S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Still fucked up ...
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Still fucked up ...

Still
fucked
up





by
Insert subject name here
(call me whatever you want)





digital copy



starting August 2012
ending 24. August 2012
Novmeber 2012





I'm not getting better
Can't stop thinking …
… about what happened
… about her.
What am I supposed to do?
Why?
Where is this leading to?
Why?
I still can't figure it out?!
Why?!
I can't stop thinking.
Why?
Sehnsucht
Sonntag, 5. August 2012
Ich will eigentlich nichtsmehr schreiben, da mir selbst das inzwischen zu anstrengend wird.
Ich hätte mir diesen verdammten Bass kaufen sollen.
War letztes Wochenende in Wien. Da sollte im Donauzentrum ein Musikgeschäft sein, das genau meinen Bass auf Lager hat. Außerdem habe ich schon geahnt, dass da irgendwo ein Media Markt oder Saturn in der Nähe ist. Also habe ich es davon abhängig gemacht, welchen der beiden Shops ich zuerst entdecke, um die Entscheidung zwischen Bass und Laptop zu fällen. Kein Musikladen in Sicht. So I ended up with a little HP Netbook.
I regretet it in the very moment that I got back home and started to type youtube.com.
Ich wusste genau, dass mich dieses scheiß Ding nicht ums Geringste weiterbringt.
Ich wusste, dass ich es einfach nur dazu nutzen werde, um noch etwas mehr Zeit zu verscheißen.
Internet … eine der Geißeln der Menschheit.
-
Meli bot mir an dem Tag an, mich wenigstens ein Stück weit nach Hause zu fahren. Wenigstens bis Klosterneuburg.
Nachdem ich mit meiner Shopping Tour fertig war, traf ich mich mit ihr in ihrer Wohnung. Bevor wir uns auf den Weg machten, musste sie noch kurz zur Post und in einen Schreibwarenladen. Beides war nicht weit, also gingen wir zu Fuß. Auf dem Weg hin und zurück stellte sie mir ein paar Fragen, in Bezug auf meinen Plan” mich beim Heer zu melden. Weiterhin erläuterte sie mir, dass sie mir wünscht eine Tätigkeit zu finden, in der ich voll und ganz aufgehen kann. Etwas, womit ich kein Problem hätte, mein Leben lang nichts anderes zu machen. Etwas, womit ich ich wirklich identifizieren kann.
Und nichts anderes wünsche ich dir, Meli!
Es war so verdammt lieb von ihr, sowas zu sagen. Andererseits machte es es einfach nur schwerer, ihr einfach nur so Gesellschaft zu leisten; sie zu sehen; mit ihr zu reden; wiedermal gewisse Ticks mitzubekommen und …
… wiedermal zu hören, wie sehr ihr Leute wie Alex und Michi im Leben weitergeholfen haben.
Andere Leute. Nicht ich.
Das alles zusammen.
Schmerzhaft.
„Frauen und Männer können keine Freunde sein.“, so auch ihre von Alex implizierten Worte. Das mag auch schon so stimmen.
Vor allem wen einer der beiden liebt und der andere nicht.
Jedenfalls brachte sie mich schlussendlich nach Klo-Burg zum Bahnhof und fuhr dann weiter nach Wördern (zu Michi) oder sonstwohin, um dort das Wochenende zu verbringen.
Keine große Verabschiedung. Warum auch?
Fuhr nach Hause und verbrachte die ganze Woche mit alten Freunden – Schlaf, Alkohol, Zigaretten, YouTube, Battlefield … und der ständigen Angst, dass mir bald mal jemand den Strom oder das Internet abdreht bzw. die Vermieter oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen.
€100.- is all that's left.
Das war's dann.
Keine Ahnung was passiert, wenn das auch mal weg ist, was relativ bald sein wird.
Werde ich irgendwie einen Ausweg finden?
Werde ich mir das Leben nehmen?
I DON'T GIVE A SHIT!
Werde ich verhaftet?
Werden mich alle hassen?
Komme ich ins Gefängnis?
Wird es die Hölle?
COULDN'T CARE LESS!
Kann es überhaupt noch schlimmer werden?
Das habe ich mich schon so oft gefragt.
Und immer wieder lautete die Antwort: „JA!“.
-
Meli hat gerade angerufen.
Fast zwei Stunden teleofniert.
Haben über alles mögliche geredet.
My reaction after our call ended?
I cried …
… for at least half an hour.
Einer meiner Hauptgedanken währenddessen?


LET


ME


MAKE


HiM

SUFFER
how she did and still does!
how I did and still do!
for what he did to me!
for what he did to her!
for what he did to us!
But even after that it would remain to be my own fault …
Fuckin' up the “little” we had …
I rememder when she's told me about her paradigm shift … after IT's happened.
Ich habe zu dem Zeitpunkt wohl auch nicht realisiert, wie ernst sie es meinte.
Inzwischen denke ich manchmal, dass mir sowas vielleicht auch ganz gut tun würde.
I'd like to know what could've been.
Scheiß Konjunktiv.
---

Just another day
Wiedermal in den Schlaf geheult.
Albträume.
In den letzten Wochen ist mir auch immer mehr aufgefallen, dass ich bestimmte Bands, wenn überhaupt, dann nurnoch schwer ertragen kann.
Tool, Massive Attack, Muse, …
Firewater – Paint it Black.
Sogar Nine Inch Nails werden zu schwer verkraftendem Stoff, da mich sämtliche Nummern daran erinnern, irgendwelche scheiß Gedanken niederzuschreiben.
Immer wenn ich sie sehe oder mit ihr telefoniere packt ich die Motivation, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Für sie.
Doch kaum ist der Besuch oder das Telefonat zu Ende, reißen mich Verzweiflung und Einsamkeit wieder mit sich in den Abgrund.
Selbst meine Mutter sagt mir immer wieder, dass es nichts bringt in der Vergangenheit herumzugraben. Ich soll nach vorne sehen. Die Zukunft ist es was zählt.
Wenn da nicht nur die Vergangenheit einen so entscheidenden Teil unserer Persönlichkeit einnehmen würde.
Sie definiert uns.
Sie macht uns zu dem, was wir heute sind.
Sie bestimmt unser Denken.
Sie bestimmt unser Handeln.
Ohne Erinnerungen, ohne Erfahrungen, ohne Vergangenheit wäre jeder Mensch doch nur eine leere Hülle.
Wie soll man soetwas wichtiges also einfach außer acht lassen?
Wie soll man einer unbestimmten Zukunft entgegentreten können, wenn der Großteil der Vergangenheit wie ein einziger großer Fehler erscheint?
Wie soll man aus Fehlern vernünftig lernen können, ohne gleichzeitig zwanzigtausend neue zu begehen?
Viele werden jetzt sagen, dass doch genau darin die Herausforderung und der Reiz (wenn nicht sogar der Sinn) des Lebens besteht. Man muss eben lernen, damit umzugehen, es zu akzeptieren, einen Mittelweg zu finden.
Ist das alles?
X-Jahre lang Scheiße ertragenm daraus lernen und weiter geht’s?
Eine Ewigkeit lang lernen, um stärker zu werden, um noch mehr Scheiße noch leichter ertragen zu können (ich weiß, ich wiederhole mich schon wieder), dabei zu versuchen, so viel Spaß wie möglich zu haben, und dann ab in die Kiste?
Mehr habe ich nicht zu erwarten?
Fuck it!
-
Zwischenstand 7.8.2012:
- Seit über einem Monat nichts bezahlt (Miete, Telefon, Internet, Kredit, etc.).
- Keine Anmeldung beim AMS (dementsprechend keine frische Kohle).
- Psychisch noch immer mindestens genauso am Boden wie vor 2 Monaten
- Seit unserem „Versöhnungsgespräch“ per Telefon kein Kontakt zu Claudia, ganz zu schweigen von Chrisi & Erik. Meli und René stellen derzeit meine einzigen Kontakte dar.
- Ohne Alkohol funktioniert der Tag nichmehr. Zwischen 4-8 Bier und vielleicht noch 1-2 White Russian täglich.
- Geringe Nahrungsaufnahme. Einmal täglich und eben nicht wirklich viel
- Schlafstörungen. Durchschlafen oft nur 3-5 Stunden möglich, sich häufende Albträume.
- Anhaltende Motivationslosigkeit. Nicht erscheint einen Sinn zu ergeben.
- Anhaltende Stimmungsschwankungen.
- Anhaltende Selbstzweifel.
- Anhaltende Ängste → ständige Nervosität
- Selbstmordgedanken
-
Ich bin nicht dumm …
nur unfähig.
Es fällt mir schwer meine Intelligenz in Produktivität umzusetzen.
-
Warum bin ich so feige?
Warum habe ich dem Ganzen noch kein Ende gesetzt?
Warum verbringe ich Tag für Tag damit, einfach nur die Zeit rumzubekommen, anstatt wirklich etwas zu unternehmen oder zumindest einen Schlussstrich zu ziehen?
Würde man sich an mich erinnern?
Würde man mich vermissen?
Wäre mein Ableben eventuell sogar eine Bereicherung für jemanden; eine Sorge weniger?
Viele Leute scheinen ohne mich ja ganz gut zurechtzukommen.
Würde es überhaupt auffallen, wenn ich plötzlich nichtmehr da wäre?
Würde ich durch meinen Freitod jemandes Leben zerstören?
Ein paar Leute scheinen ja halbwegs was von mir zu halten.
Hätte ich ernsthaft das Potential dazu dazu, jemanden in den Abgrund zu stürzen?
Nicht, dass ich das wollen würde, doch komme ich in meiner Situation nicht darum herum, dem Gedanken daran in seltsamer Weise beruhigend zu finden, wenn es denn so wäre.
Ich traue mich fast wetten, mein Selbstmord wäre nur eines dieser typischen “Life must go on.. Get over it!”-Momente, wie so vieles andere auch.
Menschen eben.
Wozu also?
Wofür Leben?
Warum sterben?
Keine Antwort.
Ich weiß es nicht.
---

What else to say?
In den vergangenen Tagen war es wieder verdammt heiß, was meinen ohnehin nur leichten Schlaf nicht gerade unterstützend beigetragen hat. Meine Wohnung verwandelt sich in eine Sauna. Immer wieder wache ich auf, um einfach nur einen kräftigen Schluck von der Wasserflasche zu nehmen. Aber es ist ja nicht nur das ständige Schwitzen. Der Alkohol trägt sein übriges zum permanenten Flüssigkeitsverlust bei, von den Energy Drinks ganz zu schweigen. In der Nacht auf heute wurde offenbar das Internet abgestellt. Seltsamerweise funktioniert das Kabelfernsehen noch. Was soll man jetzt davon halten?
Kein Ö1 mehr - zuviele Nachrichten und Gebrabbel tagsüber. No more NiN either- zu schwermütig. Lasse gerade die Liste von Claudias USB-Stick durchlaufen, die ich mir mal kopiert habe. Schön abwechslungsreicher Mix.
50.- sind noch da.
Was tun?
Gibt es nicht unendlich vieles, wofür es sich zu leben lohnen würde?
Gibt es nicht unendlich viele Dinge, die man tun könnte?
Ich mag Filme. Ich hätte immer schon gerne als Drehbuchautor oder gar Regidsseur gearbeitet und meine eigenen Filme gemacht. Möglicherweise auch Editor oder den Soundtrack beisteuern.
Ich mag Musik. Rock, Blues, Metal, elektronische Musik, und sogar der Klassik bin ich nicht abgeneigt. Warum also nicht selbst machen?
Ich mag Schreiben. Es gibt viele Ideen, die in meinem Gehirn herumgeistern. Nur bringe ich praktisch keine davon zu Papier. Kurzgeschichten, episch ausgeformte Stories, Songtexte.
Ich mag Spiele. Auch wenn ich mit Programmieren nichts am Hut habe, gibt es doch genug andere Tätigkeiten in der Branche. Testspieler oder Journalist zum Beispiel.
Ich mag Humor. Unverbesserliche Realisten, Zyniker und Choleriker finde ich besonders komisch (R.I.P., George Carlin). Es darf auch gerne absoluter Schwachsinn oder schwarzer Humor sein (Monty Python). Warum also nicht mein eigenes Programm zusammenstellen und auf die Bühne bringen? Hätte ich doch beinahe auf Gunkl, Düringer, Dorfer und Hader vergessen. Geht natürlich gar nicht.
Ich alte Autos und generell alte Maschinen, wegen ihrer einfachen Mechanik und wenig Elektroschrott, der sowieso nur Probleme macht. Warum also keine mechanische Ausbildung machen (sofern es sowas überhaupt noch gibt) und alte Autos restaurieren oder ähnliches?
Ich mag Waffen. Dabei denke ich nicht an deren tödliche Eigenschaften. Ich denke vielmehr wieder an ihre einfache Mechanik und Funktionsweise, die sich seit Ewigkeiten nicht verändert haben. Ich mag, wie sie sich anfühlen. Ihr Gewicht, ihre Ergonomie. Ich mag den Klang der Explosion beim Abgeben eines Schusses, wodurch sich viele Waffen sogar unterscheiden lassen. Ich mag den Klang beim Durchladen oder Spannen des Hahns. Ich mag wie aussehen. Eine M1 Garand oder 44er Magnum mit 6''-Lauf … einfach schön … Browning 45/70 Unterhebelrepetiergewehr *sabber*. Ich mag den Geruch des Pulvers und des Öls. Hätte ich doch beinahe den Klang vergessen, wenn die leeren Patronenhülsen auf dem Boden aufschlagen. Ich steh' auf solche Kleinigkeiten. Warum also nicht Büchsenmacher werden?
Überhaupt lege ich einen gewissen Wert auf gutes Design. Nicht nur bei Waffen, sondern bei einer ganzen Reihe von Dingen. Zum Beispiel Autos (VW Käfer, die frühen 911er Porsche, 1957er Chevy Bel Air Coupé, 1959 Caddilac El Dorado, 1958er Corvette C1, Corvette C3, Corvette C5 Z06, Nissan Skyline GT-R R34 Vspec II Nür, Mitsubishi Lancer Evolution VI usw.) oder Gitarren (Gibson Les Paul, SG und Explorer, oder eine Fender Stratocaster usw.). Gutes Design braucht Charakter. Warum also nicht irgendwelche Sachen designen? Ich habe immer gerne und auch nicht schlecht gezeichnet.
Möglichkeiten über Möglichkeiten.
Und da soll sich jemand entscheiden können?
Ich weiß von allem etwas, aber nichts wirklich, weil es eben so viele Dinge gibt, die mich interessieren. Darum wirkt für mich die Spezialisierung auf ein einziges Fachgebiet wie eine Schwachstelle, wenn nicht sogar wie reine Zeitverschwendung, da ich in so vielen anderen Bereichen etwas zu verpassen glaube. Mir missfällt einfach der Gedanke, potentielles Wissen zu vernachlässigen. Daraus ergibt sich mein Dilemma. Man kann eben nicht alles gleichzeitig lernen und wissen. Noch dazu gibt es genug Wissen, das besser ungelernt geblieben wäre, was man üblicherweise erst im Nachhinein erfahren muss … auf die harte Tour.
Es fiel mir immer schon nicht leicht, mich zu entscheiden. Normalerweise glaube ich ja nicht an irgendwelchen esoterischen oder astrologischen Hokuspokus, doch das muss etwas mit meinem Sternzeichen zu tun haben. Waagen versuchen eben, ein Gleichgewicht, einen gewissen Mittelweg zu finden, was einem in dieser Welt ja nicht unbedingt leicht gemacht wird.
Durch diverse heftige Rückschläge und ein dadurch äußerst geschwächtes Selbstvertrauen wird meine Entscheidungsfähigkeit nur noch weiter eingeschränkt.
Im Endeffekt sitze ich da und tue nichts, weil ich keine Ahnung habe, was richtig und was falsch ist – nichtmehr.
-
Habe das Handy unter der Woche immer auf lautlos geschaltet, um unangenehmen Anrufen und SMS zu entgehen. Typsches Verdrängungsverhalten eben. Genauso wie ich auch die Post seit Ewigkeiten nichtmehr geöffnet habe (Rechnungen, Schreiben von Inkassobüros usw.).
Kuckte gerade wieder nach, was es „neues“ gibt. Plötzlich sehe ich eine SMS von Meli: „Need help :(((“.
Adrenalinschub.
Zwanzigtausend Gedanken, keiner davon gut.
Sorge.
Schuldgefühle.
Warum habe ich das nicht früher gesehen?!
Trotz zwei Bier und einem White Russian bin ich schlagartig wieder nüchtern.
Ungewissheit.
Ich schickte ihr sofort eine SMS, um zu erfahren was los ist.
Noch mehr unerträgliche Ungewissheit, während ich auf eine Antwort warte.
Schließlich kam nur ein: „Schon ok“, zurück.
Sehr beruhigend … nicht.
Netter mindfuck für zwischendurch.
Absolut kein schönes Gefühl.
Entweder es war etwas nicht mal ansatzweise dramatisches und ich bekomme am Abend einen erzürnten Anruf von ihr, weil ich so ausflippe, oder … ich will gar nicht daran denken.
Seit über einer Stunde kein Rückmeldung darüber, was denn jetzt vorgefallen ist.
Diese verdammte Ungewissheit.
-
War inzwischen wiedermal Nachschub einkaufen. Bier, Zigaretten, Energy Drinks.
Lotto 3-fach Jackpot – selbst der Versuchung konnte ich nicht widerstehen. Über 4.5 Mio. im Pot.
Wie geil wär das?!
Bei sowas gebe ich mich gerne meiner Fantasie hin und verliere mich in Tagträumen.
Eskapismus kann so schön sein.
Was ich mit der Kohle alles anstellen könnte.
Zeit ist Geld.
Umgekehrt verhält es sich allerdings genauso.
Dann hätte ich endlich die Zeit, so viele Dinge zu tun und zu lernen, ohne den ständigen Druck etwas für das Geld, das einem diese Dinge ermöglicht, tun zu müssen; etwas für das klein Wenig Kohle tun zu müssen, was einen eigentlich nicht im Geringsten interessiert - und das Geld reicht dann erst recht nichtmal für die Hälfte von dem, was man vor hat.
Ein Traumhaus bauen, Autos, Waffen, Musik- und Filmprojekte, Geschichten schreiben, Sprachen lernen (Spanisch, Russisch … vielleicht auch ein wenig Japanisch und Yiddish).
Reisen (Russland, USA, Japan, Australien, England, Skandinavien, China, Afrika, Südamerika).
Falls das nicht funktionieren sollte (und ich bete jedes Mal, dass es funktioniert, auch wenn das an Naivität kaum zu überbieten ist. Aber Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.) bleiben mir noch ganze €4.- und ein paar zerquetschte.
Doch bis zum Moment der Offenbarung …
Zigaretten, Alkohol, Tagträume und offline zocken. Wollte sowieso seit längerem bei Dead Island weiterspielen.
Außerdem habe ich immer noch keine Ahnung, was mit Meli los ist.
-
Ok, wenigstens scheint Meli in Ordnung zu sein. Anscheinend ist sie „nur“ krank. Der Zusammenhang zu „Need help :(((“ erschließt sich mir zwar nicht ganz, aber für's Erste bin ich beruhigt.
Ich hoffe nur, das war kein Test in Bezug aus meine Zuverlässigkeit in Extremsituationen. Nicht, dass ich ihr das wirklich zutrauen würde. Ist eben nur einer dieser Gedanken, die man sich macht, Besonders eben mit so diversen Veragensängsten, wie ich sie habe.
-
Habe mit René gerade eine SMS-Konversation über DAS Thema.
Guter Freund.
Bruder im Geiste.
Er versucht sein Bestes, um mich hinzubekommen, doch stecke ich schon zu lange und zu tief in dieser Scheiße, um mich einfach so eines „besseren“ belehren zu lassen.
Ich bin erschöpft.
Ich will nichtmehr.
Ich kann nichtmehr.
---

Not much left to say
Freitag, 10. August 2012
Natürlich ist aus dem Lotto-6er wieder nichts geworden. Wie konnte ich auch etwas anderes erwarten. Aber lasst mir doch die wenigen Träume und Hoffnungen, die ich noch habe, so töricht sie auch sein mögen.
Wenigstens einen 3er mit fucking €1.10 abkassiert. Kombiniert mit den anderen €4.- geht sich wenigstens noch ein zusätzliches Bier aus.
What's left?
2 Bier und 1 ½ Packingen Zigaretten.
Und dann?
-
Habe wiedermal Teile meiner Nowhere/Contra-Story durchgelesen, gemeinsam mit einigen anderen Niederschriften aus den vergangenen Jahren. Scheiße, da ist teilweise verdammt gutes Material dabei. Rechtschreib- und Grammatifehler hin oder her.
-
Meli hat am 19. Geburtstag.
-
Habe mir einige meiner Zeichnungen, die paar die ich mir aufgehoben habe, wiedermal durchgesehen. Scheiße, war ich früher gut. Daraus hätte sich bestimmt was machen lassen.
Und jetzt?
Keine Motivation.
Kein Ehrgeiz.
Kein Durchhaltevermögen.
Und jetzt … will ich mit dem ganzen Dreck nichtsmehr zu tun haben.
Wozu?
Als einziger, der etwas gegen bestimmte Dinge unternehmen will, anstatt sie einfach nur hinzunehmen?
Das raubt einem irgendwie die Glaubensgrundlage für so ziemlich alles.
---

Konsequenzen
Sonntag, 12. August 2012
Schon über einen Tag lang kein Bier und keine Zigaretten mehr. Nur ein paar Schluck Gin sind noch da. Aber ohne etwas zu rauchen macht es auch keinen Spaß sich zu betrinken. Außerdem bekomme ich sowieso nicht genug Gin runter, um besoffen zu werden. Ekelhaftes Zeug.
Nichts zu rauchen, also wird das doppelte gefressen. Nahrungsmittel gehen dementsprechend auch bald zur Neige. Sind nurnoch eine Hand voll Fertiggerichte da, die ich schon seit einiger Zeit eigentlich nichtmehr sehen kann.
Ich habe die Schnauze voll davon.
Jedenfalls ist das Zeug auch bald weg.
Und dann?
Weiterschlafen und weiterspielen?
Zumindest sieht's momentan ganz danach aus.
Mehr bleibt nicht zu tun.
Mehr darf ich nicht tun.
Davon fühlt sich am wenigsten falsch an.
Ist das wirklich notwendig.
Musste es wirklich so weit kommen?
Keiner scheint etwas dagegen zu haben, dass ich so zu Grunde gehe. Sicher werden sie später sagen: „Oh nein. Wenn wird doch nur gewusst hätten, dann bla bla bla … “. HEUCHLER!
Nicht viele wussten bescheid.
Und den Großteil davon hat das Thema nicht, oder besser gesagt nichtmehr interessiert.
Das Leben geht weiter.
Lern' damit umzugehen.
Mach eine Therapie.“
Un warum?
Weil sie nicht wollen, dass ich tue was ich für richtig halte und mir damit mein Leben versaue.
Rückblickend wäre das bezügliche des versauten Lebens wohl egal gewesen. Doch das konnten sie ja nicht wissen.
Denke über die Konsequenzen nach.“, hörte ich immer wieder.
Ich wusste ganz genau, was mich erwartet, wenn ich IHM etwas antue …
und es wäre verdammt nochmal sinnvoller gewesen als das, was ich jetzt habe.
Das ist doch einfach nur Irrsinn.
Auf der einen Seite ein Typ, der ein Mädchen vergewaltigt und einstimmig laufengelassen wird.
Keiner sagt was.
Keiner tut was.
Nichts hält ihn davon ab, den Scheiß nochmal zu machen.
Auf der anderen Seite ich.
Ich will ihn zur Verantwortung ziehen. Ich will ihn bluten lassen. Ich will ihn leiden lassen.
Dagegen gibt’s dann plötzlich Einwände. Davon wird man abgehalten.
Wirkungsvollerweise indem man mir nichtmal sagt, wie das Arschloch aussieht. Ist im Übrigen auch ein gutes Mittel, um sämtliche männliche Kundschaft hassen zu lernen.
Jedenfalls kann ich es nicht und will es nicht einfach vergessen oder „damit umgehen lernen“. Am wenigsten will ich es mir wegtherapieren lassen.
Zu einigen Freunden ist der Kontakt mit der Zeit abgebrochen. Ich wollte sie nicht mit dem Thema und, für den Fall, dass sie schon bescheid wussten, mir nicht noch mehr „gut gemeinte Ratschläge“ anhören.
Auf Grund meiner ständigen Downphasen machte schlussendlich auch meine Freundin mit mir schluss. Das war mir dann endgültig zu viel. Ich schiss auf meinen Job und alles andere auch, setzte mich zu Hause aus meinen Arsch und tat im Prinzip nichtsmehr, außer diese Notizen zu schreiben. Nebenher noch die immer stärker werdende Alkoholabhängigkeit.
Wenn man sich jetzt beide Seiten ansieht fragt man sich doch, wieso eine umherziehende vergewaltigende Missgeburt so gut davonkommt, während ich gegen den Wahnsinn kämpfe und mir Gevatter Tod immer freundlicher erscheint.
Ist das nicht irgendwie unfair?
Das mag einen nicht so richtig eingehen. Oder?
Sicher, ich hätte etwas gegen meinen Untergang tun können. Ich hätte auf die Leute hören können und mir „helfen“ lassen können.
Doch zu welchem Preis?
Um die Vergewaltigung einer Freundin auch einfach so hinnehmen zu können?
Na klar, hört sich doch geil an!
Da mach ich doch sofort mit!
(sarcasm OFF)
Da stehe ich doch lieber zu meiner eigenen Überzeugung und gehe daran unter, wenn's sein muss.
Ist es das wert?
Ja verdammt!
Warum denn auch nicht?!
Ist doch sowieso schon alles im Arsch.
Sinnlos, mag sein. Aber immerhin habe ich mir diesen Weg nicht ganz alleine ausgesucht. Ich werde allerdings bestimmt keine zielgerichtete Schuldzuweisung aussprechen, da ich mir sonst erst recht wieder Egoismus vorwerfen lassen muss.
Schon irgendwie komisch.
Irgendein Wichser nimmt sich von einem Mädchen was er haben will, einfach um mal wiederabspritzen zu können.
Sowas ist auch egoistisch.
Damit habt ihr aber kein Problem.
Damit könnt ihr verdammt gut umgehen.
Aber wenn ich das nicht gutheißen kann ist die Aufregung groß.
Ihr seid die Wahnsinnigen.
Nicht ich.
---

Zum Kotzen
Montag, 13. August 2012
Grausame Nacht. Kaum geschlafen. Nur immer wieder von einer Seite auf die andere gewälzt.
Albträume.
Aus irgendeinem Grund fiel mir eine von Melis Aussagen ein, als sie sich ihre Sachen von mir abgeholt hat.
Sie meinte, dass sich den Wein doch gerne mitnehmen würde, da sie sicher wieder Männerbesuch bekommt und dazu es was zu saufen braucht.
Ok, das mag der Wahrheit entsprechen und das war mir auch so bewusst. Aber musste sie es mir so kalt und trocken unter die Nase reiben?
Auch „Need help :(((“ beschäftigt mich noch immer.
Schickte ihr gestern eine SMS. Wollte wissen, ob alles halbwegs ok ist und ob's ihr schon besser geht.
Keine Antwort.
Aber ich soll mir ja keine Gedanken machen. Mir soll ja schließlich alles egal sein. Ich soll mich ja nicht einmischen.
Also geh' ich jetzt weiter Dead Island zocken.
-
Ok, scheiß auf Dead Island.
Ich hasse Beschützermissionen, und verbugte Rücksetzpunkte nerven auch. Beides in Kombination ist der Tod jeglichen Spielspaßes.
Ich werfe einen Molotow-Cocktail in eine Gruppe Zombies. Mein „schwacher Schützling“, der normalerweise immer mit etwas Abstand zur Action wartet bis alles erledigt ist, stellt sich auch noch als äußerst dumm heraus und läuft mitten in die Flammen. Man kann die eigenen Leute weder erschießen noch erschlagen. Brennen tun sie aber hervorragend.
Überlebender gestorben! Vom letzten Speicherpunkt laden?“
Ich bestätige und es wird auch alles schön zurückgesetzt. Ich und die Zombies sind wieder auf Ausgangsposition und erfreuen uns bester Gesundheit. Nur mein Molotow-Cocktail brennt noch immer und mein Schützling (großer Krieger und Stammeshäuptling Bla) steht noch immer mittendrin … und brennt … wiedermal.
Überlebender bla … letzter Speicherpunkt bla.“
Ich bestätige nochmal, in der Hoffnung, dass dieses Mal kein Scheiß dabei rauskommt. Neu laden beendet. Ich und die Zombies sind wieder auf Anfang. Mein Molotow-Cocktail brennt glückllicherweise auch nichtmehr (warum auch immer). Nur steht „großer Krieger“ noch immer in der Horde Untoter und wird auch prompt vernascht.
Überle … “ FUCK IT!
Das Spiel hat auch sonst einige Macken, über die sich ziemlich hinwegsehen ließe. Aber so eine Verarsche ist untragbar. Für solche Momente wurde WTF erfunden.
Und die Moral von der Geschichte:
GameStop, Freund und Helfer.
und ich wöre wahrscheinlich ein verdammt guter Testspieler, weil mir immer sein Schrott passiert, auf den sonst während der Entwicklung keiner aufmerksam zu werden scheint.
Jedenfalls, drei Spiele beim GS in Zahlung gegeben und €30.- kassiert.
Bier und Zigaretten AHOI!
Nervennahrung.
Zumindest für eine kurze Zeit bin ich wieder gut drauf. Verhältnismäßig gut drauf. Für Beschäftigung ist auch gesorgt. Immerhin habe ich Kingdoms of Amalur hier liegen. Und solange ich noch Strom habe, sind auch die Gitarren noch funktionsfähig.
Außerdem sollte das Einschlafen jetzt wieder etwas problemloser ausfallen.
Ich habe noch immer kein Geburtstagsgeschenk für Meli.
Was tun.
Kaufen fällt flach. Was zeichnen? Was basteln? Was schreiben? Einen song komponieren?
-
War gerade dabei eine Zeichnung für/von Meli anzufertigen when my Mom called. I decided to answer her call.
After all, she seems to be a kind person.
My first reaction after we had ende our call: I vomited.
I threw up.
Nothin' but beer and energy drinks.
And I'm still crying
I love her
And I regret
I regret everything that was ever done to her.
I regret everything that I've ever done to her.
I feel guilty
I'm sorry
I hate myself

What have I become
My dearest friend
Everyone I know
Goes away
In the end
And you could have it all
My empire of dirt
I will let you down
I will make you hurt”
- Nine Inch Nails/Johnny Cash, Hurt -

-
Finally.
I think I'm finished with my drawing of/for Meli. Even though I think it looks nothing like her, I'm quite satisfied.
I hope she'll like it somehow.
Claudi's playlist spielt gerade Low Man's Lyric von Metallica. Wie passend. -_-
-
Unglaublich.
Ich hab' mir gerade lieber einen Kaffee gemacht, anstatt mir noch ein Bier aufzumachen.
Sollte uns das nicht zu denken geben? Ich denke, nein.“ - Otto -
Is' mir gerade so eingefallen. :)
Mir fällt gerade auf, dass es schon hell draußen wird. Hab' wirklich die halbe Nacht an dieser Zeichnung gesessen.
Ist mir gar nicht aufgefallen, wie die Zeit dabei veronnen ist.
Hab's wirklich gern gemacht und ich hoffe, sie gefällt ihr … auch wenn sie sie wahrscheinlich nie jemand anderem, außer ihrem engsten Bekanntenkreis zeigen können wird, da sie sonst jede Menge zu erklären hätte. :)
Jedenfalls war's gestern noch hell, als ich damit anfing und jetzt … .
Vielleicht mach' ich ja nochwas. Aber jetzt sollte ich auch langsam mal schlafen gehen.
Naja, bis zum 19. ist ja auch noch ein wenig Zeit.
Mit der letzten Kohle werde ich wohl wiedermal Lotto spielen. Funffach-Jack! Einfach zu verlockend.
---

Elend
Einschlafen: check
Keine Albträume: check
Trotzdem kaum zur Ruhe gekommen. Die Nachbarn malen wohl das Kinderzimmer neu aus, dessen Wand an meinem Wohnzimmer liegt. Das Geräusch einer Spachtel, die Farbe von der Wand kratzt. Yeah, awesome … not.
Fühle mich noch benebelt. Bin am Zittern. Seltsam nervös, ohne einen bestimmten Gedanken.
Nach dem ersten Bier geht’s schon besser.
Könnte nicht sagen, dass mir das gefällt.
Bin wieder am Zeichnen. Mir ist im Halbschlaf, während der Spachtelorgie, noch eine Idee gekommen.
Habe mir auch mein Gekritzel von „gestern“ nochmal durchgelesen. Man könnte meinen, ich schrieb über meine Mutter. Das definitiv nicht. Auch wenn sie inzwischen mehr respektiere, da ich bestimmte Dinge jetzt etwas anders sehe, wäre es mir nicht möglich, mich im Bezug auf sie gefühlstechnisch so hinreißen zu lassen, um sowas zu schreiben.
Ich denke, jetzt ist klar, um wen es ging.
-
Zweite Zeichnung auch fertig.
Auch nicht ganz so geworden, wie ich's mir vorgestellt hatte. Aber wie heißt es so schön?
Das Beste ist der Feind von gut genug.“
Hadere mit dem Gedanken Claudia wiedermal anzurufen. Einfach nur um zu quatschen.
Alkohol mag so manche Wunder wirken, doch bekomme ich den Mut irgendwie nicht zusammen. Mit Chrisi & Erik und Meli verhält es sich ähnlich.
-
Gerade über eine Stunde mit Claudia telefoniert.
Das hat gut getan.
Ich mag sie sehr, despite our differences.
Sie ist ein ganz besonderer Mensch.

So I've been sittin' around
Wastin' my time
Wonderin' what you've been doin'
But it ain't real forgivin'
It ain't real fogivin'
Sittn' here picturing someone else's livin'
-
And oh, yeah I still need you
But what good's that gonna do
Needin' is one thing
And gettin's another
-
So I've been hopin' for months
Hopin' for years
Hopin' I'd might forget
But it don't get much dumber
It don't get much dumber
Than tryin' to forget
A girl when you love her
-
And oh, yeah I still need you
But what good's that gonna do
Needin' is one thing
And gettin's another”
- OK Go, Needin'/Gettin' -
hat's gerade in der Playlist gespielt.
Ich liebe den Song.
Nächste Nummer: NiN, Closer
Danke, Zufall, du Arsch. -_-
Werde ich jemals wieder für jemanden so empfinden können?
Den Leuten mit mehr Erfahrung in solchen Dingen mag diese Frage lächerlich vorkommen, doch ich weiß es eben nicht besser.
Wie gesagt ist es das erste Mal, das ich soetwas durchmache. Und ich hasse es!
Tja, wer nicht?
Wie schaffen es die Leute, trotzdem weiterzumachen?
Wie?
Warum?
Ich sollte vielleicht wiedermal etwas essen.
Dazu einen Film. … No Country for Old Men.
ich komme auch mit der heutigen Zeit, dieser „modernen“ Welt nicht besonders gut zurecht. Ich will nicht soweit gehen, um zu sagen, das früher alles einfacher oder gar besser war …
doch gebe ich mich gerne einer solch ähnlichen Illusion hin. Der Glaube daran, dass es nicht immer so beschissen war, beruhigt einfach.
FAIRNESS.
Oder sei es einfach nur das Recht des Stärkeren.
Doch eigentlich hat sich nichts geändert. Sogar die Prioritäten sind die selben geblieben:
Geld, Sex, Macht.
Trotzdem schien es früher einfach mehr Disziplin und weniger Möglichkeiten gegeben zu haben, aus seinem Leben etwas zu machen. Wenn man die wenige Auswahl gewohnt ist, gibt man sich auch schneller damit zufrieden, sofern man sie auf Grund der Disziplin überhaupt jemals in Frage gestellt hat.
Das ist es wohl, was „die gute alte Zeit“ einfach erscheinen lässt.
Aber selbst das ist größtenteils nur verklärte Erinnerung in Verbindung mit Wunschdenken und gefährlichem Halbwissen.
Egal wann oder wo. Man hat's wohl nie leicht, solange man auch nur einen Dreck um andere gibt und man nicht bereit ist, über Leichen zu gehen.
Themawechsel: Durchfall … von der übelsten Sorte. Zwar hatte ich schon seit Wochen keinen festen Stuhlgang mehr, doch so schlimm wie jetzt war's noch lange nicht.
Ich schieb's vorerst mal auf die „Suppe“, die ich vorhin gegessen habe. Das gibt sich schon wieder.
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Jetzt fällt mir erst ein: Nadine und Dani hatten heute/gestern ja Hochzeit.
Ich wünsche ihnen beiden wirklich alles Gute. Ich hoffe die Lesben lassen sich's in den Flitterwochen in Rom so richtig gut gehen. :)
PS: Indiskret hin oder her, aber JA (!), ich hätte gerne ein Video davon. After all, I'm just a man.
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Über den ganzen Tag verteilt dachte ich immer wieder mal darüber nach, mich vielleicht einer Psychotherapie zu unterziehen. Und wenn's nur darum geht, zu sehen was dabei rauskommt.
Wenn doch sowieso alles schon scheiß egal ist, kann ich mich doch genauso gut einer Gehirnwäsche hingeben.
Klischeedenken, ich weiß.
Ein fest gefasster Entschluss oder doch nur wieder eine dieser Launen?
Aber ich kann die Leute hier doch auch nicht einfach alleine lassen.
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Zur Ergänzung:
Keine Ahnung, ob's jemanden interessiert. Wollte es nur festgehalten haben.
Selbstbefriedigun funktioniert seit einiger Zeit eigentlich nurnoch, wenn ich mich in die Rolle des Mädchens/der Frau hineinversetze wie sie von mir – vornehmlich Oral – befriedigt wird … so … befremdlich oder wie auch immer das jetzt klingen mag.
Ich kann einfach nichtmehr kommen, wenn ich nur daran denke, dass es rein drum geht, dass ICH jetzt kommen soll.
Keine Ahnung, wie ich es genau beschreiben soll. Aber selbst in meiner Fantasie muss ich sichergehen, dass in erster Linie das Mädchen/die Frau ihren Spaß daran hat, bevor ich selbst, oder damit ich überhaupt selbst etwas davon habe.
Sobald es nur um meinen eigenen Vorteil geht, kommt mir sofort das Wort „ausnutzen“ in den Sinn, in Kombination mit einigen unangenehmen Bildern, und danach geht gar nichtsmehr.
Jegliche Dominanz meinerseits scheint gestorben. Ich kann das nichtmehr tun.
Schon seit Monaten.
Selbst, wenn's dem Mädchen/der Frau in meiner Fantasie nur darum geht, dass ICH auf meine Kosten komme, breche ich danach heulend zusammen, mit dem Gedanken: „Was habe ich getan? Das wollte ich nicht. Es tut mir leid.“
Fuck, wie verdammt gestört ist das?!
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Nichts Neues
Habe heute das erste Mal seit Ewigkeiten wiedermal ferngesehen. Wenigstens spielte es einen Film mit Adam Sandler und Stern TV. Bilde ich mir das nur ein oder sind die Werbeunterbrechungen länger geworden? Unerträglich, die Scheiße.
In Galileo auf Pro7 ging's um einen Typen, der um die Welt reist, um „das beste“ Fastfood zu entdecken. Der Kerl wirkte wie ein Moderator aus dem Kinderprogramm. Außerdem hasse ich diese heuchlerische Scheiße, wenn sie deutsch mit den Leuten reden, als hätten alle einen Universalübersetzer im Ohr, und diese dann in ihrer Muttersprache antworten (englisch, französisch oder sogar japanisch und chinesisch), als hätten sie verstanden, was er gefragt hat. Meistens nickt der Präsentator/Moderator des Berichts auch noch mit dem Kopf während ihm die Leute was erklären, so als würde er alles verstehen was sie sagen, obwohl der Typ nichtmal ordentliches Englisch beherrscht.
Ich könnte kotzen.
Trotzdem habe ich einen unglaublichen Heißhunger auf gegrillte Eidechsen und Fish'n'Chips entwickelt.
eigentlich wollte ich Meli anrufen und sie fragen, ob sie an ihrem Geburtstagswochenende schon was vor hat. Muss ihr ja schließlich ihre Geschenke geben.
Ich würde sie so gerne zu irgendwas spaßigem einladen.
Muss dabei auch immer irgendwie daran denken, dass sie von Lukas für ein paar Tage nach Vorarlberg eingeladen wurde. Ich hab' den Jungen noch nicht gesehen. Ich kenne ihn nicht. Ich weiß aber, dass er sexuell die Nr. 2 in Melis Leben darstellt. Zumindest habe ich das mal so mitbekommen, auf Grund dessen was sie über ihn erzählt hat.
Kein schönes Gefühl. So einer mit ihr allein. Andererseits geht’s mich auch genau gar nix an.
Ich komme gedanklich einfach nicht von dem Mädchen weg.
Sie ist gleichzeitig eines der besten und schlechtesten Dinge, die mir je begegnet sind. Also irgendwie kein Wunder, dass es mich so lange so intensiv beschäftigt.
Ach ja, ich habe eventuell vergessen zu erwähnen, dass ich Meli noch nicht angerufen habe.
Auch noch immer keine Antwort auf meine SMS von Samstag Abend. Geht sie mir aus dem Weg? Ignoriert sie mich? Ist sie vielleicht sogar sauer auf mich?
Ain't Life Grand” - Slash's Snakepit -
So ein schönes Pro-Anti-Pro-Leben-Fuck-it-all-Lied.
Musste auch beim heutigen Adam Sandler-Film so lachen, als sie im Hubschrauber anfingen David Bowie's Space Oddity zu singen.
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Essen ist einfach geil.
Es muss ja nicht immer Fleisch sein.
Zucker tut's auch.
Kaiserschmarrn FTW! :)
Gut, dass das Apfelmus im Kühlschrank noch nicht schlecht geworden war.
Hätte jetzt gern eine Zigarette, aber das war's wiedermal. Nichtsmehr da.
Naja, auch nicht so schlimm. Daran gewöhnt man sich schneller und leichter, als an andere Dinge.
In der Playlist spielt's gerade Kings of Leon mit Closer.
Diese verdammte Nummer löst auch irgendwas in mir aus. Bin jedenfalls schon wieder kurz vor'm Heulen.
Bin eigentlich noch nicht müde. Weiß aber auch nicht, was ich tun soll, außer schlafen zu gehen. Doch ich habe gerade gegessen. Werde nicht gut schlafen können und wieder irgendeinen Scheiß träumen.
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Lustlos
Will nicht spielen.
Will nichts essen.
Will keinen Film gucken.
Mag nichts zeichnen.
Mag nichts schreiben.
Sogar die Musik wird heute eher als Störgeräusch aufgefasst.
Schickte Meli eine SMS, in der ich fragte, ob sie eventuell am Wochenende kurz Zeit hat, dass ich vielleicht schnell mal bei ihr vorbeischauen könnte.
Ich weiß, dass sie wahrscheinlich hoffnungslos ausgebucht ist und jetzt schon nichtmehr weiß, wie sie die Leute alle unterbringen soll.
Trotzdem, fragen kann man ja mal.
Keine Antwort.
René hat heute Nachmittag angerufen und wollte nochmal wissen, wieviel ich der Internet-Firma schulde. Er bot mir an, die Rechnung zu zahlen. Dass von allem anderen auch kein Cent bezahlt wurde, weiß er nicht. Braucht er auch nicht zu wissen. Ich habe jedenfalls dankend abgelehnt. Darauf kam die Frage, warum ich mir nicht helfen lasse.
Damit ich mich dann wieder als Fehlinvestition bezeichnen lassen kann?
Und das obwohl ich niemanden zwinge in mich zu investieren. Ich verlange es nicht. Zwar nehme ich dankend an, solange es sich in einem überschaubaren Rahmen hält, doch meine Internetrechnung geht entschieden zu weit. Ich schulde den Leuten ohnehin schon genug, da habe ich auf sowas erst gar keinen Bock mehr. René meint zwar, es ist nur Kohle, trotz dem fühle ich es schon kommen, dass ich mir die Scheiße vorhalten lassen kann, sobald es mit mir nicht in eine angenehme Richtung weitergeht.
Und das wird es nicht.
So oder so.
Denn ich tue absolut nichts dafür.
Ich sitze einfach nur da und warte.
auf Melis Geburtstag.
darauf, ihr meine Zeichnungen zu zeigen.
Würde einfach gerne ihre Meinung dazu hören.
Danach …
danach gibt's eigentlich nichts, worauf es sich zu warten lohnen würde.
Ich wollte mich zwar mit Claudia nächste oder übernächste Woche nach längerem wiedermal treffen und es wäre schön, wenn das auch zu Stande käme. Auch wenn das Treffen wohl nur sehr oberflächlich werden würde, da sie ja schließlich mit DEM Thema abgeschlossen hat, solange ich mich sowieso dagegen wehre mir „helfen“ zu lassen.
Also wird es sie wahrscheinlich auch nicht interessieren, wie es mir wirklich geht. Sie würde es nicht hören wollen, was ich auch verstehen kann.
Wozu dann überhaupt die Frage danach stellen?
Höflichkeitsfloskeln können so grausam sein.
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Pfui, Tageslicht
Meine Mom meinte bei unserem letzten Telefonat, dass sie mir etwas Geld schickt. Darauf habe ich jetzt zwei Tage gewartet.
Freitag, 17. August 2012
Konnte die ganze Nacht kaum schlafen.
Immerhin bin ich gestern erst um drei Uhr nachmittags aufgestanden. René hatte mich „aufgeweckt“.
Jetzt bin ich dementsprechend geschlaucht. Habe ja eigentlich die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass es Vormittag wird und der Postler kommt, und war nicht ansatzweise müde.
Wollte eigentlich Fallout 3 und Amalur spielen, aber ohne Onlineanbindung lassen sich die DLCs nicht laden, was sich natürlich auch auf die Spielstände auswirkt, die sich dann ebenfalls nicht laden lassen. Schade. Hätte echt Bock gehabt bei Fallout noch diesen einen Erfolg zu machen, der mir noch fehlt. Bei Amalur ist es jetzt nicht so schlimm, da ich ohnehin noch nicht weit gespielt hatte. Habe aber keine Lust jetzt nochmal von vorne zu beginnen.
Sonst gab's nichts zu tun, außer eben warten.
Kein Zigaretten, kein Bier. Also hab' ich in der Nacht noch zwei Filme geguckt und dann versucht zu schlafen. Mehr schlecht als recht.
Heute sieht's schon wieder anders aus.
50.- auf der Haben-Seite. Danke, Mama.
Gekauft: das Übliche.
Dafür war es eigentlich nicht gedacht, ich weiß. Aber irgendeine Motivation braucht der Mensch. Und momentan gilt es für mich, nur dieses Wochenende zu überstehen.
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Kann mir einer erklären, warum der letzte Zug dieser Camel nach Weed geschmeckt hat?
Das Gehirn spielt einem oft seltsame Streiche.
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Hab' Bock was zu zeichnen.
Nur was?
Hab' Bock was zu schreiben.
Nur was?
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An einem Wochenende bin ich ohnehin immer so seltsam motiviert.
Keine Rechnungen oder sonstige böse Post.
Die Ämter schlafen und mit ihr die Exekutive, sofern man nicht gerade aktiv Scheiße baut.
Die Welt schein einem offen zu stehen.
Zumindest keine offziellen bösen Überraschungen.
Nur Freiheit, Alkohol und Spaß … und …
Vergewaltigung.
Musste letzte Nacht wieder daran denken, als Meli bei mir an der Tankstelle auftauchte.
Das Bild wird mich wohl auch ewig verfolgen.
Sie meinte, dass es ihr leid tut, und dass sie mir wohl nie etwas davonerzählt hätte, wenn sie gewusst hätte wie ich darauf reagiere. Doch an dem Abend war ich laut ihrer Aussage die einzige Person, die sie sehen wollte.
Fuck!
Sowas bleibt natürlich auch hängen.
Ich weiß, dass sie kein Mitleid will.
Aber wie soll man so ein Mädchen einfach links liegen lassen können? Wie soll einem sowas nicht leid tun? Wie soll man mit sowas nicht mitfühlen können?
Wie kann man sowas verlangen?
Sowas kann man doch auch als Egoismus ansehen. Oder?
Aber ich will ihr keine Vorwürfe machen. Damit hat sie schon genug zu kämpfen. Da muss sie nicht von meiner Seite aus noch zusätzlich angegriffen werden. Ich würde ihr gern das alles ersparen.
Es ist einfach nicht notwendig.
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Habe vorhin gerade Sixx AM – Xmas vom Heroin Diaries-Album das erste Mal wirklich bewusst gehört.
Heftig. Echt heavy.
und dabei auch schon 16 Jahre her.
Das was ich hier mache fühlt sich auf gewisse Weise ähnlich an.
Ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll.
Man kann wohl erst stolz darauf sein, wenn man's überstanden hat.
Aber wie?
Keine der mir angebotenen vermeintlichen Lösungen scheint mich zufrieden zu stellen. Denn wenn ich darüber nachdenke, komme ich nur auf einen Ausweg:
BLUT und FEUER!
Dabei ist mir, wie vielleicht schon aufgefallen sein mag, vollkommen egal, was mit mir selbst passiert. Besonders in meiner jetzigen Situation, in der sowieso schon alles egal zu sein scheint, da ich das mir wertvollste ohnehin schon auf ewig verloren zu haben scheine.
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Habe eine Suicide Note, eine letze Nachricht geschrieben, die ich mit mir nehmen werde, sollte es wirklich so weit kommen. Sie enthält nur das nötigste.
Außerdem spiele ich mit dem Gedanken, jeder meiner Zeichungen (zumindest denen, die ich für erhaltenswert empfinde) eine kleine Notiz mit meinen Gedanken dazu beizulegen.
Damit die Dinge eventuell etwas mehr Substanz bekommen.
Wo kommen sie her?
Was habe ich mir dabei gedacht usw.?
Durch mein bisher vollbrachtes Schaffen lann ich wohl nicht verhindern, dass ich relativ schnell in Vergessenheit gerate.
So kann ich wenigstens auf eine kläglich bescheidene Weise versuchen, den Zeitpunkt bis dahin noch etwas hinauszuzögern.
Ich will nicht einfach vergessen werden.
Will das überhaupt jemand?
Doch bis jetzt bin ich nur EIN Mensch, wie so viele andere auch.
Fühle mich zu höherem berufen, wie so viele andere auch.
Habe es bis jetzt einfach nicht geschafft, wie so viele andere auch.
Und die Zukunft sieht nicht besser aus.
Wie heißt es so schön?
Man tut was man kann.“
Traurig, aber wahr.
Sad, but true.
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Freitag, 17. August 2012 / 17:00 Uhr
Seit mittag vier Dosen Bier getrunken und eine Packung Zigaretten geraucht.
Wollte ich nur mal gesagt haben.
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21:00 Uhr
Bin schon seit Stunden mit den Erläuterungen zu meinen Zeichnungen beschäftigt.
Echt anstrengend, aber ich mache es gern. Habe ja sonst nichts zu tun, aber daran denke ich gar nicht.
It's easy to stay focused when you're focused on somethin you like.
Leider gilt das auch umgekehrt … bei Dingen, die man nicht ausstehen kann; die man hasst.
Ja natürlich sehe ich schon wieder negatives in Dingen, die eigentlich positiv sind.
Aber so bin ich eben.
Ich muss einfach alles tausendfach hinterfragen.
Zerdenken.
Ich brauche Background.
Beweise.
Gegensätze.
Umkehrschlüsse.
Es fällt mir schwer, Dinge einfach so hinzunehmen, egal um was es geht.
Ich will wissen, nicht glauben.
Und ich habe gerade gemerkt, dass meine Kerze aus der Schale heraus auf das Fensterbrett und von da an runter über den Elektroheizkörper auf den Teppichboden … „getropft“ hat.
Alles voller Wachs.
Ach, scheiß der Hund drauf. :)
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Wiedermal einen Kugelschreiber leergeschrieben. Viele schaffen das nichtmal wenn sie wollen. Mir passiert das inzwischen einfach so. Und das obwohl ich immer mit den selben zwei Kulis schreibe und nur die Mine austausche. Ist also nicht so wie: „Oh fuck, der funktioniert nicht. Dann nehm' ich eben einen der anderen 20,000.“.
Ich mag meine beiden Kugelschreiber sehr gerne. Den einen, mit der schwarzen Plastikunterseite, hatte ich mir mal von einem Arzt erschlichen. Mehr oder weniger absichtlich. Er war Kundschaft bei GameStop und nach der Ausfüllerei der Gebrauchtankaufzettel dürfte er ihn wohl irgendwie „vergessen“ haben.
Scheiß drauf! Weiß Gott, wieviele Schreiber mir die DHL-Kundschaft „geklaut“ hat, während ich mal nicht aufgepasst habe. :p
Den Parker Edelstahlschreiber habe ich mir allerdings beim Libro ausgesucht. Zur Not kann man damit auch jemanden ernsthaft verletzen. :)
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Inzwischen: Samstag, 18. August 2012 / ca. 01:00 Uhr
Sitze immer noch an den Kommentaren zu meinen Bildern.
Geh' zwischendurch zu Claudias Playlist total ab. Immer für Überraschungen gut. Hab' wohl immer noch nicht alles gehört.
Tenacious D - Tribute
Dura Duran - A View to a Kill
The Kinks – Lola
usw.
da macht Stimmung. :)
Brauche jetzt unbedingt House of the Rising Sun von Sentenced. :D
Und weiter geht’s mit den Zeichnungen.
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ca. 04:00 Uhr
Langsam stellt sich eine körperliche und geistige Erschöpfung ein. Werde wohl bald schlafen gehen … müssen … obwohl ich noch nicht fertig bin.
Meine Gedanken kreisen wiedermal um Meli.
Ist sie sauer auf mich?
Meldet sie sich deshalb nicht=
Nüchtern betrachtet halte ich das für den wahrscheinlichsten aller Fällt.
Aber vielleicht ist ihr auch etwas passiert.
Need help :(((“, geht mir nicht aus dem Kopf.
Scheiße.
Ich hätte längst anrufen sollen, ich Vollidiot.
Andererseits hätte ich sie dadurch nur noch mehr genervt, falls es wiedermal nur meine Gedanken sind, die mit mir durchgehen.
Ich …
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Kann überhaupt jemand verstehen, was ich durchmache?
Irgendjemand?
IRGENDJEMAND?!?!?!
FUCK
Rufus Wainwright – Halleluja
danke Playlist
du Arschloch
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Der König der Löwen
Jetzt gerade auf ORF1.
Wie scheiß geil ist der Film bitte?!
(Besonders nach einem ganzen Tag Schrott-Programm. Samstagnachmittag existiert nichtmehr.)
Habe den Film sicher schon zehn oder zwölf Jahren nicht gesehen. Musste schon bei der ersten Szene, „The Circle of Life, heulen. Ernsthaft, ohne Scheiß (so fertig bin ich). Keine genaue Ahnung, warum. Erinner mich wohl an bessere Zeiten.
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Die drei Hyänen-Punks sind so genial.
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Grade ist Mufasa gestorben und ich bin schon wieder am Heulen.
Scar ist die Härte.
Lang lebe der König.“
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Timon umd Pumba rocken sowieso alles weg. „Hakuna Matata!“
Trotzdem frage ich mich die ganze Zeit, wie der Pavian-Schamane heißt.
Kenn' den Film fast auswendig (ja, immernoch) und trotzdem habe ich keine Ahnung, wie der Pavian heißt.
Jemand in der Nähe stört die ganze Zeit den Empfan mit seinem CB-Funk.
Wie ich darauf komme?
Die verdammten grün-roten Streifen kenne ich noch aus frühester Kindheit, als mein Vater in einem CB-Funkclub war.
-
Can You Fell the Love Tonight“
und ich weine schon wieder.
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RAFIKI … endlich! … so heißt der Schamane. :)
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Der Hula-Tanz von Timon … so geil. :)
Sarabi … endlos schöner Name.
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Simba besteigt als König den Felsen und ich bin schon wieder den Tränen nahe.
Was für ein scheiß geiler Film!
Das waren mit Abstand die schönsten fast 1 ½ Stunden der letzten Zeit … Wochen, wenn nicht sogar Monate.
Ich liebe diesen Film.
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Was ist sonst noch passiert?
Hab' eigentlich nur ferngesehen.
Total für'n Arsch.
Samstagnachmittag existiert nichtmehr.
Spielt die selbe Fake-Scheiße von wegen „Detektiv-Sendungen“ usw. wie unter der Woche auch. Hab' wenigstens ein paar Folgen Scrubs abgegriffen und zum ersten Mal The Big Bang Theory gesehen. Sehr genial. :D
Zwar leider nur auf deutsch, aber trotzdem.
Sinn des Ganzen: einfach nur auf Mitternacht/ Melis Geburtstag warten.
-
Mitternacht
Habe Meli eine Glückwunsch-SMS geschickt.
Ich …
erwarte keine Antwort.
-
Year One auf ORF1.
Jack „Tenac“ Black, Michael „Scott Pilgrim“ Cera und Vinnie „Bullet Tooth Tony“ Jones in einem Harold „Ghostbusters“ Ramis-Film.
Klingt nach Pflichtprogramm.
Ist aber leider Schrott.
Es gibt schlechteres, aber gut ist definitiv auch anders.
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Oh fuck … ein Sasha Baron Cohen Double Feature auf RTL. Borat und Brüno hintereinander.
Auf deutsch geht das gar nicht.
Borat hat mir noch nie wirklich gefallen. Weder die „Serie“, noch jetzt der Film (g'rade zum ersten Mal gesehen). Die Figur ist mir einfach … irgendwie … too much.
Brüno dagegen … ich weiß nicht.
Brüno ist so fucking too much, dass es schon wieder genial ist. Gefällt mir. Ehrlich.
Helicopter-Penis FTW! :D
Muss mir die Scheiße unbedingt mal im englischen Original ansehen.
Habe jetzt aber abgeschaltet. Muss mit meinen Zeichnungen weitermachen.
Sonntag, 19. August 2012
Melis 26. Geburtstag
02:00 Uhr in der Früh/Nacht
Meine Gedanken sind bei ihr. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit.
Musste in letzter Zeit auch wieder verstärkt an Siggi denken. Damals habe ich ihr das Herz gebrochen. Das war zwar eine vollkommen andere Situation, doch ich kann seit einiger Zeit gut nachempfinden, wie sich gefühlt haben muss.
Einziger Unterschied: mir ist damals nichts passiert.
Ich war einfach nur ein selbstsüchtiges Arschloch, das sie einfach fallen ließ.
Sollte sie sich jemals gewünscht haben, dass mir das selbe widerfährt, so wäre es gerechtfertigt. Ich hätte es verdient.
Das soll nicht heißen, dass ich Siggi unterstelle nur böses von mir zu denken (obwohl das sicher oft genug der Fall war), oder dass ich Meli als selbstsüchtiges Arschloch hinstellen möchte. Ich meinte einfach nur … Siggi liebte jemanden, der sie dann einfach alleine ließ und sich nichtmehr um sie kümmerte. Aus einem wurden plötzlich zwei Leben. Ganz so war es bei mir zwar nicht, da Meli und ich immer unterschiedliche Leben hatten. Doch das Gefühl fallen gelassen zu werden ist sicher irgendwie ähnlich, zumindest aus meiner Perspektive.
Nur war sie nie alleine. Siggi meine ich. Sie hatte ihre Mom, ihre Schwester, ihre Cousine und … Timo? … Thomas? … whatever, den Neuen eben.
Ich … mit dieser Geschichte … nach allem was passiert ist … habe nurnoch meine Mom (obwohl ich davon noch immer nicht vollkommen überzeugt bin) und René (das „nurnoch“ ist jetzt nicht sonderlich abwertend gemeint. Ich hoffe du verstehst das irgendwie, Bruder.). Das ist um Ecken besser als niemand, aber …
aber …
Scheiße.
Keine Ahnung, was ich dazu noch sagen soll.
Tut mir leid.
I'm sorry.
I'm sorry for what I am.
I hate myself.
Please forgive me.
Please … Bitte …
Aber ich weiß es nicht besser.
Ich kann es nicht besser.
So gern ich auch würde.
So sehr ich es mir auch vornehme.
Doch ich scheine stündlich ein anderer Mensch zu werden.
Oft bin ich mir selbst fremd.
Müde.
Ausgeschlafen.
Nüchtern.
Alkoholisiert.
Heiter.
Niedergeschlagen.
Stolz.
Beschämt.
Überzeugt.
Zweifelnd.
Fühlend.
Denkend.
oder eine Mischung aus allem zusammen.
oder nichts von allem.
Ich wache oft auf und weiß nicht, was ich überhaupt am „Vorabend“ in diese Bücher geschrieben habe.
Wissend.
Glaubend.
Viele Details …
die eigentlich niemanden etwas angehen und außerhalb meines Geistes eigentlich gar nicht existieren sollten.
Dinge, die man denkt.
Dinge, die sonst nie jemand erfahren würde/sollte/dürfte.
Jeder von uns ist voll davon.
Aber ich will es loswerden.
Die Belastung ist einfach zu groß.
Und würde ich es nicht hier niederschreiben, so wäre es verlorenes Wissen.
Verschwendung.
Und mag es auch noch so oft verletzend wirken, so ist es immerhin die Wahrheit.
Ehrlichkeit.
Wo bekommt man das sonst geboten?
Selten. Sehr selten.
Nicht überall, definitiv nicht von jedem und ganz sicher nicht … immer.
Weil man nicht verletzen will und weil man selbst nicht verletzt werden will.

Truth is pain.”
- KoRn -

Doch wäre es wirklich einfacher/besser, wenn jeder immer ehrlich zu jedem wäre?
Ist es besser, die Dinge frontal ins Gesicht gesagt zu bekommen oder sollte man doch lieber warten bis sie von selbst ans Licht kommen?
Vielleicht sollte man besser nie davon erfahren?
Empfindet man es angenehmer, wenn das Bein infiziert ist und langsam schwarz wird, bevor der Eiter aus der Wunde platzt und man die ganze Zeit dabei zusieht?
Oder wäre es einem doch lieber, es wäre von Anfang an gleich komplett abgeschlagen worden?
Oder will man am Liebsten gar nichts davon wissen?
Ich lasse diese Fragen einfach mal so im Raum stehen …
denn ich weiß keine Antwort darauf.
Weil wir gerade sowieso beim Thema Wahrheit und Ehrlichkeit sind …
ICH weiß genau, dass MICH irgendein anderes ICH (das nicht so besoffen und dem nicht alles so egal ist) dafür hassen wird, was jetzt kommt … aber es zählt wohl auch zu den Sachen, die man irgendwie irgendwann einfach loswerden muss.
Ja, ich hatte so einige sexuelle Fantasien mit Claudia.
Der Großteil davon als die Sache mit Meli noch nicht sooo ernst war und auch seit's mit Meli vorbei ist.
In der Zeit dazwischen, zu meiner Verteidigung, war Meli das A und O … ist sie auch immer noch … aber man(n) versucht sich eben abzulenken … vor allem wenn's vorbei ist.
Versteht das jemand?
Niemand?
Auch egal!
-
Fuck …
gerade wiedermal gekotzt.
Sonntag, 19. August 2012, ca. 05:30 Uhr
draußen wird es langsam hell und mir ekelt vor mir selbst.
The Song That Didn't Rhyme“ von Alice Cooper, gefolgt von „The Nurse Who Loved Me“ von A Perfect Circle in der Playlist.
Ironie?
Claudis (Alice) und Melis (Maynard) Liebling direkt hintereinander.
Erinnert mich irgendwie an gestern.
Beim Durchzappen der Kanäle stieß ich auf in Special von GoTV. Corey Taylor (Slipknot) präsentierte seine liebsten Songs und Videos. Darunter auch Alice in Chains „Check My Brain“. Musste umschalten, weil es mich zu sehr an Meli erinnerte.
Dabei muss ich aber erwähnen, dass es zuvor auf RTLII eine Vorschau zu Terminator 2 mit Tools „Vicarious“ im Hintergrund gespielt hat … und das war aber RICHTIG GEIL.
Hat mir gefallen.
Tool verkrafte ich ja nichtmehr so gut.
Aber Szenen von T2 (ICH LIEBE DEN FILM) dazu … das hat schon was.
And now for something completely different.”
- Monty Python's Flying Circusssssssss -
Mir bleiben wohl ewig Claudias Angeberfotos im Kopf, die Chrisi mal von ihr gemacht hat. Auch habe ich mir manchmal vorgestellt, dass sie das rote Corsette (laut ihrer eigenen Aussage noch unbenutzt) einmal nur für mich anzieht. Alleine die Vorstellung ist schon traumhaft.
und ich schäme mich dafür.
Can't even imagine how I'd feel
how I'd react
if I'd ever be confronted with the real thing.
Beauty …
But …
-
Ich hoffe Meli geht's gut.
Need help :(((“
Sixx AM – Girl with the Golden Eyes.
-
06:30 Uhr
Seit weit über 24 Std. nichtsmehr gegessen. Nur Kaffee, Bier, Energy Drinks und Zigaretten. Wen wundert also die Kotzerei?
---

Happy Birthday, Meli
Das Programm am Sonntag ist auch nicht besser. Vorbei sind die Zeiten von A-Team, Knight Rider und McGuyver. Keine Bezaubernde Jeannie oder Ninja Turtles. Nichteinmal Hans Moser, Heinz Erhardt oder Jerry Lewis sind zu sehen. Sogar die Dokumentationen sind nur Wiederholungen von unter der Woche. Immerhin hat's Otto Waalkes ins Sonntagnachmittag-Programm geschafft - „Otto – Der Außerfriesische“. Und die Doku über Ludwig II, König von Bayern (Neu-Schwanstein usw.) hatte ich auch noch nicht gesehen. Genie und Wahnsinn.
Wollte mir jetzt am Abend eigentlich das Leonardo DiCaprio Double Feature auf Pro ansehen - „Der Mann der niemals lebte“ (kenne ich noch nicht) und „Gangs of New York“. Dann habe ich aber auf Arte „Gilbert Grape“ entdeckt. Johnny Depp und Leo DiCaprio in einem Film, noch dazu ohne Werbung.
Must see.
Den kannte ich auch noch nicht.
Mitreißender, sehr bewegender Film. Mag ich sehr. Gab wieder einige Szenen, in denen mir einfach nur die Tränen kamen.
Sollte man definitiv gesehen haben.
Musste unbedingt auf's Klo, hab's mir aber verkniffen, um den Film sehen zu können.
Zu Beginn des Tages (ca. 16:00 Uhr) war ich wieder sehr nervös und zitterte. Hatte das Gefühl, dass mir die Nerven durchgehen.
Kein Wort von Meli.
Machte mir was zu essen und legte mich wieder kurz hin.
Gegen 19:30 Uhr zappte ich dann wieder durch die Fernsehkanäle. Dazu ein Bier. Das Zittern ließ nach, ich wurde ruhiger.
Entzug?
Habe das Gefühl, zu keiner Zeit mehr wirklich ich selbst zu sein.
Entweder bin ich nüchtern und am Durchdrehen oder besoffen und wenigstens halbwegs fokusiert und/oder aufgeheitert. Zumindest etwas. Solange, bis ich zu viel erwische und wieder anfange auszuflippen; mir alle möglichen Gedanken mache.
Wenigstens bin ich dann meistens schon so müde, um mich einfach nur hinlegen zu müssen, um halbwegs schnell wegpennen zu können.
Ich umarme mich selbst. Oft unter Tränen, mir meiner Erbärmlichkeit vollkommen bewusst. Doch ich kann nicht anders.
Mir fehlt menschliche Nähe, die Berührung eines geliebten Menschen. Ich fühle mich so allein gelassen.
Missverstanden.
Ungehört.
Wertlos.
-
Zahnschmerzen. Links unten. Wie immer. Hatte ich schon ewig nichtmehr. Habe ich ganz bestimmt nicht vermisst. Seltsamerweise ist es irgendwie schön, dass manche Dinge sich nicht ändern, so nervig sie auch sein mögen.
-
Heute kam der „meld dich beim Herr“-Gedanke wieder hoch, weil sogar in der ZiB auf ORF berichtet wurde, dass Freiwillige gesucht werden. Warmes Essen, ein Dach über dem Kopf, gute Bezahlung und gute Ausbildung.
ES spricht vieles dafür.
Lediglich meine psychische und eventuell die körperliche Verfassung sprächen dagegen.
Und mein Problem mit Authoritäten.
Wäre ich für sowas geeignet?
Ich weiß es nicht.
Werde ich es versuchen?
Ich weiß es nicht.
Hab' dadurch gerade voll Bock auf Linsen mit Speck bekommen. Und Serviettenknödel. Das wäre jetzt phänomenal.
-
Habe auch den ganzen Tag lang überlegt, ob ich zu der Sache mit Claudia, die ich gestern geschrieben habe, nochwas sagen soll.
Eigentlich nicht wirklich. Ist eben einer dieser vielen Gedanken; eine dieser vielen Fantasien, die man hat.
Genauso oft habe ich von dunkler Haut, blasser Haut, schwarzen Haaren, roten Haaren, mandelförmigen asiatischen Augen und großen runden afro-amerikanischen Augen oder irgendwas dazwischen fantasiert. Nur orientiert man sich eben an dem, was man kennt und so muss ich doch zugeben, dass das mit Claudia wohl einer der am meisten wiederkehrendsten Gedanken war.
Ich habe mich oft gefragt, wie sie wohl nackt aussieht. Rasiert? Unrasiert? Oder nur teilweise? Ihr Busen. Der kleine Bauch, den sie hat. Die Beine. Der Hintern. Ihr Mund. Ihre Augen. Ihre Haare. Ihre Füße.
Der Charakter. Ihre Interessen. Ihre Stärken. Ihre Schwächen.
Migräne? Auf dem linken Auge „nahezu blind“ (sehr übertrieben, ich weiß, tut mir leid :) )? Bauchkrämpfe? Blasenentzündungen nach dem Sex und diverse andere Beschwerden? Laktose-Intoleranz?
Fuck it all! Ich mag sie trotzdem sehr …
oder gerade deswegen.
Wir mögen Menschen auf Grund ihrer Fähigkeiten, doch wir lieben sie auf Grund ihrer Fehler.“
- So oder so ähnlich hat das mal jemand gesagt -
Ihre Persönlichkeit. Ihre Größe. Ihr Verstand.
-
Zwischenzeitlich „Gangs of New York“ fertiggeschaut.
Kuckte g'rade „Leschs Kosmos“ auf ZDF. Den Mann kennt in meinem Bekanntenkreis sonst wohl niemand, aber das ist der Physik-Freak vom ZDF. Wusste gar nicht, dass der inzwischen seine eigene Sendung hat. Kannte ihn immer nur von der „Space Night“, die an Stelle eines Testbildes im ZDF mitten in der Nacht lief. Auch wenn ich nichtmal die Hälfte davon wirklich verstehe, ist es doch immer wieder auf's Neue interessant zuzuhören, wie das mit Sonne, Mond und Erde, Universum, Schwerkraft usw. so funktioniert. Seine Ausführungen, Erklärungen, Beispiele und Meinungen sind auch immer sehr witzig präsentiert. Heute ging's z.B. darum, warum einen der Duschvorhang am Unterkörper immer so nahe kommt. Fand heraus, dass es für solche „wissenschaftlichen“ Themen sogar einen eigenen „Nobelpreis“ gibt.
Ich mag Physik. :)
Werde jetzt wohl Zigaretten kaufen gehen … und dann … vielleicht über Claudia oder sonstwas weiterschreiben.
Eine wenig über €6.- hab' ich noch. Wollte sie mir eigentlich für eine Fahrkarte nach Wien aufsparen, für den Fall, dass Meli sich meldet …
oder eben für Zigaretten, für den Fall, dass nicht.
Vom Bier wird mir schon wieder übel.
Kommt mir vor, als wäre ich ewig nichtmehr draußen gewesen. War ich ja auch nicht.
-
Frische, kühle Nachtluft.
Jedes Mal wenn ich daran vorbeigehe, muss ich in Richtung dieses Holztores unter den Bahngleisen, gliech neben dem Kinderspielplatz schielen. Meli und ich hatten es dort mal getrieben. Kurz aber schön.
-
Der Durchfall ist auch noch nicht besser. Ist nicht so, dass ich mich ständig in der Nähe einer Toilette aufhalten müsste. Die Anzahl der Stuhlgänge scheint normal, doch die Konsistenz des Endprodukts sieht nicht gesund aus. Auch die Quantität wirft Fragen auf. Doch wenn man nichts zu sich nimmt, kann man auch nicht viel loswerden.
-
Frage mich auch schon die ganze Zeit, spätestens seit gestern, ob überhaupt irgendjemand so viel über mich wissen will/sollte.
Viele Leute, sollten sie das alles jemals zu lesen bekommen, werden sicher einige ganz spezielle Gedanken dazu haben.
Meli, Claudia, René, meine Mom, Chrisi & Erik, …
-
Montag, 20. August 2012, 05:45 Uhr
Habe die Nacht damit verbracht, endlich meine Zeichnungen fertig zu kommentieren.
Und jetzt?
Werde dann wohl bald schlafen gehen.
Kein Bier mehr.
Noch ca. €3.- übrig.
Und wiedermal Montag. Die Briefe von Banken, Inkasso-Unternehmen und dem Gericht häufen sich langsam. Diese Woche werden wohl noch einige Schreiben dazu kommen, sofern nicht bald mal jemand an meine Tür klopft.
Was hätte ich einem Mädchen schon zu bieten?
---

Was tun?
Bin bis spät in den Abend liegen geblieben.
Hatte keinen Grund aufzustehen, konnte aber auch nichtmehr liegen bleiben.
Im Fernsehen nur Schrott.
Wenigstens lief auf Comedy Central ab 22:00 Uhr „The Roast of Roseanne Barr“, mit Seth Green, Katey Sagal und Carrie Fisher.
Scheiße, was ist aus Prinzessin Leia geworden? Eine hässliche, besoffene, drogenabhängige, fette, alte Frau.
Und Peggy Bundy? Die sieht dagegen schärfer aus als je zuvor.
Das war auch schon das intressanteste heute.
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Immerhin sind die Zahnschmerzen wieder weg. Die Backe ist zwar leicht geschwollen, aber was soll's?
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Neuer Tag, neues … ähh
Noch immer Dienstag, 21. August 2012, 19:00 Uhr
Überlegte mir schon seit dem Aufwachen (ca. 15:00 Uhr) wie ich meine letzten €3.- anlege. Nach einer ganzen Weile Scrubs und Simpsons im Fernsehen macht ich mich auf den Weg zur Billa. Hatte irrsinngen Bock auf Schoko-Eis, Energy Drinks, Bier und eventuell einen Liter Milch für Kaffee.
Energebnis: zwei Bier, ein Energy Drink und die Milch. Das billige Schoko-Eis gab's nichtmehr und Walnuss war zu teuer. €0.20 sind noch in Kupfer übrig. Ab damit in mein geflügeltes „Sparschwein.“
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Bin seit der Stunde, die ich mich vor dem Aufstehen noch herumgewälzt habe, bis jetzt mehr oder weniger unbewusst nochmal alles durchgegangen.
Angefangen von: „Es könnte jeder gewesen sein.
Ich hasse jeden der mir entgegenkommt.“
ging's weiter über: „Das Leben ist unfair.“
und: „Menschen sind generell scheiße.“
bis hin zu: „Scheiß auf sie.
Scheiß auf meine Gefühle.
Scheiß auf meine Gedanken.“
Die ganze Bandbreite von: „Fuck it. Schmeiß dich mit einem Strick um den Hals irgendwo runter oder wirf dich vor etwas schnelles, schweres zermatschendes.“
bis hin zu: „Fuck it. Unternimm was gegen die Maden im Biomülleimer, geh wiedermal duschen und bring dein verdammtes Leben wieder in Ordung. Fang eben nochmal an.“
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Inzwischen ca. 22:00 Uhr, Big Bang Theory auf Pro7. Und, welch unerwartet Überraschung, sie wirderholen die Folgen vom Wochenende. Noch dazu vier Folgen hintereinander.
Programmgestalter muss echt ein unglaublich herausfordernder, spannender, abwechslungsreicher und verdammt stressiger Beruf sein. Ich stell sie mir vor wie Fluglotsen, wie sie mit den Sendeterminen herumjonglieren und bestimmen, was wann wo gesendet wird.
Sicher total aufregend.
Einziger Unterschied ist nur, dass bei einem Fehler des Fluglotsen hunderte Menschenleben auf dem Spiel stehen. Wenn die Programmgestaltung Scheiße baut schimpft sich das „gute Unterhaltung“ und „Hauptabendprogramm“. Wahrscheinlich wurde jemand dafür befördert und bis auf einige Gehirnzellen der Zuschauer hat's auch nix gekostet, während sie mit Werbung sogar noch Geld einnehmen.
Beim Fernsehen hat man echt Narrenfreiheit. Die paar negativen Stimmen von den Leuten, denen das auffällt, muss man nicht ernst nehmen, denn die haben entweder keinen Job oder kein Leben oder eine Kombination von beidem. Der Rest fügt sich der eigenen Dummheit (aus Mangel an Intelligenz, um diese zu erkennen. Also auch eher unaabsichtlich.) oder sieht einfach nicht hin, weil sie besseres zu tun haben.
Irgendwie ist das Fernsehen, wenn man es so betrachtet, doch eine wundervolle Metapher für das Leben. Man kann sich damit zufriedengeben, was einem gezeigt wird. Wenn's dir nicht gefällt, schalt um oder schalt ab.
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Apropos kein Job und kein Leben:
das bringt mich wieder zurück auf mich selbst. Habe ich nicht wieder wunderbar im Kreis gedacht? Man tut eben was man kann. :)
Bier Nr. 2 kommt mir inzwischen fast wieder hoch. Der Tabak ist auch bald aufger(b)raucht.
Und dann?
Umschalten?
Abschalten?
Oder weiter zusehen und verblöden?
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Mittwoch, 22. August 2012, ca. 02:30 Uhr
Habe seit geraumer Zeit wiedermal gekocht und wollte eigentlich schlafen gehen. War aber nicht müde und verfiel wieder in Gedanken über Leben und Tod und den Sinn dahinter, der sich mir einfach nicht erschließen will.
Musste an Siggi und unsere 7 ½ gemeinsamen Jahre denken. Denke eigentlich schon seit ein paar Tagen darüber nach, ihr einen Entschuldigungs-/Rechtfertigungs-/Erklärungs-/Was-auch-immer-Brief zu schreiben.
Warum?
Gute Frage. Ich möchte einfach nur verstanden werden und keine Geheimnisse mehr haben. Klar mag es oft besser sein, eben nicht alles zu wissen. Aber warum sollte ich mich alleine mit meinem Wissen herumschlagen müssen? Ich teile mein Wissen mit anderen, ob sie das nun wollen oder nicht. Wie überaus sozial und doch furchtbar egoistisch von mir.
Jedenfalls fiel mir der Tag von Siggis bestandener Matura, das schwarze Kleid und der damit verbundene Sex wieder ein.
Durch meine dunklen Gedanken hindurch wurde ich scharf. Ich entschloss mich meinen Gelüsten hinzugeben, um wenigstens kurzzeitig meinen Verstand zu entleeren zu können. Jetzt fühle ich mich irgendwie dazu bewegt, meine Masturbationsfantasie von vorhin hier festzuhalten.
Siggi und Claudi, keine Angst. Ihr kommt nicht darin vor. Meli sowieso nicht, weil mir das die Sache inzwischen unmglich macht. Nichtmal ich kam darin vor. Zumindest nicht direkt.

Ein junges Pärchen liegt abends zusammen im Bett (komischerweise in Melis alter Wohnung. Fand ich selbst seltsam, aber ich hatte eben die die Zeit, um mich um eine andere Location zu kümmern.). Er schmiegt sich an sie und fängt an ihren Nacken zu küssen. Sie weist ihn sanft ab. Sie meint, dass sie nicht will will, solange sie noch am ganzen Körper stinkt, und vorher noch durschen gehen möchte. Er küsst sie weiter und sagt ihr, dass sie für ihn erst stinkt wenn sie tot ist. Sie dreht sich zu ihm und bedankt sich ehrlich, aber doch etwas irritiert für das „Kompliment“. Sie entwickeln einen kleinen Dialogüber Leben und Tod, während sie sich tief in die Augen sehen und ab und zu küssen. Sie lieben sich und beschließen, dass wenn sie abtreten, dann zu zweit.
Der junge Mann steht plötzlich auf, wirft sich eine dünne Decke über, dreht das Licht auf und kramt kurz in seinem Rucksack herum. Das Mädchen sieht ihm leicht verwirrt dabei zu. Er hält plötzlich eine kleine Schatulle mit einem Ring in der Hand, geht auf die Knie und macht ihr vor dem Bett einen Heiratsantrag. Er dachte sich, dass der geeignete Moment jetzt gekommen wäre, obwohl er den Ring schon paar Monate nachdem sie sich getroffen hatten gekauft hatte. Mit der Hoffnung, dass ihr der Ring gefällt und auch passt, weil die Umtauschfrist schon lange abgelaufen war, wartete er auf eine Antwort.
(HÖLLE, das klingt jetzt so richtig emotionslos. Streicht die Stelle vorerst aus eurem Gehirn. Die kommt erst später. Location! Location! Location!)
Sie sagt natürlich ja, die beiden küssen sich, Das Mädchen nimmt den Rund möchte ihn sich sofort über den Finger streifen. Unterdessen merkt er an, dass er hofft, dass ihr der Ring auch passt, weil die Umtauschfrist schon lange abgelaufen ist.
(Ok, ich geb's ja zu, ist auch nicht viel besser. Fuck it. Ist ja nicht eure Fantasie. Euch muss es ja nicht gefallen. :p )
Sie nimmt's jedenfalls mit Humor, streift den Ring üner und sagt, sie hätte auch was für ihn und zerrt ihn zurück ins Bett.
Noch zusätzlich motiviert durch den Ring an ihrer Hand und den Gedanken, bald wirklich offiziell Mann und Frau zu sein bis der Tod sie scheidet, haben sie den Sex ihres Lebens.
(Die Details lasse ich jetzt weg.)
Schnitt, 20. Hochzeitstag. Ein Fest wird gefeiert. In einem der Nebenräume fällt ein Pärchen mittleren Alters gerade wild übereinander her.
Der selbe Ring.
Die selben Menschen.
Die selben Gefühle.
Nach dem gemeinsamen Höhepunkt beginnen beide zu lachen.
Sie sind glücklich.

Mein erster Gedanke danach: „Wird es jemals so sein?“
Ich bin ein Träumer, ein Romantiker, ein Optimist …
und mindestens genauso oft das genaue Gegenteil davon.
Ich muss nichtmal betrunken sein, um solche Sachen aufzuschreiben.
Richtig? Falsch? Oder just wurscht?
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Ach ja, nur so nebenbei: habe inzwischen zum ersten Mal meine weissen Haare an den Schläfen entdeckt.
Stress-, alters- oder genetisch bedingt?
Außerdem habe ich eine Art Ausschlag an den Schultern und Oberarmen bekommen. Er juckt nicht, muss aber trotzdem ständig daran herumkratzen.
Psychische Probleme + mangelnde Körperhygiene
die Rechnung geht auf. Oder?
Doch, wie schon erwähnt, war ich heute immerhin wiedermal duschen. Beim letzten Mal bin ich danach nach Wien aufgebrochen und mit meinem Laptop und gemischten Gefühlen wieder nach Hause gekommen.
Fuck, das war sogar noch bevor ich dieses Buch angefangen hatte. Ja, das ist schon etwas her. Aber bei dem, was schon alles in den Büchern steht, gibt es wohl nichtmehr viel, dessen ich mich schämen müsste. Und es deckt sich ja auch prima mit der Vernachlässigung aller anderen Lebensbereiche. Nicht, dass ich stolz darauf wäre. 05:30 Uhr
06:30 Uhr, kann noch immer nicht schlafen.
Mir kam Meli in den Sinn und das erste Mal als wir …
Vorbei.
Vergangenheit.
Tütensuppe, ahoi!
Werd' mir daneben noch einen Film ansehen und dann wiedermal versuchen zu schlafen.
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Different shit, same day
16:30 Uhr, saumüde.
Ich hasse es, aus dem Schlaf gerissen, aufgescheucht und innerhalb von zwei Minuten ins Tageslicht geschickt zu werden. Nichts ernstes. René hat mich nur angerufen und mich runtergebeten, da er mir ein USB-Internetstick-Dingsi mitgenommen hat, das sonst nur bei ihnen verstaubt, aber trotzdem bezahlt wird. Außerdem hatte er stress wegen eines Arzttermins, also musste es schnell gehen. Pfui. Grauslich.
Ich bin nicht undankbar, nur eben noch nicht wach und das kann dauern, bis alle Systeme hochgefahren sind.
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Habe mir in der Früh noch die Suppe und einen Film reingezogen, konnte aber trotzdem bis ca. 12:00 Uhr nicht schlafen. Seit Tagen wieder diese Hitze. Noch dazu habe ich die letzte Zeit wohl zu viel im Bett verbracht und keine Ahnung mehr, wie ich noch irgendwie bequem liegen könnte.
Meli und „Need help :(((“ verschwand auch nicht aus meinem Kopf. Das nachfolgende „I'm sick“ könnte bei dem Mädchen ja auch alles mögliche bedeuten. Und „Nö passt schon“ heißt einfach nur, dass genau gar nix passt. Seitdem nichts. Zwei Wochen Stille. Ich zerbrech' mir den Kopf, mach' mir meine Gedanken und Sorgen. Doch genau das soll ich ja nicht tun. Sie will das nicht.
Also bitte.
Fuck it.
Scheiß drauf.
LASS ES!
Danach konnte ich schlafen.
Das gefällt mir nicht wirklich.
Dabei sollte ich mich doch damit zufriedengeben.
Schließlich wird genau das von mir erwartet.
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Hach ja, …
Donnerstag, 23. August 2012, 14:00 Uhr
Internet hat gestern nichtmehr funktioniert. René muss erst PIN und PUK auftreiben.
Fernsehen, für'n Arsch, wie immer. Wartete ja scchließlich nur auf heute und einen neuen Brief von meiner Mutter. Sie schickt mir jetzt ständig etwas Geld. Es hört wohl nie auf, dass sie für mich draufzahlt. Schlechtes Gewissen? Ja. Tut es mit leid? Ja, irgendwie schon und gleichzeitig auch nicht. Schuldgefühle? Nein.
How I Met Your Mother auf deutsch ist und bleibt scheiße. Barneys Theaterstück „Suck it, Lily“ ist auf deutsch nichtmal halb so gut. Ansonsten die halbe Nacht Dexter auf ORF geguckt. Immer wieder mal bei Bernd dem Brot auf KIKA stehengeblieben. Die spielen zwar die ganze Nacht lang nur eine Schleife, die ist abe trotzdem immer wieder gut. Sogar das Kaminfeuer auf SuperRTL gibt’s noch.
In der Nacht hatte es zwar leicht geregnet, trotzdem blieb es mehr schwül als kühl. Zumindest in der Wohnung. Bescheiden geschlafen, wenn überhaupt.
Stand auf und ging nachsehen, ob der Brief meiner Mom schon da ist. Das war so gegen 13:00 Uhr. Seit ca. 09:30 Uhr war an schlafen sowieso nichtmehr zu denken. Erstens wegen der Hitze und zweitens hatte die Vermieterin seit längerem wiedermal angerufen.
Warum bekomme ich sowas mit, aber nicht wenn mir Meli „Need help :(((“ schreibt?
Keine Ahnung was ich dazwischen gemacht habe. Herumgewälzt, geschwitzt und versucht die Augen geschlossen zu halten klingt am wahrscheinlichsten.
Wenigstens hab' ich's geschafft einen Teil des Mülls mit runter zu nehmen und nach meinem Einkauf duschen zu gehen. Nicht, dass es was gebracht hätte. Bin schon wieder am Schwitzen. Doch der „Ausschlag“ und die aufgekratzten Stellen scheinen sich dadurch erwartungsgemäß zu bessern. Der Durchfall hat sich ebenfalls wieder einigermaßen gefangen.
Bier und Zigaretten, endlich wieder.
Hurra … und doch wieder nicht.
20.- sind noch da. Sollte mir was zu Essen kaufen. Die Vorräte sind nun endgültig erschöpft. Der Kühlschrank ist leer. Reis, Nudeln und Gewürze ist alles, was noch da ist. Schon seit einer Woche kein Fleisch mehr gegessen. Bei jeder zweiten Fernsehwerbung bekomme ich große Augen und das Wasser läuft mir im Mund zusammen, während der Magen rebelliert. McWaldviertler klingt echt interessant.
Ich liebe Fleisch.
Alles was ich derzeit tue, bringt mich kein Stück weiter. Das ist mir bewusst und war mir schon immer bewusst. Doch fällt es mir eben schwer, Entscheidungen zu treffen. Ich sitze nur da und warte, dass mir eine Antwort in den Schoß fällt.
Und ausgerechnet ein doch ziemlich schrottiger Film wie The Punisher liefert mir einen weiteren Denkanstoß. Ja, schöne Erinnerungen können einem das Leben retten. Meine schönsten Erinnerungen sind gleichzeitig welche der schmerzhaftesten.
Siggi, Meli, Claudia, meine Eltern und Brüder.
Doch man kann sie durch neue, vielleicht noch schönere Erinnerungen „ersetzen“.
Ist eben schwer, wenn man das Gefühl hat, das beste bereits erlebt zu haben. Außerdem stellt sich mir dabei immer wieder die Sinnfrage.
Wozu das alles?
Außerdem ist es schwierig, neue schöne Erinnerungen zu erlangen, wenn man die ganze Zeit nur allein in der unbezahlten Wohnung herumsitzt.
Kein Job, kein Geld, praktish keine sozialen Kontakte, fast nichts zu Essen. Motivation ziehe ich nur aus Alkohol, Nikotin und Zucker und Koffein. Manchmal kommt eben noch ein kleiner Schub Fett und Kohlenhydrate dazu. Aber das ist alles nur kurzzeitige Nervennahrung. Es reicht mir einfach nicht, um wirklich etwas gegen diese Situation zu unternehmen. Ich weiß, dass ich der einzige bin, der etwas dagegen tun kann. Nur fehlt mir eben die Kraft, das Selbstvertrauen, der Selbstwert, die Motivation. Und sogar dagegen kann nur ICH etwas unternehmen.
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ca. 21:00 Uhr
Schreibe nun schon seit ein paar Stunden an diesem Brief für Siggi.
Inzwischen vier Bier intus. Langsam reicht's, sonst kann ich entweder nichtmehr schreiben oder schweife in meinen Gedanken zu sehr ab.
Werde auch langsam wiedermal so richtig müde.
Schönes Gefühl.
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ca. 22:00 Uhr
Wollte mich kurz hinlegen, heulte mir aber doch nur wieder die Augen aus dem Kopf. Zu viele Gedanken an meine Verfehlungen.
Raffte mich irgendwie auf, um mir etwas zu essen zu besorgen. Hatte Lust auf einen Kebap, nur mit Fleisch und Zwiebeln. Schaffte es sogar, mich wirklich anzuziehen und außer Haus richtung Innenstadt zu gehen. Die Kebapbude hatte das Fleisch schon „entsorgt“ und war schon am Aufräumen. Also endete ich beim Schnitzelhaus. Plan B also. Mehr als gut genug. Hauptsache wiedermal was ordentliche fettig-kapitalistisches zwischen den paar Zähnen, die ich noch habe. 2 Putencordon Bleu-Burger und 1x Pommes. Zumindest für den Moment …
DER fucking HIMMEL AUF ERDEN!
Bin gerade bei der Zigarette danach … und einem Bier, ja. Hebe mir den zweiten Burger wohl für morgen auf. Kann schon seit einiger Zeit nichtmehr so viel essen wie früher. Trotzdem, das Leben hat mich wieder!
wenigstens für jetzt.
Abzüglich des Tabaks und der Filter, die ich mir am Nachmittag noch geleistet habe, bleiben mir noch €6.50. Oder waren's €3.50? Bin etwas durcheinander, seit ich dem alten, verwirrten Mann, den ich heute getroffen habe, €1.60 in die Hand gedrückt habe. Ich kenne den Alten. Er streunert durch Tulln und hat mich schon ein paar Mal um ein paar Cent oder eine Zigarette angeschnorrt. Dabei erzählt er einem alles mögliche aus seiner Vergangenheit. Keiner der üblichen Penner. Er wirkt eine gewisse Faszination auf mich aus. Wenn ich Zeit, Lust und den Kopf dafür hätte, würde ich ihn gerne nach seiner Geschichte fragen und alles aufzeichnen.
Ähnlich wie bei meinem Nachbarn. Er wirkt wie ein alter Professor/Notar/Anwalt/Doktor oder sonstwas. Immer nett, gut gekleidet, mit anständigen Manieren. Er zieht bei der Begrüßung immer seinen Hut usw.. Interessanter Typ, der irgendwie auch nicht so ganz in diese Zei zu passen vermag. Würde mich doch zu sehr interessieren, welche Leichen der Mann im Keller und welches Wissen er zu teilen hat. Beides gleichermaßen. „Alter Mann, erzähl' mir deine Geschichte.“, würde ich oft gerne sagen.
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ca. 02:00 Uhr, inzwischen Freitag, 24. August 2012
Habe den Brief an Siggi fertiggestellt.
Weiß nicht so ganz, ob er das aussagt, was ich aussagen wollte … was auch immer ich aussagen wollte.
Habe mir die Hälfte vom zweiten Burger abgeschnitten. Muss einfach was essen.
Fast schon kalt.
Trotzdem ein verdammtes Festmahl!
Werde wohl noch etwas Fernsehen und dann … ?
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ca. 04:00 Uhr
Doppelfolge Dr. House!
Ich liebe es. 5. und 6. Staffel. Kuttner stirbt und Meat Loaf als Gaststar.
Ich mag Dr. House … und Hugh Laurie und seine Musik.
Hätte mir gerne Hugh Lauries Konzert in Wien angesehen.
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Zeichen der Apokalypse
Freitag, 24. August 2012, 15:00 Uhr
Ich hasse es, aus dem Schlaf gerissen, aufgescheucht und innerhalb von 2 Minuten ans Tageslicht geschickt zu werden.
Um ca. 12:00 Uhr standen plötzlich die Vermieter vor der Tür. Das Ehepaar zog die Good Cop/Bad Cop-Nummer ab. Mit ihr ließ sich reden, während er darauf bestand mich rauszuschmeißen.
Message to whoever invented women: THANKS!
Sie hat dann sogar mit meiner Mom telefoniert, um irgendwie eine Lösung zu finden.
Im Endeffekt habe ich bis Anfang September erstmal „Ruhe“. Galgenfrist.
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Habe mir in der Früh nach Dr. House dann nicht Death Proof angesehen. Ich finde, das ist einer von Tarantinos besseren Filmen. Nicht, dass er jemals wirklich schlechte gemacht hätte, aber man hat eben gewisse Favoriten.
Absoluter Höhepunkt (neben der Verfolgungsjagd am Schluss): ausnahmslos jede Szene mit Abernathy (Rosario Dawson). Die Frau is so HOT. Unglaublich. Seit dem Film (mehr kenne ich von ihr leider nicht) steht Rosario bei mir ganz oben auf meiner „Top 1 List of Hottest Actresses“ und teilt sich damit den ersten Platz mit Uma Thurman, Lucy Liu und Selma Hayek. Eventuell könnte man noch Sandra Bullock dazuzählen.
Felicia Day brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Die liegt außer Konkurenz. :)
Die Liste der wirklich guten Schauspielerinnen sieht dementsprechend anders aus. Da steht z.B. Kathy Bates mit ganz oben.
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Ein erleichterndes Detail des heutigen Tages: Meli hat endlich wiedermal zurückgeschrieben. Wenigstens ein Lebenszeichen. Schickte ihr gestern eine SMS, in der ich ihr anbot, mich zu entschuldigen, für was auch immer wieder zwischen uns vorgefallen war. Ich konnte mir einige Dinge denken. Dabei ist jedoch nicht gegeben, dass sie die selben Dinge meint. Wir denken eben komplett verschieden. Die SMS war auch, um zu testen, ob überhaupt eine Antwort zurückkommt. Ich wusste schließlich nichteinmal, ob sie überhaupt noch atmet.
Sie meinte, dass sie nichts wüsste, wofür ich mich entschuldigen sollte.
Das klang seltsam. Immerhin hatte sie 2 ½ Wochen nicht zurückgeschrieben. Also antwortete ich ihr, dass ich dachte, dass sie extrem angepissed auf mich ist. Darauf kam von ihr, dass sie enttäuscht von mir ist und momentan nichts von mir wissen will.
BINGO! Hab' ich's doch gewusst.
17:00 Uhr, ich fragte Meli nach dem Grund, um Klarheit zu haben. Habe gerade eine SMS bekommen. Mal sehen …
Ich habe eine scheiß Angst vor meiner totalen Vernichtung.
17:10 Uhr, Originalwortlaut von Melis SMS:
Die gewünschte Erläuterung:
Weil du nicht da warst als ich dich brauchte und du nicht die courage aufbringst mich mal anzurufen, weswegen ich das gefühl habe, dass es dir nichts bedeutet.
Wäre nett wenn kein Rückmeldung diesbezüglich mehr folgen würde.“
Gedendet: 16:55 Uhr, 24.8.2012
Mein Kopf lag auf dem Richtblock. Der Henker stand mit erhobener Axt die ganze Zeit neben mir.
Jetzt hat er zugeschlagen.
Das war's dann wohl.
Ich erfülle absolut keinen Zweck auf dieser Welt.
Ich bin nichtmal fähig für das Mädchen, das ich liebe, da zu sein, wenn's darauf ankommt.
Was gibt es verdammt nochmal wichtigeres als das?!?!?!
Und jetzt hast sie mich.
But no matter how much you think you hate me, I will always hate myself more.
Meine Schrift lässt es vielleicht vermuten, aber NEIN, ich bin nicht betrunken …
einfach nur fertig …
mit ALLEM.
CHRiS
24. August 2012
18:10 Uhr
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24. August 2012
19:00
Dearest Queen Claudia,
es tut mir leid.
Ich habe wohl nicht ansatzweise auch nur im Geringsten die kleinste Ahnung, was ich dir hiermit antue.
Von einer Berechtigung ganz zu schweigen.
Aber ich kann nicht anders.
Ich habe lange überlegt, wem ich meinen Nachlass „in die Hand drücke“ und landete immer wieder bei dir. Bitte verzeih' mir die folgenden, sehr nüchternen Worte: du erscheinst mir nunmal als die erfahrenste und gefestigste Person, was den Umgang mit Gedanken und Gefühlen betrifft, die ich kenne. Wenn es jemand versteht, damit fertig zu werden, dann wohl du.
Dafür beneide und bemitleide ich dich gleichermaßen.
Neid, weil ich das auch gerne können würde.
Mitleid, weil du damit unsägliche Lasten auf deinen Schultern auszubalancieren hast. Dann kommen auch noch solche Psychoparasiten wie ich daher und machen dir alles noch schwerer.
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Tja, wer hätte das gedacht? Damals, als du in dem GameStop kamst und mich nach guten Adventures für den PC gefragt bzw. mir Damnation für die PS3 auf den Thresen geklopft hast, hätte wohl niemand von diesem Irrsinn zu träumen gewagt.
Ich kannte zu der Zeit nichtmal deinen Namen und dic wärst du mir auch ohne dem was folgte wohl ewig in Erinnerung geblieben. Hübsche, nette Mädchen (Ja, Mädchen. Hätte die damals auf maximal 25 und keinen Tag älter geschätzt. Würde sich die Szene heute wiederholen, wäre es wohl immer noch so. Rein äußerlich zumindest.), mit einem Interesse an wirklich guten Spielen, hat man eben sehr selten als Kundschaft.
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Ich weiß nicht, ob ich es schonmal irgendwo niedergeschrieben habe, doch mit Stolz schreibe ich es gerne nochmal: wärest du wirklich eine Königin, so würde ich ohne zu zögern mein Knie vor dir beugen und dir in allen Belangen loyal und treu bis in den Top zur Seite stehen.
würde … gerne …
Doch, so egoistisch das auch wiedermal klingen mag, hier geht es um mich selbst.
Ich kann nichtmehr.
Ich will nichtmehr
Es ergibt alles keinen Sinn für mich.
Ebenson scheine ich nicht dem geringsten, grundlegendsten Zweck dienlich zu sein.
Ich habe es immer mit besten Absichten versucht und bin schlussendlich kläglich gescheitert.
Ich habe keine Kraft mehr.
Mein Wille ist gebrochen.
Mein Glaube (an mich selbst) ist zerstört.
Ich habe mich selbst am Ende einer Sackgasse gegen die Wand gefahren und war eben nicht stark genug, um durchzubrechen.
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Darum hier meine letzten Wünsche:
1.) Jeder soll zurückbekommen, was ihm gehört
a) Meine Zeichnungen und Notiz-/Tagebücher etc. überlasse ich dir Claudia. Du wirst schon irgendeine Verwendung dafür haben. Mein Vorschlag wäre: lesen und/oder verbrennen. Solltest du dich dazu entschließen die Dinger zu lesen, so ist wohl eine Warnung angebracht.
Also: WARNUNG! Danach kennst du mich wahrscheinlich besser, als irgendjemand auf diesem von allen guten Geistern verlassenen Planeten!
b) Meli gehören die beiden Zeichnungen „I'm still standing … “ und „Weed Angel“. Ich habe sie für sie als Geburtstagsgeschenke angefertigt, nur leider keine Möglichkeit mehr, sie ihr zu geben.
Außerdem soll sie mein altes, pinkes Motorola V3-Handy bekommen. Kaputt, ja. Aber da sind noch Bilder von ihr drauf, die niemand sehen sollte.
c) Chrisi & Erik gehört das alte Nokia-Handy, das ich mir mal von ihnen ausgeborgt hatte. Tut mir leid, dass der Schutz des Ein-/Ausschalters fast abgebrochen ist.
Meine Gitarren mitsamt Verstärker und Zubehör sollen ihnen ebenfalls gehören. Meine Mädchen haben bei ihnen sicher in gutes zu Hause und werden hoffentlich öfter benutzt als bei mir.
d)René soll das Xbox-Zubehör (inkl. Gamertag) bekommen. Dabei ist auch seine Promo-Version von Guitar Hero III, das ich mir mal geborgt hatte. Sein silbernes Motorola V3 und der USB-Internetstick von 3 ist auch enthalten.

2.) Verbrennt mich!
Sicherheitshalber habe ich diesen Wunsch auch in meiner kleinen, extrem zusammengefassten (auf's wesentliche beschränkte) Suicide Note, meinem „offiziellen Abschiedsbrief“ hinterlassen. Ich kann's nicht überprüfen. Trotzdem hoffe ich, dass dieser Wunsch befolgt wird.
Der Gedanke, als Wurmfutter unter der Erde zu verotten, ist irgendwie … nicht so meins.
Im besten Fall stehe ich irgendwann als Untoter vor euch und ihr müsst mich nochmal umlegen. Im schlechtesten Fall wird der Friedhof irgendwann wegen der Parkgarage für ein Einkaufszentrum umgegraben und meine Gebeine als Schutt entsorgt. Beides nicht sonderlich wünschenswert.
a) Schickt meine Asche ins Weltall (sofern irgendwie möglich).
Im Orbit schwebt schon so viel Schrott herum, falle ich nun wirklich nicht weiter auf.
Von da oben hat es wenigstens den Anschein, als sei es eine vereinte, friedliche Welt ohne Grenzen.

3.) Vergesst mich nicht.
Unmöglich, soetwas zu fordern, und dennoch tue ich es.
Sei es im Guten oder im Schlechten, als Vorbild oder zur Abschreckung.
Lernt daraus, zieht eure Schlüsse und nutzt dieses Wissen als Fundament für eure Taten … welche auch immer das sein mögen.
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Das war's dann wohl.
Tut mir leid.
Noch immer.
Schon wieder.
Geht in meine Wohnung und seht euch um. Vielleicht findet ihr ja noch etwas, das ihr brauchen könnt. Spiele, DVDs, CDs, Animes, Manga und sogar Melis Kochgeschirr – alles zur freien Entnahme. Stereoanlage, Fernseher, Xbox – bedient euch! Das ist ein ernst gemeintes Angebot!
Lootet was die Scheiße hergibt und verbrennt den Rest.
Es bleibt wahrscheinlich nur wenig Zeit, maximal ein paar Tage. Alle wichtigen Nummern stehen in dem kleinen billigsdorfer Nokia-Handy.
Ruft euch zusammen.
Wenn nicht, auch gut.
Und jetzt?
Habe ich noch irgendwelche bedeutenden und/oder anrührenden Worte zum Abschluss
Nein.
Nur eine Frage.
WIE GEHT'S JETZT WEITER?
CHRiS
25. August 2012
0:00 Uhr
NACHTRAG

Samstag, 25. August 2012, 03:00 Uhr
Worte reichen nicht aus, um zu beschreiben was ich fühle.
Seit Stunden mit der Verfassung eines Abschiedsbriefes an Claudia, inklusive einigen letzten Wünschen verbracht. Mein Testament sozusagen.
Alles, was ich schrieb, meine ich absolut ernst. Doch während ich es schrieb fühlte ich nichts. Ich wollte es einfach nur hinter mich bringen.
Überlege schon die ganze Zeit, ob ich René und Meli auch einen persönlichen Abschiedsbrief schreiben soll.
Habe inzwischen Dragonheart geschaut. Auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Muss am Schluss auch immer weinen.
-
WAS WILL DIESES MÄDCHEN … von mir?
Einerseits soll man sich nicht um sie kümmern.
Andererseits ist sie enttäuscht, wenn man es nicht tut.
-
Meli: innerlich zerissen, mindestens zwei Persönlichkeiten im ständigen Kampf miteinander (ähnlich wie bei mir)

Dominant, stark, kämpferisch, rebellisch, rücksichtslos, stur, leidensfähig, chaotisch, selbstbewusst, impulsiv, eigenständig, erfahren, misstrauisch, …

VS

Unterwürfig, naiv, geprägt, anständig, sorgfälltig, gedulduig, verletzlich, schwach, liebesbedürftig, einsam, gutgläubig, …

Beide Listen ließen sich mit beinahe beliebig vielen Gegensätzlichkeiten weiterführen.
Ich habe nie geschafft, mit Sicherheit festzustellen, mit welcher von beiden ich gerade rede.
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Sonntag, 26. August 2012, 01:30 Uhr
2 vorherrschende Gedanken:
1.) Ich habe auf ganzer Linie versagt.
Ich sollte dem Ganzen ein Ende setzen, dann hättem es einige Leute leichter und ich hätte die Scheiße auch endlich hinter mir.
2.) Fuck it. Was will dieses Mädchen?
Wie stellt sie sich das vor= Ich wette sie weiß es selbst nicht. Warum sollte ich mich damit herumquälen?
Reset. Blick nach vorne. Nach mir die Sintflut. Oder besser noch …
SCORCHED EARTH!!!
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Nach allem was vorgefallen ist soll sich noch irgendjemand wundern, dass ich nicht weiß, was ich tun soll?
Ich sollte aufhörem zu versuchen, alles oder wenigstens so viel wie möglich richtig zu machen.
Doch wie?
Höre ich auf mich selbst kommt nur Scheiße dabei heraus.
Befolge ich den Rat von anderen und tue was von mir verlangt wird, dass ist das Endergebnis auch nicht besser.
Da soll sich noch jemand auskennen?
Da soll noch jemand die Motivation aufbringen weiterzumachen?
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05:00 Uhr, es regent draußen
Die Handies sind seit gestern Abend abgeschaltet. Habe sogar die SIM-Karte des einen zerstört. Musste einfach etwas kaputt machen. So kann ich auch sichergehen, dass ich unter meiner alten Nummer definitiv nichtmehr erreichbar bin.
Nie wieder.
Das andere Handy ist einfach nur aus.
Will mit niemandem etwas zu tun haben.
Ich isoliere mich immer weiter. Schotte mich immer mehr ab. Warum auch nicht?
Was bringt es schon, mit anderen zu reden?
Ja, man bekommt kurzzeitig einen kleinen Motivationsschub, wenn man sich anderen mitteilen kann. Für einen kurzen Moment fühlt man sich verstanden und akzeptiert. Doch, sobald das Gespräch vorbei ist, kehrt jeder in sein eigenes Leben zurück.
Für die ist es nicht so schlimm, wie für dich selbst.
Du kannst versuchen, es ihnen zu sagen, doch wird niemals jemand sehen, was du durchmachst. Selbst wenn sie etwas ähnliches durchgemacht haben sollten, bekommst du doch nie mehr als eine Hand voll guter Ratschläge, die dir im Moment einen Scheiß weiterhelfen und ihnen genauso wenig weitergeholfen haben. Zumindest zu dem Zeitpunkt, als sie selbst am Boden waren.
Im Nachhinein mögen sie anders darüber denken, aber das ist auch nur, weil man eben nur schwer in solche Situationen hineindenken kann.
Sie fühlen nicht/nichtmehr, was du fühlst.
-
Musikalische Entdeckungen der letzten Tage/Wochen/Monate
(vieles davon dank Claudias Playlist):

Independent Love Song
Scarlet
Steh' normalerweise nicht auf sowas, aber der Song ist einfach nur geil. Eigentlich eine 08/15-Stimme, wenn da nicht der Refrain wäre. Die Komposition ist auch ganz fein gemacht. Der Text … lässt wohl nicht sehr viel Platz für Interpretation. :)

Circle
Slipknot
Can't believe it's Slipknot. Ok, kannte nicht besonders viel von der Band. Darum hat mich die Nummer wohl so überrascht. Klingt sehr nach NiN.

Don't Bother None
Cowboy Bebop OST
Slide Guitar, Mundharmonika und eine HAMMER Frauenstimme. ICH LIEBE BLUES! Die Nummer wirkt, als wäre sie aus einem 15-minütigen Track zusammengeschnitten worden. Schlagzeug-, Gitarren-, und Pianosolo mussten weg, und alles was übrig blieb wae eine alles in Grund unf Boden rockende Mundharmonika. Ich liebe es! Die Scheiße geht so dermaßen ab.
Well, I guess that's just the way it is.
Leider habe ich von Cowboy Bebop weder die Serie, noch die OVAs gesehen. Trotzdem, Cyber Punk rules! :)

Ain't Life Grand
Slash's Snakepit
So eine schöne „FUCK IT ALL! It doesn't matter.“-Nummer! Eine der besten „Scheiß drauf. Das gehört eben dazu.“-Songs, die ich kenne.

Believe
Savatage
Schon beim ersten Mal hören kamen mir die Tränen bei dem Song. Der Refrain macht mich einfach nur fertig.
Alles was ich jemals wirklich sein wollte, zusammengefasst in so wenigen Worten.
Ich habe versagt, …
… Meli.
Ich denke, ich habe den idealen Song für meine Beerdigung gefunden … auch wenn es auf manche sicher heuchlerisch wirken mag.

X-Mas
Sixx AM
Heftig. Einfach nur scheiß heftig. Bis auf die Drogen beschreibt es ziemlich gut, was ich durchmache; wie ich mich fühle.

Smile
Sixx AM
- ohne Worte -

Gevolt
Rammstein auf yiddish.
Do I need to say more?

Pain
Devil May Cry OST
Ein gutes Beispiel dafür, welche Kraft Musik haben kann. Nur ein Klavier und eine Hand voll Streicher und ich heule mir die Augen aus dem Kopf. Dabei habe ich den Anime nichtmal gesehen. Der Film in meinem Kopf reicht mir.

Them Crooked Vultures
Besonders die Songs „No One Loves Me, Neither Do I“, „Gunman“ und „Spinning in the Daffodills“.
-
Wird jemals irgendjemand verstehen, was ich hier die ganze Zeit tue?
Wird es irgendeinen Unterschied machen?
Das ist nicht irgend ein schnell mal in den Computer eingetippter Schrott.
Das bin ich.
Ich sitze hier alleine in „meiner“ Wohnung mit einem Kugelschreiber in der Hand und versuche mein Leben (oder das was davon übrig ist) festzuhalten.
Meine Gedanken.
Meine Gefühle.
Interessiert das überhaupt jemanden?
Jedes Wort ist von mir selbst in meiner eigenen Handschrift während diversen Geisteszuständen verfasst.
Bedeutung?
Zeigeschichtlich und menschheitsteschnisch gesehen …
gleich NULL!
Bedeutung für mich selbst?
Es ist alles, was ich noch fähig bin zu geben.
Mehr kann ich nicht tun.
Nichtmehr.
Bedeutung für meine Freunde, Bekannten, Verwandte?
What should I care?
How should I know?

What if everything around you
Isn't quite as it seems?
What if all the world youb used to know
Is an elaborate dream?
And if you look at your reflection
Is it all you want to be?
What if you could look right through the cracks
Would you find yourself afraid to see?”
- Nine Inch Nails, Right Where it Belongs -

Schade um mein Wissen, meine Gedanken, meine Gefühle, meine Liebe, meine Anstrengung, meine Taten, mein Wohlwollen und meine Zunge und meinen prächtigen Schwanz.

EVERYTHING SEEMS RIGHT WHERE IS BELONGS

­CHRiS
Sonntag, 26. August 2012
07:45 Uhr

Do you know how far this has gone?
Just how damaged have I become?”
- NiN, Even Deeper -
---

Sonntag, 26. August 2012, 21:45 Uhr
Habe mir gerade das letzte Bier aufgemacht. Das erste, letzte, einzige heute. Hatte es mir extra aufgehoben.
Auf Arte läuft „John Lennon NYC“, eine Dokumentation über John Lennons Leben und Schaffen im New York der 70er Jahre. Danach eine Doku über Jimi Hendrix. Scheiß egal, was es sonst noch auf anderen Kanälen spielt – dagegen kann es nur Schrott sein.
Versuche die Nacht rumzubringen um morgen meine letzten 3-€uro-irgendwas auszugeben.
Will endlich mein Schoko-Eis haben.
Vielleicht geht ja auch noch ein Liter Milch und eine Dose Ravioli oder sowas aus.
Mehr will ich nichtmehr.
Naja, bis auf ein Steak, einen Hot Dog, Bratwürste, Zwiebeln, Sauerkraut, Pommes, Knoblauch, Pilze, Paprika, Pfefferoni, Cevapcici, Fisch, Garnelen, Käse, …
, Borderlands 2, Farcry 3, Aliens – Colonial Marines, …
, Beistand, Verständnis, Zuneingung, Zärtlichkeit, Ehrlichkeit und, ja, auch Sex, …
---

Montag, 27. August 2012, 20:00 Uhr
Es schläft sich erstaunlich gut, wenn man mit allem abgeschlossen hat; keine Wünsche und/oder Erwartungen mehr ans Leben stellt; einem klar ist, was man ist und man auch nie etwas anderes sein wird; alles erledigt zu sein scheint.
Selbst ohne Alkoho. Glücklicherweise sind auch die Temperaturen draußen wieder runter und näher sich langsam einem herbstlichen Niveau.
Schon komisch. Gestern/heute Nacht ging's die ganze Zeit nur um Drogen. Zuerst Lennon, Hendrix und Pink Floyd auf Arte (LSD, Heroin, Crack, Alkohol), und dann stundenlange Reportagen auf N-TV über Heroin und Meth.
Bin heute Abend losgezogen und hab' mir endlich mein Schoko-Eis gekauft. War schon seit Tagen nichtmehr draußen und habe auch mit niemandem geredet, bis auf die kleine „Unterhaltung“ mit meinen Vermietern. Wie schon so oft in letzter Zeit.
Ein kleiner Löffel Schoko-Glück nach dem anderen. Nebenbei Two and a Half Men geguckt. Zwischendurch immer wieder mal die Nachrichten mitbekommen: Straftäter entflieht sehr unspektakulär aus der Haftanstalt und ermordet den Vater der Freundin; fünffacher, rechtskräftig Verurteilter Vergewaltiger läuft noch immer draußen rum, weil sich die Justiz nicht einig wird, ob er nun seine Haftstrafe absitzen oder mit Fußfessel unter Hausarrest gestellt werde soll. Alleine darüber zu diskuttieren ist schon eine Frechheit. Den Typen währenddessen frei rumlaufen zu lassen ist einfach nur unbeschreiblich. Zumindest ich finde keine passenden Worte dafür. Mich wundert, dass sein Haus immer noch steht und nicht schon längst niedergebrannt wurde. Vorbei sind die glücklichen Tage des wütenden Mobs mit Fackeln und Mistgabeln.
Justizias verbundene Augen haben wohl eine andere Bedeutung, als einem immer erklärt wird. Die Frau ist blind, verdammt. Wozu also auch die Waage in ihrer Hand? Selbst wenn sie damit etwas aufgewogen werden würde, sie könnte es sowieso nicht sehen, sofern das Ding überhaupt funktioniert. Genauso gut könnte man ihr einen Eselsschwanz in die Hand drücken und sie drei Mal im kreis drehen, sie ein Los ziehen oder am Glücksrad drehen lassen.
Puls 4, Pro/Contra, Diskussionsrunde über Sexualstraftaten.
Hassperson Nr.1: der Strafverteidiger. Ein empathischer Totalausfall. Bei dem merkt man richtig, dass ihm noch nie etwas auch nur ansatzweise ähnliches passiert ist. Oder es war ihm einfach nur scheiß egal. Absolut gefühlskalt. Unfassbar.
-
23:45 Uhr, die letzte Zigarette.
Jetzt ist der Tabak auch weg.
Wieder eine ganze Reihe Dokus: Kamikazeflieger der Japaner im 2. Weltkrieg; Hitlers Alltag und seine Beziehung zu Eva Braun auf dem Berghof am Obersalzberg; die Vorfälle in den letzten Stunden der Berliner Mauer.
-
Was mache ich überhaupt noch hier?
Sitzen, schreiben, Kaffee trinken. Im Fernsehen sind Dokus über die neue Generation von Neo-Nazis. Dass so eine extremistische Scheiße überhaupt noch existieren kann, kann ich auch nicht ganz verstehen. Egal, ob religiös oder rassistisch motiviert.
Andererseits ist's wieder nur typisch menschlich.
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Hab' Hunger auf chinesisch, koreanisch, japanisch, spanisch, mexikanisch, italienisch, Burger, Gulasch, oder Linsen mit Speck.
Zigaretten wären auch was Feines.
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Dienstag, 28. August 2012, 05:00 Uhr
Need help :(((“
Ich weiß noch immer nicht, was dahintersteckt, und ich werde es wohl auch nicht so schnell erfahren, sofern überhaupt jemals.
Die ganze Zeit über heißt es, dass ich mir keine Gedanken machen soll.
Blabla … großes Mädchen … blabla … kann selbst auf mich aufpassen.“
Sie will niemanden, sie braucht niemanden, der sich um sie Sorgen macht. Dafür, dass ich es och getan habe, wurde ich angegriffen und gemieden.
Dann „Need help :(((“.
Ja, es macht mich fertig, dass ich die SMS 15 Std. später überhaupt erst bemerkt habe.
Ja, ich hätte sie anrufen sollen. Doch ich hatte auch Angst wieder als überfürsorglich abgestempelt und weiter abgewiesen.
Wieder hörte ich nicht auf meine Gefühle.
Wieder fing ich an zu denken.
Zum ersten Mal aber tat ich was von mir verlangt wurde. Ich versuchte, mir keine Sorgen zu machen.
Wieder dachte ich, dass ich das Richtige tue.
Wieder lag ich grundlegend falsch.
Und, als ob ich psychisch nicht schon angeschlagen genug wäre, muss ich mir jetzt auch noch vorwerfen lassen, dass sie meine Hilfe brauchte und wollte und ich nicht da war und mir alles nichts zu bedeuten scheint.
Dazu fällt mir einfach nichtsmehr ein.
Mindfucked CHRiS
07:10 Uhr
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Donnerstag, 30. August 2012, 04:00 Uhr
Unzähliges, das mir durch den Kopf geht.
Es ist mir unmöglich, alles hier festzuhalten. Vieles wäre ohnehin nur eine Wiederholung. Allerdings fühlt sich einiges intensiver/schlimmer an, als in den letzten Wochen und Monaten.
Ich weiß nicht genau, warum ich mich schlechter fühle. Immerhin hatte ich doch schon aufgegeben. Es hat sicher mit Melis letztem Schlag und der Tatsache zu tun, dass ich nicht weiß, was vorgefallen ist.
Irgendwie will ich es auch gar nicht wissen. Angesichts dessen, wie sehr Meli mich meidet, befürchte ich nichts harmloses. Und wenn ich daran denke, was das letzte Mal passiert ist, als sie hilfesuchend bei mir ankam …
Mein Gefühle für sie wären mir wieder nur dabei im Weg, einfach nur für sie da zu sein. Ich wäre wieder keine Hilfe für sie.
Doch, natürlich will ich es wissen.
Verdammte Ungewissheit.
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Die Nachrichten werden auch immer eintöniger. In ihrer Thematik genauso, wie ihrer gleichbleibend negativen Stimmung. Bürgerkrieg in Syrien, Schuldenkrise der EU, die Streiterei um die Wehrpflicht in Österreich, und der Hurricane in den USA. Absoluter Dauerbrenner sind derzeit diverse sexuelle Missbrauchsfälle. Einfach unfassbar, was da zu Tage kommt.
HTL-Lehrer vergewaltigt seine eigene Tochter ab dem achten Lebensjahr über Jahre hinweg. Gerichtsurteil: fucking 2 ½ Jahre.
Ein Hoch der Justiz und ihrer gerechten Strafen im Namen des Volkes. (sarcasm OFF)
Erhlich?! Ernsthaft?! 2 ½ Jahre?!
Ich sag' jetzt mal nichts weiter dazu.
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Seit 2 Tagen kein Alkohol und keine Zigaretten.
Brot und Wasser und Kaffee.
Das Brot ist jetzt aber auch weg und für den Kaffee ist keine Milch mehr da. Etwas Reis und eine Hand voll Nudeln bleiben mir noch.
06:30 Uhr, werde jetzt nochwas kochen, einen Film kucken und dann schlafen gehen.
ES GIBT REIS!“ - Helge Schneider -

Warum tue ich mir das an?
Warum sterben? Warum weitermachen?
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Samstag, 01. September 2012, 01:30 Uhr
Das war's dann mit dem Essen. Sogar der Kaffee (schwarz, mit viel Zucker) verlässt mich bald. Sitze gerade bei der letzten Tasse. Danach bleibt mir wirklich nurnoch Wasser.
Der Schlaf wurde in den vergangenen Tagen zwar tiefer und länger, eben ein wenig erholsamer. Doch ohne alkoholinduzierte Müdigkeit ist das Einschlafen wiedermal das eigentliche Problem.
Gefühle, Gedanken, Bilder, Erinnerungen.
Meli geht mir nicht aus dem Kopf.
Mir ist, als könnte ich mich an jedes einzelne Gespräch erinnern; jede einzelne Begegnung; jedes einzelne Lachen; jede einzelne Träne; jede Umarmung; jede Berührung. Der Geschmack, der Geruch … und natürlich der ganze negative Schrott; die Scheiße, mit der alles anfing; meine eigene Bödheit und Unfähigkeit; ihre anderen Männergeschichten.
Ich finde einfach keinen Trost, keinen Weg, keine Antwort, keine Lösung.
Ich bin leer, ausgebrannt, zwecklos, wertlos.
Aber ich bin ja selbst schuld.
Es gibt Dinge, die man will, und Dinge, die man braucht. Bei mir sind das praktisch nie die selben. Mit dem, was ich brauche, gebe ich mich meistens nicht zufrieden und jage ständig was ich will. Nur das kann ich dann eben nicht halten, sofern ich es überhaupt bekomme.
Das verhielt sich mmit einigen Sachen in meinem Leben so. Man sollte meinen ich hätte inzwischen daraus gelernt.
Mein Audi, zum Beispiel. Ich brauchte den Wagen nicht, ICH WOLLTE das Auto. Es war ein ewiger Traum von mir. Der Spritverbrauch war nicht ohne und Ersatzteile konnte ich mir auch kaum leisten. Doch ich verzieh ihm sämtliche Macken, die er mit der Zeit entwickelte, und war jedes Mal stolz drauf, sobald ich ihn nur ansah. Ich liebte den Wagen und tue es immer noch. Mir blutet noch immer das Herz, wenn ich daran denke, dass ich ihn hergeben musste. Es war für uns beide das Beste, das weiß ich. Trotzdem ist's einfach nur verdammt schade. Seit ich den Wagen hergeben musste ist nun etwas über ein Jahr vergangen und ich blicke immer noch jedem Wagen wehmütig hinterher, der ihm ähnlich sieht.
Hier geht’s um ein verdammtes Auto, verflucht nochmal! Sogar für ein Auto kann ich so empfinden.
Dabei möchte ich den Audi nicht unbedingt mit Meli vergleichen. Mit Meli geht’s mir ungleich schlimmer. Immerhin geht’s hier um einen Menschen.
Scheiße, was besseres fällt mir nicht ein?
Echt zum Kotzen.
-
06:30 Uhr, hab' versucht zu schlafen. Bin aber doch wieder nur am Heulen.
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Sonntag, 02. September 2012, 21:30 Uhr
Wenigstens habe ich seit 2 Tagen den PIN für den Internetstick, sonst hätte ich genau nichts zu tun. Zumindest nichts, was mich auch nur ansatzweise interessieren würde. Sogar das Netz wird schon langweilig.
War gestern und heute insgesamt nur ca. 10 Std. auf den Beinen. Hab' sehr viel geschlafen, oder hab's zumindest versucht.
Gedanken, Bilder, Gefühle
Hunger
Musste natürlich auch wieder daran denken, wenn Meli was zu essen gekocht hat.
Wie geht’s ihr?
Was macht sie gerade?
Ich wäre gern bei ihr.
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Ich bin zerstört.
Ich bin ratlos.
Absolut ratlos.
CHRiS
Montag, 03. September 2012
02:30 Uhr
---

Montag, 03. September 2012, 04:00 Uhr
Kann nicht schlafen, nur denken und weinen.
So geht’s mir schon seit Tagen. Auch die Albträume häufen sich wieder.
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07:30 Uhr, zwecklos.
Ich versuche einzuschlafen und stattdessen geht mir mein halbes Leben durch den Kopf.
So viel Versagen, so viele Verfehlungen.
So viel, das ich hätte besser machen können/sollen.
So viel, das ich nicht wollte, was mit jetzt einfach nur leid tut.
Deswegen bin ich kein schlechter Mensch.
Ich bin einfach nur ein Vollidiot.
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Freitag, 21. September 2012, 15:30 Uhr
Sonntag, 23. September 2012, 10:00 Uhr
I'm definitely not gettin' better.
Wie denn auch?
Gehe nurnoch raus, wenn ich etwas brauche. Wenn das zwei Mal in der Woche vorkommt, ist das viel. Will niemanden sehen. Will mit niemandem reden. Bringt ja doch nichts. Ignoriere alles um mich herum. Habe die letzten Wochen nur it YouTube, Facebook und Twitter verbracht.
Auch schon langweilig.
Letzte Woche war meine Mom wiedermal da. Sie hat eingekauft und meine Mietrückstände bezahlt. Ich wünschte, sie hätte das nicht getan. Es ist verdammt schwer, für etwas dankbar zu sein, das man eigentlich gar nicht haben will. Im Endeffekt fühle ich mich nur schuldig. Und für noch mehr Schuldgefühle soll ich auch noch dankbar sein?
Die Leute glauben dann auch noch ernsthaft, einem damit geholfen zu haben. Die wollen nicht verstehen. Die wollen nicht helfen. Das einzige was sie interessiert, ist ihr Gewissen rein zu halten.
Kein Bier und keine Zigaretten mehr, wiedermal.
Ohne Zigaretten ist es einfach nur Dasitzen und Nichtstun. Ohne Bier ist es schwer einzuschlafen.
Weine mich in den Schlaf, jedes verdammte Mal.
Seit dieser SMS kein Kontakt mehr zu Meli
1 Monat
---

Montag, 15. Oktober 2012, 06:30 Uhr
Situation unchanged.
Facebook, Twitter, YouTube, Geek & Sundry, Vsauce.
My Mom dropped by again a few days back, with a shitload of groceries.
Don't feel good about it at all.
So, yeah, I'm not starvin, but apart from that …
-
Spent my birthday alone at home drinking all day long. Only a live hangout on YouTube could cheer me up a bit. The team of The Guild talked abaout the new season.
I'm 29 now. A prime number. I like prime numbers.
-
People are full of shit.
There is so much ignorance, anger and hate for no reason.
R.I.P. Amanda Todd
---

Donnerstag, 01. November 2012, 04:20 Uhr
Kein Alkohol. Kein Tabak. Nur das Verlangen danach. Keine Motivation.
Internet wird immer langweiliger. Habe angefangen Serien und Filme downzuloaden, um mich wenigstens irgendwie zu beschäftigen, bis ich wieder müde genug bin, um schlafen zu können.
Dabei hätte ich doch eigentlich genug zu tun. Und wenn es nur darum ginge, die Wohnung wiedermal aufzuräumen, die Küche zu putzen, das Geschirr abzuwaschen und den Müll runterzubringen.
Doch drauf geschissen. Wozu? Für wen? Aus welchem Grund?
-
Nach über zwei Monaten hat sich Meli letzte Woche über Facebook gemeldet. Keine Ahnung, was der Auslöser war.
Ich fing an zu zittern und bin in der Wohnung auf und ab gelaufen. Wusste nicht, wie ich darauf reagieren soll.
Ich weiß nichtmal, ob ich mit ihr überhaupt weiter Kontakt halten kann/sollte. Immerhin scheint es für uns beide nicht unbedingt von Vorteil zu sein.
Es ist einfach nur eine verdammte Schande.
Ist es wirklich notwendig, dass so viel Scheiße existiert?
Kämpfen. Siegen. Oder untergehen.
-
Bin schon seit einigen Tagen vom Wohnzimmer in mein Bett umgezogen, das ja bis dahin in dem rosa Horror-Ex-Kinderzimmer stand.
Im Bett ist es wärmer als auf der Couch. Außerdem fühle ich mich da nicht so … exposed.
Und ich wollte nochmal in einem richtigen Bett schlafen, bevor sie mich aus der Wohnung schmeißen, womit ich eigentlich jeden Tag rechne.
In gewisser Weise war das ein Fehler. Ich denke nun zwangsweise vermehrt an die Zeit mit Meli, wenn wir uns ihr Bett teilten. Nicht, dass ich sonst nicht daran gedacht hätte, doch die Intensität ist nun eine deutlich andere, besonders beim Einschlafen und Aufwachen.
-
Ohne Geld gibt es keinen Grund für mich, um raus zu gehen, „unter Menschen“ zu gehen. Es hat sich ohnehin schon jeder von mir abgewendet. Sie können/wollen einfach nicht verstehen und haben genug von meiner ständig/andauernden negativen Einstellung. Dann muss ich mir anhören, dass sie „auf mich scheißen, weil ich ja auch auf sie scheiße, indem ich mich nie melde“.
Das versteh' wer will.
Denn wen wundert's, dass ich mich nicht melde?
Die Leute wollen nicht ständig von mir runtergezogen werden und ich hab' keinen Bock drauf, mir weiter Vorwürfe machen zu lassen bzw. mir Zigaretten und Mittagessen oder sonstwas in den Arsch stecken zu lassen. Dann besitzen manche Leute auch nocht die Dreistigkeit zu glauben, einem damit geholfen zu haben. Manche gehen sogar so weit fucking Gegenleistungen einzuforder, für Dinge, nach denen man sie nicht gefragt, geschweige denn darum gebeten hat.
Dann darf man sich auch noch als Fehlinvestition bezeichnen lassen. (Das Wort verzeihe ich dir nicht, René.)
Es ist keines Wegs so, dass ich undankbar wäre. Ich kann es aber nicht zeigen.
1.) Ich will es nicht/ich verlange es nicht/ich gehe nicht davon aus. Ich wäre bescheuert, wenn ich es nicht annehmen würde, aber …
2.) … geholfen ist mir damit ein Scheißdreck.
Ihr könnt mir nicht helfen.
Mein Wunden sitzen tiefer, anscheinend jenseits eurer Vorstellungskraft.
Ich habe keine Lust mehr auf Menschen. Seit der letzten SMS von Meli vor zwei Monaten das Handy auf lautlos gestellt. Sogar der Laptop wird nur mit Kopfhörern benutzt, um mich noch mehr abzuschotten.
Bis auf den Lichtschein des Displays und eine Kerze ab und zu, ist es dunkel. Tageslicht mochte ich sowieso nie, doch nun mag ich die Dunkelheit auch nichtmehr. Wenn's dunkel ist, kommen die Gedanken und Bilder.
Bin gespannt, wann ich lerne das Kerzenlicht zu verachten.
Mein einziger sozialer Kontakt IRL war die Hexe an der Tankstelle, die ich in der Nacht wiedermal besucht habe.
Keine Ahnung warum.
Hab' mich immer so gegen 05:00 Uhr früh verpisst, wenn der allmorgentliche Kundenansturm einsetzte.
Menschen … ekelhaft.
-
Ich bin allein.
Nur ich und was von meinem Verstand noch übrig ist.
Kein Sinn
Kein Zweck
Kein Plan
Keine Motivation
Keine Freude
Nur ein ständiges Ablenken und Durchhalten, weil ich ja ohnehin zu feige bin, dem Ganzen ein Ende zu setzen.
Wofür und wie lange noch?
War's das schon?
Kommt nochwas?
Mir bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten was auf mich zukommt.
Wenn ich überhaupt noch so etwas wie Hoffnung besitze, dann dass Zigaretten, Bier und ein schneller, schmerzloser Tod darin vorkommen.
Das ist doch das Mindeste. Oder?
---

Sonntag, 18. November 2012, 15:50 Uhr
Ich wünschte, ich hätte endlich wiedermal etwas Alkohol, um wenigstens ein paar Tage ungestresst einschlafen zu können.
Fange schon wegen allem möglichen an zu heulen. Melodien von Super Nintendo-Spielen und andere Dinge, die mich an etwas schönes aus der Vergangenheit, an bessere Zeiten erinnern.
Als Hershel in der dritten Staffel von The Walking Dead anfängt, im Schlaf zu reden, musste ich daran denken, dass Meli das auch manchmal tut. Und schon war's um mich geschehen.
Habe mit ihr über Facebook wieder etwas hin- und hergeschrieben. Sie versteht nicht, wie ich mich fühle und inzwischen scheint es ihr auch weitestgehend egal zu sein.
Ich weiß, ich sollte mit ihr gar nicht darüber reden, aber …
Ich wünschte, ich könnte die Zeit zwei Jahre zurückdrehen und mir selbst eine reinhauen.
Die Vorräte, die mir Mom letztens mitgebracht hat, sind auch wieder am Ende. Wieder nur Reis, Nudeln und Gwürze übrig. Auch egal. Lebe sowieso hauptsächlich von den Spenden von Mela von der Tankstelle. Alte Semmeln und sonstiges Gebäck, wie Krapfen, Waffeln und Topfengolatschen, das sonst im Abfall landen würde. Nicht viel, aber besser als nichts und gratis. Ich frage nicht danach, doch sie kann mir auch nicht einfach zusehen, wie ich vor die Hunde gehe.
Sie versteht auch nicht, was in mir vorgeht. Sie weiß zwar nicht alles, aber das würde auch keinen Unterschied machen. Sie hegt noch die Hoffnung, dass ich mich irgendwie wieder aufraffe.
Grade die letzte Packung Zigaretten angefangen, von der Stange, die ich vorige Woche an der Tanke mitgehen ließ. Muss mir heute Nachschub besorgen. Vielleicht findet j auch eine Flasche „Einschlafhilfe“ den Weg in meine Tasche.
Ziemlich heftiger Vertrauensmissbrauch, ich weiß.
Doch was macht das noch für einen Unterschied?
Es kostet einiges an Überwindung. Nur gut, dass die Kameras die Zigaretten und den harten Alkohol nich erfassen.
Ich bin also zum Dieb geworden, ja.
Was soll's? Right?
Fühle ich mich schuldig? Ja.
Sollte es jemandem gestattet sein, mich deswegen zu verurteilen?
Nein. Nicht, solange Vergewaltiger frei herumlaufen dürfen.
Außerdem interessiert's doch sowieso niemanden.
Wird ohnehin alles totgeschwiegen.
Mal sehen, wo das hinführt.
Ob Diebstahl eine „Einstiegsdroge“ für Vergewaltigungen sind?
-
Tschick + Alk = Doneb
---

Dienstag, 20. November 2012, 03:20 Uhr
Ich fühle den Alkohol. Whiskey. Bei weitem nicht die erste Wahl, aber eben Top Shelf Stuff. Der lässt sich einstecken, ohne großartig lärm zu machen. Zumindest, solange das Top Shelf auf Augenhöhe ist, so wie in der Jet.
Ich habe vor, alles zurückzuzahlen, sobald ich wieder flüssig bin. Das kann allerdings dauern.
Habe heute zum ersten Mal in den Jobroom auf der AMS-Webseite geschaut. Ja, ich habe (zumindest halbherzig) nach einem Job gesucht. Taxi Berger in Tulln sucht verzweifelt Fahrer für die Tagschichten. Wieder Kundschaft. Pfui. Doch wenigstens tagsüber (= nicht so viele Angesoffene) und AUTOFAHREN!!! Fuck, wie ich das vermisse. Taxischein ist für's erste nicht erforderlich (kann laut Stellenangebot nachgemacht werden). Äußerst verlockend.
Ein Teil von mir versucht doch tatsächlich, sich mit der ganzen Geschichte abzufinden und wenigstens als sekundär einzustufen. Ich schein wohl langsam „einzusehen“, dass es ein verlorener Kampf ist. Ich könnte kotzen. Aber wenn ich schon zu feige bin mich umzubringen, kann ich die Zeit doch genauso gut nutzen, um anderen sinnlosen Quatsch zu erledigen, wie z.B. arbeiten zu gehen.
Somehow I really wish this wouldn't be another one of those motivational bursts that start to turn into ashes as soon as I start to cry myself to sleep.
-
PS: Aus irgendeinem Grund fühle ich mich dazu genötigt, den Ausschlag zu erwähnen, der sich mangels Körperhygiene von meinem Arsch aus langsam über den Rücken und die Oberschenkel ausbreitet. Das hat man davon, wenn man wochenlang nut im Bett herumsitzt.
Nichts ernstes, though. Ein paar Mal duschen und frische Unterwäsche anziehen und weg isser.
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Mittwoch, 21. November 2012, 18:45 Uhr
Habe die vergangenen zwei Tage so gut geschlafen, wie schon eine gefühlte Ewigkeit nichtmehr.
Man gewöhnt sich an den Whiskey ziemlich schnell. Richtig runtergekühlt macht mir auch der Geschmack nichtsmehr aus, der mich sonst eigentlich nur an grausliche Kotzorgien aus Berufschulzeiten erinnert.
Die Flasche ist schon fast leer.
Der Rauschzustand ist anders. Man ist irgendwie nicht sooo gut drauf und nicht so „fett“ wie mit Bier. Eigentlich merkt man es kaum, bis man plötzlich müde wird.
Job? Naja, der Motivationsschub ist auch wieder vorüber.
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Irgendjemand wird sich das irgendwann mal durchlesen und trotz allem keine Ahnung haben, was in mir vorgeht.
Sie werde sich einfach nur denken, was ein Vollidiot ich bin.
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Ich habe keinen Platz in dieser Welt und nichtsmehr, was mich vom Gegenteil überzeugen könnte. Weder in mir, an mir, noch um mich herum. Oder kann/will ich es einfach nur nicht sehen/verstehen? Ich weiß es nicht.
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Donnerstag, 22. November 2012, 21:30 Uhr
Ask Facebook what happened today.
I'm tired of writing.
I'm done.

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