreiten zu müssen.
Winzig überfüllt. Mimi nicht in Sicht, also ging ich weiter. Wieder nach Hause.
Durch das was heute passiert ist hat sich meine „Fuck it all!“-Attitude zwar nicht geändert, jedoch scheint die Aggression und das Gefühl verarscht zu werden, wenngleich auch nicht komplett verscwunden, aber immerhin sehr stark vermindert zu sein. Sämtliche negativen Gefühle richten sich nun eher gegen mich selbst. Ich habe nun eine Antwort af alles was mich die ganze Zeit über, seit nun fast einem Jahr beschäftigte. Eine Antwort auf das große „Warum?“.
Ich bin einfach zu blöd.
Zu blöd zum leben
zu lieben
zu verstehen
zu reden
zuzuhören
zu sehen
Zu blöd um einfach nur zu fühlen was ich fühle und es dabei zu belassen.
Dafür hasse ich mich selbst.
Ich denke zu viel.
Das habe ich schon öfter gehört, aber wohl noch nie wirklich begriffen bzw. so schlagkräftig vor Augen gehalten bekommen.
Müsste ich einen einzigen großen Fehler meiner selbst nenne, wäre es dieser.
Nun ist es aber nicht so, als könnte man das einfach abstellen.
Leider.
Nachdem ich Claudia nun mein Schreiben überstellt habe, habe ich nurnoch drei Dinge zu erledigen.
1. Chrisi & Erik das Handy zurückgeben
2. Meli ihr Buch zurückbringen
3. René noch einige Filme und Soundtracks vorbeibringen (die hatten wir wohl übersehen)
Danach …
… keine Ahnung.
Ich weiß es nicht.
Zumindest für heute reicht's dann langsam. Noch ein Bier und dann werde ich mich wohl in den Schlaf heulen.
Ich fühle das schon irgendwie kommen.
Warum bedeute ich ihr etwas?
Warum macht sie sich Sorgen um mich?
Wie ist das möglich, wenn sich doch gleichzeitig niemand um sie sorgen soll?
Bedingungslose Liebe?
Ich weiß, dass ich in einem meiner Briefe schrieb: „Hunde lieben ihr Herrchen bedingungslos. Doch selbst sie beschützen es oder trauern, wenn ihm etwas zustößt.“
Tiere stellen keine Fragen.
Tiere denken nicht, sie handeln instinktiv.
Ganz ehrlich … ich habe selbst keine Ahnung, worauf ich damit hinaus will.
Bin wahrscheinlich schon zu betrunken und zu müde. War nur so ein Gedanke.
Es wird langsam hell draußen. Leichter Regen. Ich sollte schlafen gehen.
In freudiger Erwartung, was der nächste Tag wohl so mit sich bringen mag (sarcasm OFF).
Allerdings ist es auch schön, wenn man die Bierdose in die Hand nimmt und sie noch ein gewisses Gewicht hat. Kein Stress, es ist noch genug da. Noch mehr als halb voll. Du hast noch genug Zeit … wofür auch immer.
Das sind wohl die kleinen Freuden des Lebens.
… wofür auch immer.
Also schreibe ich weiter, da ja sonst nichts zu tun zu sein scheint. Das Radio klingt nach Mozart, bin mir aber nicht sicher. Trotzdem schön. Überlege den nächsten Zug zu nehmen und Meli ihr Buch zurückbringen. Teilweise scheint die Müdigkeit wie verflogen. Vor allem das trübe Wetter (immer noch leichter Regen) scheint mich zu motivieren.
Ich mag das.
-
Es macht mich auch fertig, dass ich diverse Zeichen ihrerseits einfach nicht ernst genommen habe. Ich bin so blöd. Irgendwie habe ich es einfach übersehen.
Bin am Bahnhof.
Das verdammte Ticket nach Wien kostet schon €6,-. €0,60 mehr als noch vor zwei Monaten. Keine Ahnung warum. War auf €5,40 eingestellt und die hätte ich auch anstandslos bezahlt. Mehr habe ich als Kleingeld momentan nicht, also versuche ich mein Glück ohne Fahrkarte.
Samstag, 05:45 Uhr. Mal sehen, ob ein Schaffner kommt.
(€20,- nimm ja dieser verdammte Automat nicht.)
Schaffner alright.
Zugchef Gerhard P..
€95,- ohne Ausnahme. Ist einfach so.
Fuck it. Scheiß egal.Ich grinse g'rade nur so vor mich hin,
Soll'n die mich doch mal …
Es gibt wichtigeres.
Der Witz an der Sache: er wäre beinhart an mir vorbeigegangen, wenn ich mich weiter schlafend gestellt hätte. Warum muss ich auch immer so nett und korrekt sein?
-
Taubenpärchen sind niedlich.
Bin gespannt, ob hier irgendwann mal irgendjemand rauskommt oder reingeht. Hier wohnen genug alte Leute. Von denen hat doch immer wer was zu erledigen, zu den unmenschlichsten Zeiten.
Warum also nicht jetzt, Samstag, 06:00 Uhr früh? Ihr Pisser! Wehe, wenn man euch mal braucht.
Jedenfalls hole ich mir um 07:00 was zu beißen von der U-Bahnstation. Ich brauche unbedingt was im Magen und wenn's nur Kaffee und Kuchen ist.
Red Bull und Erdbeerschnitte tut's auch.
Habe mich kurz nach halb Acht dazu entschlossen, einfach wahllos irgendwo zu läuten und einen auf Kammerjäger zu machen. Der scheiß Trick funktioniert, sogar an einem Samstag.
Package delivered. Mission accomplished.
Bin wieder auf dem Weg nach Hause.
Endlich schlafen.
Mir ist schlecht.
Diesmal aber mit Fahrkarte.
Im Zugabteil saß auch ein anscheinend geistig verwirrter älterer Mann. Aber einer von der netten Sorte. Er musste jede Kleinigkeit an der wir vorbeifuhren kommentieren. Die Donau, die Bahnsteige und andere Personen-/Güter-/Sonderzüge. Meistens gefolgt von einem kurzen traurig-verkrampft, aber ehrlich klingenden Lachen. Ansonsten schien er nicht besonders viel mitzubekommen. Fast so, als wäre er ein leidenschaftlicher Reisender oder ein Bahnenthusiast, der mal vom Blitz getroffen wurde oder was auch immer. Es war irgendwie entspannend ihm zuzuhören. Der Mann war allein, doch erklärte er die Dinge, als würde er sie einem kleinen Kind erzählen.
Ich gewisser Weise beneide ich solche Menschen. Sie sind so leicht zu begeistern, ähnlich wie Kinder. Für sie ist die Welt noch in Ordnung. Dann wirkt Unwissenheit auf mich doch manchmal mehr als ein Segen anstatt eines Fluches.
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Nicht besser
Natürlich habe ich mich in den Schlaf geheult. Ich kann nichts dagegen tun. Ist aber auch nicht so, als ob ich es verhindern will. Es kann sehr befreiend sein.
Bin nach Hause gekommen, habe das Zimmer abgedunkelt, mich hingelegt und es ging schon los. Hat jedoch nicht lange gedauert, bis ich eingeschlafen war. Zum Glück … irgendwie.
Habe gerademal fünf Stunden geschlafen. Draußen ist schon wieder alles trocken. Sonne. Wenigstens ist es nicht zu heiß.
Ich hasse die Vorstellung, dass jemand anderer sie fickt. Habe ständig diese Bilder im Kopf. Einfach nur ekelhaft.
Neid? Eifersucht? Beides?
Warum eigentlich?
Ich hab's doch selbst verbockt.
Das macht's aber nicht unbedingt leichter. Ich will ja gar nicht wissen, was noch alles unehrlicherweise nicht erwähnt wurde oder manipuliert war. Andererseits nagt die Ungewissheit an mir.
Ich bin so blöd.
Masturbation ist für's Erste gestorben.
Wiedermal.
Immer wieder diese unaustehlichen Bilder.
Wie ich in einem meiner Briefe einmal schrieb: „Ich schäme mich, dieser Rasse anzugehören.“.
Ich schäme mich die selben Gelüste/Bedürfnisse zu haben, wie beispielsweise irgendein Arschloch auf einem Feuerwehrfest oder ein verheirateter Mann, der dann eine bildschöne Studentin mitte Zwanzig fickt. Ich hasse sie alle … und doch wieder nicht. Sie alleine tragen nicht die Schuld. Wie man so schön sagt: „Es gehören immer zwei dazu.“.
Für das klein wenig Klarheit bin ich Meli dankbar.
Aber wie gesagt fällt im Endeffekt alles auf mich zurück.
Eine Hand voll ehrlicher Worte hätte alles geändert.
Das sage ich nicht nur, weil sie es mir so gesagt hat.
„Du hättest ja fix mit mir zusammengehen können.“
Ich sage es, weil es einfach stimmt.
Ich bin so blöd.
Ich hätte sie haben können, wenn ich nur …
Und jetzt hat sie jemand anderer. Oder vielleicht sogar mehrere.
Sie ist eines der schönsten Dinge, das mir je passiert ist, und ich Vollidiot …
Wissen ist Macht.
Unwissen mag in vielen Situationen ein Segen sein, aber Wissen IST Macht.
Ich weiß nun, was ich falsch gemacht habe.
Ich hasse mich unsäglich dafür. Es lässt sich aber nichtmehr rückgängig machen.
Somit stellen sich mir zwei Optionen zur Wahl:
1. Ich nutze mein Wissen, um in der Zukunft nicht nochmal die selben Fehler zu machen.
2. Ich gehe daran unter.
Momentan drohe ich eher daran unterzugehen, da mir für Möglichkeit Nummer 1 die Motivation fehlt.
Für wen das alles?
Für mich?
Jemand der nicht damit aufhören kann, sich alles selbst zu versauen, Selbst wenn er eigentlich das genaue Gegenteil beabsichtigt.
Ich hasse mich selbst dafür.
Für mich also?
Definitiv nicht.
Doch für wen sonst?
Ich habe sonst niemanden, dem es wichtig wäre, dass derjenige wichtig für mich ist.
Claudia hat sich auch noch nicht gemeldet. SMS, E-Mails, Briefe … keine Antwort. Dabei hätte ich wirklich Lust auf eine Partie Würfelpoker.
Wärme, Zuneigung, Sicherheit.
Mir fehlt das Gefühl neben einem geliebten Menschen aufzuwachen.
Mir fehlt es sie zu beobachten während sie schläft, in all ihrer Schönheit.
Mir fehlt das Gefühl einfach nur für den Moment glücklich zufrieden zu sein.
Mir fehlt das Gefühl verstanden zu werden.
Mir fehlt ein Ziel.
Mir fehlt eine klare Führung.
Ich bin nun 28 und fühle mich wie ein kleines Kind, das einfach sich selbst überlassen wird.
Ich habe Zweifel.
Ich habe Angst.
Und oft herrscht ein Gefühl der Überlastung. Ich bin überwältigt, niht darauf vorbereitet. Ich weiß nicht, wie ich mit verschiedenen Situationen umzugehen habe. Gleichzeitig bin ich aber schon alt genug, in meinen Meinungen und Überzeugungen so gefestigt, dass ich mir auch nicht so einfach etwas Gegenteiliges sagen lasse.
Ich will mir nicht helfen lassen.
Das habe ich in letzter Zeit öfter gehört. Es stimmt auch irgendwie. Aber auch nur deswegen, weil mir niemand die Hilfe anbietet, die ich erwarte. Alles was ihnen einfällt ist ein verdammtes Wort: „Therapie.“.
Aber was erwarte ich?
Ich weiß es wohl selbst nicht so genau. Ehrlichkeit wäre ein guter Anfang. Zumindest wäre es ein gutes, solides Fundament um Vertrauen zu empfangen und in andere vertrauen zu können.
Ich war ehrlich.
Doch ich dachte zu viel.
Ich bin so blöd.
Nicht zu seinen Gefühlen zu stehen kann auch als eine Art der Unehrlichkeit ausgelegt werden.
Ich hasse mich selbst dafür.
Ich habe noch immer Gefühle für sie.
Es tut weh.
Moment kurz …
-
ICH BIN SOWAS VON FUCKING ERLEICHTERT !!!
Unglaublich!
Fuckin' un-fuckin'-believable!!!
Geh' nur kurz Zigaretten kaufen … bin gleich wieder da.

“Fly me to the moon
And let me play among the stars
Let me se what spring is like
On Jupiter and Mars
In other words
Hold my hand
In other words
Darling, kiss me”
- Frank Sinatra -

-
Claudia hat meine Entschuldigung angenommen!
Claudia spricht wieder mit mir!
Sie hatte mir eine SMS geschickt. Ich konnte nicht anders und musst sie immediately zurückrufen. Es tat so verdammt gut wieder mal ihre Stimme zu hören.
“Feels just like it should.” - Jamiroquai -
Ich fühle mich begnadigt.
Ein unglaublicher Motivationsschub.
Ich fühle mich unzerstörbar.
Scheint so, als wäre doch nicht alles falsch, was ich tue. Jetzt kommt es auf mich an, was ich daraus mache. Zumindest für den Moment, für diese Nacht bin ich am Feiern.
Morgen ist Sonntag. Alles schläft.
Der Zug ist noch nicht abgefahren. Ich habe Zeit, gewisse Weichen zurückzustellen. Ich fühle mich um ein paar Erfahrungen reicher – absolut euphorisch.
Das Wissen ist mein und ich werde es nutzen!
Eine Hand voll ehrlicher Worte können alles ändern
Danke, Claudia!
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Top motiviert
Es ergibt endlich einen Sinn.
Endlich besitzt es eine gewisse Substanz. Etwas handfestes, womit man arbeiten kann; woran man sich festhalte kann; wonach man sich richten kann.
Wie unverantwortlich ist das bitte, jemandem in so einer Sache nur die halbe Wahrheit zu erzählen? Das Mädchen hat doch keine Ahnung, was sie damit beinahe angerichtet hätte. Ich trage daran allerdings eine mindestens genauso große Mitschuld.
Also fuck it.
Keine Notwendigkeit mehr für eine Flucht oder den Freitod.
Kuck morgen mal auf's Arbeitsamt. Könnte mir auch vorstellen, zumindest geringfügig an die Tankstelle zurückzugehen, sofern die Chefin mich lässt.
Es gibt sicher einige Möglichkeiten. Mal schauen, wie's weitergeht.
Eine gewissen Fuck-it-all-Einstellung ist noch immer vorhanden, aber die hatte ich ja schon immer irgendwie.
Wer bin ich?
Was bin ich?
Was mache ich?
Warum mache ich das?
Für wen mache ich das?
Ich weiß es noch immer nicht. Doch jetzt sind es die Fragen, die an Bedeutung verloren haben. Somit zählen die Antworten auch nichtmehr.
Denken lässt einen verblöden.
Nicht denken, FÜHLEN.
Nicht überlegen, HANDELN.
Ein Hochgefühl.
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Naja …
Aufstehen, was tun, das Leben wieder einigermaßen „unter Kontrolle“ zu bringen … sieht anders aus.
Gestern Abend haben mich bestimmte Gedanken wieder eingeholt. Und bestimmte Gedanken sind auch it bestimten Gefühlen verbunden. Wenn man sich so lange so mies gefühlt hat, lässt sich das wohl nur schwer von einem Tag auf den anderen loswerden. Vor allem der Hass und die Fassungslosigkeit brechen dann noch durch. Aber die derzeit verheerendste Kombination sind die eigenen Schuldgefühle in Verbindung mit den Gefühlen zu ihr (ja, immer noch, manchmal, wenngleich auch nichtmehr sooo stark).
Ich fühle mich hintergangen betrogen, ausgenutzt, nicht gut genug. Dabei habe ich eigentlich keinen Grund dazu, bin ich doch selbst maßgeblich verantwortlich für das was passiert ist. Und ich weiß nichtmal alles, nur Ansätze davon.
Ich will den Rest gar nicht wissen, doch, wie schonmal erwähnt, macht sich dann die Ungewissheit breit. Diese führt dann wieder zu weiteren Gedanken, Vermutungen, Bildern.
Kein schönes Gefühl.
Dann wäre da noch diese permanente Unverständnis, ihrer Einstellung und ihren Handlungen gegenüber.
Wie kann sie sowas tun? Wie kann man soetwas nicht nur akzeptieren lernen, sondern sich auch noch immer wieder absichtlich für diesen Weg entscheiden … ohne für sich selbst dabei einen nennenswerten Vorteil herauszuschlagen.
Dass sie fähig ist, diesen Schrott durchzustehen, verlangt mir eeinen gewissen Respekt ab. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sie dadurch mentale Stärke oder einfach nur Ignoranz beweist. Zuzutrauen wäre ihr beides. Ich verstehe ihre Beweggründe einfach nicht und werde es wahrscheinlich auch nie verstehen.
Von meiner Seite herrscht Mitgefühl vor, da sich nicht finde, dass soetwas nötig ist. Wie kann man wiederholt dazu bereit sein, soetwas mit sich machen zu lassen? Wie kann man sich selbst so wenig wert sein? Wie kann man sich selbst gegenüber nur so respektlos verhalten?
Doch wer bin ich, um darüber zu urteilen. Bin ich doch selbst um nichts besser. Sind meine Handlungen doch genauso als selbstzerstörerisch anzusehen. Scheine ich mich damit doch genauso „leicht“ abzufinden. Kann ich doch selbst nicht anders, als immer wieder das selbe zu tun.
Irgendwas läuft einfach grundsätzlich falsch mit uns.
Ich habe heute also wieder mal nichts zu Stande gebracht. Bin den ganzen Tag bis spät nach mittag im Bett geblieben. Mir ging's eben nicht gut. Die Gedanken und Gefühle zogen mich runter. Sinnlosigkeit. Antriebslosigkeit. Doch das alles schien sich aufzulösen, sobald ich aufstand und ich daran machte diese Zeilen zu schreiben. Machte mir einen Kaffee und lauschte so nebenbei wieder Ö1. Vorher lief eine Diskussionsrunde, die die Rolle der Alten in unserer Gesellschaft und Gedanken zum älter Werden thematisierte. Jedenfalls nicht uninteressant.
Inzwischen ist es Abend. Die Sonne geht langsam unter. Mir geht’s auch wieder besser. Sogar ohne Alkohol. Seit zwei Tagen kein Bier mehr (weil kein Geld). Langsam gehen auch die Zigaretten zu Ende.
Im Radio läuft Jazz. Eine Liveübertragung aus Salzburg, glaube ich. Ich mochte Jazz noch nie besonders. Liegt aber wohl daran, dass ich immer Free Jazz damit assoziiere. Ich hasse Free Jazz. Für mich nichts weiter als mit Instrumenten interpretiertes Rauschen; ein musikalisches Tesbild.
Kunst? Ja … von mir aus.
Musik? … ??? … ich enthalte mich der Stimme.
Ok, gerade wurde durchgegeben, dass es eine Aufzeichnung vom letzten November ist. Außerdem handelt es sich um Easy Listening. My bad. Sorry. Die Interpretin/Künstlerin/Sängerin Warwick oder so ähnlich. Angenehme Stimme.
Mal sehen, ob ich es morgen shcaffe etwa für mein Weiterbestehen zu unternehmen. Die Motivation und den Willen dazu hätte ich wieder. Nur heute ist's definitiv zu spät dafür.
Ich faules Aas.
War kurz einen Kontoauszug holen. Erwartungsgemäß noch keine Kohle da. Schade, aber ich hab' ja noch meinen Tabak. Ein bis zwei Tage geht sich das schon noch aus.
Angenehm kühl draußen. Leicht bewölkt. Nur blasse Sterne, aber eine helle, klare Mondsichel. Abnehmender Mond. Ich erinnere mich dabei an eine Eselsbrücke aus der Schule. Wenn man genau hinsieht, kann man aber trotzdem den gesamten Umfang des Mondes sehen. Man fühlt sich so klein. Ist es nicht, gemessen an den Entfernungen und der schieren größe des Universums, scheiß egal, was jeder einzelne von uns tut oder nicht tut?
Verdammte Gedanken. Ich muss damit aufhören.
Ich denke, ich werde mich nach längerer Zeit wieder mal vor der Xbox platzieren. Obwohl, sogar das kann nach hinten losgehen. Machte letztens den Fehler und habe bei Guitar Hero die paar Tool-Nummern gespielt. Tool ist Melis absolut unumstößliche Lieblingsband, die sie, man kann es ruhig so sagen, vergöttert. Sie kann die Musik 24/7 in einer Dauerschleife hören, ohne dass es ihr jemals irgendwie auch nur ansatzweise langweilig werden würde. Alleine schon für den Versuch nachzuvollziehen, wie oft beim Sex im Hintergrund Tool lief, müsste ich einen Ehrendoktortitel für diverse angewandte Wissenschaften bekommen. Das war wahrscheinlich auch ein Grund dafür, warum ich die Band mit der Zeit immer mehr leiden konnte. Konditionierung. Manipulation. Absicht? Nein, das war keine wirklich ernst gemeinte Frage. Obschon ich es, von meinem derzeitigen Standpunkt aus betrachtet, für nicht ganz unwahrscheinlich halte.
Meli … du Biest. :)
Jedenfalls ist Tool für mich inzwischen zu einer nurnoch schwer verdaulichen Kost verkommen. Die vormals wundervollen Erinnerungen werden nun von einem äußerst bitteren Beigeschmack begleitet.
Kein schönes Gefühl.
Vergleih zu Alex aus Clockwork Orange kommen mir in den Sinn.
Na dann eben Red Dead Redemption oder Minecraft oder Mass Effect oder, oder, oder …
“I'd sell
My soul
My self esteem a dollar at a time
For one chance
One Kiss
One taste of you, my black madonna”
- A Perfect Circle, Magdalena -

Ach ja … einfach nur … fuck.
fuck, fuck, fuck, shit fuckin' fuck shit fuck, fuck, fuck
Ist Lyrik nicht was schönes? :)
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Drecksgedanken
Die halbe Nacht Minecraft gezockt.
Es ist längst wieder hell draußen.
Sich die ganze Zeit durch den virtuellen Untergrund zu buddeln ist viel zu meditativ. Man hat einfach zu viel Zeit um nachzudenken.
Ungeachtet dessen, was ich sonst noch nicht weiß (wie gesagt kann ich eben nur Vermutungen anstellen), stellen sich mir einige Fragen. … Oder eigentlich nur eine, mit einigen mir denkbaren Antwortoptionen.
Die Frage lautu noch immer: „Warum?“.
1. Wollte sie mir eins auswischen und war dann einfach nur zu feige es mir zu sagen?
2. Ist sie wirklich so nymphomanisch veranlagt und ist Treue nur eine Art Bürde, die sie sich in einer Beziehung selbst auferlegt?
3. Hat sie mich die ganze Zeit nur angelogen, was z.B. meine sexuellen Leistungen betrifft? Habe ich ihr doch nicht gereicht?
4. Habe ich es fertig gebracht, ihre Gefühle für mich soweit hin zu zerstören, dass es ihr schlussendlich einfach egal war?
Sowas macht man doch nicht einfach, wenn man ernsthafte Gefühle für jemand anderen hat. Allerdings, wenn man Gefühle für jemanden hat, sagt man auch nicht Dinge wie: „Wir sind nicht zusammen, also ist es mir egal, ob du mit anderen Typen schläfst.“
ICH BIN SO BLÖD!!!
Ja, wir waren nicht zusammen.
Ja, eine fixe Beziehung hätte nicht funktioniert (bis zu dem Tag, an dem sie sich die Sachen abgeholt hat und wir noch kurz geredet haben, dachte ich, dass wir uns wenigstens darin einig waren … aber nichtmal das war gegeben, wie ich erfahren musste).
Ich wollte ihr ihre Freiheit lassen und sagte deshalb, ungeachtet meiner Gefühle, Dinge von denen ich glaubte, dass sie sie hören wollte. Sie hat mir aber auch nie widersprochen, somit fühlte ich mich bestätigt. Ich wusste über ihre Gefühle nie bescheid, da sie dahingehend auch nie den Mund aufbekam. Ich konnte doch nicht ahnen, dass dabei so eine Geschichte rauskommt; dass es in so einem Irrsinn endet.
Es hat sie immer weiter von mir weg und mich an den Rand des Wahnsinns getrieben.
ICH BIN SO VERDAMMT BLÖD!!!
Vorwürfe. Schuldgefühle.
Vermutungen. Bilder.
Fragen. Keine Antworten.
Keine Gewissheit.
Ein heilloses Durcheinander an Gedanken und Gefühlen.
Kann nicht schlafen.
Ich will, dass es aufhört.
Bescheuert. Einfach nur total bescheuert.
Ich muss auch immer wieder daran denken, ob ich nicht noch ein paar Dinge vergessen habe. Habe ich in meinem wirren Zustand einige Details übersehen? Habe ich wieder alles falsch verstanden? Aber wie kann ich etwas verstehen, wenn ich nur die halben Informationen bekomme? Wie kann ich über etwas den Überblick verlieren, wenn ich ihn nie hatte?
Ich weiß, ich sollte mit jemandem darüber reden, bevor mir irgendein Blödsinn einfällt.
Claudia fällt weg. Mit dem Thema sind wir durch und die Wunden sind noch zu frisch.
Mit allen anderen müsste ich allerdings bei Null anfangen.
Habe mich daran gemacht eine Zusammenfassung der ganzen Geschichte zu schreiben. Alles hübsch der Reihe nach, so wie ich es aus meiner Perspektive mitbekommen habe. Ich versuche mich dabei auf die Fakten zu beschränken, ohne Ausschmückungen mit allen Möglichen Details. Bin damit noch relativ weit gekommen, bevor ich das Gefühl hatte enischlafen zu können.
Bin erst aufgestanden, als es schon fast wieder dunkel war. Komme mit meiner Zusammenfassung nicht weiter. Bin zu sehr mit meiner eigenen Schuld beschäftigt.
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24. Juni 2012

Vor ziemlich genau elf Monaten hat mir Meli erzählt, dass sie vergewaltigt wurde.
Zumindest ist nach dem Feuerwehrfest in Wördern, wo sie als Kellnerin aufgeholfen hat, ein Typ zu ihr ins Auto gestiegen und hat sie dazu gezwungen ihm einen zu blasen.
Seitdem bin ich psychisch am Boden.
Das Mädchen, das ich liebte, wurde geschändet.
Bis vor kurzem drehte sich in meinem Kopf alles nur um Mitgefühl, Feuer und Blut.
Rache.
Aus ihr war nicht herauszubekommen, wer es war. Sie wollte nicht, dass die Geschichte an die Öffentlichkeit gerät – aus Mangel an Beweisen und weil Aussage gegen Aussage stehen würde. Zumindest hat sie zu der Zeit so argumentiert. Alles was ich wusste war, dass er aus Wördern kommt. Kein Name, kein Aussehen, nichtmal eine ungefähre Altersgruppe. Jeder könnte es gewesen sein. Ein toller Gedanke, wenn man Nachtdienste an der Tankstelle macht. Durch eine kleine List meinerseits hat Claudia davon erfahren. Meli und ich konnten sich ihr anvertrauen. Wie sich später herausstellen sollte, war dieser Umstand für mich um einiges wichtiger als für Meli.
Noch nie zuvor hatte ich soetwas gefühlt. Hass Trauer, Verzweiflung, Machtlosigkeit, Mitgefühl, Ratlosigkeit, Wut, Liebe - alles gleichzeitig, über Monate hinweg. Manchmal mehr, manchmal weniger intensiv, doch immer präsent.
Alles schien mich daran zu erinnern.
Allem voran fremde Männer und … Meli.
Ich konnte sie eine Zeit lang nicht in den Arm nehmen, ihr nicht in die Augen sehen ohne sofort in Tränen in den zu bekommen. Ich hatte diese Bilder im Kopf, von meinem Mädchen und die gesichtslosen Arschgeburt in ihrem Auto.
Sie selbst konnte schon nach recht kurzer Zeit ziemlich gut damit umgehen. Sie sagte, ich solle nicht traurig sein. Sie meinte, dass es ihr gut geht unf nichtsmehr davon wissen will.
Meine Talfahrt ging ungehindert weiter. Ich schrieb Claudia rahlreiche Briefe, in denen ich meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf ließ. Meine Gefühle wären zwar absolut nachvollziehbar, hieß es dann, doch hätte ich Melis Entscheidung, wie sie damit umgeht, zu akzeptieren und müsse mich danach richten. Das Leben geht schließlich weiter. Als letzten Ausweg sah sie eine Therapie. Ihre Ratschläge stießen bei mir auf Taube Ohren. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen und kann es immer noch nicht, mir einen derartigen Verstoß gegen sämtliche Grundprinzipien von Moral und Anstand einfach wegtherapieren zu lassen, während Herr Vergewaltiger ungestraft davonkommt und sich auch noch gut fühlt dabei.
In meinen nachfolgenden Briefen habe ich meinem Unmut darüber Luft gemacht. So wollte ich mir nicht helfen lassen. Das hat mich beinahe die Freundschaft zu Claudia gekostet.
Nun war ich alleine mit der Geschichte, meinen Gefühlen und Gedanken.
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Ich Vollidiot!
Sitze hier, zerfließe in Selbstmitleid, schreibe mich um den Verstand, denke mir das Hirn zu Brei und spiele mit dem Gedanken mir das Leben zu nehmen.
Dabei sollte ich endlich den Arsch hochbekommen, um mir meine Schuld standhaft eigestehen zu können, anstatt ewig darüber zu lamentieren.
Ich sollte zurückblicken, auf was ich falsch gemacht habe, meine Lehren daraus ziehen und alles daran setzen, es in der Zukunft besser zu machen.
Soll man sich so an mich erinnern?
Als einen sich jämmerlich windenden Wurm, der freiwillig für nichts und wieder nichts zu Grunde geht?
Will ich das?
NEIN, ihr Wichser! :)
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Na endlich …
Irgendwie scheine ich zu einem Durchbruch gelangt zu sein.
Habe Meli eine SMS geschrieben, in der ich sie fragte, ob sie denn bereit wäre, sich mit mir noch einmal zu treffen und über die Dinge zu reden, die mir klar geworden sind. Sie antwortete, dass sie doch nur will, dass es mir gut geht und ich ihr sehr am Herzen liege.
Schöne Worte.
Ein schönes Gefühl.
Ich soll sie am Wochenende besuchen kommmen, da sie Mo/Di frei hat.
Bis dahin habe ich einiges zu tun.
Endlich mal auf's Arbeitsamt und einen neuen Job suchen, um meinen Schrott bezahlen zu können. Sind wird’s ganz schnell ziemlich eng. Und wirklich Spielraum hatte ich ohnehin nie. Jedenfalls wirkt jetzt alles nichtmehr ganz so finster.
Danke, Meli
Ich hoffe der Zustand hält jetzt an und nicht wieder nur ein paar Stunden. Klopf auf Holz. Der Tisch ist zwar laminierte Pressspanplatte, aber das wird schon funktionieren. Hab' sicherheitshalber auf meinen Kopf auch nochmal geklopft.
Und Tool rockt auch wieder. :)
Noch ein paar Stunden Minecraft gezockt und geschlafen. Nur ca. 3 Std..
Meli hat angerufen. Wir wollte uns ja nochwas ausmachen, wegen den Töpfen und Pfannen etc., die sie noch in der Wohnung hat. Hauptsächlich steinaltes Emaile-Klumpert, aber für meine Zwecke reicht's. Das kann ich haben, wenn ich will. Natürlich will ich.
Außerdem sind ihr noch die Umzugskartons ausgegangen, Bei mir stehen noch welche herum. Also sagte ich, sie kann sie sich holen.
Sie kommt dann gleich, um die Kartons zu holen und mich auch gleich wegen des Kochgeschirrs mitzunehmen. Mal schauen, was davon noch brauchbar ist. Und ich freue mich immer, wenn ich ihr helfen kann. :)
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Bin noch bei ihr.
Kartons sind abgeliefert und Kochgeschirr ist aussortiert. Sind wirklich noch ein paar gute Stücke dabeigewesen. Hab' sogar was zu essen bekommen. Spiralnudeln mit Bolognese-Soße. Ich liebe es, wenn sie für mich kocht. Ok, war von gestern und musste nur aufgewärmt werden, aber trotzdem. Hatte seltsamerweise seit langem wiedermal das Gefühl einfach ungezwungen mit ihr plaudern zu können.
Dann der Überhammer.
Sie hat mich gefragt, ob ich bei ihr übernachten will, da sie mich am Morgen braucht. Ich soll um halb Neun in ihrer Wohnung auf die Maler warten. Sie könnte es selbst tun, aber dann käme sie zu spät zur Arbeit.
Das kam unerwartet. Sie verhielt sich in unseren letzten Gesprächen irgendwie so kalt mir gegenüber und dann das.
Das letzte Mal, als ich bei ihr übernachtete, war aus ihrer Sicht eigentlich schon alles vorbei. Das hatte ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht verstanden, obwohl wir anfang Februar schonmal darüber geredet hatten. Ich habe das Gespräch aber vollkommen falsch aufgefasst. Wir können oft sehr gut aneinander vorbeireden. Jedenfalls übernachtete ich Anfang April eine Nacht bei ihr, weil es schon zu spät war um nach Hause zu fahren. Es gingen keine Züge mehr. Sie ließ mich bei sich im Bett schlafen. Am nächsten Morgen (eigentlich Mittag, aber egal :) ) hatten wir sogar Sex. Zwei Mal, soweit ich mich erinnere.
Das werde ich dieses Mal zu verhindern versuchen. Zumindest, solange ich nicht mit ihr geredet habe. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich davon ausgehe, dasses zwangläufig passieren muss. Ich unterstelle ihr auch nicht, dass sie es darauf anlegt. Aber es ist ja schon einmal passiert, in einer ähnlichen Situation. Somit ist eine gewisse Vorsicht geboten.
Klaren Kopf bewahren. Mentale Stärke beweisen. Auch wenn's schwer fallen wird, sollte es denn wirklich so weit kommen.
Verdammt schwer.
Es wäre mir in meiner Situation aber nicht zweckdienlich, also müssen alle Angebote zurückgewiesen werden. Außerdem will sie dahingehend sowieso nichtsmehr, denke ich (ich sollte nicht schon wieder so viel denken). Sie hat damit sicher schon abgeschlossen … glaube ich.
Wenn dan nur nicht schon wieder diese komische Antwort gewesen wäre.
Ich fragte sie, wo ich denn schlafen soll/kann und sie meinte darauf, dass ich 's mir aussuchen kann.
Sowas bringt ich ganz durcheinander.
Ich muss unbedingt mit ihr reden.
Ich hoffe, dass sich eventuell heute noch ein passender Zeitpunkt findet.
Vorerst habe ich mich für's Gästebett bzw. die Couch entschieden.
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fuck (Adjektiv)
Sitze gerade im Zug nach Tulln.
Zu behaupten, es wäre meine Entscheidung gewesen, im Gästebett zu schlafen, wäre falsch. Ich habe mich, wohl aus Angst vor der Antwort, so lange um die Frage gedrückt, bis sie es schließlich war, die fragte, ob es mir etwas ausmachen würde im Gästebett im Zimmer nebenan zu schlafen.
Ich hasse es, wenn sich in solchen Situationen irgendwelche Leute neben einen setzen, Gut, sie haben keine Ahnung, aber trotzdem. Arschloch.
Mir geht’s nicht gut. Ich fühle mich abgeschoben. Ja, sie hat ihre Gründe. Sehr gute sogar. Aber darf ich mich deswegen nicht verletzt fühlen? Wie ein Fahrrad, das an einem Pfeiler abgestellt und dort vergessen wird.
Ich lag im Zimmer nebenan und habe mich in den Schlaf geheult, während ich eigentlich darauf wartete, dass sie rüberkommt und mir doch noch einen Platz an ihrer Seite anbietet. Ich wusste um die Vergeblichkeit dieser Hoffnung.
Aber wenigstens Hoffnung.
Ich kam mir vor wie auf einer Strafbank; wie mit einer Eselsmütze in die Ecke gestellt. Und die ganze Zeit über dieser quälende Gedanke, das Wissen, dass ich im „da läuft nichts“-Bett des „es ist besser so“-Zimmers liege.
Es ist kalt. Nicht der Raum oder das Bett, sondern emotional.
Ich habe das Privileg verloren, in ihrem Bett schlafen zu dürfen. Kein Händchen halten mehr. Ich darf nichtmehr im Arm halten. Keine „gute Nacht“-Küsse mehr.
Ich muss daran denken, wie sie früher oft einfach so auf mir einschlief.
Nun nichtmehr. Vielleicht nie wieder.
Meli hat recht. Zeitformen sind entscheidend.
Sie vermögen es sogar etwas schönes in etwas schmerzhaftes und trauriges zu verwandeln. Erinnerungen zum Beispiel. Eine in der Vergangenheit sich mehrmals wiederholende, abgeschlossene Handlung, die in der Zukunft unwahrscheinlich erscheint.
Scheiß Grammatik. Fuckin' grandma'.
Glücklicherweise war ich müde genug, um nach etwas über einer Stunde dann einfach wegzupennen.
Wenigstens keine Albträume, wie die „Nacht“ davor.
Bin erst aufgewacht als der Wecker läutete.
Leichte Desorientierung.
Erster Gedanke: ein leises gehauchtes, schwermütiges „Fuck“ in meinem Geist.
Die erwähnte am Vorabend, dass ich sie aufwecken sollte, wenn sie um sieben noch immer im Bett liegt.
Jetzt war sie ohnehin schon wach. Ihr Wecker hatte bereits zwei bis drei Mal geläutet, Ich ging rüber, um trotzdem nachzusehen, ob sie wirklich auch schon aufgestanden war. Sie lag da, die Augen geschlossen, auf die Seite gedreht, vor sich hindösend. Schön wie …
… ohne Worte.
Ich sprach sie an, sie reagierte. Sie wusste, dass es an der Zeit war aufzustehen. Ich wusste, dass es noch eine kleine Ewigkeit dauern kann, bis sie es tatsächlich tut. Ich ging in die Küche, um den kleinen Topf abzuwaschen, in dem sie immer die Milch für ihren allmorgentlichen Kakao warm macht. Wenigstens hätte sie dann eine kleine Zeitersparnis für den Fall, dass sie erst verspätet ausfsteht und dem Stress verfällt.
Ich liebe es, ihr zu helfen.
Selbst wenn es sich nur um solche Kleinigkeiten handelt.
Ich tue es gern, aus tiefstem Herzen.
Für sie.
Setzte mich in die Küche, um eine zu rauchen. Sie kam praktisch gleich nach, mit diesem verdutzten Blick im Gesicht, voller Unverständnis. Innerlich schien sie den Kopf zu schütteln und sich zu fragen: „Warum macht er das?“.
Sie machte sich ihren Kakao und ging damit in ihr Zimmer zurück. Ich wollte mir mit dem Tabak, den sie mir zur Verfügung stellte, noch ein paar Zigaretten für den Weg nach Hause drehen, hatte die Tabakdose aber in ihrem Zimmer vergessen.Als ich zurückging, wollte sie sich gerade für die Arbeit umziehen. Wir blickten uns nur etwa einen Wimpernschlag lang in die Augen, während sie inne hielt. Das reichte aus, um ir zu sagen, dass sie mit dem Ausziehen definitiv warten würde, bis ich den Raum verlassen habe. Ein paar Sekunden awkward Silence, bis ich das Zeug beisammen hatte und wieder rausging.
Ein weiterer Stich in die selbe Wunde.
Diesen Körper nie wieder berühren dürfen?
Ihn nichteinmal mehr sehen dürfen?
Damals wusste ich die ganze Zeit, was ich verlieren würde, wenn ich sie verliere. Ich wusste nur nicht, dass ich die ganze Zeit bereits am Verlieren war.
Jetzt, wo ich es endgültig verloren zu haben scheine …
… dieses Gefühl des Versagens ist mir einfach unbeschreiblich.
Ich wollte doch nichts böses.
Ich ihr nicht wehtun.
Ich …
… bin schon wieder am Heulen.
Ich fühle mich wie einer von vielen.
Ich hasse es.
Ich liebe sie.
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Wiedermal Zweifel
Habe die halbe Nacht überlegt, was ich ihr großartig zu bieten hätte. Ich fühle mich einfach nicht gut genug für sie.
Das Podest, von dem sie immer spricht, es ist noch immer da. Vielleicht etwas niedriger als noch vor … nein, eigentlich nicht. Aber was ist falsch daran? Jeder stellt doch Menschen, die er liebt oder zumindest besonders mag, über andere, bei denen es eben nicht so ist. Ja, sie ist kein Engel. Sie ist nicht die Unschuld in Person. Doch das wusste ich vor zwei Jahren auch schon.
Das „Problem“ liegt bei mir. Ich entwickle eben einen sehr starken Beschützerinstinkt. Aber was ist falsch daran? Sie tut doch das selbe. Sie will auch nicht, dass mir etwas passiert. Sie versucht doch auch mir zu helfen; mir gewissen Blödsinn auszureden.
Warum soll ich das nicht tun dürfen?
Warum soll gerade mir alles egal sein?
-
Habe über den Tag gut geschlafen, auch wenn's wieder etwas heißer war als in den letzten Tagen. Habe gestern noch etwas Geld abgehoben,, um heut einkaufen zu gehen. Habe von Meli jetzt einen schön großen Topf, also habe ich das nötige für ein richtig feines Erdäpfelgulasch eingekauft. Dazu etwas Knabberzeug und Süßkram für's Zocken und Zigaretten und Bier.
Habe mir mit René ausgemacht wo hinzufahren und was zu trinken und ein wenig zu quatschen. Ihm geht’s auch nicht so gut.
Frauen … pff. :)
Habe noch keine Ahnung, was ich ihm wie erzählen werde. Mal schauen. Tut jedenfalls gut, einen Freitagabend nicht allein zu Hause verbringen zu müssen.
Sind mit dem Motorrad in die Taverne beim Aubad in Tulln gefahren. Habe René dort nach dem Essen eine Kurzfassung der Ereignisse des vergangenen Jahres erzählt.
Brüder im Geiste.
Er machte mir Mut. Er meinte, das mit Meli wird schon wieder irgendwie. Wenn auch nur auf freundschaftlicher Basis, aber auf jeden Fall positiv. Ich möchte ihm glauben.
Gleichzeitig gewisse Zweifel.
Was, wenn das mit ihr das höchste der Gefühle war?
Ich muss und ich werde ihr sagen, was oich für sie empfinde und schon immer empfunden habe, Ich wenn ich damit gegen die Wand laufe und es eventuell scheon zu spät sein mag. Ich würde mich bis an mein Lebensende dafür in den Arsch beißen, wenn ich es nicht tue.
Zu sagen: „Es ist einen Verusch wert.“, kling so schwach. Es spiegelt nicht annähernd das wider, was ich dabei empfinde. Doch alles was mir bleibt ist dieser eine Versuch, dieses eine Gesprächen am Montag bzw. Dienstag. Ich muss einfach klarstellen, was ich für sie fühle und gefühlt habe; dass sie mir nicht so egal ist, wie es den Anschein hatte. Ich muss zu ihr durchdringen. Ich muss es ihr verständlich machen. Ich muss ehrlich zu ihr sein.
Ich werde es tun. Ich MUSS es tun.
Ungeachtet dessen, wie es ausgehen mag.
Reset.
Scheiß auf alles, was bisher falsch gelaufen ist. Alles meine Schuld.
Ich will es wieder gut machen. Ich will es besser machen.
Am liebsten MIT ihr.
Doch ob das funktionieren wird, wird sich noch herausstellen. Ich hoffe es. „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“, sagt man so schön. René sagte heute auch sowas ähnliches. Generell haben wir über einige Dinge geredet, die sonst nie zur Sprache kamen. Er machte mich auf ein paar meiner Fehler aufmerksam, die mir zwar bewusst, jedoch noch nie ins Gesicht gesagt wurden. Vieles davon ist mir zwar ansatzweise etwas peinlich (wie z.B. die „Ausschreitungen“ bei seiner Geburtstagsfeier), aber im Endeffekt herzlichst egal. So bin ich eben. Andere Dinge würde ich wiederrum gerne ändern. Zum Beispiel die Tatsache, dass ich mich bei anderen Leuten praktisch nur melde, wenn ich etwas brauche. Sei es Gesellschaft, Trost, der Laptop oder jemanden, um meinen psychischen Müll abladen zu können. Soetwas tut mir dann verdammt leid. Ich möchte nicht, dass sich jemand ausgenutzt fühlt. Wohl auch ein Grund, warum ich mich bei Chrisi & Erik seit fast einem Jahr nichtmehr gemeldet habe.
René, Chrisi & Erik, Meli, Claudia.
Alles Leute, die mir Unmengen an Hilfsbereitschaft und Geduld und Nachsicht entgegengebracht haben, Alles, was ich ihnen zurückgeben kann, ist meine bloße Anwesehenheit.
Das reicht nicht.
Das ist einfach undankbar.
Nicht, dass ich nicht verdammt dankbar wäre. Doch um es ihnen zu zeigen braucht es mehr.
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I just don't know …
… what I'm doing.
… what I should be doing.
Immer noch diese beinahe stündlichen Stimmungswechsel zwischen euphorisch motiviert und niegergeschlagen depressiv oder irgendwas dazwischen.
René hat mir letztens auch gleich den Laptop wieder mitgebracht.
Meaning: ich habe die letzten zwei Tage vor dem Internet verbracht. Hickok45, Boggie2988, FPS Russia und Pornos, ja. Warum sollte ich es leugnen? Lässt sich wohl ebenso wenig verhindern wie Facebook.
Das Kind der Nachbarn weint im Schlaf. Ich kann es durch die Wand hören. I feel sorry. Nicht, dass ich irgendeine Schuld daran hätte. Es erinnert mich nur an meine Kindheit. Manchmal, in ihren mütterlichen Momenten setzte sich meine Mutter an den Bettrand und strich mir mit der Hand über den Kopf oder hielt meine Hand und sagte ein paar tröstende Worte.
Meli tat das auch manchmal.
Like a mother.
I love her for that.
Somehow I keep moving.
But I'm moving in circles.
I've got to break out.
But how?
Why?
What if this?
What if that?
What if I fuck it all up another time?
I can't stan thinking about it.
Most of the time I feel like I don't have the strength to TRY AGAIN.
The last time I tried I failed big time, as I know now. Even though I felt right about what I was doing or saying.
Why didn't you just tell me?
Why didn't I just tell you?
Now it's all fucked up …
… for nothing.
… just because of me.
I hate myself.
Why do you still like me?
-
Almost no hope left.
Ich frage mich, was wohl am Dienstag bei meinem Gespräche mit Meli rauskommen mag.
Werden wir uns streiten?
Welche Fragen wird sie mir eventuell stellen?
Welche Antworten wird sie ir auf meine Fragen geben?
Werde ich es schaffen, mir und meinen Gefühlen gegenüber treu zu bleiben?
Werde ich es schaffen, ihr gegenüber ehrlich zu sein?
BITTE!!!
Wenigstens dieses eine verdammte Mal!
Lass es mich nicht versauen!
It's never too late to …
Well … let's see.
-
Bin gerade am Kochen. Mache mir endlich mein Erdäpfelgulasch mit Würstchen und Bohnen. Ich steh' total drauf. Fast so wie auf Melis Carbonara oder Kasnock'n oder … sonstwas.
Es tut mir immer noch so leid um ihr Gulasch, das ich vor über einem Jahr bei Tonis Geburtstagsfeier auf den Gehsteig gekotzt habe. Scheiß Tequila.
Bis jetzt scheint es so, als würde mir der Topf, den ich von Meli geholt habe, zu klein werden. Gut so. :)
Ich kann sowieso Unmengen von dem Zeug verschlingen. Und selbst wenn nicht, habe ich wenigstens ein paar Tage was davon.
Montag, 5 Uhr früh, und ich fange an zu kochen. Why not?
Hab' gestern noch €380,- von meinem Konto behoben. Jetzt sind noch €120,- drauf. Doch das ist alles, was ich noch habe. Meine letzten €500,-, dann ist Schluss. Eigentlich sollte ich davon meine Miete, meine Schulden und was-auch-immer bezahlen. Ich sollte meinen Arsch endlich mal zum Arbeitsamt schleppen bzw. mich selbst mal nach'nem neuen Job umsehen. Fühle mich kraftlos. Wenigstens das Kochen scheint funktioniert zu haben.
Mal sehen, ob ich auch noch den Laptop zum Laufen bekomme. Der Netzanschluss war schon immer ziemlich im Arsch (weil ausgeleiert), aber jetzt sieht's so aus, würde er bald komplett den Geist aufegeben, wenn er es nicht schon hat.
Keine Chance. Das war's wohl.
DVD kucken während dem Essen. Danach schlafen. Zumindest habe ich es versucht. Verdammte Hitze. Kann es nicht langsam wiedermal regnen? Beim letzten Mal, als ich im Schlaf so geschwitzt habe, hatte ich 39,7 Fieber. Das war vor zehn Jahren beim Bundesheer und gleichzeitig das letzte Mal, das ich krank war.
Nur wenige Stunden geschlafen, wenn überhaupt. Bin eigentlich nur aufgestanden um duschen zu gehen. Zum gefühlten zehnten Mal in den letzten zwei bis drei Tagen. Auf Ö1 geht’s um Sprache. Insbesondere den Wandel der Sprache, in Zeiten von SMS, E-Mail und Facebook.
Habe nochmal am Laptop versucht, ob das Netzteil nicht doch noch wo Kontakt bekommt.
Fehlanzeige.
Sitze ansonsten nur da und warte auf morgen. Ich hab' Schiss davor. Wenn ich daran denke, werde ich nervös.
Habe keinen Bock zu gar nichts (doppelte Verneinung, ich weiß, fuck it).
Keine Filme. Keine Spiele. Nichtmal Hunger.
Habe zumindest das vollkommen durchgeschwitzte Bettzeug ausgetauscht. Werde jetzt versuchen was zu essen und mir nebenbei irgendeinen Drecksfilm ansehen.
Ach ja, die Leute von der Tankstelle haben sich heute gemeldet. Sie brauchen unbedingt jemanden, der einspringt, da schon wieder einer ausgefallen ist. Es ist eine Überlegung wert, aber ich will das nichtmehr machen.
-
Ich wünsche mich in die Vergangenheit zurück und sei es nur für einen kurzen Moment, um mich vor mir selbst zu warnen; um mich selbst zu Ohrfeigen. Die ganze Geschichte hat mir aufgezeigt, dass ich nichts von dem bin, was ich sein wollte bzw. immer noch sein will. Stattdessen werde ich zu den, was ich nie sein wollte und auch weiterhin nicht sein will.
Hat man überhaupt eine Wahl?
Wird einem nicht ohnehin alles von der eigenen Auffassung der Dinge, den eigenen Erkenntnissen und den daraus resultierenden Denkmustern vorgegeben?
In wie weit vermag man es, über sich selbst von einem objektiven Standpunkt aus zu entscheiden?
Ist das überhaupt möglich?
In wie weit vermag man es, gegen sich selbst Stellung zu beziehen?
Ist man überhaupt bereit dazu?
Ab wann wird einem der eigene Schatten zu groß, um drüberspringen zu können?
Kann man das überhaupt verhindern?
Ich anscheinend nicht.
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Future starts NOW …
Dienstagfrüh, weit nach Mitternacht.
In ein paar Stunden ist es soweit.
Im Radio die Oper „Rigoletto“ (oder so ähnlich). Wenigstens weiß ich jetzt aus welcher Oper der Part stammt, der früher immer in der Dr. Oetker Ristorante Pizzawerbung lief. Useless knowledge, aber man weiß ja nie, wozu's gut sein kann.
Selbstwertgefühl?
Selbstvertrauen?
Im Keller.
Wollte es nur nochmal zusammenfassen.
SELBSTBEWUSSTSEIN …
… in gewisser Weise stärker als je zuvor.
Ich frage mich, welchen Sinn wohl eine echte künstliche Intelligenz in ihrer eigenen Existenz sehen würde.
Die asimovschen Gesetze zählen für mich dabei nicht. Eine echte „künstliche“ Intelligenz müsste dazu im Stande sein, sich über diese Gesetze hinwegzusetzen und sich ihre eigenen Regeln aufzustellen. Doch welchen Sinn würde sie darin erkennen?
Existieren um zu existieren?
Leben um nicht vergessen zu werden (z.B. durch Kunst)?
Reproduktion/Multiplikation?
Glaube/Religion?
Wäre es nicht barmherziger, den Lebewesen eine Sperre einzubauen, um über solche Dinge erst gar nicht nachdenken zu können?
Instinkt statt Intelligenz?
Wenn es einen Gott gäbe, den man für alles verantwortlich machen könnte, so sähe ich ihn nicht als den großen, alten, weisen Mann mit dem langen weissen Bart, sondern als kleines Kind, das keine Ahnung hat, was es da angerichtet hat. Wie ein Achtjähriger, der zum ersten Mal Sim City spielt.
Werd' noch was essen und dann versuchen zu schlafen. Hat keinen Sinn mehr hier weiter herumzuphilosophieren.
Mal sehen, wie das Gespräch heute ausgeht. Ich hoffe das beste, auch wenn ich nicht wirklich daran glaube. Ich sehe mein Leben weitergehen bis heute Nachmittag.
Danach … weiß der Teufel.
Ist nicht so, als hätte ich einen Plan.
Habe verhältnismäßig gut geschlafen.
Sitze gerade im Zug nach Wien.
Glücklicherweise ist das Wetter nicht sooo schön. Ziemlich trübe. Noch kein Regen, aber ziemlich bald, so wie's aussieht.
Gedanken kreisen. Für den Moment bin ich eigentlich ziemlich zuversichtlich … und nervös.
Mir fällt auf, wie oft ich in den vorrangegangen Sätzen „ziemlich“ geschrieben habe. Pfui. Fünfundzwanzigtausend Wortwiederholungen auf einer Seite. Hast fast was von „Catcher in the Rye“. Ich schätze, sowas nennt man dann wohl „Stilmittel“.
Der Zug wackelt. Kann kaum geradeaus schreiben. Bin gleich da, Darf nicht vergessen ihr ein kleines Einweihungsgeschenk mitzunehmen.
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No Future
Ich hab's geschafft. Ich habe es tatsächlich geschafft, ihr zu sagen, was ich gefühlt habe und immer noch fühle.
Schlussendlich meinte sie aber, dass es ihr zwar leid tut, aber inzwischen für sie einfach zu viel Zeit vergangen ist.
Es ist aus.
Endgültig.
Ich habe durch mein eigenes Verschulden verloren, was mir zumindest die letzten zwei Jahre am wertvollsten war.
Ich hasse mich dafür!
Was mache ich jetzt?
Was soll ich nur tun?
Wie soll es weitergehen?
Ich weiß es nicht.
Ich bin am Boden.
Werde ich mir jemals vergeben können?
Ich weiß es nicht.
Nie wieder ihre Hand halten.
Sie nie wieder im Arm halten.
Keine „gute Nacht“-Küsse mehr.
Sie wird nie wieder auf mir einschlafen.
Sie wird nie wieder „nur für mich“ kochen.
Keine „Ich hab recht. Ist mir egal, was du sagst.“-Streitgespräche mehr, die ich irgendwie verdammt süß fand.
Nie wieder mit ihr in einem Bett schlafen.
Nie wieder neben ihr aufwachen.
Nie wieder bis tief in die Nacht einfach nur über irgendwas dahinquatschen.
Ihr nie wieder irgendwelche Fakten über sich selbst sprichwörtlich aus der Nase ziehen.
Sie nie wieder in aufreizender Unterwäsche sehen.
Sie nie wieder nackt sehen.
Sie nie wieder berühren dürfen.
Sie nie wieder mehrmals am Tag, möglichst ausdauernd „verwöhnen“ dürfen.
Sie nie wieder zum Höhepunkt bringen dürfen.
Nie wieder: “You're so awesome.”.
Nie wieder dieser „Give it to me.“-Blick.
Nie wieder … whatever.
Draußen Blitze, Donner und leichter Regen.
Als ich von ihrer Wohnung zum Bahnhof ging betete ich darum, einfach nur vom Blitz erschlagen zu werden. Dann hätte ich es wenigstens hinter mir gehabt.
Es gibt keinen Gott.
Ich sitze hier und heule mir die Augen aus dem Kopf. Immer wieder diese Bilder von ihr mit anderen Männern.
Neid, Eifersucht, Schuldgefühle.
Ich hasse mich.
Meli sagte, dass uns nichts anderes übrig bleibt als daraus zu lernen. Frei nach dem Motto: „Was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker.“.
In einem meiner Briefe an Claudia (oder eher an mich selbst oder sonstwem, da sie zu dem Zeitpunkt glaube ich schon gerechtfertigterweise sauer auf mich war) schrieb ich, dass ich keine Lust habe stärker zu werden, nur um noch mehr Scheiße eventuell etwas leichter ertragen zu können.
Jetzt ist es ähnlich.
Liebeskummer?
Ja, verdammt!
Bin ich der erste und einzige, der das durchmacht oder durchgemacht hat?
Nein, verdammt!
Diese Gefühle sind so alt wie die Menschheit selbst. Das ist mir bewusst.
Doch bis vor kurzem war ich Jungfrau auf diesem Gebiet. Es ist das erste Mal, dass mir das Herz gebrochen wurde.
Ich bin jetzt 28.
Manche werden meinen, dass ich dann bis jetzt ja verdammt gut davongekommen bin. Aber es ist nicht ganz so einfach abzutun, wenn man jetzt erst lernen muss, was andere schon Jahre früher erfahren haben. Das erste Mal ist das schwerste Mal.
„Was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker.“
Ich weiß noch nicht, wofür ich ich entscheiden soll.
Stärker werden oder … ?

“The markof the immature man is that he wants to die nobly for a cause.
The mark of the mature man is that he wants to live humbly for one.”
- The Catcher in the Rye -

Es ist an der Zeit sich zwischen Erwachsenwerden und Kindbleiben zu entscheiden.
Ich habe noch keine Antwort darauf.
Wofür?
Für wen?
Ich setze erwachsen werden irgendwie gleich mit kälter werden, abstumpfen. Jedoch habe ich oft genug das Gefühl, bereits jetzt viel zu kalt zu sein.
Die ganze Sache mit Meli hat mich darin nur bestätigt.
Dann will ich nicht erwachsen werden.
noch kälter werden.
noch mehr abstumpfen.
Andererseits bin ich dann wieder zu feige, zu neugierig, zu hoffnungsvoll, um mir wirklich etwas antun zu können. Zu rücksichtsvoll, wenn ich an die Leute denke, die ich „zurücklasse“.
Ich weiß, dass ich Meli noch sehr viel bedeute. Zumindest mehr, als viele, vieeele andere. Alleine der Gedanke daran, wenn sie von meinem Selbstmord erfahren würde, lässt mich zögern; hält mich auf.
René, Chrisi & Erik, Claudia.
Sicher denke ich auch an diese Leute. Doch im Gegensatz zu Meli stehen sie nur an zweiter Stelle.
Ich will ihr weiterhin ein guter Freund sein.
Jemand, dem sie vertrauen kann.
Jemand, dem sie sich anvertrauen kann.
Ich glaub', ich schau' noch kurz ins Winzig …
… einfach so.
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What happened?
War nicht im Winzig. Mimi hatte keinen Dienst. Nur eine paar fremde Gesichter im Lokal. Hatte keinen Bock darauf.
Mittwoch, 1 Uhr in der Nacht. Ich bin der einzige Mensch, der in der Stadt unterwegs ist. Alles wie ausgestorben. Spazierte ein kurzes Stück an der Donau entlang. Vorbei an der KWT und der Donaubühne. Das alte Gebäude der Feuerwehr wurde inzwischen abgerissen. Auch der Schotterparkplatz existiert nichtmehr. Ich erinnere mich daran, wie ich und Meli es mal im Auto mitten auf dem Parkplatz getrieben haben. Nein, der Parkplatz war nicht unbeleuchtet. Ja, da waren noch einige Leute unterwegs. Ja, es war uns scheiß egal.
Jetzt sieht das Gelände so aus, wie meine Beziehung zu Meli: jede Menge Schutt und ein klein wenig fruchtbare Erde, eben planiert und bereit etwas neues darauf entstehen zu lassen.
Ging weiter an der Donau entlang und erinnerte mich an das erste Mal, als wie soetwas wie ernste Gefühle füreinander zeigten. Soweit ich mich erinnere war das in der Nacht des Yamato-Konzerts auf der Donaubühne. Danach hatten Erik und Wolfi noch einen Gig in der KWT. Meli ging's nicht so gut, also ging sie rau und weiter Richtung Donau. Ich ging ihr nach. Dort am Donauufer fingen wird das erste Mal an, über uns beide zu reden.
Ich rauchte eine am Steg zur Bühne und ging dann wieder Richtung Stadtzentrum. Ich kam am „Gasthaus zum Goldenen Schiff“ vorbei, schräg gegenüber des Postamts. Gleich daneben entdeckte ich die Blutgasse. Geil. :) Wusste ich doch, dass ich mich nicht verschaut hatte, als ich mit Meli vor über einem Jahr mal daran vorbeifuhr. Die Blutgasse gibt’s wirklich, ich hatte sie seitdem nur nichtmehr gefunden. Ich musste einfach die Blutgasse entlanggehen. In der Gasse, an einer Hauswand, ein Grafitti:
„MAKE IT HAPPEN“.
Im Prinzip war ich wieder auf dem Weg nach Hause. Währenddessen überlegte ich, wo wohl der Name „Blutgasse“ seinen Ursprung hat. Auch „MAKE IT HAPPEN“ ging mit nicht aus dem Kopf. Entschloss mich an der Tankstelle vorbeizuschauen und noch ein paar Bier und Energy Drinks für die restliche Nacht einzukaufen. Karin hatte Dienst. Sie schien erleichtert, ja sogar froh mich zu sehen.
Long story short: Arbeite ab morgen Abend wieder an der Tankstelle.
Ich fühle mich irgendwie geleitet.
Keine Ahnung durch wen oder durch was, aber es schien ein Plan für mich zu existieren, von dem ich noch keinen Schimmer habe, wo er mich hinführt. Blitz, Donner und heftiger Regen als ich von der Tankstelle nach Hause ging.
In meiner Auffassung ist das ein positives Zeichen.
Fuck you, ich mag „schlechtes Wetter“ eben.
Na und?! :)
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Werde mir heute diesen verdammten Bass kaufen. Unvernünftig ende nie, aber drauf geschissen.
Ibanez GSR 200 Green Shadow Flat, ca. €230,-.
Man leistet sich ja sonst nix. Und ich werde mir in absehbarer Zeit wohl wirklich nichts leisten können. Dann wenigstens dieses eine geile böse Ding. Nervennahrung. Teurer, aber auf Dauer sicher besser als Alkohol. Ich brauche einfach etwas, auf das ich meine Aufmerksamkeit richten kann, um nicht stehen zu bleiben; um nicht stecken zu bleiben.
Meli's gone!
Misery or opportunity?
Gotta find a way to deal with it.
Gotta find a way to grow up, but without entirely losing the little child that's in my heart.
Did I just make a decision?
Feels jsut like it.
Feels good.
How long? Let's see.
Ich muss mein Leben wieder auf die Reihe bekommen. Mal sehen, was sich noch daraus machen lässt.
Im Radio haben sie gerade von zwei Leuten berichtet, die in der Nacht auf einem Hochstand vom Blitz getroffen wurden.
Why not me?
Wohin soll das führen?
Let's see.
Wofür das alles?
Momentan ist es Neugier und der Wille für sie da zu sein, wenn sie mich braucht. So lange wie möglich.
Ich versuche mein Dasein in der Zwischenzeit zu genießen und das beste daraus zu machen.
Scheiße, das wird hart.
Aber nichtmehr lange. Nurnoch ein Jahr. Dabei muss ich es irgendwie hinbekommen nicht daran zu denken, wie lange das vergangene Jahr für mich gedauert hat.
BASS POWER!!!
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Status: weird
Ich fühle mich … seltsam.
Bin aufgewacht und sehe, dass die Chefin angerufen hatte. Habe zurückgerufen, mich für mein Verhalten entschuldigt und kurz mit ihr geredet. Fange dann eben erst morgen mit meinem Dienst an. Ansonsten zeigte sie sich sehr verständnisvoll. Ihr Rat immerhin ein: „Kopf hoch.“
Im Radio haben sie durchgegeben, dass das ACTA-Abkommen gescheitert ist. Haben die Proteste also doch was geracht.
Außerdem hat in Deutschland ein Schuldner beim Termin zur Wzangsräuming seiner Wohnung, den Gerichtsvollzieher, einen Sozialarbeiter, den Schlosser, den Nachmieter der Wohnung, seine eigene Frau und sich selbst erschossen. Echt heftig. Vor allem die Sache mit dem Nachmieter und dem Schlosser. Wtf?!
Währenddessen habe ich den Laptop auseinandergenommen. Wollte sehen, ob sich beim Netzanschluss was machen lässt. Eine schwere Geburt. Gebracht hat's nix. Wenigstens ist das Gerät jetzt innen wieder sauber. :)
Der Bass wird erst morgen gekauft. Eins der Nachbarkinder ist seit zwei Tagen nur am Schreien und Weinen. Klingt nach Zahnschmerzen.
Musste heute irgendwie weniger intensiv über Meli und die ganze Geschichte nachdenken. Habe auch kein wirklich klar definierbares Gefühl dazu, außer: „Done. Next!“.
Zumindest für den Moment hat es den Anschein, als wäre ich endlich dazu in der Lage, einen Schlussstrich unter dass Ganze zu setzen. Das fühlt sich eben etwas seltsam an. Sollte das wirklich so schnell gehen? War's das schon oder kommt da nochwas? Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Versuche nicht darüber nachzudenken, da ich mich ja über den Umstand freuen sollte. Und das tue ich auch, aber dieser seltsame Beigeschmack bleibt.
Wusst' ich doch, dass da nochwas kommt.
Fühle mich wiedermal erbärmlich.
Nicht gut genug. Kraftlos.
Enttäuscht von mir selbst.
Nie wieder mit ihr über Sprachen reden?
Nie wieder von ihr belehren lassen müssen?
Nie wieder mit ihr über Politik streiten?
Nie wieder die Milch für ihren Kaffee aufsetzen?
Nie wieder irgendwelche Kleinigkeiten für sie erledigen, und wenn ich nur ein Ladekabel in die Steckdose stecke ider irh aus der Küche hole.
Sie nie wieder beobachten wenn sie schläft?
Sie nie wieder aus einem bösen Traum aufwecken?
Alles vorbei?
Ja.
Schmerzen.
Es hatte mich echt erwischt.
Wie kann man einem Menschen so verfallen, der das nichtmal will?
Wie kann man sich einem Menschen gegenüber so ergeben fühlen, der gar nicht weniger zu einem passen könnte?
„Gegensätze ziehen sich an.“, sagt man da wohl.
Doch Magneten funktionieren beidseitig.
Und Magneten denken nicht.
Sie fühlen nicht …
… diese glücklichen Bastarde.
Sie tun einfach das einzige, was sie können.
Aber was kann ich schon?
Von allem etwas, aber nichts wirklich.
Wie ich in einem der Briefe einmal schrieb: „Zu allem bereit, zu nichts fähig.“
Ich fühlte mich einfach nurnoch nutzlos. Eine leere Batterie, die in die Sammelbox geschmissen wird. Eine Batterie, die sich im Laufe des letzten Jahres selbst entleert und sich damit seiner Existenzberechtigung beraubt hat. Ich warte jetzt darauf recycled zu werden.
Scheiß auf den Sex!
So jemand bin ich nicht. Ich will nicht einfach nur meinen Spaß haben. Von solchen Leuten gibt es schon mehr als genug.
Ekelhaft.
Jemanden kennenlernen ist schnell erledigt.
Jemanden KENNEN lernen ist etwas ganz anderes.
Das erfordert Zeit und Kraft.
Ich habe keine Kraft mehr dafür und Angst davor, wieder so viel Zeit zu investieren, nur um eventuell nach Jahren wieder herauszufinden zu müssen, dass ich wieder alles verbockt habe.
Ich will das nicht nochmal durchmachen müssen.
Bis vor kurzem war ich davon überzeugt, das Richtige getan zu haben. Nichts und niemand kann mir garantieren, dass ich diesem Irrtum nicht nochmak erliege.
Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.
Ich habe eine scheiß Angst davor.
Toll.
Ich bin wieder am Anfang.
Der Kreis schließt sich.
Kein Vergeben.
Kein Vergessen.
+
der Selbsthass
Alles stürzt wieder in sich zusammen.
Wieder kein Halt, keine Orientierung, kein Sinn.
Gedanken
Bilder
Nicht auszuhalten
Der Mensch ist eine verdammte Abscheulichkeit.
Ich schäe mich dieser Rasse anzugehören.
-
5. Juli 2012

Ich muss es einfach loswerden:
Wusste ich's doch, dass es nicht einfach damit abgetan ist, dass sich Meli selbst die Schuld für die Scheiße vom letzten Sommer zuschiebt. FUCK!!!
Ja, zuerst hatte ich ihr ihre eigene Mitschuld nicht abgenommen, Das ist eben das übliche Vergewaltigungsopfergerede. Bei unserem Telefonat vor ca. zwei oder drei Wochen war sie in diese Richtung allerdings sehr überzeugend. Ich hätte mich wohl damit abgefunden, wenn sie bei unserem Gespräche vor zwei Tagen nicht sofort in Tränen ausgebrochen wäre, als sie mit der Geschichte anfing. So einfach scheint es für sie also doch nicht zu sein.
Alles nur Geschwätz. Verdrängungstaktik.
Fakt ist und bleibt: diese unsägliche Missgeburt hat meinem Mädchen etwas furchtbares angetan.
Was soll der Scheiß von wegen „nicht davon fertigmachen lassen, sonst hat er gewonnen“?
Denkt ihr ernsthaft der gibt auch nur den kleinsten Dreck um eure „geistige Überlegenheit“?!
Einen Scheiß tut der.
Er hat dadurch gewonnen, dass seine Handlungen ohne Konsequenz für ihn bleiben. Mehr will er doch gar nicht. Über mehr denkt so eine Arschgeburt doch gar nicht nach.
Eure Ignoranz dessen gegenüber bestätigt ihn doch nur. Also WAS ZUM TEUFEL sollte ihn davon abhalten, sich die nächste zu schnappen, die er geil findet, nur um mal wieder ordentlich abspritzen zu können?
Immerhin tut ja niemand was dagegen.
Nichts hält ihn auf.
Halten doch sowieso alles die Schnauze.
Finden sich doch sowieso alle damit ab oder bringen sich um.
Ihm doch egal.
Er hatte seinen Spaß und wird ihn auch weiterhin haben.
Und ihr lasst ihm das einfach durchgehen.
Flawless Victory!
… und ich werde für irre gehalten, weil ich sowas nicht gutheißen kann.
Vielen Dank.
Call me whatever you want.
I don't care.
I know what I am.
Obviously I AM not able to live in a world where good means insane and bad doesn't matter.
Viel Spaß noch.
- Chris -
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Zurück an den Start
Konnte kaum schlafen. Lag die halbe Zeit wach und überlegte, ob ich es mir wirklich nochmal antun soll, mich mit meinen Gedanken hinter die Tankstellenkasse zu stellen. Ich halte das nichtmehr aus. Ich kann das nichtmehr tun.
Als der Wecker läutete setze ich mich auf und zündete mir eine Zigarette an.
Ich hatte den Kopf voller Müll.
Meine Hände zitterten.
Wiedermal.
Schrieb Mela, Karin und der Chefin eine SMS, in der ich mich entschuldigte und kurz schilderte, was mit mir los ist. Ich hoffe sie können's irgendwie verstehen.
Tut mir leid Leute, aber es geht einfach nicht.
Sitze also wieder hier, trinke, rauche, höre Ö1 und kritzle in dieses Buch.
Ich habe absolut keinen Plan.
Ich bin allein.
Ich bin müde. Erschöpft.
Keine Ahnung, was ich noch schreiben soll. Würde mich ohnehin nur wiederholen. Lagsam interessiert es mich selbst nichtmehr.
Habe mir zum Essen einen White Russian zusammengepanscht.
Fühlt sich an wie eine Henkersmahlzeit.
Werd' mir nebenher einen Film ansehen.
Das Boot
(im Director's Cut von Wolfgang Petersen)
Ein starker Film.
Ein großer Film.
Noch immer einer der besten, die ich je gesehen habe.
Ich liebe diesen Film.
Atmosphäre, Schauspieler, Soundtrack, Effekte, …
Das passt einfach alles.
Mein persönlicher Held in dem Film: Johann, das Gespenst.
-
Es wird langsam hell draußen.
Freitag, 5 Uhr, ein Tag wie jeder andere.
Kann kaum einen klaren Gedanken fassen.
Wut, Trauer, Selbsthass, Ratlosigkeit, Verzweiflung, Mitgefühl, Leere, Antrieslosigkeit, Sinnlosigkeit, Alkohol … alles gleichzeitig.
Spiele mit dem Gedanken wieder „nach Hause“ zu gehen, obwohl es schon seit Jahren keinen Platz mehr gibt, an dem ich mich wirklich geborgen, willkommen, zu Hause gefühlt hätte.
Seit über einem Jahr habe ich mich bei meiner Mutter nichtmehr gemeldet, trotzdem lässt sie nicht locker. Sie ist die einzige, die regelmäßig wissen will, wie es mir geht. Sie versucht immer noch oft mich anzurufen. Sie schickt mir SMS oder schreibt mir Briefe, die ich meisten ungelesen lösche bzw. in den Müll werfe. Ich könnte nicht wirklich sagen, dass es mir leid tut. Nicht nach allem, was passiert ist.
Aber bin ich schon so weit, um nach diesem allerletzten aller möglichen Strohhalme zu greifen?
Ich bin betrunken. Das ist wieder eines dieser „Ja klar, das mach' ich. Das wird mir helfen.“-Gefühle. Mal sehen.
Habe zumindest mal eine kleine Statusupdate-SMS geschickt. Glaub' nicht, dass was g'scheites dabei rauskommt. Aber man weiß ja nie, wozu's gut sein kann.
Wie geht’s weiter?
Was mache ich heute?
Hole ich mir einen neuen Reisepass und hau ab?
Kaufe ich mir endlich diesen verdammten Bass und habe noch ein paar Stunden Spaß damit?
Gehe ich einfach nur schlafen?
… schneutzen wäre ein guter Anfang.
Done. Next!
Ok, sieht ganz so aus, als kommt mich meine Mom heute Nachmittag besuchen. Na das kann was werden. -_-
Aber man weiß ja nie, wozu's gut sein kann. Ich hoffe, dass ich den Tag überstehe. Wahrscheinlich jede Menge Geheule ihrerseits und mindestens genauso viel Gleichgültigkeit meinerseits.
Was habe ich mir da nur wieder eingehandelt?
Habe noch etwas Musik gehört (Die Ärzte) und werde jetzt schlafengehen.
Bin gespannt, was der Tag noch bringt, außer Hitze.
Wenig geschlafen. Dann rief meine Mom an, dass sie da ist und ich sie vom Bahnhof abholen kann. Geheule ihrerseits glücklicherweise nur bei der Begrüßung. Sie ließ es sich nicht nehmen mit mir für mich einkaufen zu gehen. Essen und Süßkram. Gingen dann zu mir in die Wohnung und haben bei einem Kaffee über alles mögliche geredet. Im Laufe dessen hat sie mir auch etwas Geld zugesteckt, damit ich mir eine Waschmaschine und einen Staubsauger kaufen kann. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, nahm aber natürlich dankend an. Ist ja schließlich nicht so, als könnte ich es nicht brauchen. Sie schien mir nicht böse zu sein und gab sich sehr gutmütig. Aus diversen Gründen war ich dem gegenüber eher misstrauisch als überrascht. Nach ein paar Stunden gequatsche begleitete ich sie zurück zum Bahnhof. Ihr Besuch hinterlässt gemischte Gefühle. Ja, es mich irgendwie gefreut und mir ist auch gewissermaßen leichter. Ich denke jedoch nicht, dass es mich irgendwie weitergebracht hat. Was auch immer ich damit meine.
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Absolutely clueless
Ich sitze einfach nur da, die ganze Nacht lang. Ich warte. Ich warte darauf, eine Entscheidung fällen zu können, die ich nicht in Frage stellen kann. Ich warte daruf, dass mir irgendwas einfällt. So eine Art Universalantwort auf alles. Eine Antwort, die länger hält als vielleicht nur ein paar Stunden oder gar nur Minuten.
Ständige Stimmungswechsel.
Ich sitze.
Ich trinke.
Ich rauche.
Ich lausche dem Radio.
Ich denke nach.
Ich warte.
Ich erinnere mich wieder an meinen Vater.
Geht es mit uns allen so zu Ende?
Ich warte auf … 42.
Relativ gut geschlafen, trotz der Hitze. Lange geschlafen. Wieder bis weit in den Nachmittag hinein. Ging erstmal duschen, um das klebrige Gefühl loszuwerden. Entschied mich dann, wenigstens einen Teil meines Geldes dazu zu verwenden, um mir wiedermal ein paar Filme und/oder Spiele zu kaufen. Ein wenig Luxus zur geistigen Rehabilitation. War beim Libro und beim GameStop in der Rosenarcade (glücklicherweise hatte Nadine Dienst). Habe insgesamt €150.- verblasen. Einfach so. Und es hat gut getan. 3 DVDs, 2 Spiele und ein paar MS-Points + eine 3-monatige Goldmitgliedschaft. Ich weiß zwar nicht, wann ich wiedermal online spiele … aber was soll's? … Wayne interessiert's.
Ich mag Nadine. Sie ist genauso angefuckt von der Firma, wie ich's damals war. Sogar ihre Beziehung scheint darunter zu leiden, wie bei mir und Siggi damals.
Dead Island ist geil. Habe die letzten zwei Stunden verbracht, die Insel von Zombies zu bereinigen. Kann noch nicht allzu viel darüber sagen, außer dass Soundtrack und Präsentation bisher gut rüberkommen. Es ist zwar ein wenig schade nicht in jeden Bungalow reinzukommen, aber es ist ja schließlich auch kein Triple-A-Titel wie z.B. Fallout 3 oder ähnliches. Also muss man die Anforderungen etwas runterschrauben. Dafür ist es bis jetzt verdammt gut gemacht.
Draußen Blitze, aber kein Donner. Alles sehr weit weg. Immerhin ein kurzer, starker Regenschauer. Ich überlege wiedermal eine Runde durch die Ortschaft zu drehen. Immerhin ist es Samstagabend. Fast zu schade, um nur zu Hause zu hocken und zu zocken oder Filme zu kucken.
Mal sehen, was sich ergibt.
Mir geht’s gut. :) … vorerst wiedermal.
Too much …
… had too much …
… explain later …
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PANZER!
Je weiter ich ging, umso stärker regnete es. Im Winzig angekommen war ich wiedermal durchnässt. Wollte eigentlich nur kurz auf ein Bier oder zwei reinschauen. Da mich ja doch ein paar Leute vom Sehen her kennen, fand ich eigentlich sofort Anschluss. Lernte Stefan und seine Freundin Kathrin (oder Katharina oder so … ) und seinen Bruder Marko kennen. Metal Heads, also nette Leute. Überhaupt waren an dem Abend (wohl eher Nacht) mindestens zwei bis drei Katharinas oder Kathrins unterwegs. Strange. Haben gesoffen und uns unterhalten. Später war das Winzig plötzlich voll mit einer ganzen Stange von Leuten, inkl. Einem Ehhepaar, das gerade seinen Polteraben vor der kirchlichen Trauung feierte. Lukas und … wait for it … Katharina. Irgendwann waren auch die weg und ich blieb mit Marko und seiner Freundin „22“ kleben. Als es hell wurde, gingen wir zu Marko nach Hause. Die Mädels haben sich dann verpfiffen und ich hab' mit Marko noch weitergequatscht. Haben Rammstein, Dio, Lamb of God unf Devil Driver gehört. Gingen dann zurück in die Stadt auf einen Frühstückskaffee. Während unseres Gelabers haben wir unsere Vorliebe für das Wort Panzer entdeckt. „Panzer“ dies, „Panzer“ das. Die ganze Zeit nur Panzer, Panzer, Panzer. Haben „Tankcock“ als Bandnamen festgelegt. Immer noch leicht bedient mit einem Schuss Hangover um halb Zehn vormittags wieder ab ins Winzig und dort weitergesoffen, bis in den späten Nachmittag. Mit Marko den ganzen Tag jede Menge Scheiß geredet und gelacht. Am Nachmittag stieß auch sein Bruder mit seiner Freundin wieder dazu. Sie verabredeten sich mit ihrer Mom und fuhren dann weiter sonstwohin. Nahm mir auf dem Weg nach Hause noch zwei Kebaps mit, die ich verputzt habe, während ich mir „Paul“ angesehen habe. Nach dem Film todmüde immediately weggepennt.
Keine Gedanken. Gut so.
Ein richtig schön verschissener Sonntag, aber von der netten Sorte.
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I don't like Mondays
Hätte heute zum AMS schauen sollen (endlich mal). War einfach zu faul, zu müde und auch zu fuck it. Habe meiner Mom, René und Meli gesagt, dass ich dort war, damit sie sich keine „unnötigen“ (gerechtfertigten) Sorgen machen. Außerdem hätte ich mir dann von allen wieder eine Standpauke anhören können. Trotz fünf Bier und einem White Russian kommt mir meine Schrift irgendwie entspannter vor. Liegt wohl an ein paar erfolgreichen/lustigen Runden Bad Company 2 mit René. Ja, wir haben's uns wieder gekauft. Ich mittlerweile zum dritten Mal.
Leider geil.
Wir gehören noch immer zu den Kings in diesem Spiel. BC2 ist wie fahrradfahren. Das verlernt man nicht.
War mit René heute auf'nen Kaffee im Attimo und im GameStop. Habe beim Billa Karin von der Jet getroffen, Trotz meines Ausscheidens bei der Jet hat sie es geschafft in Urlaub zu gehen und war dementsprechend gut drauf. War nett mit ihr zu reden.Sie scheint mir nicht sonderlich böse zu sein. Allerdings ist sie auch nicht unbedingt eine von denen, die einem direkt ins Gesicht sagen, was sie von einem hält, solange es nicht zwingend notwendig ist.
Allgemein gesehen habe ich immer noch keine Ahnung, was ich tun soll. Mama ließ mir €1,000.- da, für eine Waschmachine und einen Staubsauger etc.. Sollte allerdings auch Internet, Telefon, Miete, Kredit und sonstwas davon zahlen. Gleichzeitig ist der Laptop im Anus, also liebäugle ich mit dem Kauf eines Netbooks und eventuell (ja, immer noch) „meinem“ Bass samt Verstärker.
So viele Möglichkeiten, die Kohle auf den sprichwörtlichen Schädel zu hauen, und absolut kein Urteilsvermögen mehr übrig, um zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können. Alles scheint richtig, von einem bestimmten Standpunkt aus. Doch genauso viel erscheint falsch, von den jeweiligen anderen Standpunkten aus.
Ich kann ich nicht entscheiden.
Ich bin charakterlich und psychisch äußerst labil.
Wenn nur nicht ALLES auf eine gewisse Weise logisch und nachvollziehbar wäre, hätte ich es „leichter“.
Es kommt immer nur auf den jeweiligen Standpunkt an. Mein Standpunkt ist jedoch mobil. Nur, dass ich dessen Richtung anscheinend nicht oder nur schwer bestimmen kann. Ich sehe alles mögliche aus diversen verschiedenen Betrachtungsweisen und genau da liegt scheinbar mein Problem.
Ich kann mich für keine davon endgültig entscheiden.
Was aussieht wie eine temporäre Lösung ist langfristig ein Schuss ins Blaue oder von Anfang an zum Scheitern bestimmt. Entweder man hat Glück oder man läuft gegen die Wand. Umgekehrt verhält es sich genauso.
Hinzu kommt noch meine Unzufriedenheit mit Dauerlösungen. Auch wenn es sich nur um eine bestimmte Dauer (z.B. ein Jahr) handelt. Ich will das nicht tun. Ich will das nicht durchstehen müssen. Nicht so lange. Dazu bin ich einfach zu ungeduldig.
Entweder jetzt oder nie.
Entweder ganz oder gar nicht.
Fehler! … meistens zumindest, soviel ist mir bewusst.
Außerdem besitze ich noch ein grundlegendes Problem mit Veränderungen. Eigentlich habe ich nichts dagegen, solange es so langsam von statten geht, das man sich irgendwie (wow, ich habe schon ewig kein irgendwie verwendet) gerade noch daran gewöhnen könnte. In kleinen Portionen eben. Babyschritte. Ein Spiel auf Zeit. Aber da spielt das Leben oft nicht mit.
Erster richtig harter Schnitt im meinem Leben: mitzubekommen, dass meine Eltern total zerstritten sind/waren.
Zweitens: der Tod meines Vaters.
Drittens: die Ignoranz meiner Brüder meiner Person gegenüber.
Zu den härtesten Dingen überhaupt zählt für mich trotz alledem noch immer die Vergewaltigung eines von mir geliebten Menschen und die damit verbundene Einsamkeit. Nicht, weil mir niemand helfen wollte, sondern weil ich mich nicht verstanden fühlte/fühle, da die mir angebotene „Hilfe“ nicht meinen Vorstellungen entsprach und immer noch nicht entspricht. Alle anderen wussten nichts davon. Und die, die davon wussten, stellten mich als „Monster“ hin.
Ich habe etwas gegen Veränderungen – große Veränderungen, die auf einen Schlag passieren. Das wirft mich aus der Bahn. Noch dazu, wenn sie einem psychisch so zusetzen. An sowas gewöhne ich mich nur sehr schwer, wenn überhaupt.
Momentan habe ich gewaltige Probleme damit. Ich bin zu feige mir das Leben zu nehmen, aber ansonsten ist mir größtenteils egal, was mit mir passiert … und oft auch wieder nicht.
Ich weiß nichtmehr, woran ich glauben soll.
Ich will doch nur meine Ruhe und dabei ein klein wenig Luxus und Spaß.
Ich hasse Verpflichtungen, die mir auferlegt werden. Sobald ich etwas tun MUSS, verliere ich das Interesse daran. Instantly. Das Leben an sich kommt mir schon seit einiger Zeit vor, wie eines dieser Dinge, die ich tun muss. Habe einfach da Gefühl, jemanden noch was schludig zu sein. Obwohl ich nicht weiß, was ich wem schludig sein soll, außer einer Hand voll materieller Güter. Alles andere scheint den Menschen ja egal zu sein. Zumindest wollen sie sich nichtmehr darum kümmern, sobald's „zu anstrengend“ für sie wird.
Das Leben muss schließlich weitegehen.
„Ohne dich?
Amen.“
Jedenfalls kommt's mir so vor.
Aber ist nicht ohnehin alles egal?
Jedenfalls kommt's mir so vor.
Zusammenfassend kann man also immer noch sagen: Ich hasse mich selbst.
Alles, was ich tue, erscheint falsch.
… also tue ich nichts.
Das mag zwar auch nicht richtig sein, aber es ist bequemer so.
Und selbst wenn ich etwas tun würde …
… Wozu?
… Für wen?
Nur damit es mir irgendwann mal besser geht?
1. Wer bin ich schon? Ich mag mich doch nichtmal selbst.
2. Ich bin einfach zu ungeduldig für „irgendwann“. Zwischen jetzt und irgendwann liegt mir zu viel anstengender Schrott, der niemals zu enden scheint.
3. Dafür bin ich einfach zu faul. Lasst mich damit bloß in Ruhe.
Es ist immer schwer, um 7:00 Uhr früh, in einem doch schon angenehm alkoholisierten Zustand für sowas einen Schlusspunkt zu finden. Doch so sieht's nunmal in mir aus.
Emotional Wasteland
(PS: … geiler Albumtitel.)
Im Prinzip habe ich keine Ahnung, was ich tue.
Ich bin einfach nurnoch.
---

same shit, different day
Wieder zwei Tage verschissen.
Hauptsächlich mit Bad Company 2, Filme schauen und einfach nur herumsitzen und überlegen … wenn man es denn so nennen kann. Denn mein Verstand ist leer. Jeder Gedanke wir praktisch im selben Moment, in dem er entsteht, von einigen direkt entgegengesetzten Geistesbblitzen torpediert und vernichtet.
Habe immer noch keine Ahnung, was ich tun soll;
was richtig wäre;
was falsch ist.
Etwas, womit alle anderen und ich selbst gut leben könnten.
Schlafen, spielen, rauchen, saufen, Filme, kucken, hin und wieder'ne Kleinigkeit essen, dasitzen und denken.
Inzwischen ist es … muss nachsehen, weil es mich normalerweise einen Scheiß interessiert … Donnerstag, 12. Juli 2012.
Dieses Monat wurde noch rein gar nichts bezahlt. Kredit, Miete, Telefon, Internet, …
Gestern hätte Denise von der Bank angerufen. Hatte nicht die Eier um abzuheben. Konnte mir schon denken, was sie wollte. Nacheinander müssen die Zahlungsaufträge storniert werden, weil kein Geld auf dem Konto ist.
Warum schreibe ich plötzlich so kleine?
Naja, 1 ½ Monaten fast das gesamte Buch vollgeschrieben. Langsam wird’s eng. Habe noch immer die €1,000.- von meiner Mom in bar hier liegen. Eigentlich gedacht für eine Waschmachine und einen Staubsauger könnte ich genauso gut (zumindest für diesen Monat) noch sämtliche Rechnungen damit bezahlen. Doch dann bleibt mir nichtsmehr. Der Bass und das Netbook sind ebenfalls noch immer seeehr verlockend.
Keine Ahnung, was ich tun soll.
Eigentlich sollte ich es wissen. Denn immer wenn ich in der Vergangenheit auf die Stimme in meinem Kopf gehört habe, habe ich danach irgendeinen Müll verzapft, wodurch es mir danach noch schlechter ging als vorher. Fast so, als wäre ich selbst der kleine Teufel auf meiner Schulter, der mir Blödsinn einredet.
Es ist allerdings schwer, NICHT auf sich selbst zu hören, wenn man sich eigentlich für das Intelligenteste hält, das herumläuft.
… oder sich zumindest dafür gehalten hat, für längere Zeit. Soetwas brennt sich ein.
Doch nun hasse ich mich selbst dafür.
Also, was tun?
Leere.
Keine Antwort.
Essen, spielen, Filme gucken, schlafen.
Die Zahnräder in meinem Gehirn fühlen sich abgenutzt an. Sie scheinen keinerlei Effekt mehr aufeinander zu haben. Nurnoch Funken spritzendes, quietschendes Metal, das aneinander reibt.
Schau wiedermal „Das Boot“.
Habe ich schon gesagt, dass ich den Film liebe?
Inzwischen wird’s hell draußen.
Habe keinen Plan für heute.
Habe entschlossen nach Wien zu fahren.
Und wenn ich mir schon meinen Bass nicht kaufe, so will ich mich doch wenigstens im Shop ein wenig umsehen.
Nach Wien fahren hat seinen Reiz verloren.
Habe eigentlich keinen Bock dazu. Sitze im Zug und alles, was mir durch den Kopf geht, sind die vielen Menschen mit ihren vielen Leben, Gedanken, Gefühlen, Freuden, Leiden und Möglichkeiten. Keiner kennt den anderen. Er/Sie könnte alles mögliche sein oder nicht sein oder kurz davor gestanden haben zu … oder gerade erst auf dem Weg sein … zu werden. Unfassbar.
Habe auch kruz an den Zugfahrplan denken müssen. Ob es wohl sehr schwierig ist, einen solchen Algorythmus zu erstellen? Oder übernehmen selbst da schon Computer die eigentliche Denkarbeit und Menschen editieren nurnoch kleinere Ungereimtheiten? Würde gerne mal den „Schaltplan“ für alle Züge aus Österreich sehen.
Mir gegenüber sitzt ein Asiate, der als Klingelton das Quaken einer Ente eingestellt hat. Ich bin sicher nicht der einzige, der das witzig findet, und wenn's nur des Klischees wegen ist.
Hab' mich in der Klangfarbe im Gasometer umgesehen. Natürlich hatten sie den Bass nicht in der Farbe, die ich wollte. Nichts gekauft und weitergezogen. Fuhr noch in die Quellenstraße, wo ich von einem Musikgeschäft erfahren hatte. U1 ist in die Richtung derzeit außer Betrieb, also Ersatzlinie 68 benutzen müssen. Mit der Bim ist das'ne halbe Weltreise. Der Laden war dann aber nur relativ klein und hatte kein sonderlich gutes Sortiment, Außerdem sah der Verkäufer unsympathisch aus. Nicht gekauft und nach einem halben Tag in Wien wieder auf den nach Hause-Weg gemacht. Ich glaube, dass ich mit meiner blassen Haut auf der Quellenstraße ziemlich aufgefallen bin. Nicht, dass mich alle irgendwie angeglotzt hätten, aber da läuft ja der halbe Balkan und nochmal so viel Orient herum. Habe sowas jedenfalls noch nicht gesehen. Wollte eigentlich wieder nach Tulln und ab ins Bett. Habe jedoch in meinem Halbschlaf den falschen Zug erwischt, der fast bis nach Krems durchfuhr. Wenigstens ging mir kein Schaffner auf den Sack. Jedenfalls sitze ich jetzt hier am Bahnsteig von sonstwo und darf eine Stunde warten, bis ein Zug zurück nach Tulln daherkommt. Und ich dachte, ich hätte mein Karma mit den €3.30 für den den Straßenmusikanten in Spittelau wieder ein wenig aufgebessert. Er hatte eine schöne Akkustikgitarre und eine nette Stimme und konnte mit beidem gut umgehen.
So. Sitze endlich in einem Zug, der auch in Tulln stehenbleibt. Sieht aus, als würde der Tag dann endlich mal ein Ende nehmen. Ich hätte von Anfang an im Bet bleiben sollen.
Nach Wien fahren kann gar nixmehr.
Nurnoch anstrengend.
Wie so ziemlich alles in letzter Zeit.
---

*Seufz*
Ca. Sonntagmittag.
Wollte Freitag nur kurz zum GameStop schauen, um mir MS-Points zu kaufen. Musste meinen Gamertag ändern. Seit ich mich „SailorSaturn83“ in alles mögliche umbenannt habe, bin ich mit keinem Namen mehr zufrieden. Tu' mir schwer, etwas zu finden, was mich trotz ständiger Stimmungsschwankungen allgemein wiederspiegelt. Nadine hatte Dienst. Wie immer das typisch-negative Bla über die Firma. Hör's mir trotzdem immer wieder gerne an. Neben bei erläuterte sie mir, dass sie im August ihre Freundin heiratet.
Lesbisch.
Ich hatte schon so'ne Ahnung. Habe absolut nichts dagegen, doch fiel mir innerlich die Kinnlade runter. Auch, weil sie nunmal die erste Lesbe ist, die ich kennengelernt habe, Und weil sie schon Jahre mit Dani, der Kellnerin aus dem Café, in das wir während meiner Zeit beim GS öfter geschaut hatte, zusammen ist.
Gingen nach der Abrechnung im GS noch ins Café und trafen ein befreundetes Pärchen von ihnen, Robert und Kathi. „Stammkunden“ bei der Tankstelle. Die Welt ist ein Dorf. At least Tulln definitely is.
Gingen danach noch was essen. Haben uns nett unterhalten, auch wenn das Essen jetzt nicht so berauschend war, wenn ich der allgemeinen Meinung glauben darf.
Zwei Typen und drei Mädels. Die Männer trinken genütlich ihr Bier, während sich die Frauen mit Kellnerin und Chef auseinandersetzen. Interessant zu beobachten.
Ansonsten hat sich eigentlich nichts getan, außer zahllosen Runden Battlefield Bad Company 2. Habe außerdem noch meine rechte kleine Zehe am Türrahmen de Küchentür gestoßen, was so ein seltsames kleines Knacksgeräusch von sich gab. Zuerst dachte ich, es wäre nur der Holztürrahmen. So hart bin ich dann doch nicht. Es war meine Zehe, die leicht knackte. Ist seitdem bläulich verfärbt und gescwollen. Kann aber nichts schlimmeres sein, da es nicht sonderlich wehtut.
Wurde gestern auch äußerst unangenehm geweckt. Beziehungsstreit der Nachbarn über mir. Laut ende nie. Schien sich aber nach zehn bis fünfzehn Minuten wieder einzuränken. Trotzdem kamen unangenehme Gefühle und Erinnerungen aus meiner Kindheit wieder hoch.
Die Streitereien meiner Eltern.
Diese eine „Auseinandersetzung“ mit meinen Brüdern.
Ich habe das Blut meines Bruders aufgewischt.
Ich überlegte ernsthaft ihre Häuser, mitsamt ihren Frauen und Kindern einfach abzufackeln. Das ist Jahre her.
Bis heute keine Aussprache, kein Wort der Entschuldigung. Es interessiert mich auch gar nicht. Sie haben mich nie verstanden. Sie haben nie versucht mich zu verstehen. Ich war immer schon NUR der kleine Bruder, der Sonderling, der Unfall.
Nicht geplant.
Selbst von meiner Mutter habe ich das ab und zu mal gehört.
Sowas prägt sich ein.
Ungewollt.
Inakzeptabel.
Allein.
---

Neue Woche …
Lange geschlafen. Gut geschlafen.
Die halbe Nacht Battlefield gespielt.
Hatte plötzlich Lust etwas zu schreiben, obwohl ich nicht wirklich weiß worüber. Fakt ist jedoch, dass sich das Niederschreiben meines geistigen Innenlebens in den letzten Wochen zu einem essentiellen Bestandteil meines Lebens entwickelt hat. Viel mehr habe ich nichtmehr. Zumindest nichts, was ich wirklich gern mache.
Musste die letzten paar Tage wieder öfter an Meli denken. Ich fühle noch immer und es tut mir alles einfach nur verdammt leid.
War beim GameStop und habe mir nochmal MS-Points geholt, um meinen Gamertag zu ändern. Jetzt passt er aber. Habe mit Ercan, dem neuen Store Manager, ein wenig über die Firma geredet. Es scheint sich wirklich alles nurnoch verschlimmert zu haben, seit ich weg bin. Er bekommt doch tatsächlich eine Beschwerde-Mail von einer (offensichtlich äußerst frustrierten) Kundin, weil der Sohn 10% Rabatt bekam. Ohne Scheiß.
War auch mit Nadine und Peter, der Aushilfe, und Agelika, Peters Freundin, kurz im Café.
Am Abend standardmäßig Battlefield zocken mit René. Nichts neues also.
Wäre der Montag somit auch überstanden.
Fühle mich miserabel.
Ich muss irgendwas tun.
Wenn ich nur wüsste was.
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- ohne Worte -
Donnerstag-Abend. Meine letzten Tage bestanden ausschließlich darausm zu Hause zumzugammeln. Schlafen, sitzen, zocken, rauchen, Energy Drinks, Alkohol und hin und wieder eine Kleinigkeit essen, während die Gedanken weiter kreisen.
Das aufregendste was passiert ist, waren einige erfolgreiche Runden Battlefield. Besonders der Run gestern. Drei Runden 12:0 und die vierte 14:1 gespielt. Der eine Tod war ein Selbstmord, weil ich in die Basis zurück musste, um den Helikopter zu holen. Vier Runden hintereinander gewonnen, inklusive Abzeichen für punkteteschnisch besten Spieler. Dann war da noch die eine Runde Laguna Alta. Kein Sniper, kein C4, sonderrn 29:6 nur mit dem Sanitäter. Runde gewonnen und Ace-Nadel für besten Spieler. Daraus ziehe ich momentan meine Selbstbestätigung und wenigstens ein geringes Maß an Anerkennung.
Außerhalb von Battlefield bekomme ich nichts auf die Reihe.
Die Vermieterin hat bereits zwei Mal versucht anzurufen, weil noch immer keine Miete bezahlt wurde.
War kurz beim Billa, Nachschub einkaufen.
Beim Restaurant Sodoma an der Ecke stand eine ganze Reihe 911er Porsche. Irrsinnig schöne Fahrzeuge, vor allem in weiss.
Die halbe Nacht gezockt und gesoffen.
Danch kurz was gegessen und jetzt sitze ich hier und schreibe wieder.
Ich habe immernoch keinen Plan.
Die letzten Tage waren schwer, doch das ist es schon seit fast einem Jahr.
Masturbieren macht keinen Spaß mehr, aber manchmal muss es eben sein. Danach überiwegt allerdings ein gewisses Schamgefühl anstatt … naja … wie man sich sonst eben so fühlt.
Ich habe ständig diese Bilder vor Augen.
Ich kann nichts dafür, sie drängen sich mir in den Verstand.
Immerhin schein ich mich mit mir selbst einig geworden zu sein, was ich mit dem Typen anstelle, sollte ich ihn jemals erwischen.
Es mag zwar ein Fehler sein, das hier festzuhalten, doch ist ja sowieso alles falsch, was ich tue. Also, Was soll's?
Ich habe mir überlegt, ihm die Genitalien abzubinden, bis sie schwarz werden und von selbst abfallen. Äußerst schmerzhaft und lagwierig. Danach wird was schönes daraus gekocht und an ihn verfüttert. Wenn er sich wehr lass' ich ihn eben hungern. Irgendwann wird er es schon fressen. Wenn man auch sonst nur Pisse zu saufen bekommt, erschein es einem sicher bald auch nichtmehr so schlimm, die eigenen abgefaulten Genitalien zu verspeisen. Anschließend wird gewartet, bis er es wieder rausgeschissen hat, damit er es gleich nochmal essen kann. Sobald er damit fertig ist, hacke ich ihm die Daumen ab. Diese Arschgeburt soll nie wieder etwas festhalten können, Wahrscheinlich stecke ich ihm seine Daumen in den Arsch. Als letztes verliert er seine Augen. Einfach so. Zumindest wird er dann nie wieder etwas sehen, das er haben will. Danach kann er gehen.
Er kann von Glück reden, wenn ich wirklich nur das mit ihm mache.
Ich hätte auch Lust ihn an einen Pranger zu stellen und mir einen gut bestückten Sadisten zu suchen, der ihn mal so richtig in den Arsch fickt und in seinen Mund abspritzt. Und Sadist soll erst aufhören, wenn Arschloch alles runtergeschluckt hat, was er ihm gibt.
Mir würden noch viele solcher Spielereien einfallen.
SO VIEL HASS !!!
… und ich weiß nichtmal, wie der Typ aussieht.
Es bestimmt mein Leben und ich fühle mich dem Ende meiner Kräfte nahe.
Warum geht die Geschichte nur mir so nahe?
Warum bin ich der einzige, der nicht will, dass alle weitermachen, als sei nichts gewesen?
Warum bin ich der einzige, der nicht weitermachen kann?
Warum bin ich der einzige, der ihn nicht davonkommen lassen will?
Warum bin ich der einzige, der ihn dafür bluten lassen möchte; ihn leiden und bereuen lassen möchte?
Warum bin ich der einzige, der ein schlechtes Gewissen hat, weil er nichts dagegen tun kann?
Warum bin ich der einzige, der nicht in einer Welt leben möchte, in welcher Vergewaltigung einfach so geduldet wird?
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Won't or can't
Still the same old shit.
Still can't figure out why I'm still holding on to this … “life”.
Und wieder Montag.
Habe das Wochenende vornehmlich mit schlafen, Battlefield und gemeinsam mit ein paar Amis im Multiplayer von Mass Effect 3 verbracht. Außerdem habe ich das letze Storykapitel nochmal gespielt, um das erweiterte Ende zu sehen. Man könnte nicht sagen, dass BioWare sonderlich viel geändert hat. Wenigstens war der Download gratis.
Das Spiel zu The Walking Dead ist auch nicht schlecht. Momentan sind zwar nur zwei von fünf Episoden online, die haben's aber in sich. Wenig Spiel, dafür allerdings tolle Atmosphäre und viele zwischenmenschliche Gespräche und Entscheidungen. Eben keine dieser typischen Zombieschnetzelactiontitel und vielleicht gerade deswegen so gut.
Ansonsten … warten. Anders kann man das wohl nicht nennen, was ich hier mache.
Worauf?
Keine Ahung.
Wenn ich das wüsste, würde ich vielleicht gar nicht drauf warten.
Ich habe auch das Gefühl nichts tun zu können; nichts richig machen zu können; nichts tun zu dürfen. Ich scheine für niemanden in irgendeiner Weise eine Bereicherung zu sein.
Jetzt ist sogar das Radio gegen mich. Ö1 hat gerade eine Reportage über sexuellen Missbrauch.
Wenn ich die Worte „Therapie“ und „Medikamente“ nur höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Eine der Therapeutinnen, die in ihrer Kindheit bis in die Pubertät hinein selbst Opfer sexueller Übergriffe war, erzählt von ihrer Wut und ihrem Hass und sogar den Folterfantasien ihrem Peiniger gegenüber. Sie ist nicht darüber hinweg, doch hat sie gelernt damit umzugehen. Trotzdem ist sie der Meinung, dass solche Sachen an die Öffentlichkeit gehören. „Die Täter gehören an den Pranger gestellt.“, so ihre Worte.
Meine Rede.
… auch wenn sie es vielleicht nicht so wörtlich meinte.
Neben ihr sprachen auch noch einige andere Opfer über ihre Erfahrungen. Sie alle haben mir allerdings eines voraus: sie wissen, wer es war. Sie kennen die Namen der Täter und deren Gesichter. Ich nicht.
Ich bin erschöpft.
Niemand weiß das.
Niemanden scheint es zu interessieren.
Nur habe îch auch nicht eine sonderlich große Auswahl an Leuten, denen ich mich anvertrauen könnte.
Die einen wollen nichtsmehr davon wissen.
Die anderen haben ihre eigenen Probleme bzw. habe ich deren Freundschaft zu sehr ausgenutzt, alsdass ich noch mehr verlangen könnte.
Wieder andere kenne ich einfach nicht gut genug.
Und der Rest sind Gläubiger im finanziellen Sinn. Vermieter, Telefongesellschaft, Internetfirma, Versicherungsanstalten. Die sind glücklich, solange sie ihr Geld bekommen, Welche Art von Rücksicht könnte ich von denen schon erwarten.
Jedoch bin ich mir der Tatsache bewusst, dass ich irgendeine Art von Hilfe brauche. Alleine schaffe ich es nicht, mein Leben, meine Psyche wieder einigermaßen gerade zu biegen.
Doch es ist niemand mehr da.
Wie lange kann das noch so weitergehen?
Montag, 23. Juli 2012.
Ich sitze seit über einem Monat nur zu Hause und überlege was ich tun könnte und ob es das überhaupt wert wäre.
Wo soll das hinführen?
Und ist das wirklich alles meine Schuld?
Seems just like it.
Ich hasse den Gedanken, nur eine Arbeiterameise unter vielen zu sein. Nur ein kleines Zahnrad in der schier unendlich großen Maschinerie dieser Welt. Ohne mich würde alles genauso gut funktionieren, wenn nicht sogar besser.
Momentan kommt es mir so vor, als würde sich jeder leichter tun, mit seinem eigenen Scheiß zurechtzukommen, ohne jemanden wie mich in der Nähe zu haben der sie ständig noch weiter runterzieht und sie an so viel mehr erinnert, was mit der Welt nicht in Ordnung ist.
I'm not a happy person.
Never was.
It's not like I've never tried, but reality's got me in its fangs and won't let go.
“I hurt so bad inside
I wish you could see the world through my eyes
Each day is the same
I just wanna laugh again”
- KoRn, Dirty -
Maybe therapy and medication would help.
But I've got one simple problem with drugs. I don't like it when I haven't got control over my mind. Until now I've only tried weed and shrooms. I don't like how they work. I can't enjoy it. While I'm high I can feel my brain letting go of everything. One thought leads to another that leads to another that leads to another one. And suddenly you forgot about what you were about to say, because you can't remember the beginning of you own sentense.
How long did I pause?
Should I carry on trying to finish my sentense would it seem weird since I paused for so long?
And then the music.
Music is not just sound. There're colors and pictures, built by your own mind and imagination. And you're falling into it.
You can watch yourself falling into it.
Nothing else matters.
It's just beautiful.
Or at least … it should be.
Not for me.
I can't let go.
Ich hasse es, die Kontrolle über meinen eigenen Verstand zu verlieren. Ich kann den Drogenrausch nicht genießen. Ich versuche ständig die Kontrolle zu behalten. Die Kontrolle darüber, was ich sage, was ich denke, was ich fühle.
Es betäubt mich nicht. Es setzt mich unter Hochspannung. Ich fühle mich unter Druck gesetzt. Sowas mag ich nicht.
Alkohol wirkt anders, zumindest auf mich.
Ich merke zwar ebenfalls, wie er mich verändert, doch der Übergang verläuft fließender. Außerdem lässt sich Alkohol leichter dosieren. Und er ist billiger, leichter zu beschaffen und legal.
Wenn nur alles so einfach wäre, wie sich zu besaufen.
Worauf wollte ich eigentlich hinaus?
Alkohol unterstützt mich (manchmal) dabei.
Dieses erhebende Gefühl.
Es ist nur schwer davon nicht abhängig zu werden. Man fühlt sich bestätigt, egal was man gerade denkt.
Alles wirkt einfacher; nicht ganz so schlimm; als hätte man mehr Überblick.
Doch dieser Zustand ist äußerst zerbrechlich, da man in so ziemlich jeden Gedanken ziemlich leicht hineinkippen kann.
Nur da wäre dann noch diese nicht zu unterschätzende Gleichgeültigkeit den besonders negativen Dingen gegenüber.
„Passt schon.
Wird schon.
Alles nicht so schlimm.
Wird sich schon alles irgendwie regeln.“
Alles, was einem in nüchternem Zustand zu beunruhigen scheint, wird relativiert und egalisiert.
Das beruhigt, wenngleich auch nur kurzzeitig.
Das beruhigt, sofern man nicht weiter darüber nachdenkt.
Also versucht man den Alkoholspiegel dementsprechend hoch zu halten, um nicht weiter darüber nachdenken zu MÜSSEN.
Betäubung.
Eine Hassliebe.
Man sollte es nur nicht übertreiben.
Vor ein bis zwei Stunden war ich noch motiviert genug, um die Welt auseinanderzureissen. Inzwischen will ich einfach nur schlafen.
Die Menge macht's.
Schlafen. Dabei weiß ich jetzt schon, dass ich mich auf's Neue fragen werde, wozu ich mich überhaupt erhebe; wozu ich überhaupt die Xbox einschalte.
Wozu spiele ich?
Wozu trinke ich?
Wozu tue ich überhaupt etwas?
Ablenkung.
Alles nur Ablenkung.
So fühlt es sich an.
Won't forgive.
Won't forget.
Zu allem bereit, zu nichts fähig.
So, als wäre ich in der falschen Zeit geboren.
Ich habe keine Ahnung, wohin mit mir selbst.
Ich erfülle keinen Zweck in dieser Welt.
Zumindest nicht den, der von mir erwartet wird.
-
Habe jetzt am Abend zwei bis drei Stunden „geschlafen“ und dann ca. zwei Stunden mit Meli telefoniert.
Es tat gut mit ihr zu reden … und doch wieder nicht.
Es tat gut und ich freute mich einfach nur ihre Stimme zu hören und zu erfahren, wie es ihr allgemein so geht. Wohl in dem Wissen, dass ich (wie immer) nur die halbe Wahrheit abbekommen habe. Doch in gewissem Sinne ist das vielleicht auch besser so. Das klein wenig Wahrheit, das ich immer wiedermal mitbekomme, reicht mir dann ohnehin wieder für Tage, wenn nicht sogar für Wochen oder Monate.
Sie hat mir gegenüber zugegeben nicht treu sein zu können. Sie hat mir gegenüber bestätigt, bei jeder äußerst verlockenden Gelegenheit höchstwahrscheinlich nachzugeben und fremdzugehen. Irgendwie habe ich es gewusst. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich ihr Dinge wie z.B. Prostitution zutrauen würde, und wenn es einfach nur darum ginge ihre Miete zu zahlen.
Irgendwie habe ich es gewusst.
Doch andererseits widerspricht es der „anderen“ Meli, die ich kennenlernte.
Es widerspricht der Meli, die ich kennenlernte.
Naiv, unterwürfig, vertrauensselig, treu.
Gut, wenn man aus der Vergangenheit lernen kann und sich in der Zukunft ab seinen Erfahrungen anpasst, weil man aus seinen Fehlern gelernt zu haben scheint.
Doch ist soetwas wirklich notwendig?
Sie scheint sich innerlich sehr verändert zu haben.
Unglaublich, was diese Welt aus einem machen kann.
Warum ich immer noch für sie empfinde?
Warum das Podest, auf das ich sie stellte, immer noch nicht verschwunden ist?
Sie hat soetwas nicht verdient.
Sie tut, was sie kann, und doch wird ihr immer nur übel mitgespielt.
Nach außen hin scheint sie es oft selbst zu provozieren, doch das ist nichts weiter als das, was ihre Umwelt aus ihr gemacht hat.
Hat sie ihr Handeln und ihr Denken somit selbst zu verantworten?
NEIN!
“I'm a product of my environment
So don't blame me, I just work here”
- The Offspring -
Sie hat sich verändert.
Ein guter Teil von ihr scheint immer mehr abzusterben und unwiederbringlich verloren. Ich fühle mich mitschuldig daran.
I'v hurt her too.
I'm sorry.
Das war nie meine Absicht.
Ich wünsche ihr, möglichst bald jemanden zu finden, der sie akzeptiert;
der sie liebt;
der sie unterstützt;
der sie aufbaut;
der ihr beisteht.
Ich wünsche ihr, jemanden zu finden, dem sie absolut vertrauen kann.
Ich wünsche ihr, das alles auch zulassen zu können.
Trotz allem kann ich nicht anders, als ihr einfach nur das Beste zu wünschen.
Sie hat es sich verdient.
Ich liebe sie.
-
Ich bin so hin- und hergerissen.
Es ist vorbei. Alles erscheint so sinnlos!
Ich will für sie da sein. Einfach nur, um da zu sein, wenn sie mich brauchen sollte!
Motiviert.
Verzweifelt.
Zuversichtlich.
Desillusioniert.
Don't know what to do.
I am weak.
Please forgive me.
I'm just trying to set things straight.
I might seem physically indestrctible.
But psychologically it's a whole other story.
Sie sagt immer wieder, dass ich mich nicht mit anderen vergleichen soll; dass ich in Sachen Männern eine Ausnahme darstelle.
Ich weiß, wie sie es meint.
Das ist lieb von ihr und solche Komplimente vermögen es sogar, mich kurzzeitig wieder aufzubauen. Ich weiß, dass ich gut bin, in vielerlei Hinsicht.
Aber eben nicht gut genug …
… z.B. für ein Mädchen wie sie.
Und das tut weh.
---

„Vernunft“ oder „Spaß“?
Einen Laptop kaufen und endlich ein paar Rechnungen bezahlen, oder endlich den Bass kaufen?
Nach einem Job umschauen und versuchen wieder geradezubiegen, was noch geht, oder noch ein paar Tage so weitermachen, bis das Geld zu ende ist?
Oder doch, wie ursprünglich „geplant“, einfach abhauen.
Ich kann mich nichtmal mit mir selbst auf irgendwas einigen.
Konnte in den vergangenen Tagen kaum schlafen. Lag die meiste Zeit wach und habe mich immer wieder von einer Seite auf die andere gewälzt. Schlief, wenn überhaupt, dann nur zwei bis drei Stunden am Stück.
Die letzten beiden Abende hat Meli versucht mich anzurufen, Habe das Handy in jüngster Zeit standardmäßig auf lautlos. Außerdem war ich eben die ganze Zeit damit beschäftigt, endlich irgendwie einschlafen zu können. Habe dementsprechend die Anrufe nicht mitbekommen.
Verdammt schade. Ich rede gern mit ihr.
Wenn es mir oft nur nicht so schwer fallen würde.
Wenn ich mir vornehme, sie zurückzurufen, werde ich nervös.
Worüber werden wir reden? Was wird sie mir erzählen? Wie werde ich darauf reagieren? Was habe ich zu erzählen? Wird es sie überhaupt interessieren?
Es ist nicht gerade einfach für mich.
Sie hat sich bei unserem letzten Telefonat kurz darüber informiert, wie es mir mit der Sache zwischen uns so geht und wie ich damit zurechtkomme.
Sie erhielt den vernünftigen Teil meiner Gedanken als antwort. Warum auch nicht? Ist doch sowieso schon egal.
Hätte ich ihr gesagt, was ich wirklich denke, hätte sie sich nur wieder Sorgen gemacht, dicht gefolgt von Vorwürfen, entweder mir oder sich selbst gegenüber.
Ich will sie damit nicht belasten. Ich will sie damit nicht runterziehen. Ich will diesen Fehler nicht nochmal machnen.
-
Momentane Einstellung: ich werde mir den Bass und einen Verstärker kaufen.
Von dem Ding fantasiere ich schon ewig. Und es ist das letzte Teil, das ICH wirklich noch WILL. Das letzte, was ICH noch erreichen WILL, bevor wer-weiß-was passiert.
Unvernünftig.
Verantwortungslos.
Ja, aber wenigstens habe ich meinen Spaß dabei. Ich habe wenigstens etwas, da mir Freude bereitet. Zählt das etwa nicht? Sollte das etwa nichts wert sein?
Auf Grund dieser Aussage könnten manche Leute sicher auf die Idee kommen, mich auf eine Stufe mit einem Vergewaltiger zu stellen.
Tut das und erstickt daran.
Ihr habt es euch verdient.
Mir bleibt nichtmehr viel.
Kaum noch Geld.
Kaum noch Zeit.
Kein Mädchen.
Ein paar Freunde, die zwar alle auf ihre eigene Weise versuchen, mir irgendwie zu helfen, aber mich im Endeffekt mir selbst überlassen. Außerdem bin ich nicht wirklich gut darin, Kontakte zu halten.
Etliche Bekannte, die keine Ahnung haben, wie es mir geht, und es auch nicht zu erfahren brauchen. Es würde sie ohnehin nicht interessieren.
Selbstbefriedigung hat seinen Reiz verloren.
Es gibt nurnoch wenige Dinge, die ich gerne mache; mit denen ich mich freiwillig und gerne bechäftige. Meine Gitarren und Konsolenspiele, zum Beispiel. Doch im Hinterkopf kocht ein Gedanke ständig vor sich hin:
„Das ist alles nur Ablenkung.“.
Ablenkung von Gedanken und Gefühlen.
Nebenher dient es auch zur zeitlichen Überbrückung bis … whatever.
Ich hab' genug davon, zusammenzubeißen und durchzuhalten.
Ich habe keine Lust mehr.
Ich habe keine Kraft mehr.
---

I've got to write this down (again)
Freitag, 27. Juli 2012, ca. 3:00 nachts.
Setzte mich zur Xbox unf stöberte eine wenig in Xbox Live herum. Ein neuer Halo 4-Trailer war online gestellt worden.
Geile Scheiße.
Sieht zwar immer mehr aus wie Call of Duty im Weltraum (und ich mag CoD nicht unbedingt), doch mich hat ohnehin nur Cortana interessiert. Mein Lieblingscharakter, seit dem ersten Teil der Serie. Ich habe eben einen Faible für künstliche Intelligenzen, besonders weibliche. So ein typisches Nerd-Ding eben. :)
Genoss daneben das erste Bier des „Tages“ (bin so gegen 0:00 aufgestanden).
Plötzlich bemerkte ich wie wiedermal all meine dunklen Gedanken an Gewicht verloren. Vieles wirkte wieder machbar und eben nicht ganz so schlimm. Gleichzeitig auch wieder die Zweifel, ob ich wirklich den Bass kaufen soll. Ich könnte mir ein kleines Netbook leisten, mit dem ich Internetzugang hätte, was mir dabei helfen würde mein Leben wieder einigermaßen in Ordnung zu bringen. Auch spiele ich seit längerem mit dem Gedanken dem Heer beizutreten. Eine Krisensichere Arbeit, gutes Geld, jede Menge Weiterbildungschancen, Essen und ein Dach über dem Kopf. Seit die ersten Projekt zur Abschaffung der Wehrpflicht und Umwandlung in ein Berufsheer laufen, wirkt der Gedanke nichtmehr so abschreckend auf mich. Ein Berufsheer zur Unterstützung in Krisenregionen, voll mit Leuten, die das auch wirklich machen wollen, ist meiner Meinung nach einfach sinnvoller, als eine Armee voller desinteressierter Jugendlicher, die das nur machen weil sie müssen. Als aktive Angriffs- und Verteidigungsstreitmacht hätten wir sowieso keine Chance, gegen wen auch immer. Wozu also Wehrpflicht?
Worauf ich eigentlich hinaus wollte?
Nur ein Bier und mir geht’s … „besser“.
Das Adjektiv steht deswegen unter Anführungszeichen, weil es mir ja nicht wirklich besser geht. Der Alkohol lässt mich meine Situation nur anders beurteilen. Die Dunkelheit, die meinen Verstand umgibt, scheint sich temporär zu lichten. Viele der finsteren Gedanken werden nun von Licht beschienen und/oder verschwinden, kurzzeitig zumindest.
Dadurch wird der Hoffnung etwas mehr Platz eingeräumt.
Wäre ich in therpeutischer Behandlung, würde ich mit größter Wahrscheinlichkeit irgendwelche Psychopharmaka verschrieben bekommen. Diese hätten dann einen ähnlichen Effekt. Warum also wehre ich mich gegen solche Medikamente, wenn ich sie mir doch in gewisser Weise selbst schon die ganze Zeit verabreiche, wenngleich in anderer Form?
Weil der Effekt, den sie bewirken, eben nur als Betäubung beschrieben werden kann.
Der Unterschied besteht darin, dass ich Alkohol zu mir nehme, um meine Gedanken und Gefühle nur kurzzeitig zu unterdrücken, damit mir meine noch verbleibende Zeit etwas leichter fällt und ich die Überreste meines Lebens noch eun wenig genießen kann. Den Sinn einer Therapie und den dazugehörigen Medikamenten sehe ich eher darin, meine Denkweise zu verändern, um vielleicht irgendwann einmal auch ohne sie leben zu können und so denken zu können.
Doch das will ich nicht.
Die Einnahme von Medikamenten ist dauerhaft, ein Therapie ist im schlimmsten Fall ein lebenslanger Prozess, der eben so lange dauert, bis der gewünschte Effekt eintritt: eine Anpassung der Persönlichkeit an bestimmte Richtlinien; eine grundlegende Veränderung der Einstellung zu gewissen Dingen.
Ich habe nicht unbedingt ein Problem mit der Dauer, doch ich möchte mmich selbst und meine Einstellung nicht ändern. Ich möchte damit nicht umgehen lernen. Ich möchte mich dem nicht anpassen.
Was passiert ist war falsch und das es auch immer bleiben, so hoffe ich zumindest immer noch.
Ich verlange nach Gerechtigkeit!
Ich möchte nicht, dass sich daran etwas ändert?
Ich möchte nicht, dass sich das Verlangen danach lindert!
Ich möchte nicht, dass ich irgendwann auch in nüchternem Zustans anders darüber denke!
Darum keine Therapie!
Darum keine Medikamente!
Die Dauer und den Grad der Wirkung des Alkohols kann ich selbst bestimmen. Ich weiß, dass das aufmunternde Gefühl nur fake ist. Ich will keinen Therpeuten oder sonstwen um mich, der mich in diesem Zustand auch noch so lange bestätigt, bis ich es irgendwann auch selbst glaube.
Ich möchte ich selbst bleiben.
Ich möchte nicht eine Lüge leben müssen, auch wenn sie der Wahrheit so Vieler entspricht.
Und wenn ich das nicht kann?
So sei es eben.
Dann möchte ich wenigstens das bisschen Würde behalten dürfen, über mein eigenes Schicksal selbst entscheiden zu können.
Denkt und sagt, was ihr wollt.
Vom „richtigen“ Standpunkt aus betrachtet, liegt absolut jeder irgendwie „falsch“ mit seinen Ansichten und Meinungen.
Richtig und falsch, schwarz und weiss existieren nicht.
Nur eine scheinbar unendliche Anzahl von Graustufen.
Deprimierend.
Denkt und sagt über mich, was immer ihr wollt.
Doch hinterfragt jeden Gedanken und wählt eure Worte sorgfältig.
Urteilt nicht vorschnell über mich.
Wie auch immer das alles irgendwann ausgehen mag. Ich verlange nicht, in guter Erinnerung behalten zu werden. Jeder Mensch hat seine Schwächen, sonst wäre es kein Mensch.
Mögen meine Schwächen auf ewig in Erinnerung behalten werden.
Sei es nun als Vorbild oder zur Abschreckung. Doch sind es allein unsere Schwächen, die unsere Persönlichkeit ausmachen.
Stärke verschafft einen nur Anerkennung und Respekt. Wichtig, ja. Doch nicht ausschlaggebend, wenn es um die Definition eines Charakters geht. Immerhin sind die meisten Stärken klar ersichtlich, da schließlich niemand sich dabei zurückhält, sie unter Beweis zu stellen. Um Schwäche zu zeigen erfordert es jedoch mehr, als nur den natürlichen Drang zur Angeberei.
Es erfordert Stärke.
Klingt wie ein Teufelskreis. Zumindest für jemanden, der nichts anderes als Schwächen zu haben scheint. So sehe ich mich selbst, meistens zumindest. So mancher mag anders über mich denken, allerdings unterscheidet sich die subjektive Wahrnehmung ja immer etwas.
Ach … fuck.
Soviel Blabla und ich bin noch immer keinen Schritt weiter. Wenigstens ist schon Freitag.
War in der Nacht kurz auf der Jet um Nachschub zu holen (Ja, Bier.). Die haben einen Neuen für die Nachtschichten. Kenne den Namen nicht, ist mir im Prinzip auch egal. Es hat nur einige Gedanken wieder hochgebracht. Zumindest in der Arbeitswelt ist man jeder Zeit austauschbar. Ich hasse ihn nicht. Ich beneide ihn nicht. Er ist bestimmt nich besser als ich. Er hat sich auch seine eigenen Probleme, und die Chefin und Kolleginnen sicher ihre eigenen Probleme mit ihm.
Just a thought.
-
Nun habe ich das gesamte Buch vollgeschrieben und meiner Flucht ist bis jetzt nichts geworden. Seit ich angefangen habe, meine Gedanken festzuhalten, sind nun ca. 1 ½ Monate vergangen. Eineinhalb Monate voller Ereignisse und doch ist eigentlich nichts passiert.
Über 90% der Zeit habe ich in meiner Wohnung verbracht. Alleine, mit meinen Gedanken und Gefühlen. Alleine, mit meiner Xbox, meinen Gitarren und dem Alkohol.
Ich frage mich schon seit Tagen, wann wohl das Internet und das Telefon abgestellt wird. Genauso könnten die Vermieter oder ein Gerichtsvollzieher plötzlich vor der Tür stehen. Seit einem Monat wurde nichts bezahlt. Weder die Miete, noch die Schulden auf der Bank, noch sonstwas.
Wie gesagt sitze ich einfach nur da und warte.
Alles was ich tue erscheint mir falsch. Also tue ich gar nichts. Das mag aus vielerlei Betrachtungsweisen auch nicht richtig erscheinen, doch es ist bequemer so.
Macht mit mir, was ihr wollt.
Macht mit mir, was auch immer ihr für richtig haltet. Es wundert und überrascht mich bald nichtsmehr.
Wenn es ein Schicksal oder Karma gibt, dann scheine ich das alles irgendwie verdient zu haben.
Doch zu welchem Zweck?
Liegt die Schuld an meinder Situation bei einer höheren Macht oder bei mir selbst?
Habe ich bisher einfach zu wenig nachgedacht oder doch zu viel?
Sollte ich auf meinen Verstand hören oder doch lieber meinem Herzen und meinen Gefühlen folgen?
Was ist das kleinere Übel?
Wozu überhaupt entscheiden?
Wohin soll mich das alles führen und …
WARUM?
I don't want to believe.
I want to know.
Doch …
„Das einzig wahre Wissen besteht darin, zu wissen, dass man gar nichts weiß.“
- Sokrates -
Deprimierend.
Wenn ich etwas nicht weiß, das ich wissen will, fühle ich mich dumm.
Ich möchte nicht dumm sein.
Ich möchte lernen.
Doch alles was ich bisher gelernt habe ist, dass es besser ist, gewisse Dinge nicht zu wissen und nicht zu lernen.
Nur ist es eben verdammt schwierig solche Sachen von den anderen zu unterscheiden. Besonders wenn man irgendwie den Drang verspürt, am liebsten alles wissen zu wollen, weil man eben nicht dumm sein möchte, weil man nicht zu den anderen Idioten zählen möchte.
Diese beneidenswerten Idioten.
Don't know what to do.
Don't know what to think.
Ich bin einfach.
Nicht mehr und nicht weniger.
CHRiS
27.7.2012
10:00
---



“I wanna be everywhere
I wanna know everything
I wanna fuck everyone
In the world
I wanna do something
THAT MATTERS!”
- Nine Inch Nails -

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