S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): Peng! Peng! Peng!
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Samstag, 4. Oktober 2014

Peng! Peng! Peng!

Um mich selbst wieder ein wenig von meiner Depression abzulenken, widme ich mich erfreulicheren Dingen, mit denen ich mich auch tatsächlich beschäftigen will und es auch dementsprechend gerne tue:
WAFFEN!!! Woohoo! \o/

Wie in einem früheren Eintrag schonmal erwähnt, mag ich die Teile einfach. Design, Klang, Geruch, ihre Handhabung und der Umgang mit ihnen faszinieren mich.  Leider ist es ein relativ kostspieliges und, aus rechtlichen Gründen, ziemlich umständliches Hobby in Österreich, also musste ich mich bisher mit virtuellem Ersatz begnügen. (Konsolen, Spiele, Filme und Gitarren fressen einen auch so schon arm genug, da bleibt eben nichtmehr viel Zeit und Geld für etwas, das man noch dazu grundlegend  nur verhältnismäßig selten nutzen kann.) Das heißt jedoch nicht, dass ich trotz mangelnder praktischer Erfahrung keine Lieblinge haben kann. ^^
Hier also eine Weiterführung der Liste, bzw. eine B-Liste als Alternative zu meinen Favoriten aus dem anderen Eintrag:

Ruger 10/22

Die Kleine verpfeffert das niedliche Kaliber 22 (ca. 5,7mm Durchmesser). Im Gegensatz zu sonst üblichen .22 Repetiergewehren, handelt es sich bei der Ruger allerdings um eine Halbautomatik*, wodurch man sie nicht unterschätzen sollte. (Sollte man ohnehin nicht, aber sei's drum.) 22ern fehlt es zwar an Masse, Geschwindigkeit und daher an Durchschlagskraft, aber sie sind nicht minder-gefährlich. Schon gar nicht, wenn 25 davon in schneller Abfolge angeflogen kommen, wie es bei der 10/22 möglich ist. Der geringe Rückstoß des kleinen Kalibers trägt noch dazu zu einer hohen Zielgenauigkeit bei.
Die Munition ist billig, praktisch überall zu bekommen und ... fuck, sind die Dinger leise. Eine .22 mit Schalldämpfer ist vom Geräuschpegel her eine echte Alternative zur Armbrust, wenn man aus sicherer Entfernung still einige Zombies loswerden möchte. ^^
In den USA ist sie seit Jahrzehnten eine äußerst beliebte, weil preiswerte und qualitativ hochwertige Einsteigerwaffe. Daher wird sie in einer Unzahl an Farben und Formen angeboten, und es sind nochmal so viele Modifikation für die kleine Ruger erhältlich. Just google it, it's insane. X'D

*Zur Erklärung: Halbautomatik bedeutet, dass die Mechanik der Waffe, nach einem abgegebenen Schuss, selbstständig wieder eine Patrone aus dem Magazin nachlädt und man, um einen weiteren Schuss abzufeuern, den Abzug zuvor in die Ausgangsposition zurückschnappen lassen und erneut durchziehen muss (Einzelfeuer).
Bei einer Vollautomatik (Dauerfeuer) ist das nicht notwendig. Man zieht einmal den Abzug, hält ihn gedrückt, und die Waffe schießt so lange (eben vollautomatisch), bis das Magazin leer ist.

[Nachtrag, 10. November 2014: Gestern Nachmittag habe ich auf einer Webseite dieses Schmuckstück hier gefunden.
Eine Ruger 10/22, umgerüstet mit einem "Tactical" Kolben + Griff von TacStar mit "Muddy Girl" Camouflage-Bemalung. Ich fahr' total drauf ab. Alles, was ich dann noch "bräuchte", wären ein paar 25 Schuss-Magazine, ein Zweibein, ein Schalldämpfer und ein Zielfernrohr mir keinem allzu heftigen Zoom, und ich wär' im Himmel. :D ]

Weg vom reinen Spaß, hin zur Schönheit: Colt "Peacemaker" Single Action Army (SAA)

Soweit ich weiß, der erste massenproduzierte Revolver seiner Art und eine Ikone des wilden Westens.
Hülsenmunition und Trommelrevolver waren Anfang der 1860er nichts Neues. Was der SAA allerdings einen Boost gab, war das amerikanische Militär, die sie als offiziellen Dienstrevolver adaptierte (daher auch der "Army"-Zusatz im Namen). Bis dahin wurden einige verschiedene Modelle verwendet, die unterschiedliche Munitionstypen und Kaliber verschossen, was die Versorgung der Truppen in Kriegszeiten schwierig machte. Die Einigung auf die Kaliber 45-Colts als Standard schaffte das Problem größtenteils aus der Welt, obwohl viele Soldaten weiterhin z.B. Kipprevolver bevorzugten, da diese leichter und schneller nachzuladen waren als die SAA.
Durch die weite Verbreitung innerhalb der Exekutive und des Militärs erntete die Waffe mit der Zeit den Spitznamen "Peacemaker". Die Bezeichnung "Single Action" bezieht sich auf die Funktionsweise der Mechanik des Revolvers, die damals üblich war. Wenn man einfach nur den Abzug durchzieht, passiert nämlich nichts. Man muss vor jedem Schuss den Hahn spannen, wodurch sich auch die Trommel eine Kammer weiterdreht. Der Abzug ist praktisch nur der Auslöser. Daher stammt auch die typische Schnellfeuer-Geste, die man, gemeinsam mit der Colt SAA, aus sehr vielen Filmen kennt: man hält den Abzug gezogen, sodass der Spannhahn nicht einrasten kann, und hämmert mit der Kante der anderen Hand auf den Spannhahn (jüngstes Beispiel: Sylvester Stallone in "The Expendables"). Double Action-Revolver, die beim ziehen des Abzugs gleichzeitig auch den Hahn spannen und die Trommel weiterdrehen, kamen erst einige Zeit später.
Heutzutage ist die Colt verdammt unpraktisch, aber das Design, die Geschichte dahinter und den Punch einer .45 muss man lieben. Ich tu's auf jeden Fall. :3

Beretta M92

Sie war lange Zeit der Standard der US-amerikanische Polizeikräfte, ist auch weiterhin weltweit vielerorts im (öffentlichen) Dienst und aus Spielen, Film und Fernsehen ebenfalls nichtmehr wegzudenken. Qualität setzt sich eben durch.
Bevor Glock und ähnliche Designs ihren Siegeszug antraten, war die Beretta neben der Colt 1911 praktisch "die andere Pistole", die man immer wieder überall zu sehen bekam und noch immer oft sieht. In vielen Fällen wurde der handlichen Italienerin sogar der Vorzug gegeben. Mitverantwortlich waren dafür die, im Gegensatz zum 45er Kaliber (11,5mm Durchmesser) der 1911, etwas kleineren 9mm Geschoße der Beretta. Kleineres Kaliber bedeutet nicht nur eine höhere Zielgenauigkeit durch weniger Rückstoß bei schnell aufeinander folgenden Schüssen, sondern auch mehr Platz für mehr Munition im Magazin, ohne mehr Gewicht mit sich rumschleppen zu müssen. Die etwas geringere Durchschlagskraft lässt sich verschmerzen und ist oft sogar beabsichtigt, um nicht mehr Schaden anzurichten als unbedingt nötig. Modernere, zuverlässigere Mechanik und bessere Ergonomie sprachen ebenfalls für die M92.
Die Schönheit liegt gut in der Hand, aber eigentlich mag ich sie nicht wirklich. Warum ist sie dann trotzdem in meiner Liste? Nur wegen des Kultstatuses? Nicht ganz. Denn vor ein paar Jahren kam das Ding hier auf den Markt: die Beretta CX4 Storm.

Ich bin wirklich kein Freund von Hartplastik ... aber scheiße sieht das Teil geil aus. XD
Ein 9mm-Karabiner, der auch normale Beretta-Pistolenmagazine annimmt und aussieht, als hätten die Designer zu viel "Halo" gespielt? Bin verliebt. Her damit! Will haben! :D

Aber zurück zu Stahl und Holz (Yay! \o/): Winchester 1887 lever action shotgun.

Seit "Terminator 2" steh' ich IMMENS auf das Teil. :D
Vielen dürfte sie auch aus "Call of Duty: Modern Warfare 2", "Fallout: New Vegas" und "Supernatural" bekannt sein (ab Staffel 5 wurde Dean Winchesters ziemlich unpraktische doppelläufige Schrotflinte endlich gegen etwas mit mehr als nur 2 Schuss ersetzt; frag' mich, warum das so lange gedauert hat). Persönlich würde ich Brownings Design einer Pump Action und vielleicht sogar der Spas-12 vorziehen. Unterhebelrepetiergewehre ziehen mich nunmal besonders an. ^^

M1 Garand

So viel ich weiß, ist sie das erste massenproduzierte halbautomatische Sturmgewehr. Die Garand wurde entwickelt, um die Reichweite, Zielgenauigkeit und Feuerkraft eines Präzisionsgewehrs mit der Möglichkeit zu verbinden, eine schnelle Schussfolge abzugeben, und so Infanteriesoldaten um einiges schlagkräftiger zu machen. Vollautomatische Maschinengewehre und -pistolen waren bis dahin entweder zu schwer und zu ungenau, bzw. fehlte es ihnen auf mittlere und weite Distanzen an Durchschlagskraft. Die Hübsche wurde im 2. Weltkrieg millionenfach produziert und gehörte zur Standardausrüstung eines jeden amerikanischen Soldaten. Sogar in Vietnam und Korea fand sie noch Verwendung im US-Militär, obwohl sie eigentlich schon längst durch die M14 und später die AR15/M16 abgelöst war. Und selbst heute noch können sich die Schussleistungen der Waffe sehen lassen.
Die Munition wird nicht aus einem Magazin zugeführt, sondern mittels eines Klipps geladen, welcher nach dem letzten Schuss mit einem *PING*-Geräusch ausgeworfen wird. Die Zielgenauigkeit und Durchschlagskraft machten sie zu einer meiner absoluten Lieblingswaffen in "Battlefield: Bad Company 2", aber dieses verdammte *PING* konnte einem den Hals kosten. Es war ein nettes kleines Detail, aber dadurch wusste der Gegner eben, dass man nachladen muss, und hatte somit Zeit für einen Gegenangriff. Trotzdem kann ich ihr nicht böse sein. ^^

Thema: Präzisionsgewehre.
Nach so viel Amerika, und kurz Italien, wird's nun endlich Zeit für Russland: Dragunov SVD.

Die halbautomatische Scharfschützenvariante der AK 47. Sie nutzt zwar die selbe unverwüstliche Technik wie ihre kleine Schwester, nur sind wegen der unterschiedlichen Abmessungen, welche vorwiegend von einer längeren Patrone herführen, die mechanischen Teile nicht untereinander austauschbar.
Präzision, zuverlässige Mechanik, einfache Bedienbarkeit und Instandhaltung, Stahl und Holz, alt und schwer - was will man mehr? ^^

VSS Snaiperskaya (Vintorez)

DAS ist wohl das fieseste kleine Teil, das die russische AK-Technik hervorgebracht hat. :D
Die VSS ist ein sehr kurzes, leichtes Scharfschützengewehr mit integriertem Schalldämpfer, das 9mm Unterschallmunition verschießt, um den Lärmpegel noch niedriger zu halten. Sie kann ganz einfach auseinandergenommen werden und findet durch ihre geringe Größe so sogar in Aktenkoffern Platz. Zusätzlich lässt sie sich von halb- auf vollautomatisch umschalten, wodurch man sie zur Not auch als Maschinenpistole verwenden kann. Durch die "langsame" 9mm-Munition und die kurzer Lauflänge sind jedoch die Reichweite und Durchschlagskraft, im Vergleich zu anderen Präzisionsgewehren, stark eingeschränkt.
Trotz der für diese Art Gewehre verhältnismäßig geringen Feuerkraft, hatte ich in "Battlefield" sehr oft sehr viel Spaß mit der VSS. Man brauchte als Sniper bei Positionswechseln den Nahkampf gegen Sturmgewehre nicht zu scheuen, und außerdem war man auch noch verdammt leise unterwegs und hat dadurch seine Stellung nicht so schnell verraten. Ich bekam deswegen sogar Hassnachrichten via Xbox Live geschickt, weil ich das Teil überhaupt benutzte, und dann auch noch so erfolgreich. (Unfähige Spieler suchen eben nach allen möglichen Ausreden und Entschuldigungen für ihr Versagen. ^^)

Barrett M95
Wenn ich schon ein Bolt Action-Gewehr in der B-Liste haben will, warum dann nicht gleich ein Monster? ^^

Kaliber 50 (13mm Durchmesser), Bitches! :D
Die Patronen haben insgesamt in etwa die länge eines europäischen Durchschnittspenisses. :D (Die .50 BMG ist links, das Dunkle in der Mitte ist die 7,62mm einer AK 47, und ganz rechts die putzige .22.) Am Ziel kommt natürlich nur die kupferummantelte Spitze des Teils an, aber das reicht. ^^
Die M95 ist die Repetiervariante der halbautomatischen M82. Das kompakte "Bullpup"-Design sorgt für eine insgesamt kürzere Waffe bei gleichbleibender Lauflänge, wodurch eine hohe Zielgenaugigkeit auf größere Distanzen ebenfalls gewährleistet bleibt.
Dieses Dinger sind offiziell "krank". Laut Aussagen des Herstellers Barrett wurden sie entwickelt, "um gepanzerte Fahrzeuge lahmzulegen", und sind eigentlich "nicht zur Verwendung als Antipersonenwaffen gedacht". Sollte man allerdings vorhaben, jemanden auf 1,5km Entfernung zu enthaupten: DAS sind die richtige Werkzeuge dafür.

Und wenn wir schon bei exzessiv sind: M134 "Minigun".
Ich kenne niemanden, der Schusswaffen mag, aber nichts mit einer "Gatling", "Minigun" oder Vulcan Cannon anfangen kann.

Das Original von Richard Gatling (daher der Spitzname für alle ähnlichen Kanonen) aus den 1860ern wurde ursprünglich mit einer Handkurbel angetrieben und gilt als Vorvater der Maschinengewehre. Moderne Varianten werden selbstverständlich mit einer Batterie oder einem Generator betrieben. "Miniguns" gibt's in allen möglichen Kalibern - diese reichen von Airsoftkügelchen bis hin zur Vulcan Cannon, die 30mm-Projektile verballert. Sie erreichen eine Schussfrequenz von über 4.000 Schuss/Minute (das sind mehr als 30 PRO SEKUNDE!). Wenn man also mal keine Kettensäge bei der Hand hat, eine "Gatling" tut's auch. ^^
Es gibt praktisch nichts, was sich damit nicht binnen kürzester Zeit zerficken lässt. Wer etwas Zeit an der Flugabwehr in "Battlefield" verbracht, "GTA V" oder irgendwas anderes gespielt hat, wo die Waffe vorkommt, weiß, dass man mit sowas richtig aufräumen kann. Und ich bin mir sicher, die meisten kennen die Szene aus "Terminator 2". Im echten leben sind "Miniguns" aber meistens stationär, bzw. an Fahr- oder Flugzeugen montiert, da der Rückstoß zu heftig ist, um sie unfixiert in der Hand zu halten. Die Kleine aus "Predator" ginge vielleicht grade noch so, aber die M134 aus "Terminator 2" hat einen Rückstoß von ca.120kg, wenn sie mit echter Munition und nicht mit Platzpatronen betrieben wird. Gemeinsam mit dem Eigengewicht der Waffe selbst, + der Munition und Batterie am Rücken, hätte selbst Arnie sicherlich seine Probleme damit gehabt, nicht umgeworfen zu werden. Die Vulcan, wie sie beispielsweise in den A10 Warthog-Jets der US-Armee verbaut sind, drücken beim Feuern sogar mit ca. 4 Tonnen in die Gegenrichtung, weswegen auch immer nur kurze Feuerstöße abgegeben werden, um das Flugzeug stabil und die Präzision aufrecht zu halten.

So ... ich glaub', das war vorerst wiedermal alles. ^^
Eine C-Liste ist wohl nichtmehr notwendig, denn das wären dann die "ja, ganz nett, wenn nichts anderes da ist"-Teile, so wie z.B. Glocks, Remington 700 & 870, Steyr AUG usw.. Damit will ich nicht sagen, dass es schlechte Waffen sind, nur, dass sie nicht unbedingt meinem persönlichen Geschmack entsprechen.

PS:
Für Leute, die neu beim Thema Schießsport sind, bin ich heute wiedermal auf ein Video von "Wild Bill" Hickok45 gestoßen, in dem er auf einige grundlegende Basics eingeht.


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