S Pink Premium Pointer Bio-Tagebuch (nur 3% Fantasie): 2014
People used to remind me that "not everything's either black or white", but that doesn't mean they don't exist.
Because, where is all that grey coming from?

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Journeyal #10

Nochmal mit Gefühl ...


Gestern wurde bei der Visite immerhin insofern eingelenkt, dass uns keine Filme (mit und über Drogen) und/oder Gesprächsthemen (über Drogen) mehr direkt untersagt werden. Man meinte viel eher, dass man sich doch eher auf, ich nenn's jetzt einfach mal, "therapeutisch wertvolle" Weise darüber unterhalten sollte. Soll heißen: wir mögen doch bitte das Hauptaugenmerk darauf legen, darüber zu sprechen, wie und warum wir von diversem Zeug weggekommen sind. Ergo hat sich das Thema damit erledigt - Damien und Goalem sind nur für die Dauer der Therapie clean, und ich kann nichts thereapeutisches dazu beitragen, weil ich's wahrscheinlich nur nicht nehme, da mir das Zeug eben nichts gibt und mir die Wirkung nicht gefällt.
Tja, so lässt sich ein Fall auch abschließen. XD

Abends war gestern CHILI-TIME!!! :D
Damien hat gekocht, nachdem wir Nachmittag die Zutaten eingekauft hatten. Er ist gelernter Koch und hat früher an einer großen Autbahnraststätte gearbeitet. Portionen für 3-5 Leute zu machen fällt für ihn also unter die Kategorie "Kostpröbchen-Verteilung".
Glücklicherweise hat's mit dem Schärfegrad gerade so hingehauen, dass einem zwar schön warm wird, aber es nicht zu sehr brennt, sodass es dem Geschmack nicht im Weg steht. War mal wieder'ne nette Abwechslung.  :)

Montag, 29. Dezember 2014

Journeyal #9

Endlich Schnee

... so, und damit wäre das Winterthema erledigt. Weiss, kalt, schön, whatever - mehr gibt's dazu momentan nicht zu sagen.

Warum auch immer hab' ich mir am Samstag spontan eingeredet, unbedingt ein Smartphone zu "brauchen". (Wirklich brauchen tu' ich's nicht, aber ich will eben jetzt plötzlich eins haben. Keine Ahnung wieso. Is' so und bleibt sicher auch so. ^^) Vorrangig geht's mir dabei darum, auch endlich unterwegs twittern und Fotos machen zu können.
Beim Herumstöbern durch Testberichte vertragsgebundener und Wertkarten-/Prepaid-Handies aller  Preiskategorien ist mir aufgefallen, dass es inzwischen zwar hunderte Produkte am Markt gibt, aber nur ein geringer Prozentsatz davon wirklich gut ist. Ok, das ist bei Vielem so, aber so schlimm hätte ich es dann doch nicht eingeschätzt. :/
Egal, im Endeffekt entschied' ich mich für's Samsung Galaxy S3 Mini. Gutes Teil, jedoch schon relativ billig zu haben. Preis-Leistung passt perfekt für mich, und außerdem ist es ab Werk für alle Netze freigeschaltet.
Anfang 2014 kam sogar eine leicht modernisierte Variante heraus, das GT-I8200 VE ("Value Pack"). Gegenüber des Ende 2012 veröffentlichten I8190 hat das 82er einen etwas schnelleren Prozessor (1.2 GHz statt vorher 1GHz) und eine minimal aktuellere Android-Version (4.2 statt 4.1). Die Geräte lösen nun nach und nach die älteren Modelle im Handel ab, kosten jedoch das Selbe. Wird sicherlich nicht der dermaßen Hammerunterschied sein, und mir als totalen N00b würde er sowieso nicht auffallen, aber trotzdem: Warum "den alten Kram" für's selbe Geld kaufen? Nostalgischen, oder gar einen Sammlerwert hat das Teil ja wohl kaum. ^^

AUSSERDEM sitze ich schon auf Nadeln, weil ich nochwas ganz dolles gefunden hab'. ^^
Und zwar, ENDLICH (!!!), das Zippo-Feuerzeug in Candy Raspberry (pink), dem ich schon fast 3 Jahre "nachlaufe". Plötzlich waren über einen Anbieter auf Amazon 2 davon erhältlich. Meine Reaktion: "WUHAIMbirpgliuoblisa O.O AB IN DEN WARENKORB!!! SOFORT!!! AM BESTEN GESTERN SCHON!!!" Spätestens nächsten Montag sollte es eintreffen. :3
Später fiel mir ein, dass mein Fehler bei der Suche die ganze Zeit über womöglich darin bestand, dass ich nach "Candy Raspberry Pink" suchte und eben nicht nur nach "Candy Raspberry". "Pink" kommt offiziell nicht im Namen vor und muss auch nicht unbedingt als Schlagwort in den Tags verwendet werden, wodurch man das Produkt dann dementsprechend schwerer findet, wenn man das überschüssige Wort trotzdem eingibt ... 3 Jahre lang. :) m(
Einziger Haken an der Sache: es könnte sich noch herausstellen, dass es sich um ein Elektro- oder Gas-Zippo handelt. Da aber unter der Produktnummer Zi24003 keinerlei Angaben in die Richtung zu finden ist, bin ich noch guter Hoffnung. :D

Habe ich Damiens Katzenproblem schon erwähnt? Nein?
Er mag sie nicht. Aber so wirklich nicht. Er hat keine Angst vor ihnen. Manchmal füttert er sie sogar, solange sie ruhig sind. Doch ist's ihm trotzdem nicht so ganz geheuer, wenn auch nur eins dieser "Viecher" in der Nähe ist. Ganz besonders nicht, wenn sie sich schnell bewegen oder von irgendwo runterspringen. Da bekommt er alle Zustände. XD
Zu der Station hier gehören 3 Katzen ...

Samstag, 27. Dezember 2014

Journeyal #8

(V)olle Langeweile voraus!

Freitag war superzäh.
Irgendwie findet sich hier nicht wirklich was zu tun, sämtliche interessanten Serien machen gerade Winterpause, und brauchbare neue Filme gibt's für mich schon seit einer gefühlten Ewigkeit keine mehr. :/
"Aufreger" des Tages waren die Essensportionen. Es gab mittags ein wenig Fisch (mit Betonung auf "wenig"; die winzigsten und flachsten Forellen, die man sich vorstellen kann) mit Petersilkartoffeln (im wahrsten Sinne des Wortes; geröstete Zwiebeln oder wenigstens Pfeffer und Salz suchte man an denen vergebens. Das waren wirklich nur Kartoffeln mit Petersilie.) und abends einen kleinen Mayonaisesalat/-aufstrich und Semmeln bzw. Brot.
Als hätten wir's gewusst, hatten wir uns mit Rockabilly schon am Vortag ausgemacht, dass er am Abend nach seinem Ausgang was vom Chinamann mitnimmt. Danach waren wir dann satt und glücklich. ^^

Heute hatte ich ein Zwischengespräch mit einem der Pfleger. Am Vormittag versuchte die alte Frau, mich über das Haustelefon der Klinik zu erreichen. (Irgendwer hat wohl wieder geplappert und dieser unnachgiebigen Nervmaschine verraten, wo ich bin.) Glücklicherweise darf das Personal ohne meine Einwilligung keinerlei Auskünfte über meinen Zustand oder whatever geben. Sicherheitshalber hab' ich aber trotzdem gleich veranlasst, dass es im Computersystem vermerkt wird, dass ich keine Anrufe und auch keinen Besuch von der Person will. -.-
Höhepunkt des Tages war das wöchentliche Wäschewaschen. Ja, so aufregend ist es hier. :/

Außerdem bin ich über die letzten Tage schon wieder so übermäßig spitz. Hoffentlich fängt sich das bald wieder, weil wirklich ausleben lässt es sich hier nicht. D: Mit Privatsphäre ist es nämlich eher lau, und ständig 5 Min. im Badezimmer zu verschwinden fühlt sich so zweckmäßig und etwas stressig an - ist daher nicht sonderlich zu genießen. :/

Freitag, 26. Dezember 2014

Journeyal v7.5

Tiefschlag! HEXER!!!

Viele der Anderen sind heute Nachmittag bereits wieder von ihrem kurzen Weihnachtsausgang zurückgekommen. Das Haus wird nun wieder merklich unruhiger.
Aber vorhin hat Rockabilly in Erfahrung gebracht, dass die Pizzeria endlich wieder geöffnet hat (seit ein paar Tagen versuchen wir schon auf diversen Wegen an chinesisches Essen und/oder Pizza zu kommen). Natürlich wurde prompt bestellt, damit wir uns wenigstens mit einem vollen Bauch selbst ruhigstellen können. Noch dazu hatte Damien Putzi gebeten, dass er von zu Hause türkischen Kaffee mitnimmt, und das hat er auch gemacht. Also ließen wir's uns im Raucherraum mit einer Tasse von dem Stoff gutgehen - es war meine erste. Und, was soll ich sagen? Das ist der erste schwarze Kaffee, der sogar mir ohne Zucker usw. schmeckt. Geiles Zeug. ^^
Danach hat uns Robby (klingt netter als "Putzi" oder "Putzroboter" ^^) noch aus dem Kaffeesatz gelesen.
Demnach ist Damien stark und hat ein gutes Herz, aus seiner eigenen Tasse wollte Robby uns nichts verraten, und in meiner war ein Elefant zu sehen, der angeblich Glück bedeutet. Danach durfte man sich irgendwie noch still was wünschen und Robby kuckte nach, ob der Wunsch in Erfüllung geht. Bei seinem und dem von Damien hieß es etwas zögerlich, dass das wohl nichts werden wird. Aber ausgerechnet meiner wurde vom türkischen Kaffeesatz binnen eines Wimpernschlags abgesegnet.
...
Mir zog sich der Magen zusammen, wieder dieses stechende Brennen in der Brust, der Knoten im Hals, und es drückte mir die Tränen in die Augen, sodass ich sie nur mit Mühe zurückhalten konnte. Ich war ehrlich kurz vor "scheiß drauf" und wollte  es fast schon rauslassen, einfach nur, um es los zu sein. Die Hände wurden zittrig und fummelten unbeholfen aus Tabak und Papier eine Zigarette zusammen.
Ich glaube normalerweise nicht an sowas, dieses seherische Getue, weshalb mich meine Reaktion darauf selbst verwundert. Nur ist das eben die erste und bisher einzige Bestätigung, die ich in diese bestimmte Richtung, in die mein Wunsch ging, erhielt. So random das auch war, es schickt trotzdem einen kleinen Ruck durch eine kaputt geglaubte Zuversichtsmaschine und lässt einen kurz hoffen, dass sie vielleicht irgendwann möglicherweise doch nochmal anspringen könnte.
Ich merkte, dass ich immernoch warte und noch immer nicht davon loslassen, es noch immer nicht hinter mir lassen kann.
Ist das nun gut oder schlecht?
Wo das wohl hinführt?

PS:
Es ist nun kurz vor 0 Uhr. Robby und Mouthbreather schlafen bereits, und ich frage mich, wie es funktioniert, dass sich zwei gleichzeitig schnarchende nicht gegenseitig aufwecken. óO

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Journeyal #7

CHiS, diesmal ohne nennenswerte Mess, aber ...

Von früher hat Weihnachten für mich praktisch nichtsmehr. Es hat jegliche Festlichkeit oder sonstige besondere Stimmung verloren. Vielleicht ein paar winzige, kaum wahrnehmbare Ansätze sind noch da, wenn ich einen beleuchteten Weihnachtsbaum mit kleinen Päckchen drunter sehe. Doch sobald mir klar wird, dass dieser kleine Funken, den ich fühle, nur ein Nachglimmen bitter gewordener Erinnerung aus unbeschwerteren Kindheitstagen ist, bin ich damit beschäftigt, die Vergangenheit aus meinen Gedanken und Gefühlen zu verdrängen, um nicht der Trauer zu verfallen.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Journeyal #6

Weihnachtsstress bei 15°C

Bäh, mich beißt's grade so gar nicht, irgendwas zu schreiben. Montag und Dienstag waren so vollgestopft mit diversem Zeug, dass ich jetzt einfach nur froh bin, nun 4-5 Tage Ruhe zu haben.

Montag vormittags hatte ich die erste Gruppentherapiesitzung. Das war ... sehr ruhig. Offensichtlich müssen die Therapeuten der Gruppe etwas mehr Starthilfe geben, da sonst das große Schweigen vorherrscht. Viele hätten was zu erzählen, besprechen das aber lieber 1:1 mit den Psychologen, andere trauen sich nicht, und wieder andere, wie ich, haben ohne eine gewisse Themenvorgabe nicht wirklich was zu reden, bzw. tun sich schwer damit, von sich aus mit irgendwas anzufangen.

Am Nachmittag ging's zu Mag. Mask zu einer Ersterhebung, sprich: 3 Fragebögen ausfüllen, deren Antworten einen ungefähren Grundriss meines psychischen Allgemeinzustands zeichnen sollen, damit sie noch etwas genauer erfahren, womit sie's zu tun haben und auf welchem geistigen Fundament das alles steht.
Seltsamer Kerl. "The Mask" deshalb, weil seine Mimik zu 99% immer die selbe ist. Ehrlich, er verändert sie praktisch nie; ein Gesicht wie eine leere Leinwand, vollkommen neutral, mit leicht nach oben gezogenen Mundwinkeln, so als würde er ein Lächeln andeuten. Das Lächeln vermittelt allerdings keine Wärme, da seine Augen nicht "mitlächeln" - die bleiben ausdruckslos. Es wirkt so aufgesetzt und der Rest eben so nichtssagend starr, dass ich der Mimik absolut nicht entnehmen kann, welche Art von Emotion mir gerade entgegengebracht wird. Auch seine Stimme, wenn er eine Frage stellt, gibt mir keine verwertbaren Hinweise. Ich hab' manchmal keine Ahnung, warum er etwas fragt. Es lässt sich nicht herauslesen, ob es jetzt bloße Neugier oder doch Skepsis ist, ob etwas nicht gepasst hat oder ob seine Stimmung nun ein wenig gehoben ist. Seltsamerweise trifft einiges davon nicht zu, wenn er beispielsweise etwas erläutert. Dann wissen seine Worte, die Stimmlage und zumindest die begleitende Gestik durchaus auszudrücken, was er meint und wie er es meint. Aber sonst ... .
Und immer diese relativ langen Pausen, nachdem man etwas gesagt hat. Ok, schön, dass er sich Mühe gibt, einen ausreden zu lassen und einem nicht ins Wort zu fallen, falls man doch noch etwas nachschieben möchte, das einem gerade noch eingefallen ist oder das man noch ergänzen möchte. Doch 2-3 Sekunden Stille im Anschluss an ALLES, was man sagt, finde ich etwas übertrieben. Denn in Verbindung mit dem leeren Gesicht verunsichert das anfangs ziemlich. Man weiß nicht, woran man ist, und bekommt optisch keinerlei Feedback, keine Reaktion whatsoever. Ich glaube aber, dass man sich daran ziemlich schnell gewöhnt, sobald man etwas mit ihm geredet und gelernt hat, mit seiner sehr ruhigen, fast noch etwas unsicher wirkenden Art (immerhin schätze ich ihn ca. 2-3 Jahre jünger ein als ich) umzugehen. Denn am Ende des ca. einstündigen Termins fiel's anscheinend uns beiden schon leichter, das Gegenüber zu deuten und mit ihm zu kommunizieren.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Journeyal #5

Weekend-Blues

Wieso heißt der Fernsehsender überhaupt "VIVA", wenn man sich nach ein paar Stunden die Kugel geben möchte?
Der Kack läuft im Raucherraum in Dauerschleife, obwohl offiziell natürlich keiner was mit der Musik anfangen kann. (Mit Umschalten macht man sich allerdings auch keine Freunde, weil alles andere ist ja "langweilig".) -.-°
Ich glaube, ich weiß jetzt, wo am Donnerstag meine Kopfschmerzen herkamen. Mein Unterbewusstsein war davon wohl um einiges schneller und sehr viel leichter angepisst, als ich es bewusst wahrgenommen habe. Und es spielt nicht nur die ewig gleiche Hand voll Songs, sondern auch die Werbeblöcke sind immer exakt gleich. Man merkt regelrecht, dass die ohnehin nichtmehr davon ausgehen, dass da noch jemand bewusst zusieht. Oder gibt's dort tatsächlich noch sowas wie Programmdirektoren, die den Schwachsinn absichtlich verzapfen und das gut finden? Der Teil von mir, der der Menschheit wohlwollend gegenüber steht, will es mich nicht glauben lassen.
Sendeverantwortliche für "Musiksender" sind inzwischen sicher ähnlich den alten europäischen Adelshäusern: Titel für die man bezahlt bekommt und durch die man ein gewisses Ansehen unter der geringgeistigen Masse des Fußvolks besitzt, ohne etwas dafür tun zu müssen, aber nichts weiter.

Samstag, 20. Dezember 2014

Journeyal #4

Was sonst noch so auffiel ...


Diese Nacht war das stürmische Regenwetter das einzig Gute.
Leider hab' ich davon nicht wirklich was mitbekommen. Ich lieg nämlich im Zimmer mit Schnarchi Schlumpf (nicht der von letztens, sondern ein anderer), einem Mouthbreather und einem Türken, der so dermaßen awkwardly silent ist, dass es für beide reichen würde. Man liegt also bis 0:30, 1:00 Uhr wach und wägt Für und Wider ab, sich endlich eine Schlaftablette zu holen. Klar, man will schlafen, aber man würde das gerne auf natürlichem Wege können. Müde wär' man genug, doch durch die Unregelmäßigkeiten in Lautstärke und Arbeitsrythmus des Sägewerks mit Schnappatmung funktioniert das trotzdem nicht. Man fragt sich, warum man selbst derjenige sein soll, der sich mit synthetischem Zeug vollstopfen muss, während das Monster-Güiro auf Steroiden den wohligen Schlaf der Sadisten bekommt (ich sage das bewusst, weil er das gut findet und lacht, wenn man ihn drauf anspricht -.-). Mouthbreather hat's manchmal auch drauf, aber der macht einen normalerweise nur tagsüber "nervös", wenn er in Gestalt einer keuchenden Arschritze herumläuft (Gürtel sind offensichtlich überbewertet - ihr kennt das). So nebenbei verucht man sich vorzustellen, was sich wohl der türkische "Putzroboter" dazu denkt, während er sich ebenfalls manchmal unruhig von einer Seite auf die andere wälzt, weil er auch nicht schlafen kann. ... Putzroboter deswegen, weil er eigentlich immer nur ziellos durch's Gebäude läuft. Kommt er an einer Wand an, kuckt er kurz beim Fenster raus, dreht sich um und geht wieder. Dabei hat er so einen langsamen, schlurfenden Gang drauf, dass er mit den entsprechenden Aufsätzen für die Hausschuhe den Boden wischen könnte. Er is' absolut harmlos, guckt nur und sagt nix, sofern man ihn nicht zuerst anspricht. Nur bin ich eben immer skeptisch, wenn Menschen so ruhig sind, deren Gehirne weitestgehend einwandfrei funktionieren.

Freitag, 19. Dezember 2014

Journeyal #3

Nächsten Mittwoch ist Weihnachten, Do & Fr sind Feiertage, und an WEs ist sowieso frei. Also zumindest die nächste Woche ist aus therapeutischer Sicht hinfällig. Die darauf ist auch nicht viel besser. Bäh. :/
Aber immerhin wird dieses Weihnachten gefühlstechnisch zu 100% besser als die in 2011, '12 & '13 zusammen. Es wird zumindest nicht ganz sooo traurig und/oder sonst in einer Weise sonderlich niederschmetternd ... nicht ganz ... hoffe ich.
Fakt ist, ich weiß eben nicht, wozu ich hier bin, was und ob es überhaupt was bringt. Ich bin einfach nur hier - ohne wirkliches Ziel und dementsprechend auch ohne Orientierung. "Was mach' ich hier und warum mach' ich es?", zieht im Hinterkopf beständig seine Kreise.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Journeyal #2

(Keine Angst, tägliche Updates werden mir auf Dauer sicher zu anstrengend. Außerdem sind die dann voll mit jeder Menge unnützer Informationen, die praktisch nichts mit der Therapie zu tun haben. Egal, vorerst müsst ihr durch. :p)

Zum Kotzen ...

... wortwörtlich.
Mit leichten Kopfschmerzen aufgewacht. Als Wahl-Frühstück gab's einen Kornspitz und eine Semmel + Truthahnpastetenaufstrich (könnte ein Fehler gewesen sein - mehr dazu später). Zu trinken dazu machte ich mir erst eine Tasse Pfefferminztee, und danach fand ich die Schoko-Teebeutel, also musste natürlich ein Schoko-Tee her (könnte ein Fehler gewesen sein - mehr dazu später). Eigentlich gehören morgens eine, manchmal gerne 2, selten auch 3 Tassen Kaffee seit Jahren zum Pflichtprogramm. Heute hab' ich mal drauf verzichtet (was ein Fehler gewesen sein könnte - mehr dazu später).
Um 7:30 ging's wieder zur "Arbeitsguppe" = Beschäftigungstherapie. Heute war das Wetter zu schlecht,  um draußen was zu machen, also blieben wir drinnen in der Halle, dort gibt's ja auch ... "Arbeit". So aufregende Sachen wie Kabel abisolieren.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Journeyal #1

And now what?

Glücklicherweise war's in der Früh düster und regnerisch. Sonne hätte ich wirklich nicht vertragen, an einem Tag wie heute.

Habe mich gestern so gegen 21:30 Uhr hingelegt, nach dem ich eine 1/2 Stunde vorher eine dieser Zoldem 10mg-Tabletten zu Testzwecken genommen hab'. Ergebnis: ja, die gehen gut. ^^ Ich glaube, ich habe keine 20 Min. zum Einschlafen gebraucht. :D
Ab 4:00 bin ich aber schon wieder wachgelegen, und um 5:00 stand ich dann engültig auf, anstatt mich weiter rumzuquälen. Nachwirkungen der Tabletten sind mir glücklicherweise keine aufgefallen. Ich könnte auch nicht sagen, dass ich sonderlich nervös war, aber es landeten bis zur Abfahrt um 8:30 dann trotzdem 3 Kaffee und eine halbe Schachtel Zigaretten in meinem System. Ich hasse warten.
Der Zivi brachte dann Zimmerkumpel Smoothy, der nun die nächsten Wochen auf Entzug muss, und mich an die Wall. Dort angekommen ging nach einer kurzen Wartezeit dann auch schon das Aufnahmeprozedere los. Neben Standardzeug wie Namen, Geburtsdatum, Wohnort und Bla, wurde mir auch der Speiseplan vorgelegt, um meine Mahlzeiten für die nächste Zeit auszusuchen. Über das Essen hier kann man sich wirklich nicht beschweren, das hab' ich schon bei meinem Kurzaufenthalt vor 1 1/2 Monaten auf der Akut-Station der selben Klinik mitbekommen. :)

Montag, 15. Dezember 2014

Therapie-Journeyal #0

*BÄM* ab Mittwoch ist es dann plötzlich schon so weit:
Ich werde mir aus erster Hand ankucken, wie eine Therapie gegen Depressionen hier in meinem Bezirk aussieht und wie sowas (bei mir) wirkt (oder auch nicht).

Das ging ja fix.
Erst hieß es Anfang/Mitte März, dann war der 20. Januar im Gespräch, und heute kommt plötzlich der Anruf, dass es diese Woche schon losgeht. Da scheinen ja einige keinen Bock zu haben, ihre Feiertagsdepressionen in der Anstalt auszuleben, und haben dementsprechend ihre Termine abgesagt. Seltsam, dass sie da erst eine Woche vorher draufkommen, aber sei's drum.
Bin gespannt, was da auf mich zukommt. Soweit ich weiß sind die Tage dort relativ vollgepackt mit jeder Menge therapeutischen Maßnahmen. Wird sicher die erste Zeit verdammt anstrengend, wiedermal so viel zu tun zu haben und dazu "angetrieben" zu werden. Aber das wird sich alles noch rausstellen. Wirklich angenehm ist es jetzt auch nicht, während ich noch immer weitestgehend nichtstuend rumsitze und meine Zeit im Netz rumbiege.
Ich komm' aus dem Stimmungstief nicht raus. In den letzten 2-3 Wochen wurde es wieder "etwas" schlimmer. Irgendwas hat mich dann heute gepackt, wodurch ich zum Psychologen aufgebrochen bin und mir die Dosis für die Antidepressiva (Wellbutrin; 150mg) auf nun 300mg erhöhen habe lassen. Gleichzeitig habe ich mir auch ein anderes Mittel als Einschlafhilfe geholt. Diese verdammten Trittico (150mg, also eine ganze, weil sonst wirkt's bei mir nicht) schlagen bei mir am nächsten Tag mit sämtlichen Nebenwirkungen ein. Von deutlicher Benommenheit, über Ziehen in den Gelenken, bis hin zu Hand-Augen-Koordinationsstörungen, Muskelschwäche und gelegentlichem Schwindelgefühl war alles dabei. Darum hab' ich die im Laufe des letzten Monats auch wirklich nur genommen, wenn's Einschlafen wirklich nicht anders ging. Ein paar Leute hier, die die Dinger auch kennen, meinten, dass man sich dran gewöhnt und die Nebenwirkung mit der Zeit meistens verschwinden, wenn man sie regelmäßig nimmt. Aber HALLO?! An so'nen Scheiß will ich mich erst gar nicht gewöhnen!
Außerdem sind hier im Wohnheim sowieso ein paar (angeblich inzwischen Ex-)Junkies unterwegs, von denen man dahingehend ganz bestimmt keine Ratschläge annehmen sollte. Wenn die wüssten, was sie tun, wären sie schließlich nicht hier, um auf ihren x-vielten Entzugsversuch zu warten. Was sie wie lange spüren oder nicht variiert bei denen ja auch ziemlich stark. Außerdem kennt einer davon nichtmal gutes von schlechtem Gras auseinander ... der merkt selbst nichtmal, wenn's noch feucht is', raucht das Zeug aber schon jahrelang und schwärmt immer von der Qualität. Verdammt sogar ICH weiß, dass er sich nur Schrott anschafft. -.-°

Aber egal. Jedenfalls habe ich vor, hier nun wieder etwas mehr und regelmäßiger über den Alltag, meine möglichen Fort- und eventuellen Rückschritte während meiner Reise durch die Therapie zu schreiben. Ein Journal meiner Journey, also ein Journeyal ... Journaley? óO ... ne, ich bleib' beim Ersten. ^^

Da die Ortschaft und die Anstalt/das Landesklinikum Mauer heißt, und ich deshalb sozusagen "zur Wall" muss, ist mir in dem Zusammenhang eine Abwandlung des Schwurs der Night's Watch aus "A Song of Ice and Fire", repsektive "Game of Thrones" eingefallen. :D



Mal sehen, in wie weit sich das auch umsetzen lässt.

Sonntag, 14. Dezember 2014

VdsplHghlghts IV

[So lang hat's nun doch nicht gedauert. ^^]
Sucht man nur gut/lange genug, findet sich immer Staub in den Händlerregalen. Und wenn man den Staub wegwischt, sind nicht selten einige Spiele darunter versteckt, die niemand, oder eben vergleichsweise selten jemand haben wollte. Eine Hand voll davon ist sogar richtig gut, und man fragt sich, warum die da unten rumvergammeln.
Zum Beispiel ...

Extreme G & XG2 (N64)

"F-Zero" hat zwar futuristische Arcade Racer nicht erfunden, doch war es wohl das erste wirklich kommerziel Erfolgreiche Spiel seiner Art. Mit "Mario Kart" brachte Nintendo später auch noch Fun Racer, und damit Angriff- und Verteidigungswaffen ins Gespräch. Ein paar Jahre später kombinierte Sony die Beiden in "wipEout" und hatte großen Erfolg damit. Außerdem polierte es das ohnehin schon coole Image der Konsole noch zusätzlich auf. Logisch also, dass es nicht lange dauerte, bis eine Nintendokonsole ebenfalls ein Gegenstück dazu spendiert bekam.
Das Ergebnis waren 2 meiner absoluten Lieblingsspiele auf dem N64.
Ich verbrachte unzählige Stunden damit, die Feinheiten und Abkürzungen der Strecken kennenzulernen, alle Bikes freizuspielen  und Bestzeiten zu schlagen.
Teil 1 wurde dabei zwar noch vom typischen, technikbedingten N64-Nebel geplagt, der sowas wie eine Weitsicht bereits im Keim erstickte, hatte dafür aber den besseren Soundtrack (sofern man auf Techno steht). Die Jungle-, bzw. überhaupt sehr D'n'B-lastige Tracklist von "XG2" sagte mir nicht so zu, jedoch wurde an der Grafik- und Effektschraube gedreht, es gab mehr, noch aberwitzigerere Strecken und ein ausgefeilteres Waffensystem. (Besonders angetan hatte es mir in "XG2" die Frauenstimme des "Bordcomputers", die die Ansagen für Starts, Platzierungen und die Waffen übernahm. Ich steh' eben  auf sowas. :3) Oh, wie habe ich die beiden Spiele geliebt! Noch heute wünsche ich mir jedes Mal ein N64-Pad in die Hand, sobald ich Gamplay-Videos sehe und/oder den Soundtrack höre - ob's Teil 1 oder 2 zum Zocken gibt, wäre mir dabei ziemlich egal. :D

Samstag, 13. Dezember 2014

Black Mirror

Das strahlende Licht der Gegenwart wirft teilweise sehr dunkle Reflektionen aus einer möglichen Zukunft zurück.


"Black Mirror" ist eine britische Science Fiction-Miniserie und umfasst bisher 2 Staffeln zu je 3 Folgen. (Staffel 3 ist für 2015 angekündigt.)
Die Episoden hängen allerdings nicht zusammen, sondern sind jeweils in sich abgeschlossen. In jeder Folge wird eine andere Möglichkeit behandelt, wie sich die Technik von heute in nicht allzu ferner Zukunft weiterentwickeln könnte und wozu sie sich nutzen ... naja, wohl eher missbrauchen ließe. Denn "Black Mirror" zeichnet ein düsteres Bild einer hochtechnisierten, voll vernetzten, und von der Technik abhängigen Gesellschaft, in der die Menschen noch viel zu lernen haben - nicht zuletzt über sich selbst.
Es werden einige überspitzt dargestellte Probleme im Umgang mit der Technologie aufgezeigt, die auf manche eventuell paranoid wirken, doch näher an einer möglichen Realität liegen, als man sich vielleicht eingestehen will. Die Serie kommentiert nicht, und es geht ihr auch gar nicht darum, irgendwelche Lösungsansätze zu finden, sondern sie wirft durch ihre Fallbeispiele lediglich Fragen in den Raum, die zum Denken anregen. Sie rufen zur Skepsis auf und mahnen zur Vorsicht vor einer übertriebenen Technophilie.

Bisher habe ich nur die 1. Staffel gesehen, da "Black Mirror" durch die relativ ernsthafte Thematik, die fesselnde und teilweise doch recht drastische Inszenierung, und die dementsprechend gedrückte Stimmung definitiv keine Form der Unterhaltung ist, mit der man sich einfach so zwischendurch mal schnell beschäftigen kann/will. Aber der Rest folgt bestimmt bald, denn mir gefällt die Art der Umsetzung einfach zu gut. Auch die Besetzung mit größtenteils eher unbekannten Schauspielern kann sich durchaus sehen lassen. (Rory Kinnear, der mir durch seine Rolle als Frankensteins Monster in "Penny Dreadful" aufgefallen ist, spielt in Episode 1, "The National Anthem", die Hauptrolle als Premierminister Michael Callow- das ist der Einzige, den ich kenne, und das auch erst seit Kurzem.) Es hat also seine Gründe, warum ich schon ab der ersten Episode, die ich gesehen habe (S01E02, "15 Million Merits"), an der Serie hängenblieb.

Wer gerne mal reinschauen und sich im Zuge dessen mit runterziehen möchte, kann das auf Netflix tun. Alternativ sind ein paar Episoden auf YouTube und sicher auch bei anderen Diensten zu finden.


Freitag, 12. Dezember 2014

Paarungszeit der radioaktiven Videospiel-Highlights des Spaßes aus dem Weltraum, Teil III

Wow, ich hab' praktisch seit August nichtsmehr über Spiele geschrieben?! óO
Das muss sich ändern! D:
Ich habe noch ein paar nette Stücke aus meinen Erinnerungen ausgegraben, die ich dort auf keinen Fall vermissen möchte, welche aber bei sehr vielen anderen Leuten oft nicht sooo gut ankamen. Und es soll ja sogar Leute geben, die viele ältere Klassiker überhaupt nicht kennen. (DAS JUNGE ALTER IST KEINE AUSREDE FÜR SOLCHE BILDUNGSLÜCKEN, IHR PSEUDO-FREAKS & MÖCHTEGERN-NERDS! SPIELT!!! >:c Tut bloß nicht so, als hättet ihr ein Leben - nimmt euch sowieso keiner ab. :p :D) Bei einigen von den Titeln tue ich mir schwer, sie überhaupt "älter" zu nennen, schließlich sind sie gerademal etwas über 15 Jahre, also 2-3 Konsolengenerationen ... ja, ok, älter. Man verleugnet's nur manchmal gerne, dass man selbst auch schon ... -.-°
Aber egal. SPIELE!!! Wohoo! :D (Yay, Themawechsel! \o/)

Blast Corps. (N64)

Ein hochexplosiver Nukleartransport ist - wie könnte es anders sein - außer Kontrolle geraten und steuert nun geradewegs auf bewohntes Gebiet zu. Die Aufgabe des Spielers ist es, ihn unbeschadet zu den Sicherheitszonen durchzulotsen. Das heißt nichts weiter als: RÄUM VERDAMMT NOCHMAL ALLES SO SCHNELL WIE MÖGLICH AUS DEM WEG, BEVOR DAS DING DAGEGENKRACHT!!!1!elf D:

Dienstag, 9. Dezember 2014

Teenage Flashback

Games, movies, and eventually music ... couldn't say that I ever found myself.

... it's more like there're bits and pieces of me lying around everywhere.

I just finished reading this blog entry in which that twenty-something girl (;)) from cultus.illusion.anima has written about some of her memories regarding the music and technology back when she was a teenager, and how things have changed since then. I also lived through some of that stuff, and it reminded me on even more when I thought about my once dearest hobby, gaming.

Samstag, 6. Dezember 2014

Roadtrip

Grand Theft Sound

Schon seit einiger Zeit will ich ein Kapitel vor allem dem Soundtrack einer der, wie ich finde, besten Spielserien überhaupt widmen, "GTA".
Es geht mir hierbei eher um die weitestgehend unbekannteren Songs und Stücke, die größtenteils erst durch die Spiele einen höheren Bekanntheitsgrad bei uns erreicht haben und gerade deswegen für mich einen wesentlichen Bestandteil des typischen GTA-Feelings ausmachen. Außerdem beschränke ich mich hierbei auf Teil 4 & 5, IV & V (oder "if"/"i-fau", bzw. "fau", wie sie von so mancher Kundschaft früher oft genannt wurden und auch sicher noch genannt werden ... Scheiße bin ich froh, dass ich damit nichtsmehr zu tun habe. Nach nicht ganz 3 Jahren hinter dem Kassenthresen könnte ich schon ein Buch über die Dummheit der Leute füllen. -.-° Aber fuck it, ist mir nur eben grade dazu eingefallen.). III, "Vice City" und "San Andreas" würden sich zwar ebenfalls anbieten, doch die meisten Songs aus den Playlists dieser Spiele sind zumindest Kindern der 80er & 90er ohnehin weitreichend bekannt, und es kommt auch so schon genug zusammen. ^^


Die Radioprogramme in den GTA-Spielen waren immer schon eine Klasse für sich. Ab "GTA III" begann der Soundtrack noch mehr zur Atmosphäre der Spiele beizutragen und diese zu verdichten, sei es nun der überdrehte Freak-Anteil, dreckige Gangster-Part oder die Melancholie von Stahlbeton-Großstädten.

Montag, 1. Dezember 2014

For what it's worth ...

The Story So Far V

It got worse and worse until I finally got my mind around the idea of killing myself ... if only the body would've followed.
I spent a few days in a mental hospital before I was sent "home", most likely because my case wasn't pressing enough for them to keep me there. I ended up in a hostel for homeless guys and almost lost causes where I'm now waiting for a stationary therapy place at the hospital for which I had an audition in late November. Latest by January 20 they'll have a bed vacant. From there on out it's up to twelve weeks of ... whatever, mostly talking and medication I guess. (I'm already back on antidepressants again since end of October, but so far they don't seem to do any good.) We' ll see. Until then ... endure.

And I have absolutely no clue about why I should do it.
I have no reasons left to keep moving. And hope? None either. I don't see anything anymore that I would consider worth living for. Something kept me from flipping the off-switch, but I just can't figure out what and why. Not this time around.
Thinking a year back, I see myself even lower now than I was back then. Now I have no goal to achieve, no general direction to head into, nothing to hold on to - it all seems rather worthless to me compared to what I've lost. Yet something in my mind is forcing me to stay alive, it won't let me quit. So I do keep moving anyway, somehow ...  not intentionally, just ... stranded, lost in this grey foggy mess that is called my life.
The instability and apparent pointlessness is what makes it all so exhausting, and sometimes even straight up terrifying. Often enough I don't even want to see what's next. I just want to crawl in a cave, hide in the darkest corner I can find and wait it out.

Mittwoch, 26. November 2014

True Detective

"Life's barely long enough to get good at one thing."
"If that long."
"Yeah, so be careful what you're gettin' good at."

Eigentlich hatte ich so gar keinen Bock auf eine Crimefighter-Serie, aber, da es momentan ohnehin nur eine Staffel mit 8 Episoden gibt, hab' ich mich doch dazu überwunden, "True Detective" dem 3-Episoden-Test zu unterziehen. (Wenn mich eine Serie nach spätestens 3 Episoden nicht packt, dann wird sie nicht weiter verfolgt. Viele schaffen's nichtmal zur 2., und andere reißen mich schon mit der 1. um.)
Es dauerte ein wenig, bis ich damit warm wurde, aber vor allem der Stil der Serie lässt einen dann so schnell nicht los.

Montag, 24. November 2014

"Mülltone", Klappe die 2!

Nachdem ich mit "Penny Dreadful" vorerst fertig war, brauchte ich wieder neues Serienfutter. Und wiedermal gingen die ersten beiden Griffe ins Klo ... ein sehr abscheuliches noch dazu ... echt abstoßend. "Trainspotting" gesehen?
So in die Richtung. Das zweite Mal war jetzt sogar noch schlimmer als das erste. x_x
Aber um was geht's überhaupt?

Donnerstag, 20. November 2014

Penny Dreadful

Ich war skeptisch, als ich die Serie vor ein paar Tagen empfohlen bekam. Schließlich konnte ich schon mit "Sherlock" und "Once Upon A Time" rein gar nichts anfangen. "Penny Dreadful" wirkte nach einer kurzen Vorab-Info auf mich wie ein weiterer moderner TV-Aufguss 100+ Jahre alter Literatur, wie solche, die es schon oft zuvor gab, und denen gerade in der letzten Zeit wieder gewaltige Beliebtheit entgegengebracht wird. Ich dachte, dass Showtime bloß mit auf den Märchen- und Geschichtenzug aufspringt, um nach dem "Dexter"-Debakel wieder sowas wie ein vermeintliches Highlight zu haben, das alleine durch die Thematik schon gute Quoten verspricht.
Neh, nicht ganz. Da steckt doch etwas mehr dahinter. ^^

Als "Penny Dreadful" wird in England eigentlich eine Art von Groschenromanen aus dem 19. Jahrhundert bezeichnet. Es sind auf billigem Papier gedruckte, fiktive Horrorkurzgeschichten, die für einen Penny unter die Leute gebracht wurden. Die Serie besitzt zwar eine durchgehende, eigene Handlung, doch leiht sie sich einige Figuren und Handlungsstränge aus klassischen Gruselgeschichten, wie z.B. Frankenstein, Dracula und Dorian Gray, welche kurzerhand zur selben Zeit in die selbe Stadt verlagert wurden. Es wird sich somit nur relativ grob an den Rahmenhandlungen der Originale orientiert, welche entweder bereits abgeschlossen sind oder zwischenzeitlich an einem anderen Ort off-screen fortgeführt werden. So fühlen sich Teile der Serie wie eine Fortsetzung, bzw. Ergänzung zu den Ausgangsmaterialien an, die sich in die Geschichten der neuen Charaktere einfügen.

Freitag, 14. November 2014

Doctor Meh :/

In Staffel 6 hat mich Amy dazu gebracht, große Teile einiger Folgen zu überspringen - ich bekam Kopfschmerzen von der Frau. Das Einzige, was die Staffel einigermaßen gerettet hat, war, dass es im Prinzip durchgehend um River geht und sie in verhältnismäßig vielen Folgen vorkommt.
Diesen Vorteil hat "Doctor Who" Staffel 8 leider nicht, und so wurde sie (wortwörtlich) einstimmig zu der Staffel "gewählt", mit der ich am wenigsten anfangen kann.
Wie kommt's?
Durch jede Menge ungenutztes Potential, zu viele Kinder, langatmiges und im Endeffekt hinfälliges Beziehungsgedöns, schwache Geschichten, uninteressante und oft sogar nervige Charaktere (meistens Kinder), unnachollziehbare Handlungen, ... naja, so einiges eben.
Und dabei rede ich keineswegs vom Doctor selbst. 12 kann man ohne weiteres so lassen, wie er ist, aber das Drumherum stimmt einfach nicht. Hier einige Punkte, die mir überhaupt nicht gefallen wollen.

Donnerstag, 13. November 2014

Ausgemustert

Hier nur kurz zwei Serien, die schon eine Weile auf meiner Festplatte darauf warteten, gesehen zu werden: "Aeon Flux" (die animierte Trickfilmserie von Anfang der 90er) und "Terminator: The Sarah Connor Chronicles". Beide wurden inzwischen gelöscht, ohne sie mir fertig angesehen zu haben. Warum?

Montag, 10. November 2014

"Aber willst du denn nicht wiedermal ... ?"

Natürlich hätte ich gerne wiedermal eine eigene Wohnung, ein Auto, einen ordentlichen Internetanschluss etc., aber ich frag' mich eben:
"Wozu?"
Ist schließlich nicht so, als würde es mir dann besser gehen.
Ich hatte das alles schon und mir ging's trotzdem  beschissen. Es war, als würde es vor den eigenen Augen zu Staub zerfallen. Das Schlimmste daran: es wurde einem zunehmend gleichgültiger. Die Dinge verloren mehr und mehr an persönlichem Wert für einen, bis es einem schlussendlich sogar schon egal war, wenn man sie alle auf einen Haufen geschmissen und in Brand gesteckt hätte.
Warum Zeit, Mühe und Geld für etwas aufwenden, das einem im Grunde nichtsmehr bedeutet, sondern - wenn überhaupt - nur ein winziges Detail am Rande darstellt?

Donnerstag, 6. November 2014

Autopilot

Ich hab' mich nun schon ein wenig im Wohnheim eingelebt, und jetzt beginnt langsam die Routine ... mit ihr natürlich auch die Langeweile.
Passiert zu viel, ist's nervig und anstrengend. Passiert nichts oder ist man dran gewöhnt, macht es das auch nicht besser, sondern wird bloß anders, aber mindestens genauso störend wahrgenommen, was ähnlich beunruhigt. Ein angenehmes Mittelmaß scheint nicht zu existieren, da die Stimmung stets zwischen einer Hand voll Extremen schwankt. Dadurch fühlt sich immer alles in irgendeiner Weise falsch an.

Mittwoch, 5. November 2014

Max Headroom

The Show With a Great Future Behind It

Damals, Mitte der 1980er war ich noch etwas zu jung, um die Serie über Satellitenfernsehen mitzuverfolgen, und kannte sie eigentlich nur, weil meine Brüder sie früher manchmal gekuckt haben. 25 Jahre später wird's nun endlich mal Zeit, dass ich mir selbst ein Bild mache. Derzeit bin ich noch am Anfang der 1. Staffel ... und verliebt. :D


"I'm Max Headroom. And what I wanna know is: Don't Eskimos ever get tired of their weather forecast?" 

Stichwort: Kundenbindung

20 Minuten in der Zukunft werden Abschaltknöpfe an TV-Geräten und Computern abgeschafft, und Einschaltquoten ersetzen den Aktienmarkt.
In dieser dystopischen Welt ist Network 23 der weltweit meistgesehene Fernsehsender. Um den Zusehern nun auch noch das Umschalten abzugewöhnen, und so den Marktanteil zu vergrößern, hat das junge Genie Bryce (die innerbetriebliche Entwicklungsabteilung) "Blipverts" erdacht - eine Technik, mit welcher 30-sekündige Werbespots auf nur 3 Sekunden komprimiert werden. Durch den dadurch verursachten Informations-Overkill kann es allerdings vorkommen, dass ein gewisser Prozentsatz des Publikums spontan explodiert. Die korrupte Leitung des Networks ist sich des Risikos bewusst, entscheidet sich aber dennoch für die Nutzung von Blipverts.

Samstag, 25. Oktober 2014

Netter Versuch. Mehr Glück beim nächsten Mal.

Durch den Rückhalt der Wölfin (Danke! Danke! Danke!) hab' ich's am Mittwoch zum AMS geschafft. Ich bin nun (mal wieder) offiziell arbeitslos gemeldet. Versicherungsschutz besteht somit auch, also machten wir uns um 9:30 auf den Weg zum Krankenhaus von St.P., die mich dann so schnell wie möglich zwecks einer Therapie an eine psychiatrische Anstalt weiterleiten sollten.
Trotz mehrmals geäußerten starken suizialen Tendenzen, wurde mir erst nach einer Wartezeit von über 3 Std. (!) ein Bettenplatz in Mauer zugesagt ... morgen. Für jetzt würde ich aus der Obhut des Krankenhauses entlassen werden und mir am nächsten Tag von meinem Hausarzt einen Krankentransport organisieren lassen, bzw. mich privat dort hinbegeben müssen. (Vielen Dank, Herr "Dr.Psych." Horvath ... nicht!) Ohne Unterkunft und ohne Geld in der Tasche, um überhaupt zu meinem Hausarzt zu kommen (Die Wölfin hatte auch nurnoch genug Sprit im Auto, um selbst nach Hause zu kommen.), war das praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Ich war dementsprechend noch mehr am Boden als vorher und einem Heulkrampf nahe. (Schnelle Hilfe? AM ARSCH! Ich meine, HALLO?! Geht's noch? Jemanden, der sich überlegt sich das Leben zu nehmen, wollen die nach Hause schicken? Ehrlich!? You motherfucking sons of bitches. Ihr habt doch den Arsch offen.) Berücksichtigung fand das allerdings erst, nachdem die Wölfin einen kleinen Aufstand startete. (Danke nochmal. War das erste Mal seit langem, dass sich jemand für mich stark gemacht und eingesetzt hat.) Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, wurde mir dann doch noch ein Bett auf der Station für akute Fälle in der psychiatrischen Klinik in Mauer und ein "sofortiger" Krankentransport besorgt. Dann endlich, um 15:30 Uhr (im KH angekommen waren wir um 9:45 Uhr) holte mich der Rettungsfahrer aus der "Not"-Aufnahme ab. Der Wölfin wurde inzwischen sogar das Auto abgeschleppt, wofür ich mich nicht ganz unverantwörtlich fühle. :/
In Mauer angekommen, redete ich kurz mit der dort zuständigen Psychologin. Danach war ich fest der Annahme, dass man mich dort etwas längerfristig aufnehmen und um mich kümmern würde und ich baldigst einen Therapieplatz bekomme, und wenn's auch ein paar Wochen gedauert hätte. Am Donnerstag wurde ich sogar schon für zeitweilige Beschäftigungstherapien eingeteilt, um die Zeit bis dahin zu überbrücken. Laut der Visite durch Herrn Primar Zöchling war ich jedoch bereits am Freitag wieder stabil genug, um entlassen zu werden. So ein unguter, alter Sack. Bei dem merkte man richtig, dass er einem nichtmal wirklich zuhört, geschweige denn ernstnimmt. Er wirkte regelrecht wie so ein Erbsenzähler, dem es nur darum geht, Betten freiwerden zu lassen und Kosten für die Station zu sparen. Auch von einigen Mitpatienten bekam man zu hören, dass seine Entlassungsquote jeden Freitag irgendwo zwischen 4 & 8 Patienten liegt. Dank einem späteren Gespräch mit der jüngeren Psycholgin, die meine Situation immerhin anzuerkennen schien, bekam ich die Möglichkeit, mit der dortigen Sozialarbeiterin zu sprechen, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. (Negatives bleibt bei mir meistens besser hängen. Darum merk ich mir wohl auch nur die Namen der "Bad Boys". :/) Zuvor wurde noch beim eigentlich für Depressionen "zuständigen" (fuck, wie ich dieses Wort inzwischen hasse -.-) teil der Klinik angerufen. Die erklärten mir, dass ich am 18. Nov. zu einem "Vorstellungsgespräch" kommen könnte, bei dem eine erste Einschätzung meines Zustands und eine vorläufige Beurteilung über die Notwendigkeit einer Therapie stattfindet. Außerdem wurde mir gesagt: "Freie Plätze gäbe es ohnehin aber erst wieder im März 2015."
Danach erklärte ich der Sozialarbeiterin nochmal, dass ich nun praktisch mittellos und unterstandslos dastehe, ähnlich wie zum Zeitpunkt als ich vor nichteinmal 2 Tagen ankam. Psychisch ging's mir sogar wieder schlechter, da ich schon wieder weggescheucht wurde, und diesmal sogar aus mir und anderen vollkommen unnachvollziehbaren Gründen. Ich passte wohl nicht ins Konzept der Anstalt. Dort und im Krankenhaus wird man scheinbar nur ernstgenommen, wenn man mit einer Waffe in der Hand auftaucht oder bereits blutet. Sofern man sich verhältnismäßig anständig verhält, relativ ruhig bleibt, sich klar ausdrücken kann und nicht ein in Rotz und Tränen eingeweichtes Häufchen Elend darstellt, kann man laut Meinung der "Experten" offensichtlich keine echten Probleme haben. Jedenfalls bekam ich einige Adressen von Notunterkünften, sogar für längerfristig. Außerdem wurde mir auch noch die Zugkarte zurück nach St.Pölten vorgeschossen. (Verdammt, die Güterzüge, die am Bahnhof mit Vollgas direkt am Bahnsteig vorbeirauschten, wirkten scheiß verlockend ... und ja, ich mein's genau so, wie es sich anhört.)
In St.P. angekommen, machte ich mich gleich auf den Weg zum örtlichen HQ der Emmaus Gesellschaft. Dort herrschte zwar Platzmangel, aber nach der Schilderung meiner Story wurde ich trotzdem provisorisch aufgenommen und vorerst im Krankenzimmer untergebracht. Auch wurde mir das Entlassungsverhalten des Primars in Mauer nochmal bestätigt. Ab Montag wird dann versucht, mich dauerhaft in einer Wohngemeinschaft für Männer mit psychischen Problemen unterzubringen. Mir wurde erklärt, dass man sich dort dann freiwillig aufhalten kann, "solange man's eben benötigt", um wieder auf die Beine zu kommen.
Holy shit. So "unten durch" wie bei mir inzwischen sogenannte "schnelle, professionelle psychiatrische Hilfe" ist, sind nun die Sozialarbeiter in meinem Ansehen stark gestiegen - die tun nämlich wirklich was; Erstere reden nur gerne darüber, bzw. sind ihnen durch diverse Vorschriften und/oder Vorgesetzte die Hände gebunden.
Nun verbleibe ich weiter mit einem Funken Hoffnung, dass ich innerhalb der nächsten Tage endlich mal irgendwo etwas zur Ruhe kommen und mich dadurch ein wenig um den Weitergang meines Lebens kümmern kann.
Warum weiß ich natürlich noch immer nicht, also hält sich die Motivation in Grenzen. Doch ich laufe sowieso schon einige Monate wieder auf Autopilot. Also was soll's?

The M.O.M. hat mich inzwischen von "zu Hause" abgemeldet und ist mörderisch sauer auf mich, da sie selbstverständlich keinen einzigen ihrer Fehler einsieht oder überhaupt auch nur erkennt. Sie ist nun damit beschäftigt, mein Zeug in den Keller zu räumen, nachdem sie endlich auf meine Niederschriften, die ich zurücklassen musste, und vielleicht sogar auf diesen Blog hier gestoßen ist und so meine Meinung über ihre Person vernommen hat. Gut so. Bringen wird's wohl nichts, außer dass ich als undankbares Arschloch abstempelt werde. Ich glaube nämlich nicht, dass sie jemals verstehen wird, warum ich so denke, wie ich denke. Schließlich ist sie ja davon überzeugt, nie etwas falsch gemacht zu haben. Ihre kognitiven Fähigkeiten haben immer nur gerade so weit gereicht, um die Schuld auf andere zu schieben.

Die einzigen Teile, um die mir etwas schade ist, sind meine Lady (die Les Paul) und das Zubehör, die Xbox und die Spiele oder zumindest die Festplatte mit den tausenden Spielstunden & -ständen. Naja ... fuck it. Die Gitarre habe ich ohnehin kaum benutzt, und das Laufwerk der Xbox ist bereits seit einem 3/4 Jahr kalt.

Und jetzt?

Freitag, 17. Oktober 2014

Verschlimmbesserung

Nach inzwischen 2 Tagen in der psychiatrischen Anstalt habe ich mich eigentlich schon ganz gut eingefunden. Vor allem aufgrund der Annahme, dass sich jetzt endlich wieder was in die "richtige" Richtung bewegt und sich alles schon irgendwie regeln lässt. Es wurde ja auch mehrmals angedeutet, dass man sich zwar noch weiter informieren müsse, aber meine Situation jetzt nicht so tragisch sei. So auch bezüglich der fehlenden Versicherung. (In einem meiner voeherigen Einträge hab ich ja bereits erläutert, dass ich seit Mitte/Ende Juni kein Geld mehr vom Amt bekomme, da ich wegen meines psychischen Zustands nicht in der Lage war, die die Termine einzuhalten.) Ich solle mich erstmal etwas ausruhen und stabilisieren.
Heute stellte sich heraus, dass mir, solange eben kein Versicherungsschutz besteht, jeder Tag in der Anstalt mit 600€ verrechnet wird, da es keine Möglichkeit zu einer nachversicherung oder sowas gibt. Bleibe ich also bis Montag, kommt alleine schon dadurch eine zusätzliche Belastung von 3.000€ auf mich zu. Nun sitze ich also hier und sehe die Zeit dahinticken, während im Hinterkopf der Geldzähler läuft (600€ / 24Std. = 25€/Std., die ich hier verbringe = ca. 42 Cent/Min.). Das ist wirklich sehr beruhigend und ganz bestimmt nichts anderes als zuträglich zu meiner Stabilisierung ... NICHT.
Außerdem wurde mir bescheidgegeben, dass eigentlich auch eine andere psychiatrische Einrichtung für mich "zuständig" wäre. Hier versorgen sie normalerweise nur Einwohner Wiens aus den Bezirken Bli, Bla, Blupp und Sowieso, und Obdachlose mit den Anfangsbuchstaben "A" bis "weißderTeufelhabnichtzugehörtweilsmichnichtinteressiert". Wenn ich dann wieder versichert bin, könnte ich mich nur bei einer Anstalt melden, die für den Bereich, in dem ich meinen Hauptwohnsitz gemeldet habe, zuständig ist. Heißt weiter: wieder andere Ärzte und jede Menge andere fremde Leute. Vor allem heißt es aber, mit der Schilderung meiner Situation wiedermal ganz von vorne anzufangen, wieder die selben Fragen, wieder die selben Erklärungen.
"Insanity is: doing the exact same thing over and over again, expecting a different outcome."
Wenn man nach Einsteins Definition von Verrücktheit geht, ist wohl schon seit längerem kein Wunder mehr, dass ich das Gefühl habe, den Verstand zu verlieren. Und jedes Ereignis, das mich in irgendeine Richtung voranbringt, scheint sich wieder in einen neuen, sich ständig wiederholenden Kreislauf zu ergeben, wechselt seine Richtung allerdings oft genug, sodass von einer Stabilisierung nicht die Rede sein kann. Und nach all den bisherigen "Ergebnissen", halte ich es persönlich für ganz und gar nicht seltsam, dass ich einfach nurnoch meine Ruhe von all dem Scheiß haben will. Diese bürokratische Hin- und Herfickerei habe ich noch nie verstanden, geschweige denn durchblickt, und habe es ehrlichgesagt auch nicht vor, solange sie einem so unnötige Steine in den Weg legt. Auf internationaler Ebene wär's ja einigermaßen entschuldbar, sich bei der Verständigung und den Zuständigkeiten so dumm anzustellen. Aber innerhalb eines Staates?! Ehrlich?! (Wieder ein schöner Grund mehr für mich, um von Politik und ihren Methoden herzlich wenig zu halten. Ich würde auch gerne dafür bezahlt werden, hauptberuflich so einen Schrott zu verzapfen. -.-)
Ich bin an sich schon verunsichert ohne Ende und habe nunmal ein besonderes Problem mit unangekündigter Veränderung - vor allem, wenn sie eine ohnehin schon bedrückende Situation noch weiter verumständlicht - und dann das.
Ok, ja, ich müsste mich nur'mal beim Arbeitsamt melden, damit ich wenigstens versichert bin, und dann kann man weitersehen ... sagt sich so einfach. Nur sehe ich keinen Grund dazu. Ich habe kein (Lebens-)Ziel, auf das ich hinarbeiten kann. Der einzige Grund, warum ich überhaupt noch lebe, ist meine "Feigheit" davor, mir das Leben zu nehmen. Mir ist der Aufwand weiterzuleben zu groß im Verhältnis zum Risiko, dass im Endeffekt alles wieder für'n Arsch war. Denn immerhin stehe dann immernoch auf der Straße. Es gibt zwar Notunterkünfte und dergleichen, nur ist das eben auch keine Dauerlösung.  So ist alles nur darauf ausgelegt, sich von einen auf den nächsten Moment überraschen zu lassen; ständiger Wandel und doch bleibt alles gleich, jede Menge fremde Menschen, keine Ruhe. 
...
Stabilität ... pff, ich darf gar nicht drüber nachdenken. Als ob einem irgendjemand versichern könnte, dass irgendwas stabil bleibt. ...

Donnerstag, 16. Oktober 2014

"Down - Down - Down - Up - Chu!"

Dienstag, 14. Oktober 2014, 18:11 Uhr
Sitze am Rand der Donauinsel, etwas abseits der Menschen, bei einem Big King XXL, Pommes und ein paar Dosen tschechischem Edelbräu. Die Wölfin war so lieb und hat mir 20€ mit auf den Weg gegeben. "Nach Hause" fahr' ich damit sicher nicht. Es war vorher schon unausstehlich dort, und wenn das mit dem Hund stimmt, dann spottet der Zustand dort sicher noch viel mehr Beschreibungen, als er ohnehin schon tat.
Habe mein Netbook und en ganzen Rest bei der Wölfin gelassen. Habe ja eigentlich keine Verwendung mehr dafür ... und bevor der Schrott in "falsche Hände" gerät ... . Hab' ihr auch die Zugangsdaten zu meinen Online-Accounts hinterlassen.
Weiß der Teufel, was ich damit anrichte, wenn sie das Zeug findet und ... versteht. Ist ja nicht so als hätte ihr eigenes Kreuz nicht schon genug Gewicht. Aber ich kann wohl nicht anders als Dinge, trotz guter Absichten, nur noch schlimmer zu machen.
Die Sonne ist weg, gerade gingen die Lichter an. Die Kirche am Ufer gegenüber wird nun schön beleuchtet. Im verwölkten Sonnenuntergang sah sie ja nicht sooo toll aus, aber jetzt ... Oder ist es ein Kloster? Protzig genug wär's jedenfalls.
Sitze hier neben einer großen 7 auf einem Stein. Meilensteine? Ankerplätze? Was auch immer. Meine Hämorrhoiden werden's mir danken ... nicht.
19:07 Uhr
Endlich ist es dunkel, angenehm.
Obwohl, langsam wird's auch kühl, besonders hier am Wasser ... das Wasser, das mir schon seit ein paar Tagen immer freundlicher erscheint. Ertrinken hat irgendwie seinen Schrecken verloren. Ein paar Minuten Todeskampf. So fuckin' what?
Und dann?
Endlich vorbei.
Bis auf das Plätschern der Wellen und das Quietschen eines rostigen Stegs/Kahns, der hier vor Anker liegt, ist es ruhig. Zwischen mir und dem Restlärm der Stadt liegt eine Donau und ein paar Enten.
Meine Leiche würde Stromabwärts getrieben, also weg von der U-Bahnstation, ans andere Ende der Insel. Weg von den Menschen und einer eventuellen "Rettung". Aber aus der dunklen kalten Donau lässt sich nach ein paar Minuten sowieso nichtmehr viel retten. Und den 5er-Konvoi Schwäne, der gerade vorbeitreibt, würde es bestimmt auch nicht stören. Just another day in Vienna.
Trotzdem, warum auch immer, hadere ich mit dem Gedanken. Aber warum? Alleine die Dunkelheit scheint mich seltsam zu motivieren. Doch zu was?
Keine Ahnung.
Sie beruhigt einfach.
Jedennfalls überlege ich, mich bloß irgendwo in die Büsche zu legen und auf morgen zu warten. Aber wozu? Morgen wird nicht anders. Von selbst ändert sich nichts, man muss schon etwas dafür tun. Und das muss man wiederum wollen. Aber ich will nichtmehr. Und doch sitze ich hier und schreibe, vergeude meine Zeit, lenke mich ab, als würde es irgendwas bringen, etwas verändern oder ... whatever. 20.000 Gedanken im Kopf, die meisten davon Erinnerungen. Und trotzdem, oder gerade deswegen, weiß ich nicht, was ich von all dem halten soll.
Nur weisses Rauschen, Leere.
Alles scheint so unwirklich.
Die 1 1/2 Bier entspannen, beruhigen, haben ansonsten jedoch keinerlei berauschende Wirkung.
Fähren und schwimmende Restaurants/Hotels ziehen vorbei ... voller Menschen. Auf der Brücken fahren Autos hin und her, Fahrräder und Fußgänger queren. So viele Menschen, so viele Leben, so viele Erfahrungen, so viele Geschichten. Das Dunkel stimmt mich hoffnungsvoll, dass irgendwo zwischen ihnen vielleicht ein Platz für mich wäre. Vorbei, sobald ein neuer Tag anbricht. Dann will ich mich wieder nur verkriechen und meine Ruhe vor ihnen.
20:19 Uhr
Eine 4er-Gruppe Schwände kam soeben stromaufwärts an mir vorbei. Habe die restlichen Pommes an sie verfüttert. Sie machten im Wellenschatten des Stegs/Kahns eine kurze Gefiederpflegepause und lassen sich nun wieder stromabwärts treiben ... und irgendwo neben mir unkt eine Kröte ... oder krötet ein Unke vor sich hin.
Ein seltsames Gefühl von Freiheit und Entspannung.
Alkohlolinduzierte Melancholie.
Soll es das gewesen sein?
Waren meine "letzten Male" wirklich meine letzten Male?
War das höchste der Gefühle wirklich DAS höchste der Gefühle?
Ich bin 31, männlich, gutgläubiger, aber dennoch pessimistischer Misanthrop. Der Mensch könnte so viel mehr sein, wenn er nur mal seinen Trieben eine Pause gönnen und seinen Verstand benutzen würde. Allerdings, er sollte auch da wissen, wo seine Grenzen sind, und aufhören nach dem Warum zu fragen, wo es keinen Sinn mehr gibt und er beginnt, sich im Kreis zu drehen.
I am
a thousand lives not lived,
a thousand cries not heard,
a thousand moments wasted,
a thousands opportunities unused,
a thousand stories untold,
a thousand thoughts unspoken,
a thousand feelings supressed,
a thousand tasks unaccomplished,
a thousand truths,
a thousand lies,
relative - like everything else.
I am just a tiny unique snowflake in a blizzard. So what should make me think that I am the special one?
I am only one single point of view out of eight billion on this planet. So what should make me think that my opinion counts for anything?
I am not outstanding in any way.
I am no hero or something like that. Soon enough I'll be forgotten like so many others before me. And, hell, why the fuck not? You can't remember everyone and everything. And I can't think of anything that I have done that I should be remembered for, for I simply don't see what should be special about a non-racist guy who stands for gender-equality and against war and corruption. I don't see what should be special about a guy who'd like the world to have no boundries and the same opportunities and standards for everyone. We're all just people sharing the same planet. So why not spend our time making it the best we can without hurting each other.
I don't get it.
Will mankind ever be able to tolerate ITSELF?!
But what do I know? Who am I to talk?
I myself did wrong wherever I thought that I'd get away with it, and often enough unintentionally. I'm no saint myself. But at least I wish I'd done right by the people I love('d). Yet I ended up regretting pretty much everything I did ... or didn't.
In Momenten wie diesen denke ich mir oft, dass mein einziger Fehler darin bestand, damals Siggi zu verlassen. Aber wenn ich es nicht getan hätte, ... . Jedenfalls ging's danach nurnoch bergab, für mich zumindest. Dadurch trat ich in ein Leben ein, in dem es offensichtlich falsch ist, einen Vergewaltiger INBRÜNSTIGST zu hassen. Das war sicherlich nicht die Ursache, aber einer der denkbar heftigsten Auslöser für eine Kettenreaktion, an deren Ende ich hier nun sitze und (schon wieder) darüber nachdenke, mir das Leben zu nehmen ... so ernsthaft wie vielleicht noch nie zuvor.
"All these moments will be lost in time,
like tears in rain."
- Roy Batty, "Blade Runner" -
Ich frage mich, wie es wohl sein wird ... ins Wasser zu gehen.
Zum Entschluss alleine gehört ja immerhin schon einiges. Aber dann auch die nasse kälte spüren? Innen und außen? Und es selbst immernoch durchziehen wollen?
Es ist mir unverständlichm, wie jemand sowas als feige bezeichnen könnte.
Well, be that as it may,
time to die.
-CHRiS-
14.10.14, 22:03 Uhr

PS: Ich wollte mich schon die ganze Zeit über, und besonders die letzten Tage, einfach nur bei jemandem ausheulen - loslassen und weinen wie ein kleines Kind. Mich belügen lassen, dass alles wieder gut wird, und es glauben können.
Ansätze dieses Gefühls sind noch da, aber der Drang dazu ist weg. Nichts davon, was mich dazu bewogen hätte, zählt hier mehr. Hier und jetzt geht's nurnoch um mich und die einzige "freie" Entscheidung, die man für sich selbst im Leben treffen kann - die wichtigste von allen:
Leben? Y/N

Nass, kalt, Unterkühlung, Krämpfe, Wasser in der Lunge ... und was wohl danach kommt?
Ich find' s interessant. Es fasziniert mich und erschreckt mich nicht halb so sehr wie der Gedanke daran weiterzuleben. Ich würde nicht sagen, dass ich Angst vor'm Sterben habe, und doch zögere ich es hinaus.
Warum?
Ist es wirklich nur dieser "War's das?"-Gedanke?
Habe auch eben erst gemerkt, dass heute Nacht kein Mond am Himmel scheint. Schade. Ich mochte den Anblick immer sehr, aber weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal bewusst den Mond angestarrt habe.
Ich weiß so vieles nichtmehr.
Ich kann mich schon einige Zeit nicht mehr an die Zeit davor erinnern und wie es war, ohne Tränen in den Augen einschlafen zu können. Dafür habe ich andere, viel unangenehmere Dinge sehr viel deutlicher vor Augen und ... manchmal sogar noch in der Hand oder im Arm ... so wie eine Art Phantomschmerz.
Fuck, langsam wird's wirklich verdammt kühl hier draußen.
Also, was mach ich jetzt?
23:05 Uhr

23:43 Uhr
Na toll, jetzt bin ich mir wieder gar nicht so sicher. Ok, es ist kalt und der Alkohol lässt nach (das letzte Bier ist ca. 1 Std. her), er es ist dunkel und ich hab' meine Ruhe.
Sollte ich wirklich jetzt schon "abbrechen", wo's doch gerade so verhältnismäßig angenehm ist?
Sollte ich's nicht doch noch etwas länger auskosten?
Ich hätte noch genug Geld in der Tasche für noch eine Packung Zigaretten ... oder 1-2 Bier, je nach dem.

Mittwoch, 15. Oktober 2014, 7:29 Uhr
Remember the time when I was out there to kill myself?
Well, about that ...
Scheiß kalte, scheiß unbequeme Nacht gehabt, aber bei weitem nicht die schlimmste. Obwohl ich insgesamt vielleicht nur eine Sekunde oder so schlafen konnte, fühle ich mich eigentlich ganz munter.
Hatte gestern dann doch noch etwas Schiss vor'm Absaufen. Die Müdigkeit hat im Endeffekt gesiegt und mir war auch so schon kalt genug, also habe ich mich hingelegt ... oder es zumindes versucht. Mit etwas Glück habe ich meine Hämorrhoiden schockgefrostet und mir wächst nun kein blutender Golfball am Arsch. Sitzen kann ich trotzdem nicht wirklich, schließlich habe ich die halbe Nacht im Sitzen verbracht, auf dem zarten Betonkissen eines Anlegepfeilers, das sich so richtig schön fest doll hart liebevoll bis zu meinen Arschknochen durchschmiegte.
Jetzt ist es wieder hell. War gerade Zigaretten kaufen. Ein paar Cent hab' ich noch einstecken.
Für heute existiert absolut kein Plan, außer durch die Stadt streunen, sitzen, rauchen, schreiben und darauf warten, dass es wieder dunkel wird.
12:01 Uhr
Bis jetzt zu Fuß ziellos durch die Stadt geirrt. Von der Insel weg Richtung Praterstern, weiter in die Innenstadt und über den Schwedenplatz rauf zum Stephansdom, dann im Stadtpark gesessen. Hab' sicher eine Stunde dort verbracht und an den Enten, Tauben und Krähen vorbei ins Nichts gestarrt. Danach hab' ich irgendwie über Wien-Mitte wieder zurückgefunden. Meine Beine sind jedenfalls für heute erledigt.
Und jetzt?
Ich hab' keine Ahnung, was ich tun soll.
Überlegte auch schon, die Wölfin zu fragen, ob sie mich zum AMS begleitet. Dann wäre ich versichert und könnte mich stationär aufnehmen lassen. Alleine schaffe ich das nicht. Ich brauche jemanden um mich. Außerdem gibt es sonst keinen Ort, an den ich hingehen könnte.
Doch stationär geht auch "nur" max. 10 Wochen oder so. Und dann?
Anscheinend sind die Baukräne hier in der Gegend teilweise schlecht abgesichert. Was so ein Sturz aus 30-40m wohl anrichtet?
Das Wetter ist schon den ganzen Tag trübe und wird wohl nicht besser. Wenigstens konnte ich mich durch den Fußmarsch temperaturtechnisch wieder etwas von der vergangenen Nacht erholen. Anders wird einem heute sonst nicht warm.
20:47 Uhr
Holy crap.
Hab' mich bei der Wölfin gemeldet, und ein paar Anrufe und eine "halbe Weltreise" später lieg' ich nun auf einer psychiatrischen Station - freiwillig natürlich. Mal sehen was das wird. Von hier an blind.
Wird ein neuer Tiefststand mit anschließendem Neuanfang nun zur Geburtstagstradition?

Dienstag, 14. Oktober 2014

8 000 000 000 : 1

Eigentlich schon längst zwecklos noch irgendwas zu schreiben. Mir geht ohnehin immer nur das Selbe durch den Kopf, ohne einen Sinn zu ergeben, und nun will ich einfach nur, dass es endlich aufhört.
Eigentlich zwecklos überhaupt noch etwas zu schreiben, da ich schon seit längerem das Gefühl habe, es mit jedem weiteren Wort nurnoch schlimmer zu machen.
Es fühlt sich alles nach einer überwältigenden Ansammlung von Fehlern an. Nur scheine ich immer bloß das Falsche aus ihnen zu lernen und bleibe dadurch in meinen immergleichen Verhaltens- und Denkmustern gefangen.
Ich fühle mich wie ein schlechter Mensch und habe nichts und niemanden mehr, das/der mich vom Gegenteil überzeugen könnte.
Und wie sollte ich darauf vertrauen können, dass es irgendwann besser wird? Es wird eben nicht immer alles für jeden besser. Man braucht sich doch nur umzusehen. Wie sollte ich die Kraft, den Glauben, das Vertrauen, die Hoffnung dafür aufbringen, wenn es doch mindestens genau so wahrscheinlich ist, wie dass sich der bisherige Schrott in verschiedenen Formen bis ans Ende einfach nur wiederholt, so wie er es bisher getan hat, und ich weiterhin nichts dagegen tun kann?
Ich finde keinen Grund mehr, der es mir wert wäre, das Risiko einzugehen und mich nochmal auf diesen eventuellen Schmerz einzulassen, der früher oder später bestimmt kommen wird - denn nichts hält ewig.
Ich habe keine Kraft mehr, um in blinder Hoffnung auf einen Grund weiterzumachen, von einem Glauben ganz zu schweigen.
Ich will mich nurnoch verkriechen und mich so gut es geht ablenken, bis alles einfach aufhört.

-

Die letzten paar Tage war ich bei einer lieben Freundin untergekommen, nachdem die fette alte Frau zuviel nervte und ich wortlos aus diesem seelenzerreißenden Loch abgehauen bin. Musste leider Pinky und meine Lady zurücklassen, aber was soll's?
Verbrachte das ganze Wochenende und auch meinen gestrigen Geburtstag im Bett mit den Sopranos am Netbook. Obwohl bis auf ein paar Kekse am Abend sonst genau nichts passiert ist, war's der angenehmste Geburtstag seit Jahren. Wohl auch, weil mir niemand mit dahingeheulcheten Glückwünschen auf die Eier ging. Meine Stimmung wurde nur durch die Tatsache getrübt, dass ich hier logischerweise eben nicht auch nicht bleiben kann.
And now what?
Wohin? Zurück an den Ort, den ich beim besten Willen kein zu Hause nennen könnte, gehe ich bestimmt nicht.
Was tun, wenn ich dort bin ... wo auch immer das sein wird?
Und warum?

Dienstag, 7. Oktober 2014

Wer nicht hören will, muss ...

... zusehen oder selber spielen. :P
Wie hier versprochen, gibt's nun von mir ein paar Film- und Spielempfehlungen auf eure Ohren. ^^ Brace yourself, browserkillender YouTube-Spam is coming. (Sorry. :/ )

Filme:

Den Anfang macht mit "It Might Get Loud" eine Rockumentation.
3 äußerst bekannte und beliebte Rock-Gitarristen (Jimmy Page von Led Zeppelin; Jack White von The White Stripes, The Raconteurs und The Dead Weather; The Edge von U2) finden sich zusammen und reden über ihre Anfänge, Einflüsse, Werdegänge, ihre unterschiedlichen Stile und wie manche ihrer bekanntesten Riffs zu Stande kamen. Die obligatorische Jam-Session bleibt natürlich nicht aus. :3
Als ich den ersten Trailer sah, stand fest, dass ich den Film unbedingt sehen musste, und ich wurde nicht enttäuscht. Ich finde ihn sehr informativ und unterhaltsam gemacht, sodass man selber auch gleich zur Gitarre greifen möchte. Mit U2 kann ich persönlich zwar genau nichts anfangen, aber dank Page und White ist der Film trotzdem ein Muss für Rock-Fans. Genauso wie ...

"Metal - A Headbanger's Journey"
Metalhead und Anthropologe Sam Dunn erklärt Metal, die Geschichte und die Menschen dahinter aus der Sicht eines Fans. Ausgeschmückt wird das Ganze mit Interviews diverser Größen der Szene, wie z.B. Slipknot, Dee Snyder (Twisted Sister) und Lemmy Kilmister (Motörhead), Rob Zombie, Lamb of God, Ronnie James Dio und Alice Cooper.
Hier können nicht nur Neulinge und andere Interessierte, sondern sicher auch viele eingefleischte Schwermetaller etwas dazulernen. Der Rest bangt zustimmend den Kopf zu einem der wohl interessantesten "Schulungsvideos" überhaupt. Ich kuck's mir immer wieder gerne mal an. Geht auch wunderbar Hand in Hand als Double Feature mit ...

"This is Spinal Tap"
DIE "Mockumentary" über 80er-Rockbands.
Die Kamera verfolgt die fiktive Band Spinal Tap auf dem Weg zu ihrem Comeback, durch den Touralltag und die Aufs und Abs des Daseins als die ewigen Zweiten im Rampenlicht.
Der Kult um den Film führt vor allem von der Tatsache her, dass die Handlung und Geschehnisse zwar komödiantisch überspitzt dargestellt wirken, aber doch mehr Wahrheit dahinter steckt, als manch Außenstehender vielleicht glaubt oder sich einige Musiker aus der Zeit gerne erinnern möchten. Zitat von Jack Black (Tenacious D): "You might think that it's all just fiction, but Metal often really was that stupid."
Interessantes Details am Rande: Die Schauspieler spielten die Instrumente im Film selbst, gründeten die Band wirklich und gingen danach mit dem Soundtrack auf Tournee. Außerdem wurde die Phrase "It goes to 11." bzw. "Let's turn it up to 11." mit dem Film in die Rockgeschichte zementiert.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Die Bretter, die den Rock bedeuten

... sind ja auch so ein Thema bei mir. ^^
Wie bei so ziemlich allem anderen auch, bin ich auch hier absolut kein Fachmann. Ich klimpere nur gerne ab und zu ein wenig herum. Ich kann weder Noten lesen, noch einen einzigen Song durchgehend spielen (obwohl sich zumindest Letzteres dank "Rocksmith" inzwischen ein wenig gebessert hat ^^). Ich übe so selten, dass ich immer wieder mal sogar mit einfachen Grifftabellen so meine Schwierigkeiten habe. Trotzdem stehe ich total auf Gitarren. Und das Bisschen Herumgefrickel auf dem Brett, das den Rock bedeutet, hat mich einiges an Respekt vor den Leuten gelehrt, die damit auch umgehen können.

Die Spiele sind schuld!

Nein, ich rede nicht von Ego-Shootern und Amokläufen, sondern davon, was mich dazu gebracht hat, 6 andere Saiten des Lebens kennenzulernen. (Puh, bei dem Tempo bin ich glücklicherweise bald mit allen schlechten Wortspielen durch. x_X)
Rock und besonders Metal waren spätestens ab dann ein Thema für mich, als ich zum ersten Mal "Freak on a Leash" von K

Kategorie: "Hab' ich."
Epiphone SG G-400 Cherry (Die billigere Variante einer SG, unter Lizenz von Epiphones Mutterkonzern Gibson produziert, die schon seit Jahrzehnten von Angus Young für AC/DC bespielt wird.)

Das war die Erste, gemeinsam mit einem kleinen 15-Watt Marshall-Verstärker.
Mit dem klein wenig Laienerfahrung, das ich habe, kann ich die beiden Teile ruhig jedem empfehlen. Sieht gut aus, klingt gut, die Materialqualität und Verarbeitung passt, und es ist mit insgesamt ca. €400.- jetzt auch nicht so teuer. Es gibt natürlich viel billigere hochqualitative Einsteigersets von Markenherstellern, wie z.B. die Jumpstart Kits von Ibanez um ca. €200-300.-, zu denen selbst von professionellen Musikern vor allem wegen des hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses gutes Feedback gegeben wird.
[An dieser Stelle will ich nochmal betonen: FINGER WEG VON DIESEN WIDERLICHEN NO-NAME BILLIG-SETS, wie man sie eben bei Aldi oder auch an anderen Orten findet, wo man normalerweise nie im Leben nach einem Musikinstrument suchen würde. Sie als minderwertig zu bezeichnen, wäre ein Kompliment. Das Einzige, was man mit den Dingern lernt, ist, dass ein Mindestmaß an Qualität nun eben auch einen gewissen Preis hat und man zu geizig dafür war. Gitarren auf der Bühne zu zerdreschen mag auf manche Leute wie dekadente Verschwendung wirken, aber mit diesen Schrott-Teilen ist es das Sinnvollste, was man machen, und der einzige Spaß, den man damit haben kann. Sogar für Kinder, die vielleicht noch gar nicht wirklich wissen, ob eine E-Gitarre wirklich ihr Ding ist, kann man diese Sets absolut nicht empfehlen, da Freude am Lernen damit erst gar nicht aufkommen kann.]
Meine SG hab' ich inzwischen in Einzelteile auseinandergenommen. Ich wollte sie neu lackieren und wieder zusammensetzen, habe im Endeffekt aber nur die verchromten Mechaniken auf die ...

Epiphone Les Paul Custom (Ebenfalls ein billigerer Lizenznachbau des Gibson-Originals; u.a. die Weapon of Choice von Led Zeppelins Jimmy Page.)

... umgebaut. Meine Lady war #2, und die goldene Hardware hat mir nie so wirklich gefallen. Zum Zeitpunkt als ich eine Les Paul wollte, war die Custom allerdings die einzige, die das Binding (die Pin Stripes) rund um Korpus, Hals und Kopf hatte. Ja, nur deswegen habe ich €100.- mehr als für die Standard (weisses Schlagbrett, braune Drehknöpfe, Chrom-Hardware) ausgegeben: ein off-white/creméfarbener Streifen rundherum. ^^ Inzwischen sehe ich seit ein paar Jahren öfter mal, dass anscheinend der billigeren Standard das Binding ebenfalls spendiert wurde, aber fuck it. -.-°
Zu Hause war ich jedoch sofort in den satteren Klang der Les Paul verliebt, der sich durch den relativ dicken Mahagoni-Korpus mit einer Ahorndecke ergibt. Auch die Form sagt mir mehr zu als die der SG, da sie sicher nicht nur mich ein wenig an eine Frau erinnert. Sie fühlt sich einfach nur gut an. :3
Fuck, ich liebe das Teil. In Sachen Gitarren gibt's für mich designtechnisch nichts schöneres als eine Les Paul. Und der Sound erst! O-M-G, der Sound!
...
Gleichzeitig ist die LP ein gutes Training für Rücken- und Schultermuskulatur, weil ein massiver Korpus hat natürlich auch einiges an Masse. She puts the "heavy" in Heavy Metal :D
... obwohl sie schon viel länger (seit Anfang der 1950er) im Umlauf ist. Das Konzept geht sogar in die 40er-Jahre zurück, als der Gitarrist Les Paul einen weg suchte, die Gitarre lauter zu machen, damit der Klang auf der Bühne nicht zwischen den Bläsern und dem Schlagzeug untergeht. Some magic happened und plötzlich war die E-Gitarre geboren. Den Rest der Geschichte findet man im Plattenladen und auf iTunes. ;)

BOSS ME-20

Ein Multieffektgerät, das ich mir mal als kleines Gimmick für zusätzliche Abwechslung geleistet habe. :3
Diese Geräte sind meistens maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass E-Gitarren oft so verzerrt-krank-awesome klingen, wie sie es nunmal tun. Schonmal aufgefallen, dass der Gitarrist während eines Songs auf eine kleine Box am Boden steigt/tritt/springt/whatever, bevor er richtig abgeht? Sowas ist das. ;) :D
Im professionellen Bereich findet man oft ganze Batterien der einzelnen Komponenten dieser Teile in den Studios und auf den Bühnen. Für den privaten Hobbygebrauch tut's aber auch so ein preiswertes Kombigerät, das mehrere Effekte unter einem Gehäuse vereint. Mag ich ganz doll, das Ding. ^^

Kategorie: "Hätt' ich gern."
Ibanez GSR 200 GSF

Ein 4-saitiger Bass, dem ich schon Jahre hinterherlächze. Nun befindet er sich meines Wissens nach nichtmehr im Sortiment von Ibanez. Zumindest nicht in Green Shadow Flat - die Farbe, in der ich ihn gerne hätte. ... Balls.
Eine gute Bassline ist schon was sehr Feines. Die macht jeden Song gleich nochmal ums doppelte besser. Darum will ich mich schon seit längerem selbst mal an bösen/funky Grooves versuchen. Das matte Grün hat's mir auch irgendwie angetan. :)

Ibanez Apex 2 GSF

Die Leistbarste unter Munkys Signature-Gitarren. Als die-hard K

Gibson Les Paul Goddess Violet Burst
Do I need to explain? JUST LOOK AT HER! *.*

Gibson Explorer (u.a. lange Zeit das Werkzeug von James Hetfield, Metallica)

Die Explorer kam eigentlich 1958 auf den Markt und wollte sich so gar nicht verkaufen, wodurch sie ein Jahr später wieder aus dem Sortiment genommen wurde. "Zu futuristisch" und "zu aggressiv" hieß es damals. Prominent ausgestellte Heckflossen an Autos gingen zu der Zeit voll in Ordnung, aber an Gitarren war's nicht erwünscht. Klingt komisch, isses auch. Aber was soll's?
Dann, Anfang/Mitte der 70er, kam Hard Rock und Metal (Kiss, Alice Cooper, Black Sabbath, etc.), und mit ihnen traf auch das Design der Explorer plötzlich den Geschmack der Leute. Die Nachfrage stieg, die Produktion wurde wieder aufgenommen und lebt bis heute. Es gibt inzwischen viele gewagtere, zackigere, brutalere Designs, aber mit denen kann ich nichts anfangen. Die sind mit in vielen Fällen einfach schon too much. Für mich sagt nichts so sehr "\m/etal!" wie eine Gibson Explorer. Mehr geht nicht, bzw. ist nicht gut. PUNKT.

Fender Stratocaster

Ich mag sie instinktiv eigentlich nicht.
Wenn ich nur "Fender St..." höre, zieht sich in mir immer irgendwas zusammen. An ihr hat man sich normalerweise schnell sattgesehen, ob man nun will oder nicht. Liegt vor allem auch daran, dass so ziemlich jede schlechte Kopie eines Imitats einer Gitarrenatrappe der Strat nachempfunden ist. Außerdem gibt es sie mit Türkis, Babyblau und Schweinchenrosa in welchen der grässlichsten Farben für eine Gitarre überhaupt. m(
Doch alleine eben wegen ihres Kultstatuses, der einwandfreien Bespielbarkeit, und nicht zuletzt wegen des typisch hellen, klaren Klangs, würde ich trotzdem gerne eine haben ... so als Kontrast zu den ganzen Gibsons. ^^ Mir haben's besonders die abgefuckten SRV-Signaturemodelle angetan ...

... oder eine aus der ...

Kategorie: "Ho.Ly. 5H17!!1! O.O"
Da ich wie gesagt irrsinnig auf die Les Paul stehe und wir grade bei abgefuckt sind:
Ich konnte vor ein paar Monaten selbstverständlich nicht anders, als mich in die James Trussart Custom Guitars zu verlieben, als ich zufällig mal über eines der Bilder stolperte.
Die Künstler des Shops schleifen, ätzen, schnitzen und polieren vorwiegend an Fender Strats und Gibson LPs rum, beschlagen sie mit Stahl- oder Kupferblechen, und oft finden auch ausgefeilte Gravuren ihren Weg auf die Instrumente. So ein Teil wird wohl ein ewiger Traum bleiben. D:
... aber anschmachten darf man sie ja glücklicherweise gratis. *.*
James Trussart Steel DeVille

Das war's vorerst von meiner Seite. Ich hätte zwar noch ein paar Film- und Spielempfehlungen, die ich gerne loswerden würde, aber ich hab' beschlossen, daraus einen eigenen Eintrag zu machen, weil der hier sonst zu lange werden würde. ^^
[Nachtrag, 07. Oktober 2014: "Wer nicht hören will, muss ... "]

Wie sieht's mit euch aus? Spielt ihr ein Instrument?
(Blockflöte zählt nicht! Die zählte damals in der Schule schon nicht. Und welche sadomasochistisch veranlagten Drecksäcke von Eltern muss man sein; wie sehr muss man sich selbst, seine Umgebung und seine eigenen Kinder hassen, um es nicht nur zuzulassen, sondern auch noch zu unterstützen, dass der Nachwuchs mit sowas die Welt terrorisiert? Durch ein Verbot von Blockflöten würde viel Leid aus der Welt geschafft werden. Aber ich schweife ab ... ) 
Wie seid ihr dazu gekommen und welche Musikrichtung verfolgt ihr?