S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Critical Hit - Near Miss
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Sonntag, 10. Mai 2015

Critical Hit - Near Miss

Sonntag, 10. Mai 2015, 00:59 Uhr
Es war ein Fehler, auf das Metal-Konzert zu gehen.
Als Dank wird mein Verstand gerade so richtig schön von den Geistern meiner Vergangenheit durchgefickt, obwohl ich einfach nur schlafen will.

Lina war natürlich mit ihrem Freund dort. Das hatte ich erwartet und das war auch nicht das Problem, das ich mit dem Abend habe. (Ich mag verstört sein, aber mein Verstand wurde noch nicht komplett aus dem Konstrukt geschossen, dass die Allgmeinheit als ihre Realität akzeptiert.)
Die Location und die ganze Situationen brachte Erinnerungen an damals, an die KWT in Tulln, Claudi und den den Rest verstärkt hervor. Nur eben mit einem Unterschied: Bis aus auf das Pärchen, das vor mir stand, war ich alleine dort.
Das Pärchen, Lina und ihren Freund zu sehen, kann ich ebenfalls als nicht sonderlich angenehm beschreiben. Das Einsamkeitsgefühl und der damit verbundene Schmerz in der Brust wurde dadurch angefacht und lässt mich das Loch in mir vor allem jetzt so richtig spüren, wo ich alleine im Bett liege und nun bald eine Stunde vergeblich versuche enizuschlafen. In solchen Momenten wird mir besonders klar, dass ich nichts und niemanden habe, der mich auffangen könnte, wenn ich wiedermal falle. Ich kann mich weder in ein Hobby noch in die Arme eines geliebten Menschen flüchten, mich darin fallen lassen, mich darin verlieren. Hier ist nur dieses tiefe, schwarze, stille Loch, und darin nichts weiter als ich, meine Verzweiflung und meine Tränen.
Sonntag, 10. Mai 2015, 08:40 Uhr
Es war kein Fehler, auf das Metal Konzert zu gehen.
Immerhin konnte ich dort nach einem extremst öden Tag zeitweise mal ein wenig abschalten. Das hat gut getan, auch wenn ich es ebenfalls erst jetzt im Nachhinein so sehen kann.

Die Bands waren insgesamt zwar nicht ganz Meins, da es von melodischer Seite her nicht viel zu bestaunen gab, aber der Sound kickte teilweise sehr schön und blies einem den Verstand frei. Ziwschendurch schloss ich immer wieder mal kurz die Augen, um die verwerrten Gitarren, den Druck und das Vibrieren der Drums und des Basses besser auf mir wirken zu lassen.
Gleichzeit kam ich mal raus aus der Hütte und konnte soziale Kontakte knüpfen bzw. vertiefen. Einerseits fühlt es sich irgendwie gut an. Andererseits weiß ich, was daraus werden kann, und habe Angst, mich darauf einzulassen.

Seltsamerweise ist nun auch dieser komische Druck weg - dieses Gefühl, auf etwas zu warten, das ich gestern (?) erwähnt hatte. Nicht insgesamt, aber ein großer Teil der letzten Tage ist davon weggebrochen. Der Weg scheint nun wieder ein wenig klarer, ein Bisschen weniger ungewiss. ... Oder vielleicht bin ich auch einfach nur ausgeschlafen.

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